<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?>
<rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
  <channel>
    <title>LOW←TECH MAGAZINE Deutsch</title>
    <link>https://qelnixcor.cloud/de/authors/kris-de-decker/</link>
    <description>Diese Website ist solarbetrieben und geht daher manchmal offline.</description>
    <generator>Hugo 0.111.3</generator>
    <language>de</language>
    <lastBuildDate>Wed, 13 May 2026 00:00:00 +0000</lastBuildDate><atom:link href="https://qelnixcor.cloud/de/authors/kris-de-decker/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml" />
    <item>
      <title>Spenden</title>
      <link>https://qelnixcor.cloud/de/donate/</link>
      
      <enclosure url="https://qelnixcor.cloud/de/donate/images/dithers/begger_dithered.png" type="image/png" length="62893" ></enclosure>
      <pubDate>Mon, 01 Jan 0001 00:00:00 +0000</pubDate>
      
      <guid>https://qelnixcor.cloud/de/donate/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Low-tech Magazin wurde aus Idealismus geboren und ist seit 2007 ein unabhängiges Medium. Wir erhalten kein Geld von Regierungen oder Unternehmen und schalten seit 2018 keine Anzeigen mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stattdessen wird das Low-tech Magazin von seinen Lesern unterstützt. Wir akzeptieren Spenden über &lt;a href=&#34;https://www.paypal.me/lowtechmagazine&#34; target=&#34;_blank&#34; &gt;PayPal&lt;/a&gt;, &lt;a href=&#34;https://liberapay.com/lowtechmagazine/&#34; target=&#34;_blank&#34; &gt;LiberaPay&lt;/a&gt; und &lt;a href=&#34;https://www.patreon.com/lowtechmagazine&#34; target=&#34;_blank&#34; &gt;Patreon&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gönner erhalten exklusive Inhalte (z. B. Nachrichten hinter den Kulissen), kostenlosen Zugang zu allen ebook-Ausgaben und frühzeitigen Zugang zu gedruckten Büchern zu einem reduzierten Preis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie können uns auch unterstützen, indem Sie &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/offline-reading/&#34; &gt;unsere Bücher bestellen&lt;/a&gt; und unsere Arbeit teilen. Je mehr Unterstützung wir erhalten, desto mehr Artikel können wir veröffentlichen.&lt;/p&gt;
</description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Die Handkarre neu entdecken</title>
      <link>https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/</link>
      
      <enclosure url="https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_2725_dithered.png" type="image/png" length="18501" ></enclosure>
      <pubDate>Wed, 13 May 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
      
      <guid>https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/</guid>
      <description>&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_2725_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Mit einem Segel ausgestattete Handkarre. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Mit einem Segel ausgestattete Handkarre. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Die mit Muskelkraft betriebene Handkarre ist das älteste Fahrzeug der Welt und wird wahrscheinlich auch das letzte sein, das es in Zukunft noch geben wird. Von allen Fahrzeugen ist sie am günstigsten und am einfachsten zu bauen und zu benutzen. Sie bietet einen großen Vorteil gegenüber dem Tragen von Lasten auf dem Rücken oder dem Ziehen über den Boden, dem noch älteren Konzept des Schlittens. Andererseits ist die Handkarre billiger und einfacher zu benutzen als ein von Tieren gezogener Karren. Ochsen und Esel fressen mehr als Menschen, und sie haben ihren eigenen Willen, der dem Fahrer zu schaffen machen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie jedes andere Fahrzeug auf Rädern benötigt die Handkarre Wege, auf denen sie gefahren werden kann. Diese Infrastruktur war im Laufe der Geschichte nicht immer und überall vorhanden. Im mittelalterlichen Europa beispielsweise waren Träger und Lasttiere aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse weiter verbreitet als Handkarren. &lt;sup id=&#34;fnref:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Im Westen erlebte die Handkarre ihre Blütezeit erst in den ersten Jahrzehnten der industriellen Revolution, als sie schnell wachsende Städte mit Bahnhöfen und Häfen verband. In China hingegen war sie jahrtausendelang das  &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2011/12/how-to-downsize-a-transport-network-the-chinese-wheelbarrow/&#34;&gt;Rückgrat des Transportnetzes&lt;/a&gt;. &lt;sup id=&#34;fnref:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Von allen Fahrzeugen ist die Handkarre am günstigsten und am einfachsten zu bauen und zu benutzen.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;In der modernen Gesellschaft gibt es noch immer viele handbetriebene Transportmittel: Kinderwagen, Einkaufswagen, Rollkoffer und verschiedene Transport- und Faltwagen. Diese modernen Gefährte stehen jedoch zu ihren Vorgängern in demselben Verhältnis wie Vögel zu Dinosauriern. Sie sind klein, haben oft sehr kleine Räder, und wir nutzen sie für sehr kurze Strecken, meist innerhalb von Gebäuden. Im Gegensatz dazu waren althergebrachte Handkarren oft groß und hatten große Räder, und sie wurden auf Straßen und über längere Strecken geschoben oder gezogen. Viele Handwerke und Berufe hatten ihre eigene Art von Handkarren.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1917_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Die Handkarre des Low-tech Magazine. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Die Handkarre des Low-tech Magazine. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;deshalb-brauche-ich-eine-handkarre&#34;&gt;Deshalb brauche ich eine Handkarre&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In sogenannten „Entwicklungsländern“ werden nach wie vor große Handkarren verwendet. Doch sie können auch in den Großstädten der industrialisierten Welt genauso nützlich sein, wie ich nach einigen Monaten der Nutzung bestätigen kann. Im vergangenen Herbst erhielt ich eine Praktikumsbewerbung von Kozimo, der an der Design Academy Eindhoven studiert. In seiner Bewerbung schickte Kozimo ein &lt;a href=&#34;https://vimeo.com/916321062?share=copy&#34;&gt;Video einer großen Handkarre&lt;/a&gt;, die er selbst gebaut hatte und mit der er durch die Straßen von Rotterdam in den Niederlanden fuhr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe schon immer von einem Handwagen geträumt. Ich habe noch nie ein Auto besessen, und ich vermisse eines nur dann, wenn ich Dinge transportieren muss, was in letzter Zeit immer häufiger vorkommt. Deshalb habe ich Kozimo vorgeschlagen, mir eine Handkarre zu bauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittlerweile kann ich mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Ich habe das Gefährt genutzt, um Umzüge von Wohnungen und Büros zu bewältigen, online gekaufte Materialien und Gegenstände – ob neu oder gebraucht – abzuholen und Materialien für Workshops und Veranstaltungen (Fahrradgeneratoren, Solarpanels, Solaröfen, Bücher, Lautsprecheranlagen) zu transportieren. Das habe ich auch für Freunde getan. Bei diesen Fahrten habe ich oft Materialien, Möbel oder Gegenstände mit nach Hause genommen, die ich kostenlos auf den Straßen Barcelonas gefunden habe.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1535-upside.rotated_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Kozimo und Kris De Decker mit der Handkarre des Low-tech Magazine, auf halbem Weg einer 30-km-Tour entlang der Küste Spaniens. Foto: Linda Osusky.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Kozimo und Kris De Decker mit der Handkarre des Low-tech Magazine, auf halbem Weg einer 30-km-Tour entlang der Küste Spaniens. Foto: Linda Osusky. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu einem Transporter oder einem Auto benötigt meine Handkarre weder Benzin noch Strom oder Batterien, wodurch sie völlig unabhängig von der Energieinfrastruktur bleibt. Auch muss ich für sie keine Steuern und Versicherung bezahlen. Die Handkarre ist ein sehr demokratisches Transportmittel. Sie ermöglicht es jedem, eine Last dorthin zu transportieren, wohin er möchte, während ältere, weniger erschwingliche Autos und Kleintransporter aufgrund der Einrichtung von Umweltzonen nicht mehr in die Innenstädte fahren dürfen.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Eine Handkarre benötigt weder Benzin noch Strom oder Batterien und ist somit völlig unabhängig von der Energieinfrastruktur.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Es wäre sehr sinnvoll, solche Fahrzeuge in Nachbarschaftszentren anzubieten, wo sie allen Nachbarn bei Bedarf zur Verfügung stehen. Nur wenige Menschen würden täglich einen Handwagen benötigen, und die gemeinschaftliche Nutzung würde das Parkplatzproblem lösen. Obwohl unsere Handkarre auch senkrecht geparkt werden kann, passt sie in die meisten Wohnungen nicht hinein.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;beschreibung-der-handkarre&#34;&gt;Beschreibung der Handkarre&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In diesem Artikel wird nicht im Detail erklärt, wie man eine Handkarre baut. Das wollen wir ein anderes Mal anhand eines einfacheren Modells tun, denn das Fahrzeug, das wir in diesem Artikel vorstellen, ist nicht so einfach, dass es jeder selbst bauen könnte. Man benötigt gute Kenntnisse in der Holz- und Metallbearbeitung, und so wurde unsere Handkarre tatsächlich auch von zwei Personen gebaut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kozimo entwarf und baute die gesamte Konstruktion aus Holz, während &lt;a href=&#34;https://guilhemsenges.com&#34;&gt;Guilhem Senges&lt;/a&gt; – bildender Künstler und einer meiner Nachbarn – mehrere wichtige Metallverstärkungen entwarf und anfertigte; die Räder, die Bremsen und der Lenker sind alle mit maßgefertigten Eisenteilen an der Holzkonstruktion befestigt.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img  vertical&#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1886.rotated_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Die Unterseite der Handkarre. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Die Unterseite der Handkarre. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img  vertical&#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1624_dithered.png&#34; alt=&#39;Bilder: Vorder- und Rückseite der Handkarre. Fotos: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bilder: Vorder- und Rückseite der Handkarre. Fotos: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1707_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Die Lampen sind in Kokosnussschalen eingebaut. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Die Lampen sind in Kokosnussschalen eingebaut. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;ladegewicht-und--volumen&#34;&gt;Ladegewicht und -volumen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Handkarre des Low-tech Magazine ist 250 cm lang und 100 cm breit, während die Ladefläche selbst 210 × 85 cm misst. Bei einer angenommenen Ladehöhe von 50 cm beträgt das Ladevolumen rund 1,55 m³ (37 Kubikfuß bzw. 1050 Liter). Das ist zwei- bis viermal so viel wie das typische Kofferraumvolumen eines europäischen Autos. Wir haben Fracht transportiert, die breiter oder länger als der Karren war: einen großen Heiztisch von 140 × 140 cm und mehrere Ladungen Holzbalken, jeweils drei Meter lang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ladegewicht wird durch die Räder begrenzt, die von einem Rollstuhl stammen. Sie können zusammen bis zu 150 kg tragen. &lt;sup id=&#34;fnref:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Karre selbst wiegt 32 kg, sodass das praktische maximale Ladegewicht etwa 120 kg beträgt. Die Ladefläche besteht aus Latten mit Zwischenräumen, was es leicht macht, verschiedene Arten von Fracht zu sichern.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1415_dithered.png&#34; alt=&#39;Bilder: Die Handkarre mit verschiedenen Ladungen. Oben links: ein 6-m²-Parkettboden und eine Truhe. Oben rechts: 3 Meter lange Holzbalken. Unten: Ein Heiztisch, bereit für den Transport.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bilder: Die Handkarre mit verschiedenen Ladungen. Oben links: ein 6-m²-Parkettboden und eine Truhe. Oben rechts: 3 Meter lange Holzbalken. Unten: Ein Heiztisch, bereit für den Transport. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;sie-fährt-von-selbst&#34;&gt;Sie fährt von selbst!&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In den letzten Monaten haben wir festgestellt, dass viele Menschen falsche Vorstellungen von Handkarren haben. Vielleicht denken Sie zum Beispiel, dass das Schieben einer Handkarre viel Kraft kostet – vielleicht aufgrund Ihrer Erfahrungen beim Schieben von Einkaufswagen über Parkplätze oder beim Ziehen schwerer Rollkoffer durch die Innenstadt (so habe ich früher Dinge transportiert, bevor ich eine Handkarre hatte).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Benutzung der Handkarre kann jedoch so mühelos sein – selbst wenn sie schwer beladen ist –, dass es sich anfühlt, als würden Sie gar nicht schieben. Sobald sie in Bewegung ist, können Sie sie oft mit einer Hand lenken, und manchmal fühlt es sich so an, als würde der Wagen &lt;em&gt;Sie&lt;/em&gt; vorwärtsziehen. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass das Schieben der Handkarre mit einer 100-kg-Ladung bequemer ist als das Gehen mit einem 10 kg schweren Rucksack.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die Verwendung der Handkarre kann so mühelos sein – selbst bei schwerer Last –, dass es sich anfühlt, als ob man gar nicht schiebt.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Für diese Leichtigkeit gibt es mehrere physikalische Gründe. Jedes Fahrzeug muss drei Kräfte überwinden: den Rollwiderstand, den Luftwiderstand und die Schwerkraft. Bei Schrittgeschwindigkeit ist der Luftwiderstand vernachlässigbar, was bedeutet, dass ein Handkarrenfahrer auf ebenem Gelände hauptsächlich den Rollwiderstand überwinden muss. Dabei handelt es sich um die Reibung zwischen Rädern und Fahrbahn, ein Faktor, der weitgehend unabhängig von der Geschwindigkeit ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz dazu steigt der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Ein Radfahrer, der mit 15–20 km/h fährt, muss bereits mehr Kraft aufwenden, um den Luftwiderstand zu überwinden als den Rollwiderstand – obwohl letzterer in beiden Fällen gleich ist, da Handkarre und Fahrrad ähnliche Räder haben. Kurz gesagt: Die niedrige Geschwindigkeit der Handkarre minimiert den Luftwiderstand, während ihre schmalen Räder den Rollwiderstand minimieren.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1504_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Unterwegs mit der Handkarre. Foto: Linda Osusky.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Unterwegs mit der Handkarre. Foto: Linda Osusky. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Zweitens erfordert das Beschleunigen eines Fahrzeugs mehr Energie als das Halten einer konstanten Geschwindigkeit. Man muss den Schwung nur aufrechterhalten, nicht aufbauen. Unsere Handkarre wird mit Schrittgeschwindigkeit geschoben, sodass der Kraftaufwand für die Beschleunigung nicht länger als ein bis zwei Sekunden dauert. Ein Radfahrer hingegen braucht viel länger, um seine Reisegeschwindigkeit zu erreichen, und wegen des höheren Luftwiderstands ist es anstrengender, diese Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten. Bei schwerer Beladung gewinnt die Handkarre schon bei niedriger Geschwindigkeit erhebliche kinetische Energie. Das erklärt, warum es sich manchmal so anfühlt, als würde der Wagen einen vorwärtsziehen – denn das tut er tatsächlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schließlich sind unsere Räder viel größer als die bei heutigen Handwagen. Das sorgt für ein komfortables Fahren auf Asphalt und Gehwegen, die nicht so glatt sind wie Flughafen- oder Supermarktböden. Große Räder erhöhen zwar den Luftwiderstand, aber bei unserer niedrigen Geschwindigkeit spielt das keine Rolle.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;handkarre-und-schwerkraft&#34;&gt;Handkarre und Schwerkraft&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein müheloses Fahren setzt jedoch zwei Bedingungen voraus: ebenes Gelände und eine gut ausbalancierte Beladung. Beide Faktoren stehen im Zusammenhang mit der dritten Kraft, die jedes Fahrzeug überwinden muss: der Schwerkraft.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-handkarre-ausbalancieren-die-last-verteilen&#34;&gt;Die Handkarre ausbalancieren: die Last verteilen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Eine zweirädrige Karre wird schwer zu handhaben, wenn zu viel Gewicht auf der Vorder- oder Rückseite liegt. Deshalb muss man den Wagen so beladen, dass das Gewicht auf beiden Seiten der Räder gleich verteilt ist. Das lässt sich leicht überprüfen: Die Karre sollte mehrere Sekunden lang in waagerechter Position bleiben, ohne dass man sie anfasst. Bei einer einzelnen Ladung platziert man sie über der Mitte der Räder. Bei mehreren Dingen sollte das Gesamtgewicht gleichmäßig auf beide Seiten verteilt sein. Um die optimale Balance zu finden, muss man oft einen Gegenstand von der Vorderseite auf die Rückseite des Wagens verlagern oder umgekehrt.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das Fahrzeug muss so beladen werden, dass das Gewicht auf beiden Seiten der Räder gleich verteilt ist.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Eine zweirädrige Karre benötigt außerdem Stützen, um sie beim Parken – etwa beim Be- oder Entladen – waagerecht zu halten. Sonst kann die Karre plötzlich nach vorne oder hinten kippen. Unsere Handkarre verfügt über vier Stützbalken, zwei auf jeder Seite. Während der Fahrt befinden sie sich in horizontaler Position. Wenn der Wagen abgestellt wird, nehmen wir einen oder mehrere Balken heraus und stellen sie senkrecht auf. Jede Stütze kann auf eine andere Länge eingestellt werden, sodass wir die Karre auch auf unebenem Gelände stabilisieren können. Wir befestigen die Stützbalken mit Schrauben.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/P1080259_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Die Handkarre mit vier Stützbeinen geparkt. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Die Handkarre mit vier Stützbeinen geparkt. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_2003_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Detail der Stützbalkenhalterung. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Detail der Stützbalkenhalterung. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Viele haben uns gefragt, warum wir keine vierrädrige Karre gebaut haben, die man nicht ausbalancieren muss. Vier Räder würden den Rollwiderstand verdoppeln und damit den Kraftaufwand zum Schieben. Außerdem ist eine vierrädrige Karre weniger wendig und auf unebenem Gelände schwieriger zu fahren. Man braucht zudem zwei zusätzliche Räder und einen Lenkmechanismus. Im Laufe der Geschichte war die zweirädrige Handkarre (oder die einrädrige in China) viel verbreiteter als die vierrädrige. &lt;sup id=&#34;fnref1:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;bergauf-nur-mit-hilfe&#34;&gt;Bergauf: nur mit Hilfe&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ein müheloses Fahren setzt mehr oder weniger flaches Gelände voraus, wie es in vielen Teilen Barcelonas vorhanden ist. Geht es steil bergauf, spürt man plötzlich das Gewicht der Karre und ihrer Ladung. Einen schwer beladenen Wagen bergauf zu schieben kann genauso anstrengend sein wie Treppenlaufen oder Radfahren mit Höchstgeschwindigkeit. Man rät uns, wir sollten einen Elektromotor an die Karre bauen, und das wäre durchaus möglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben jedoch eine einfachere Lösung gefunden: Bei Bedarf bitten wir eine weitere Person um Hilfe. Der Griff ist breit genug, damit zwei oder sogar drei Personen gleichzeitig schieben können, was das Bergauffahren erheblich erleichtert. Ein Elektromotor und eine Batterie würden das Gewicht des Fahrzeugs deutlich erhöhen und  sind nur dann sinnvoll, wenn man regelmäßig Steigungen bewältigen muss.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;bergab-bremsen&#34;&gt;Bergab: Bremsen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Bergab muss man der Schwerkraft entgegenwirken, um zu verhindern, dass die Handkarre einen Hang hinunterrast, was sehr gefährlich wäre. Statt die Karre zu schieben, muss man sie zurückhalten. Am Hang sind Radfahrer klar im Vorteil, da sie die Schwerkraft bei der Abfahrt voll ausnutzen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben das Bergabfahren erheblich erleichtert, indem wir Fahrradbremsen eingebaut haben. In Kombination mit den großen Rädern ermöglichen die Bremsen zudem, die Handkarre über Bordsteinkanten oder sogar Treppen hinunterzubugsieren, ohne sie zu beschädigen. Sie dienen zugleich als Feststellbremse, indem man zwei Gurte um sie spannt. So kann man den Wagen unbeaufsichtigt an einem Hang oder bei starkem Wind stehen lassen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1118_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Die Bremsen. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Die Bremsen. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;handkarre-fahren-auf-dem-gehweg&#34;&gt;Handkarre fahren auf dem Gehweg&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Viele nehmen an, dass Handkarren auf der Straße neben den Autos, oder auf dem Radweg fahren. Das ist nicht der Fall: Man benutzt sie auf dem Gehweg. Rechtlich gesehen befinden sich Handkarrennutzer in einer ähnlichen Situation wie andere Fußgänger, die eine kleinere Karre schieben, etwa einen Kinderwagen. Der einzige Unterschied ist, dass Handkarrennutzer, wenn sie mangels Gehweg oder wegen einer Sperrung auf die Straße ausweichen müssen, auf der rechten Straßenseite gehen sollten, während andere Fußgänger links gehen sollten. Die Polizei hat uns bislang nur einmal angehalten – aus Neugier.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Rechtlich gesehen befinden sich Nutzer von Handkarren in einer ähnlichen Situation wie andere Fußgänger, die eine kleinere Handkarre schieben, etwa einen Kinderwagen.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wir konnten keine Verkehrsregeln finden, die die Größe eines Handwagens einschränken, zumindest nicht in den wenigen Ländern, die wir recherchiert haben, darunter Spanien. In der Praxis gibt es jedoch klare Grenzen. Ist das Fahrzeug breiter als der Abstand zwischen den Pollern, die Autos aus Fußgängerzonen fernhalten, bleiben Fußgängerzonen für Sie unzugänglich. Man muss auch andere Hindernisse auf dem Gehweg berücksichtigen, wie zum Beispiel Baugerüste. Deshalb ist es kaum sinnvoll, eine Handkarre mit mehr als einem Meter Breite zu bauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Barcelona hat in den meisten Stadtteilen sehr breite Gehwege. Wir müssen die Straße nur selten mit Autos oder Radfahrern teilen. Das ist natürlich nicht in jeder Stadt so, und dann wird der Einsatz einer Handkarre weniger attraktiv. Sie auf der Straße oder dem Radweg zu fahren ist ziemlich gefährlich, weil andere Fahrzeuge viel schneller sind.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/cart-masnou3_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Kozimo schiebt die Handkarre durch einen schmalen Durchgang. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Kozimo schiebt die Handkarre durch einen schmalen Durchgang. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;rücksicht-auf-andere-fußgänger&#34;&gt;Rücksicht auf andere Fußgänger&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Schieben einer großen Handkarre auf dem Gehweg erfordert volle Aufmerksamkeit. Sie wollen nicht an irgendwelche Hindernisse stoßen, und noch viel weniger wollen Sie jemandem in die Beine fahren. Man muss sie mit Rücksicht auf andere Fußgänger und deren Haustiere fahren (manche Hunde fangen an, das Fahrzeug anzubellen). Im Allgemeinen ist die Handkarre sehr sicher zu benutzen, da sie mit sehr niedriger Geschwindigkeit fährt. Das macht Unfälle von vornherein unwahrscheinlicher und verringert die Folgen. Außerdem hat man einen guten Überblick über das Fahrzeug, viel besser als bei einem Auto oder Fahrrad. Solange man die Handkarre im Blick behält, ist es unwahrscheinlich, dass man etwas oder jemanden rammt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unsere Handkarre ist aber so leise, dass die Leute sie nicht kommen hören. Wir haben eine Fahrradklingel angebracht, um auf uns aufmerksam zu machen, hoffen aber, in Zukunft einen besseren Klang zu finden: Jedes Fahrzeug sollte seinen eigenen Klang haben. Wir brauchen die Klingel auch für entgegenkommende Fußgänger, die beim Gehen auf ihr Handy schauen und erwarten, dass andere Platz machen. Mit der Handkarre ist das schwierig. Unsere Handkarre verfügt zudem über Vorder- und Rücklichter, die an eine unter der Ladefläche montierte USB-Powerbank angeschlossen sind. Die Beleuchtung ist auf Gehwegen sowohl tagsüber als auch nachts sehr hilfreich, da sie das Fahrzeug besser sichtbar macht. Darüber hinaus ist die Beleuchtung unverzichtbar, wenn man nach Einbruch der Dunkelheit auf die Straße ausweichen muss.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_0952_dithered.png&#34; alt=&#39;Bilder: Kris De Decker fährt mit der Handkarre durch Barcelona. Fotos: Guillaume Lion.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bilder: Kris De Decker fährt mit der Handkarre durch Barcelona. Fotos: Guillaume Lion. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Selbst in Barcelona können die Gehwege voll sein, und ein belebter Gehweg verlangsamt das Fahrzeug erheblich. Da man nur schwer überholen kann, bleibt man hinter den langsamsten Fußgängern hängen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Handkarre ist kein schwer zu steuerndes Fahrzeug, aber heutzutage haben die Menschen in industrialisierten Gesellschaften keine Erfahrung mehr damit. Neben einer aufmerksamen Fahrweise muss man auch bei unübersichtlichen Kurven vorsichtig sein (so weit wie möglich ausholen) und beim Herausfahren aus einer Garage oder einer anderen Ausfahrt (die Karre lieber ziehen statt schieben). Wenn man den Gegenverkehr sieht, befinden sich bereits 2 Meter der Handkarre auf der Straße oder um die Ecke.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;warum-kein-fahrradanhänger&#34;&gt;Warum kein Fahrradanhänger?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Fast jeder, der die Handkarre zum ersten Mal sieht, stellt die gleiche Frage: Wie hängt man sie an ein Fahrrad? Gar nicht. Man schiebt sie beim Gehen. Wenn wir das sagen, folgt eine Pause. Eine Handkarre zu schieben, scheint selbst für Menschen, die sich für ein nachhaltigeres Leben einsetzen, einen Schritt zu weit zurück zu sein. Warum sollte man eine Handkarre schieben, wenn man genauso gut einen viel schnelleren Fahrradanhänger oder ein Lastenrad benutzen könnte?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich gibt es mehrere praktische Gründe, einer Handkarre gegenüber einem Fahrradanhänger den Vorzug zu geben, und viele davon haben wir bereits erwähnt. Erstens kann man mit einer Handkarre überall hingehen, wo auch Fußgänger hinkommen, während Radfahrer oft vom Fahrrad absteigen und es schieben müssen – genau wie eine Handkarre. Sie ist außerdem wendiger. Obwohl die Karre beispielsweise 2,5 Meter lang ist, braucht man nur zwei Sekunden und wenig Platz, um sie umzudrehen und in die entgegengesetzte Richtung zurück zu gehen.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Warum sollte man eine Handkarre schieben, wenn man genauso gut einen viel schnelleren Fahrradanhänger oder ein Lastenrad benutzen könnte?&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Eine Handkarre kann außerdem größer gebaut werden als ein Fahrradanhänger. Zwar ist es durchaus möglich, einen Fahrradanhänger in der Größe unseres Handwagens zu bauen, doch würde dessen höhere Geschwindigkeit ein viel größeres Risiko für Unfälle und Schäden mit sich bringen – sowohl für den Anhänger selbst als auch für andere Verkehrsteilnehmer. Als Fahrradanhänger müsste er außerdem stabiler gebaut sein und über einen aufwendigeren Bremsmechanismus verfügen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;All das bedeutet nicht, dass Fahrradanhänger eine schlechte Idee sind. Wir haben die Handkarre hauptsächlich für Fahrten zwischen 5 und 10 km genutzt, was einer Gehzeit von ein bis zwei Stunden entspricht. Bei längeren Strecken hat der Fahrradanhänger den offensichtlichen Vorteil der Geschwindigkeit. Bei 40 km würde man mit der Handkarre acht Stunden brauchen, mit einem Fahrradanhänger nur zwei.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/P1210417_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Guilhem Senges, der die Metallteile des Fahrzeugs gebaut hat, schiebt die Handkarre zu einem Schweißjob ein paar Straßen weiter im Viertel.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Guilhem Senges, der die Metallteile des Fahrzeugs gebaut hat, schiebt die Handkarre zu einem Schweißjob ein paar Straßen weiter im Viertel. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;lob-der-langsamkeit&#34;&gt;Lob der Langsamkeit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auf die Frage, warum wir die Handkarre nicht als Fahrradanhänger nutzen, können wir auch anders antworten: Warum die Eile? Die Entscheidung, mit dem langsamsten Fahrzeug zu reisen, das es gibt, ist subversiv, weil sie Werte in Frage stellt, die wir in der modernen Welt für selbstverständlich halten, wie Geschwindigkeit und Nützlichkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für viele erscheint das Schieben einer Handkarre als Zeitverschwendung, aber unsere Erfahrung ist genau das Gegenteil. Jede Fahrt ist ein Abenteuer, und wir freuen uns immer darauf, sie wieder zu benutzen. Es macht Spaß, das Fahrzeug zu lenken – es ist mehr wie das Steuern eines Bootes als das Fahren eines Landfahrzeugs. Man kommt leicht mit anderen Fußgängern ins Gespräch, die meist sehr neugierig auf unser Gefährt sind. Dadurch dauert die Fahrt natürlich noch länger.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Für viele erscheint das Schieben einer Handkarre als Zeitverschwendung, aber unsere Erfahrung ist genau das Gegenteil.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das Fahren einer Handkarre fühlt sich ganz anders an als jedes andere Verkehrsmittel. Wenn Menschen zu Fuß unterwegs sind, können sie gewöhnlich nicht viel mitnehmen, weder was das Gewicht noch was das Volumen angeht. Die Handkarre hingegen ermöglicht es, beim Gehen einiges dabei zu haben: Getränke, Essen, eine Lautsprecheranlage, Bücher, Ersatzkleidung. Außerdem hat man eine große Ladefläche, auf der man sich ausruhen und andere einladen kann, dasselbe zu tun. Sie wird so zu einem Fahrzeug zum Umherstreifen und Wandern und um Kontakte zu anderen Menschen zu knüpfen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_2931_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Es macht Spaß, das Fahrzeug zu lenken, mehr wie das Steuern eines Bootes als das Fahren eines Landfahrzeugs. Model: Rocío Sánchez. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Es macht Spaß, das Fahrzeug zu lenken, mehr wie das Steuern eines Bootes als das Fahren eines Landfahrzeugs. Model: Rocío Sánchez. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_2127_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Die Handkarre mit Regenschutz. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Die Handkarre mit Regenschutz. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;zubehör&#34;&gt;Zubehör&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem sich die Handkarre als Transportfahrzeug bewährt hatte, begann Kozimo damit, weitere Konstruktionen zu entwerfen und zu bauen, um ihre Einsatzmöglichkeiten zu erweitern. Dieses Zubehör nutzt entweder die Lattenfläche oder die Ständerkonstruktion. Leider endete Kozimos Praktikum, bevor wir all diese Erweiterungen testen konnten, aber die wenigen Erfahrungen, die wir bisher gesammelt haben, zeigen, dass die Handkarre viel mehr als nur ein Transportfahrzeug sein kann.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;beifahrersitz&#34;&gt;Beifahrersitz&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die erste und vielleicht nützlichste Ergänzung ist ein Klappsitz. Obwohl unser Handwagen von nur einer Person gefahren werden kann (und dies in der Regel auch wird), lässt er sich insbesondere auf längeren Strecken besser von zwei Personen fahren. Dank des Sitzes kann eine Person den Wagen schieben, während die andere sich darauf ausruht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Solange die Straße eben ist, erhöht das zusätzliche Gewicht des Beifahrers den Kraftaufwand zum Schieben kaum merklich. So können zwei Personen an einem Tag schneller oder weiter fahren. Beim Bewältigen von Steigungen oder Überqueren von Brücken steigt die zweite Person vom Sitz ab. Falls nötig, hilft er oder sie auch beim Schieben.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Eine Person kann die Karre schieben, während die andere sich im Fahrzeug ausruht, was die mögliche Tagesstrecke erhöht.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ein zusätzliches Paar Augen auf der Straße ist ebenfalls praktisch. Der Sitz kann in zwei Positionen gebracht werden, sodass Beifahrer und Fahrer entweder in die gleiche Richtung schauen oder sich anblicken, was das Gespräch erleichtert und dem Beifahrer ermöglicht, als Rückspiegel zu fungieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben den Sitz auf einer 30 km langen Tagestour entlang der Küste Kataloniens in Spanien genutzt, als wir Sachen von meiner alten in meine neue Wohnung transportiert haben. Für eine Person allein wäre das eine ermüdende Strecke gewesen. Auf dem Hinweg waren jedoch mehrere Personen dabei, auf dem Rückweg zwei. Die Möglichkeit, sich zwischendurch auszuruhen – ohne anzuhalten –, machte einen großen Unterschied, besonders auf dem Rückweg. Eine zusätzliche Person erwies sich auch als nützlich, als unerwartete Hindernisse auftauchten. So war zum Beispiel eine Brücke in Reparatur, was uns zwang, die Karre die Felsen hinunter, über den Strand und wieder hoch zu tragen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1924_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Ein Klappsitz auf der Lattenfläche. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Ein Klappsitz auf der Lattenfläche. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/cart-masnou1_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Kozimo fährt die Handkarre entlang der Küste. Linda Osusky filmt, während sie sich im Sitz ausruht. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Kozimo fährt die Handkarre entlang der Küste. Linda Osusky filmt, während sie sich im Sitz ausruht. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/rocks1_dithered.png&#34; alt=&#39;Bilder: Handkarre über die Felsen tragen. Fotos: Linda Osusky.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bilder: Handkarre über die Felsen tragen. Fotos: Linda Osusky. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;mobiles-büro-für-digitale-nomaden&#34;&gt;Mobiles Büro für digitale Nomaden&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Als zweite Ergänzung haben wir den Sitz mit einem Arbeitstisch kombiniert, der gleichzeitig als Solaranlage dient, wodurch ein mobiles Büro für digitale Nomaden entstanden ist. Der Tisch lässt sich an den Seiten der Handkarre befestigen und hin- und her schieben. Das Solarpanel kann horizontal oder in verschiedenen Neigungswinkeln aufgestellt werden. Es kann einen Laptop oder jedes andere Gerät mit einem Leistungsbedarf von bis zu 100 Watt aufladen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man zu zweit unterwegs ist, kann eine Person am Tisch arbeiten, während die andere fährt. Ist man allein, kann man das Fahrzeug in den nächsten Park oder an den Strand rollen, die vier Stützbeine aufstellen und den ganzen Tag arbeiten. Im Jahr 2016 habe ich mein &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2016/05/how-to-get-your-apartment-off-the-grid/&#34;&gt;Heimbüro mit Solarmodulen an den Fensterbänken netzunabhängig&lt;/a&gt; gemacht. &lt;sup id=&#34;fnref:4&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:4&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Zehn Jahre später sind sowohl das Büro als auch die Solarmodule mobil geworden.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img  vertical&#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1815_dithered.png&#34; alt=&#39;Bilder: Mobiles Büro für digitale Nomaden. Fotos: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bilder: Mobiles Büro für digitale Nomaden. Fotos: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1845_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Mobiles Büro für digitale Nomaden. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Mobiles Büro für digitale Nomaden. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;kraftwerk-für-regenerative-energien&#34;&gt;Kraftwerk für regenerative Energien&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Obwohl wir nur eine Halterung für ein Solarpanel gebaut haben, ist die Plattform des Handwagens groß genug, um insgesamt vier 100-Watt-Solarmodule aufzunehmen. Das würde uns beispielsweise 400 Watt Solarstrom für ein Konzert oder als Notstromversorgung liefern. Der Handwagen kann auch die beiden &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2022/03/how-to-build-a-practical-household-bike-generator/&#34;&gt;Fahrradgeneratoren&lt;/a&gt; transportieren, die das Low-tech Magazine in Barcelona besitzt. &lt;sup id=&#34;fnref:5&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:5&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Somit ermöglicht uns der Wagen, jederzeit und in einem Umkreis von mehreren Kilometern schnell Strom bereitzustellen. Die Handkarre könnte tagsüber auch an einen sonnigen Ort gerollt werden, um eine Reihe von Akkus aufzuladen, die einen Haushalt nachts und bei schlechtem Wetter mit Strom versorgen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;mobiles-nachtlager&#34;&gt;Mobiles Nachtlager&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wer am selben Tag zurück möchte, hat mit der Handkarre eine Reichweite von etwa 40–80 km (8–16 Stunden Fußmarsch, hin und zurück). In meinem Fall zwingt mich aber niemand, am selben Tag zurückzukehren. Ich könnte die Handkarre für längere Reisen nutzen, zumal sie mir einen Schlafplatz bietet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die vier Stützbeine, die das Be- und Entladen des Karrens erleichtern, können auch dazu genutzt werden, das Fahrzeug in ein Bett zu verwandeln. Nachdem Kozimo in die Niederlande zurückgekehrt war, kaufte ich eine Klappmatratze, die perfekt auf die Ladefläche passt. Auf der Reise kann ich die übrige Fracht nachts unter dem Wagen verstauen. Alternativ könnte ich einen liegenden Passagier schieben und das Fahrzeug  in eine Erwachsenenversion eines Kinderwagens verwandeln.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_1593_dithered.png&#34; alt=&#39;Bilder: Eine Klappmatratze auf der Handkarre. Fotos: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bilder: Eine Klappmatratze auf der Handkarre. Fotos: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_2266_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Ein Moskitonetz bedeckt die Handkarre mit der Schlafmatratze. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Ein Moskitonetz bedeckt die Handkarre mit der Schlafmatratze. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Kozimo hat außerdem vier Stützbeine gefertigt, die fast zwei Meter lang sind. Damit kann ich ein Zelt um das Bett errichten und die Konstruktion mit modernen Zeltstoffen, Wolldecken oder einem Moskitonetz abdecken. An den langen Stangen lässt sich auch Wäsche trocknen. Außerdem könnte ich die Stützbeine in verschiedenen Kombinationen nutzen, um die Karre in ein Podium, einen Messestand, einen Marktstand oder eine Kino- bzw. Präsentationsleinwand zu verwandeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sitz, Tisch, Solarpanel, Schlafmatratze und die längeren Stangen können alle gleichzeitig auf dem Handkarren mitgeführt werden, wobei noch genügend Platz für weiteres Gepäck bleibt. Das bedeutet, dass ich auf dem Fahrzeug potenziell arbeiten, leben und reisen könnte und es so als ein nomadisches Zuhause nutzen könnte. Es liegt irgendwo zwischen einem Tiny House auf Rädern, einem Tipi und einer Notunterkunft für Obdachlose. Die Mieten in Barcelona sind sehr teuer geworden, also warum nicht einen Versuch wagen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_2047_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Die Handkarre ist für eine längere Reise gepackt. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Die Handkarre ist für eine längere Reise gepackt. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;mit-segel-und-inline-skates-unterwegs&#34;&gt;Mit Segel und Inline-Skates unterwegs&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Schließlich fertigte Kozimo ein kleines Segel für die Handkarre an, um bei gutem Wind das Ziehen schwerer Lasten zu erleichtern; das Fahrzeug wird manchmal an der Küste eingesetzt. Die Inspiration kam natürlich von der Verwendung von Segeln auf der &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2011/12/how-to-downsize-a-transport-network-the-chinese-wheelbarrow/&#34;&gt;historischen chinesischen Schubkarre&lt;/a&gt;. Für längere Strecken lässt sich das Segel am Wagen befestigen, sodass ich es nutzen kann, wann immer es sich anbietet.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_2686_dithered.png&#34; alt=&#39;Bilder: Die Handkarre mit einem 1-m²-Segel. Model: Iris De Decker. Fotos: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bilder: Die Handkarre mit einem 1-m²-Segel. Model: Iris De Decker. Fotos: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Wir könnten die Geschwindigkeit der Handkarre erhöhen, indem wir ein größeres Segel verwenden und es mit Rollschuhen, Inline-Skates oder einem Skateboard kombinieren. In diesem Fall würde der Wagen den Fahrer bei gutem Wind ziehen. Es ist auch möglich, die Karre ohne Segel mit Rollschuhen, Inline-Skates oder einem elektrischen Einrad zu schieben. Bislang haben wir auf ebenem Gelände einen ersten kleinen Test mit Inline-Skates durchgeführt – mit sehr guten Ergebnissen. Mit ausreichend Ladung würde die kinetische Energie einer rollschuhgetriebenen Handkarre einen auch ohne Segel stetig vorwärtsziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die höheren Geschwindigkeiten dieser Konfigurationen bringen natürlich ein höheres Risiko mit sich und wahrscheinlich auch Ärger mit der Polizei. Höhere Geschwindigkeiten erfordern ausreichend Platz, frei von Fußgängern. Das zwingt die Handkarre fast immer auf die Straße, zwischen die Autos, da die meisten Radwege nicht breit genug sind. In jedem Fall zeigt es, dass nachhaltige Fahrzeuge viele verschiedene Formen annehmen könnten, wenn wir ihnen nur den Raum gäben, sich zu entfalten. Es gibt mehr als genug Straßen, die für segel- und rollschuhbetriebene Handkarren geeignet sind; wir müssen sie nur von Autos und Transportern befreien.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2026/05/rediscovering-the-handcart/images/dithers/IMG_2981_dithered.png&#34; alt=&#39;Bilder: Julia Steketee fährt die Handkarre mit Inline-Skates. Fotos: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bilder: Julia Steketee fährt die Handkarre mit Inline-Skates. Fotos: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Entwurf und Bau der Handkarre: Kozimo, Guilhem Senges.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fotos: Kris De Decker, Linda Osusky, Guillaume Lion.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Besonderer Dank an: &lt;a href=&#34;https://akasha.barcelona/en/&#34;&gt;AkashaHub Barcelona&lt;/a&gt;, Carmen Tanaka, Gaston Quispe Castros, &lt;a href=&#34;https://dok.at/person/linda-osusky/&#34;&gt;Linda Osusky&lt;/a&gt;, &lt;a href=&#34;https://www.guillaumelion.be/english.html&#34;&gt;Guillaume Lion&lt;/a&gt;, Rocío Sánchez, Iris De Decker, Lili-Roos Noeyens, &lt;a href=&#34;https://www.juliasteketee.com/the-bagaceira-project&#34;&gt;Julia Steketee&lt;/a&gt;, Tim Rudolph, Guilherme Maglio, &lt;a href=&#34;https://www.selcenkucukustel.com&#34;&gt;Selcen Küçüküstel&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Marie Verdeil und Roel Roscam Abbing haben zur Auswahl der Bilder beigetragen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;div class=&#34;footnotes&#34; role=&#34;doc-endnotes&#34;&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li id=&#34;fn:1&#34;&gt;
&lt;p&gt;Bulliet, Richard W. The wheel: inventions and reinventions. Columbia University Press, 2016.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:2&#34;&gt;
&lt;p&gt;How to downsize a transport network: The Chinese wheelbarrow, Kris De Decker, Low-tech Magazine, 2011. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2011/12/how-to-downsize-a-transport-network-the-chinese-wheelbarrow/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/2011/12/how-to-downsize-a-transport-network-the-chinese-wheelbarrow/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:3&#34;&gt;
&lt;p&gt;Man könnte eine Handkarre mit stabileren Rädern bauen, entweder mit Hochlast-Rollstuhlrädern (bis 350 kg erhältlich) oder mit Lastenradrädern. Stabilere Räder sind jedoch wahrscheinlich breiter, was den Rollwiderstand erhöht. Außerdem wäre es schwieriger, diese schwereren Lasten einen steilen Hang hochzuschieben.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:4&#34;&gt;
&lt;p&gt;Wie Sie Ihre Wohnung vom Netz nehmen, Kris De Decker, Low-tech Magazine, 2016. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2016/05/how-to-get-your-apartment-off-the-grid/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/de/2016/05/how-to-get-your-apartment-off-the-grid/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:4&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:5&#34;&gt;
&lt;p&gt;How to build a practical household bike generator, Kris De Decker &amp;amp; Marie Verdeil, Low-tech Magazine, 2022. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2022/03/how-to-build-a-practical-household-bike-generator/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/2022/03/how-to-build-a-practical-household-bike-generator/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:5&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Können wir Fahrräder wieder nachhaltig machen?</title>
      <link>https://qelnixcor.cloud/de/2025/09/can-we-make-bicycles-sustainable-again/</link>
      
      <enclosure url="https://qelnixcor.cloud/de/2025/09/can-we-make-bicycles-sustainable-again/images/dithers/immagenwebblancoynegro_dithered.png" type="image/png" length="34264" ></enclosure>
      <pubDate>Wed, 03 Sep 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
      
      <guid>https://qelnixcor.cloud/de/2025/09/can-we-make-bicycles-sustainable-again/</guid>
      <description>&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/09/can-we-make-bicycles-sustainable-again/images/dithers/immagenwebblancoynegro_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Diego Marmolejo.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: [Diego Marmolejo](https://www.instagram.com/ddidak/). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;fahhradfahren-ist-nachhaltig-aber-wie-nachhaltig-ist-das-fahrrad&#34;&gt;Fahhradfahren ist nachhaltig, aber wie nachhaltig ist das Fahrrad?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Radfahren ist eine der nachhaltigsten Arten der Fortbewegung. Durch mehr Radfahrer wird der Verbrauch fossiler Brennstoffe und die Umweltverschmutzung verringert, wird Platz gespart und die öffentliche Gesundheit und Sicherheit verbessert sich. Das Fahrrad selbst hat es jedoch geschafft, sich der Umweltkritik zu entziehen. &lt;sup id=&#34;fnref:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Studien, die die Umweltauswirkungen des Radfahrens berechnen, vergleichen es fast immer mit dem Autofahren, mit dem vorhersehbaren Ergebnis, dass das Fahrrad nachhaltiger ist als das Auto. Solche Untersuchungen mögen die Menschen ermutigen, öfter mit dem Fahrrad zu fahren, aber sie ermutigen die Hersteller nicht, ihre Fahrräder so nachhaltig wie möglich herzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für diesen Artikel habe ich wissenschaftliche Studien herangezogen, die verschiedene Fahrradtypen miteinander vergleichen oder sich auf die Herstellung eines bestimmten Zweirads konzentrieren. Diese Art von Forschung war bis vor drei oder vier Jahren praktisch nicht vorhanden. Anhand des verfügbaren Materials vergleiche ich verschiedene Fahrradgenerationen. Im historischen Vergleich wird deutlich, dass der Ressourcenverbrauch bei der Herstellung eines Fahrrads steigt, während dessen Lebensdauer immer kürzer wird. Das Ergebnis ist ein wachsender ökologischer Fußabdruck. Dieser Trend hat einen leicht benennbaren Anfang. Die Fahrradtechnik entwickelte sich bis Anfang der 1980er Jahre sehr langsam und erfuhr dann plötzlich eine schnelle Abfolge von Veränderungen, die bis heute anhält.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt keine Studien über Fahrräder, die vor den 1980er Jahren gebaut wurden. Lebenszyklusanalysen, die den Ressourcenverbrauch eines Produkts &amp;ldquo;von der Wiege bis zur Bahre“ untersuchen, gibt es erst seit den 1990er Jahren. Der Maßstab für ein nachhaltiges Fahrrad steht jedoch in dem Raum, in dem ich diesen Text schreibe. Es ist mein 1980er &lt;em&gt;Gazelle Champion&lt;/em&gt; Rennrad - jetzt 43 Jahre alt. Ich kaufte es vor zehn Jahren in Barcelona von einem großen deutschen Mann, der die Stadt verließ. Er hatte Tränen in den Augen, als ich es ihm abnahm. Ich habe noch ein zweites Rennrad, ein &lt;em&gt;Mercier&lt;/em&gt; von 1978. Das ist mein Ersatzfahrzeug, falls das eine kaputt geht und ich keine Zeit habe, es gleich zu reparieren. Zwei weitere Rennräder habe ich in Belgien geparkt, wo ich aufgewachsen bin, und wohin ich immer noch ein paar Mal im Jahr reise (&lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2013/12/high-speed-trains-are-killing-the-european-railway-network/&#34;&gt;mit dem Zug&lt;/a&gt;, nicht mit dem Fahrrad). Dies sind ein &lt;em&gt;Plume Vainqueur&lt;/em&gt; aus den späten 1960er Jahren und ein &lt;em&gt;Ventura&lt;/em&gt; aus den 1970er Jahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Hauptgrund, warum ich mich für alte Fahrräder entschieden habe, ist, dass sie viel besser sind als neue. Die meisten Leute wissen das nicht, deshalb sind sie auch viel billiger. Meine vier Fahrräder haben mich insgesamt nur 500 Euro gekostet. Dafür könnte ich mir nur ein günstiges neues Rennrad kaufen, und so ein Gefährt hält sicher keine 40 bis 50 Jahre - wie wir sehen werden. Natürlich sind es nicht nur alte Rennräder, die besser sind. Das Gleiche gilt für andere Fahrradtypen, die vor den 1980er Jahren gebaut wurden. Ich fahre Rennrad, weil ich relativ lange Strecken zurücklege, meist zwischen 35 und 50 km hin und zurück.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/09/can-we-make-bicycles-sustainable-again/images/dithers/P2200860_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Das Fahrrad, das ich meistens nutze, ein Gazelle Champion von 1980. Es hat mindestens 30,000 km zurückgelegt seitdem ich es 2013 gekauft habe.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Das Fahrrad, das ich meistens nutze, ein Gazelle Champion von 1980. Es hat mindestens 30,000 km zurückgelegt seitdem ich es 2013 gekauft habe. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;aus-was-fahrräder-gefertigt-sind&#34;&gt;Aus was Fahrräder gefertigt sind&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die erste bedeutende Veränderung in der Fahrradindustrie war die Umstellung von Stahl- auf Aluminiumfahrräder. Vor den 1980er Jahren waren praktisch alle Fahrräder aus Stahl gefertigt. Aus Stahl waren der Rahmen, die Räder, verschiedene Komponenten und Teile. Heutzutage sind die meisten Fahrradrahmen und -räder aus Aluminium gefertigt. Das Gleiche gilt für viele andere Fahrradteile. In jüngster Zeit werden bei immer mehr Fahrrädern Rahmen und Räder aus Kohlefaserverbundwerkstoffen hergestellt. Einige Fahrradrahmen sind aus Titan oder Edelstahl gefertigt. Alle diese Materialien sind in der Herstellung energieintensiver als Stahl. Außerdem können Stahl und Aluminium recycelt und repariert werden, während Faserverbundwerkstoffe nur downgecycelt werden können und sich schlecht reparieren lassen. &lt;sup id=&#34;fnref:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In mehreren Studien wurden die Energie- und Kohlenstoffkosten von Fahrradrahmen und anderen Komponenten aus diesen verschiedenen Materialien verglichen, die alle ein unterschiedliches Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht aufweisen. Diese Forschung hat einige Einschränkungen. Die Wissenschaftler verwenden grobe Methoden, weil ihnen detaillierte Energiedaten aus der Fahrradherstellung fehlen, und einige Studien stammen von Herstellern, die Forscher dafür bezahlen, die Nachhaltigkeit ihrer Produkte zu überprüfen. Dennoch sind die Ergebnisse insgesamt ziemlich einheitlich. Der Kürze halber konzentriere ich mich auf die Emissionen (CO2 = CO2-Äquivalente) und lasse andere Umweltauswirkungen außer Acht.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Vor den 1980ern waren praktisch alle Fahrräder aus Stahl gefertigt&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Reynolds, ein britischer Hersteller, der für seine Fahrradschläuche bekannt ist, fand heraus, dass die Herstellung eines Stahlrahmens 17,5 kg CO2 kostet, während ein Titan- oder Edelstahlr
ahmen etwa 55 kg CO2 pro Rahmen kostet - dreimal so viel. &lt;sup id=&#34;fnref:4&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:4&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Starling Cycles, einer der wenigen Hersteller von Mountainbikes aus Stahl, kam zu dem Schluss, dass ein typischer Carbonrahmen 16 Mal mehr Energie verbraucht wie ein Stahlrahmen. &lt;sup id=&#34;fnref:5&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:5&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; (Das wären 280 kg CO2). Eine unabhängige Studie aus dem Jahr 2014 - die erste ihrer Art - berechnete den Fußabdruck eines Aluminium-Rennradrahmens mit Carbongabel der Marke „Specialized“ und kam zu dem Ergebnis, dass die Kosten bei 2.380 Kilowattstunden Primärenergie und über 250 kg Kohlenstoff liegen - etwa 14 Mal so hoch wie bei einem Stahlrahmen (ohne Gabel), wie von Reynolds berechnet. &lt;sup id=&#34;fnref1:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Fahrrad ist mehr als nur ein Rahmen. Lebenszyklusanalysen ganzer Fahrräder zeigen, dass der Kohlenstoff-Fußabdruck aller anderen Komponenten mindestens so groß ist wie der eines Stahlrahmens. &lt;sup id=&#34;fnref:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wissenschaftler haben die Kohlenstoffemissionen eines Stahlfahrrads während der gesamten Lebensdauer auf 35 kg CO2 berechnet, verglichen mit 212 kg CO2 für ein Aluminiumfahrrad. &lt;sup id=&#34;fnref:7&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:7&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;7&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die detaillierteste Lebenszyklusanalyse beziffert den Kohlenstoff-Fußabdruck für ein 18,4 kg schweres Aluminiumfahrrad auf 200 kg CO2, einschließlich seiner Ersatzteile, bei einer Lebensdauer von 15 000 km. Die Phase mit dem stärksten Einfluss ist die Herstellung der Materialien (74 %; Aluminium, Edelstahl, Gummi), gefolgt von der Wartungsphase (15,5 % für 3,5 neue Reifensätze, sechs Bremsbeläge, eine Kette und eine Kassette) und der Montagephase (5 %). &lt;sup id=&#34;fnref:9&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:9&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;9&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;wo-und-wie-fahrräder-gefertigt-werden&#34;&gt;Wo und wie Fahrräder gefertigt werden&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Meine Stahlfahrräder stammen aus einer Zeit, in der die meisten Industrieländer eine alteingesessene Fahrradindustrie hatten, die den nationalen Markt bediente. &lt;sup id=&#34;fnref1:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Diese Industrien brachen in Europa und Nordamerika im Zuge der neoliberalen Globalisierung Ende der 1970er Jahre zusammen. China öffnete sich für ausländische Investitionen und wurde schnell zum größten Fahrradhersteller der Welt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat China zwei Drittel aller Fahrräder der Welt hergestellt (60-70 Millionen von 110 Millionen jährlich). Der Rest kommt aus anderen asiatischen Ländern. In Europa werden wieder zehn Millionen Fahrräder pro Jahr hergestellt, in den USA dagegen nur 60.000 Fahrräder pro Jahr. &lt;sup id=&#34;fnref2:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Herstellung von Fahrrädern erforderte während des gesamten zwanzigsten Jahrhunderts einen beträchtlichen Einsatz an menschlicher Arbeit. &lt;sup id=&#34;fnref3:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Laut dem &lt;em&gt;Routledge Companion to Cycling&lt;/em&gt; wurden „Räder von Hand eingespeicht und zentriert; Rahmen wurden von Hand gebaut; die Sattelherstellung war mühsam; Steuersätze, Schaltgruppen (Blöcke), Bremszüge und Gangschaltungen wurden physisch angeschraubt.“ Seit den 2000er Jahren hat die Automatisierung den Bedarf an menschlicher Arbeit erheblich reduziert. Der größte chinesische Fahrradhersteller, der ein Fünftel aller Fahrräder weltweit herstellt, verfügt über 42 Fließbänder, an denen täglich 55.000 Fahrräder produziert werden - fast so viel wie in den USA in einem Jahr. &lt;sup id=&#34;fnref4:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Nationale Fahrradindustrien in Europa und Nordamerika brachen in Folge der neoliberalen Globalisierung in den späten 1970er Jahren zusammen.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die Globalisierung und Automatisierung der Fahrradindustrie machen Fahrräder weniger nachhaltig. Erstens verursachen sie zusätzliche Emissionen für den Transport (von Rohstoffen, Komponenten und Fahrrädern) sowie für die Herstellung und den Betrieb von Robotern und anderen Maschinen. Zweitens ist die Herstellung von Stahl, Aluminium, Kohlefaserverbundwerkstoffen und Elektrizität in China und anderen Fahrrad produzierenden Ländern energie- und kohlenstoffintensiver als in Europa und Nordamerika. &lt;sup id=&#34;fnref:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Am wichtigsten ist jedoch, dass die automatisierte Großproduktion versunkenes Kapital darstellt, das die meiste Zeit arbeiten muss, um die Gemeinkosten zu verteilen, was zu Überproduktion führt. &lt;sup id=&#34;fnref5:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;wie-lange-ein-fahrrad-fährt&#34;&gt;Wie lange ein Fahrrad fährt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie viel Energie und andere Ressourcen benötigt werden, um ein Fahrrad zu bauen und es an einen Radfahrer zu liefern, ist nur die halbe Geschichte. Mindestens ebenso wichtig ist, wie lange das Fahrrad hält. Je kürzer seine Lebensdauer ist, desto mehr Fahrzeuge müssen während der Lebenszeit eines Radfahrers gefertigt werden, und desto höher ist der Ressourcenverbrauch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um eine lange Lebensdauer zu erreichen, müssen einige Teile eines Fahrrads ersetzt werden. Dabei handelt es sich in der Regel um kleinere Teile wie Schalthebel, Ketten und Bremsen. &lt;sup id=&#34;fnref:11&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:11&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;11&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Bis vor einigen Jahrzehnten war die Kompatibilität der Teile ein Markenzeichen der Fahrradhersteller. &lt;sup id=&#34;fnref:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Meine Fahrräder sind ein perfektes Beispiel dafür. Die meisten Komponenten - wie Laufräder, Schaltung und Bremsen - sind zwischen den verschiedenen Rahmen austauschbar, auch wenn jedes Fahrzeug von einer anderen Marke und aus einem anderen Baujahr stammt. Die Kompatibilität der Komponenten ermöglicht eine einfache Wartung und Reparatur, wodurch sich die Lebensdauer eines Fahrrads verlängert. Fahrradläden selbst in den kleinsten Ortschaften können alle Arten von Fahrrädern mit einem begrenzten Satz von Werkzeugen und Ersatzteilen reparieren. &lt;sup id=&#34;fnref1:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Radfahrer können kleinere Reparaturen zu Hause durchführen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider ist Kompatibilität in der Fahrradherstellung kaum noch ein Thema. Die Hersteller haben immer mehr eigene Teile eingeführt und ändern ständig die Normen, was zu Kompatibilitätsproblemen selbst bei älteren Fahrrädern derselben Marke führt. &lt;sup id=&#34;fnref1:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref6:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wenn beispielsweise die Gangschaltung eines modernen Fahrrads nach einigen Jahren der Nutzung kaputt geht, ist ein Ersatzteil wahrscheinlich nicht mehr erhältlich. Sie müssen einen neuen Satz einer neuen Generation bestellen, der nicht mit Ihrem Umwerfer und Schaltwerk kompatibel ist, die Sie ebenfalls ersetzen müssen. &lt;sup id=&#34;fnref2:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Bei Rennrädern hat der Wechsel von Kassettenkörpern mit zehn Ritzeln (um 2010) zu Kassettenkörpern mit elf, zwölf und neuerdings dreizehn Ritzeln viele Laufradsätze überflüssig gemacht, und das Gleiche gilt für den Rest des Antriebsstrangs einschließlich Schalthebel und Ketten. &lt;sup id=&#34;fnref3:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Vor den 1980ern waren die meisten Komponenten zwischen den Rahmen verschiedener Produktgenerationen oder Marken austauschbar.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die Scheibenbremsen, mit denen fast alle neuen Fahrräder ausgestattet sind, haben unterschiedliche Achsenkonstruktionen, was bedeutet, dass für jedes Fahrzeug eigene Ersatzteile benötigt werden. &lt;sup id=&#34;fnref3:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Scheibenbremsen erfordern auch neue Schaltungen, Gabeln, Rahmensets, Kabel und Räder, was diese Fahrräder mit früheren Designs inkompatibel macht. &lt;sup id=&#34;fnref4:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Durch die Zunahme der herstellerspezifischen Teile wird es immer schwieriger, ein Fahrrad durch Wartung, Wiederverwendung und Überholung auf der Straße zu halten. Mit der zunehmenden Zahl inkompatibler Komponenten wird es für Fahrradgeschäfte unmöglich, ein komplettes Ersatzteillager zu führen. &lt;sup id=&#34;fnref5:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Inkompatibilität der Komponenten geht damit einher, dass die Qualität abnimmt. Ein Beispiel ist der Sattel, der kaum ein Rahmenteil überdauert, weil er an der Unterseite der Schale bricht. &lt;sup id=&#34;fnref6:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Mit ein wenig mehr Material würde er ewig halten - wie alle Sättel meiner 40 bis 50 Jahre alten Rennräder beweisen. Niedrige Qualität betrifft einige Teile von teuren Fahrrädern, ist aber besonders problematisch bei billigen Fahrrädern, die ausschließlich aus minderwertigen Komponenten bestehen. Billige Fahrräder - Fahrradmechaniker bezeichnen sie als „Built-to-fail-Bikes“ oder „fahrradförmige Objekte“ - haben oft Kunststoffteile, die leicht brechen und nicht ersetzt oder aufgerüstet werden können. Diese Fahrzeuge halten in der Regel nur wenige Monate. &lt;sup id=&#34;fnref:13&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:13&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;13&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/09/can-we-make-bicycles-sustainable-again/images/dithers/fabricablanconegroweb__1__dithered.png&#34; alt=&#39;Illustration: Diego Marmolejo.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Illustration: [Diego Marmolejo](https://www.instagram.com/ddidak/). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;wie-ein-fahrrad-angetrieben-wird&#34;&gt;Wie ein Fahrrad angetrieben wird&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bisher haben wir uns nur mit Fahrrädern beschäftigt, die ausschließlich von menschlicher Kraft angetrieben werden, aber Fahrräder mit Elektromotoren werden immer beliebter. Die Zahl der weltweit verkauften E-Bikes stieg von 3,7 Millionen im Jahr 2019 auf 9,7 Millionen im Jahr 2021 (10 % der gesamten Fahrradverkäufe und bis zu 40 % in einigen Ländern wie Deutschland). Elektrofahrräder verstärken beide Trends, die Fahrräder weniger nachhaltig machen. Einerseits benötigen Elektromotoren und Batterien zusätzliche Ressourcen wie Lithium, Kupfer und Magnete, wodurch der Energieverbrauch und die Emissionen bei der Fahrradherstellung steigen. Forscher haben die Treibhausgasemissionen, die bei der Herstellung eines E-Bikes aus Aluminium entstehen, auf 320 kg berechnet. &lt;sup id=&#34;fnref1:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Dem stehen 212 kg für die Herstellung eines Fahrrads ohne Unterstützung aus Aluminium und 35 kg für ein Fahrrad ohne Unterstützung aus Stahl gegenüber.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum zweiten ist die Lebensdauer eines Elektrofahrrads kürzer als die eines Zweirads ohne Unterstützung, weil es mehr Fehlerquellen gibt. Der Ausfall der zusätzlichen Komponenten - Motor, Batterie, Elektronik - führt aufgrund der Inkompatibilität der Komponenten zu einem kürzeren Lebenszyklus. In einer wissenschaftlichen Studie über die Kreislaufwirtschaft in der Fahrradindustrie wird ein erheblicher Anstieg defekter Komponenten im Vergleich zu Fahrrädern ohne Unterstützung festgestellt und die Schlussfolgerung gezogen, dass „die große Dynamik des Marktes aufgrund regelmäßiger Innovationen, Produkterneuerungen und des Mangels an Ersatzteilen für ältere Modelle die langfristige Nutzung durch die Kunden viel schwieriger macht als bei herkömmlichen Fahrrädern.“ &lt;sup id=&#34;fnref:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Elektroräder verstärken beide Trends, die Fahrräder weniger nachhaltig machen.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Hinzu kommt, dass Elektrofahrräder für ihren Betrieb Strom benötigen, was den Ressourcenverbrauch und die Emissionen weiter erhöht. Diese Auswirkungen sind im Vergleich zur Herstellungsphase relativ gering. Schließlich stellt der Mensch einen Teil der Antiebsleistung zur Verfügung, und der Stromverbrauch eines Elektrofahrrads (25 km/h) beträgt nur etwa 1 Kilowattstunde pro 100 km. Die durchschnittliche Treibhausgasemission durch Stromerzeugung in Europa lag 2019 bei 275 gCO2/kWh. &lt;sup id=&#34;fnref:16&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:16&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;16&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wenn ein E-Bike 15.000 km hält, verursacht das Aufladen des Akkus nur 41 kg CO2, verglichen mit 320 kg für die Herstellung des (Aluminium-)Fahrrads. Selbst in den USA und China, wo die Kohlenstoffintensität des Stromnetzes 50-100 % über dem europäischen Wert liegt, dominiert die Produktion von Elektrofahrrädern die Gesamtemissionen und den Energieverbrauch.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;lastenfahrräder&#34;&gt;Lastenfahrräder&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Kombination aus energieintensiven Materialien, kurzer Lebensdauer und elektrischer Unterstützung kann die Emissionen während des gesamten Lebenszyklus in überraschende Höhen treiben, insbesondere bei Lastenfahrrädern. Diese Fahrzeuge sind größer und schwerer als Personenfahrräder und benötigen leistungsfähigere Motoren und Batterien. Es gibt nur sehr wenige Lebenszyklusanalysen für Lastenfahrräder. In einer kürzlich durchgeführten Studie wurden jedoch die Lebenszyklusemissionen eines elektrischen Lastenfahrrads aus Kohlefaser auf 80 gCO2 pro Kilometer berechnet - nur halb so viel wie bei einem elektrischen Lieferwagen (158 gCO2/km). &lt;sup id=&#34;fnref:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Forscher erklären dies mit der unterschiedlichen Laufleistung - 34.000 km im Vergleich zu 240.000 km für den Transporter - und den Kohlefaserverbundwerkstoffen in vielen Komponenten, einschließlich des Fahrgestells des Fahrzeugs. Die Lebenszyklusemissionen des Lastenfahrrads, einschließlich des Stroms, der zum Aufladen der Batterie verbraucht wird, belaufen sich auf 2.689 kg. Das ist fast das 40-fache der Lebenszyklusemissionen von zwei Fahrrädern aus Stahl (mit einer Laufleistung von jeweils 15.000 km).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Verlängerung der Nutzungsdauer von Elektrofahrrädern hat im Vergleich zu Fahrrädern ohne Unterstützung geringere Auswirkungen auf die Lebenszyklusemissionen. Das liegt daran, dass die Batterie alle 3 bis 4 Jahre und der Motor alle zehn Jahre ausgetauscht werden muss, was den Ressourcenverbrauch für Ersatzteile erhöht. &lt;sup id=&#34;fnref1:11&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:11&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;11&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Dies zeigt eine Lebenszyklusanalyse eines elektrischen Stahl-Lastenfahrrads mit einer angenommenen Lebensdauer von 20 Jahren. &lt;sup id=&#34;fnref:18&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:18&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;18&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Während seiner Lebensdauer verbraucht das Fahrzeug fünf Batterien (jede wiegt 8,5 kg), zwei Motoren und 3,5 Reifensätze. Die meisten Lebenszyklusemissionen werden durch diese Ersatzteile verursacht, wobei die Batterien allein 40 % der Gesamtemissionen ausmachen. Im Vergleich dazu sind die Emissionen für den Stahlrahmen nahezu unbedeutend. &lt;sup id=&#34;fnref1:18&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:18&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;18&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Dieses spezielle Lastenfahrrad wurde für afrikanische Straßen gebaut und ist nicht ganz repräsentativ für das durchschnittliche Lastenfahrrad, vor allem wegen seiner schweren Reifen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lastenfahrräder haben einen weiteren Nachteil. Personenfahrräder und Autos befördern in der Regel nur eine Person, d. h. ein Personenkilometer auf einem Fahrrad entspricht ungefähr einem Personenkilometer in einem Auto. Bei Lastenrädern ist der Vergleich von Tonnenkilometern jedoch komplizierter. Wenn die Ladung relativ leicht ist - in der Regel bis zu 150 kg - ist das elektrische Lastenfahrrad weniger kohlenstoffintensiv als ein Lieferwagen. Bei schwereren Lasten sind jedoch mehrere Lastenfahrräder erforderlich, um einen Lieferwagen zu ersetzen, wodurch sich die damit verbundenen Emissionen vervielfachen. &lt;sup id=&#34;fnref2:18&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:18&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;18&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Umstellung auf Lastenfahrräder ohne eine erhebliche Verringerung des Ladevolumens wird wahrscheinlich nicht zu Emissionseinsparungen führen. Es liegt auf der Hand, dass Lastenfahrräder mit Stahlrahmen und ohne Elektromotoren und Batterien - die derzeit noch in der Mehrzahl sind - während ihrer Lebensdauer wesentlich weniger Kohlenstoffemissionen verursachen werden.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;wie-fahrrad-gefahren-wird&#34;&gt;Wie Fahrrad gefahren wird&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In den letzten Jahren haben viele Städte Leihfahrräder eingeführt. Theoretisch könnten Leihfahrräder die Zahl der produzierten Fahrräder verringern und damit die Umweltauswirkungen der Fahrradproduktion reduzieren. Der Aufbau und Betrieb von Leihfahrrad-Diensten ist jedoch mit einem erheblichen Energieaufwand und Emissionen verbunden. Außerdem halten gemeinsam genutzte Fahrräder nicht so lange wie Fahrräder in Privatbesitz. Folglich verstärken Leihfahrrad-Dienste die Trends, die Fahrräder weniger nachhaltig machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Studie aus dem Jahr 2021 vergleicht die Umweltauswirkungen von gemeinsam genutzten und privaten Fahrrädern und berücksichtigt dabei auch die für jede Option erforderliche Infrastruktur. Sie kommt zu dem Schluss, dass private Fahrräder nachhaltiger sind als gemeinsam genutzte Fahrräder. &lt;sup id=&#34;fnref2:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Studie basiert auf dem Vélib-System in Paris, Frankreich, das 19.000 Fahrzeuge umfasst, von denen etwa die Hälfte mit einem Elektromotor ausgestattet ist. Mehr als 90 % der Emissionen und des Energieverbrauchs entfallen auf die Fahrzeugherstellung und die Bike-Sharing-Infrastruktur. Die restlichen Emissionen entfallen auf den Bau von Radwegen (3,5 %), das Umladen der Fahrräder, um alle Stationen optimal zu versorgen (2 %), und den Stromverbrauch für das Laden der Batterien der Elektrofahrräder (0,3 %). Insgesamt hat ein gemeinsam genutztes Fahrrad des Vélib-Systems einen Emissionswert von 32 g CO2/km, der drei- bis zehnmal höher ist als der eines eigenen Fahrrads (zwischen 3,5 gCO2/km für ein Stahlfahrrad und 10,5 g CO2/km für ein Aluminiumfahrrad). &lt;sup id=&#34;fnref3:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Leihfahrraddienste in den Markt zu bringen und zu betreiben erhöht Energieverbrauch und Emissionen signifikant&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Leihfahrrad-Dienst zu einem Rückgang des Fahrradbesitzes um 15 % führte. Allerdings berechneten sie auch, dass die durchschnittliche Lebensdauer eines gemeinsam genutzten Fahrrads nur 14,7 Monate beträgt, bei einer durchschnittlichen Laufleistung von 12.250 km. Im Vergleich dazu beträgt die durchschnittliche Lebensdauer eines eigenen Fahrrads in Frankreich laut einer Erhebung aus dem Jahr 2020 rund 20.000 km - fast 50 % mehr als bei gemeinsam genutzten Fahrrädern. Das Vélib-System umfasst 14.000 Fahrradstationen mit einer Gesamtfläche von 92.000 m2 und einer geschätzten Lebensdauer von zehn Jahren. Jede der 46.500 Stationen besteht aus 23 kg Stahl und 0,5 kg Kunststoff. Der Stromverbrauch jeder Bike-Sharing-Station beträgt rund 6.000 kWh pro Jahr. Aufgrund der hohen Belastung durch die Infrastruktur sind die Lebenszyklusemissionen von gemeinsam genutzten Elektrofahrrädern nur 24 % höher als die von gemeinsam genutzten nicht-elektrischen Rädern. &lt;sup id=&#34;fnref4:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der ökologische Fußabdruck von Leihfahrrad-Systemen kann von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich sein. Eine Lebenszyklusanalyse von Leihfahrrad-Diensten in den USA ergab Kohlenstoffemissionen von 65 g CO2/km - doppelt so hoch wie in Paris. &lt;sup id=&#34;fnref:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das liegt vor allem daran, dass bei den US-Systemen die Fahrräder mit Dieselfahrzeugen transportiert werden, während der französische Dienst elektrische Zugmaschinen einsetzt. Die US-Studie befasst sich auch mit der neueren Generation der „dockless“ Leihfahrrad-Dienste, die noch schlechter abschneiden. Dockless-Leihfahrräder können überall abgestellt und über eine Smartphone-Anwendung geortet werden. Dadurch werden zwar keine Stationen mehr benötigt, aber jedes Fahrrad benötigt energieintensive elektronische Komponenten, und das System verursacht auch Emissionen durch die Kommunikationsnetze. &lt;sup id=&#34;fnref1:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Darüber hinaus werden für dockless-Systeme mehr Fahrräder benötigt und es muss mehr umgeschichtet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Lebenszyklusanalyse chinesischer Leihfahrrad-Dienste, darunter viele &amp;ldquo;dockless&amp;rdquo;-Systeme, zeigt hohe Schadensraten und niedrige Wartungsraten für Fahrräder. Die jährliche Schadensquote beträgt 10-20 % bei verstärkten Fahrrädern und 20-40 % bei leichteren Fahrzeugen, die immer häufiger eingesetzt werden. In der Praxis wird ein gemeinsam genutztes Fahrrad zu Schrott, wenn das Fahrradteil mit der schlechtesten Haltbarkeit kaputt geht. Eine Reparatur findet praktisch nicht statt. &lt;sup id=&#34;fnref2:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wenn die Unternehmen schließlich in Konkurs gehen, entstehen beim Leihfahrrad-Dienst Berge von Abfall - auch von Fahrrädern in gutem Zustand. &lt;sup id=&#34;fnref3:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref4:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/09/can-we-make-bicycles-sustainable-again/images/dithers/Final-Version-1_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Lebenszyklus-Kohlenstoffemissionen pro Kilometer Fahrradfahren. Diagramm: Marie Verdeil. Daten: [^8][^17][^19][^26].&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Lebenszyklus-Kohlenstoffemissionen pro Kilometer Fahrradfahren. Diagramm: Marie Verdeil. Daten: [^8][^17][^19][^26]. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;nicht-jedes-fahrrad-ersetzt-ein-auto&#34;&gt;Nicht jedes Fahrrad ersetzt ein Auto&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;All dies sollte nicht vom Radfahren abhalten. Selbst die Fahrräder, die in punkto Nachhaltigkeit nicht an der Spitze stehen, sind dennoch nachhaltiger als Autos. Der Kohlenstoff-Fußabdruck für die Herstellung eines benzin- oder dieselbetriebenen Autos liegt zwischen 6 Tonnen (Citroen C1) und 35 Tonnen (Land Rover Discovery). &lt;sup id=&#34;fnref:20&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:20&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;20&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Der Bau eines Kleinwagens wie des C1 verursacht also so viele Emissionen wie die Herstellung von 171 Stahlfahrrädern oder 28 Aluminiumfahrrädern. Darüber hinaus haben Autos auch einen hohen Kohlenstoff-Fußabdruck durch den Kraftstoffverbrauch, während Fahrräder ganz oder teilweise von Menschen angetrieben werden. &lt;sup id=&#34;fnref:21&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:21&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;21&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Elektroautos haben höhere Emissionen bei der Herstellung, aber geringere Emissionen beim Betrieb (wobei letzteres ganz von der Kohlenstoffintensität des Stromnetzes abhängt).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Fahrrad ist sogar dann im Vorteil, wenn man seine viel geringere Lebensleistung berücksichtigt. &lt;sup id=&#34;fnref:22&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:22&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;22&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Benzin- und dieselbetriebene Autos erreichen heute mehr als 300.000 km, das ist das Doppelte ihrer Lebensdauer in den 1960er und 1970er Jahren. &lt;sup id=&#34;fnref:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wenn ein Fahrrad 20.000 km hält, bräuchte man 15 Fahrräder, um 300.000 km zurückzulegen. Wenn es sich dabei um Stahlfahrräder ohne Elektromotor handelt, ist der gesamte Kohlenstoff-Fußabdruck bei der Herstellung immer noch sechsmal geringer als bei einem Kleinwagen: 1.050 kg CO2. Sind die Fahrräder aus Aluminium und haben einen Elektromotor, steigen die Emissionen auf 4.800 kg CO2, was immer noch unter dem CO2-Fußabdruck der Herstellung eines Kleinwagens liegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allerdings ersetzt nicht jedes Fahrrad ein Auto. Dies gilt insbesondere für Gemeinschaftsfahrräder und Elektrofahrräder: Studien zeigen, dass sie hauptsächlich nachhaltigere Verkehrsalternativen ersetzen, wie z. B. zu Fuß gehen, ein Fahrrad ohne Unterstützung oder ein privates Fahrrad benutzen oder mit der U-Bahn fahren. &lt;sup id=&#34;fnref2:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref:24&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:24&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;24&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In Paris sind die Emissionen von gemeinsam genutzten Fahrrädern dreimal so hoch wie die von elektrischen öffentlichen Verkehrsmitteln. &lt;sup id=&#34;fnref5:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Außerdem werden viele kohlenstoffintensive Fahrräder zu Freizeitzwecken gekauft und sind keineswegs als Ersatz für das Auto gedacht - sie können sogar zu einer verstärkten Autonutzung führen, wenn die Radfahrer für einen Ausflug in die Natur aus der Stadt fahren. In all diesen Fällen steigen die Emissionen, sie sinken nicht.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;wie-kann-man-fahrräder-wieder-nachhaltiger-machen&#34;&gt;Wie kann man Fahrräder wieder nachhaltiger machen?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es mehrere Gründe gibt, warum Fahrräder weniger nachhaltig geworden sind: die Umstellung von Stahl auf Aluminium und andere energieintensivere Materialien, die Globalisierung der Fahrradindustrie, die zunehmende Inkompatibilität und sinkende Qualität der Komponenten, der wachsende Erfolg von Elektrofahrrädern und die Nutzung von Leihfahrrad-Diensten. Die meisten dieser Faktoren sind für sich genommen nicht problematisch. Vielmehr ist es die Kombination von Trends, die zu erheblichen Unterschieden zu den Fahrrädern früherer Generationen führt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Herstellung eines Elektrofahrrads aus Stahl hätte beispielsweise einen CO2-Fußabdruck von 143 kg. Das ist zwar viermal so viel wie die Emissionen eines Fahrrads ohne Unterstützung aus Stahl, liegt aber unter dem CO2-Fußabdruck eines Aluminiumfahrrads ohne Elektromotor (212 kg). Vor allem wenn die Batterie mit erneuerbarer Energie aufgeladen wird, kann das Fahren mit einem Elektrofahrrad also nachhaltiger sein als mit einem Fahrrad ohne Motor. Ebenso könnte ein Aluminiumfahrrad mit einer langen Lebensdauer - z. B. durch Kompatibilität der Komponenten - einen geringeren CO2-Fußabdruck haben als ein Stahlfahrrad mit einer begrenzten Lebensdauer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Forscher plädieren dafür, Fahrräder wieder aus Stahl statt aus Aluminium und anderen energieintensiven Materialien herzustellen. Das würde bei relativ geringen Nachteilen - etwas schwerere Fahrräder - einen erheblichen Gewinn an Nachhaltigkeit bringen. Stahlrahmen würden auch die Kohlenstoffintensität von Elektrofahrrädern und Fahrrädern, die gemeinsam genutzt werden, verringern. Einige Forscher werben für Fahrradrahmen aus Bambus, aber der Nutzen im Vergleich zu altmodischen Stahl- oder sogar Aluminiumrahmen ist unklar. &lt;sup id=&#34;fnref:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Ein „Bambusfahrrad“ benötigt immer noch Räder und viele andere Teile aus Metall oder Kohlefaserverbundwerkstoffen, und die Rahmenrohre werden in der Regel durch Kohlefaser- oder Metallteile zusammengehalten. &lt;sup id=&#34;fnref1:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Außerdem wird der Bambus chemisch gegen Fäulnis behandelt und ist nicht biologisch abbaubar. &lt;sup id=&#34;fnref5:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Um nachhaltige Fahrräder zu bekommen, sollte man zu lokaler und weniger automatisierter Herstellung zurückfinden&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Eine bessere Kompatibilität der Komponenten würde die Lebensdauer von Fahrrädern - auch von Elektrofahrrädern - durch Reparatur und Aufarbeitung erhöhen. Sie würde den Verbrauchern keine Nachteile bringen, ganz im Gegenteil. Im Gegensatz zu einer Umstellung auf Stahlrahmen würde eine bessere Kompatibilität der Komponenten jedoch den Verkauf von neuen Fahrrädern beeinträchtigen. Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass „der Verzicht auf Normung ein profitables Geschäftsmodell ist, weil er dafür sorgt, dass Fahrräder nur eine bestimmte Zeit lang gefahren werden können.“ &lt;sup id=&#34;fnref6:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die abnehmende Nachhaltigkeit von Fahrrädern ist kein technologisches Problem und nicht nur bei Fahrrädern der Fall. Wir sehen es auch bei der Herstellung anderer Produkte, &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2020/12/how-and-why-i-stopped-buying-new-laptops/&#34;&gt;wie Computern&lt;/a&gt;. Ein Fahrradmechaniker stellt fest: „Das Problem hier ist der Kapitalismus, nicht die Fahrräder.“ &lt;sup id=&#34;fnref1:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Umstellung auf eine lokale und weniger automatisierte Fahrradherstellung ist eine Voraussetzung für nachhaltige Fahrräder. Der Hauptgrund ist nicht der zusätzliche Energieverbrauch durch Transport und Maschinen, der relativ gering ist. Beispielsweise verursacht der Transport aus China bei gemeinsam genutzten Fahrrädern etwa 0,7 bis 1,2 gCO2/km. &lt;sup id=&#34;fnref6:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Viel wichtiger ist, dass die heimische und handwerkliche Herstellung von Fahrrädern eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass die Reparatur und Aufarbeitung die wirtschaftlich attraktivere Option ist. Die Reparatur ist per definitionem lokal und manuell, so dass sie schnell teurer wird als die Herstellung eines neuen Fahrzeugs in einer großen, automatisierten Fabrik. &lt;sup id=&#34;fnref4:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Vor Ort hergestellte Fahrräder würden den Kaufpreis für die Verbraucher erhöhen. Eine bessere Reparierbarkeit würde jedoch eine längere Lebensdauer und langfristig niedrigere Kosten ermöglichen. Die Lösung von Fahrraddiebstahl- und Parkproblemen ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung, da sie häufig ein Grund für den Kauf billiger, kurzlebiger Fahrräder sind. &lt;sup id=&#34;fnref:26&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:26&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;26&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schließlich können auch gemeinsam genutzte Fahrräder ihren Platz haben, und wir werden wahrscheinlich weitere Verbesserungen ihrer Ressourceneffizienz erleben - die neuesten Leihfahrrad-Stationen in Paris haben ihren Stromverbrauch um den Faktor sechs reduziert. &lt;sup id=&#34;fnref7:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass gemeinsam genutzte Fahrräder nachhaltiger sind als private Fahrräder, da sie immer wieder neu räumlich verteilt werden müssen und eine High-Tech-Infrastruktur benötigen, damit der Dienst funktioniert. Außerdem kann die Bindung an das eigene Fahrrad ein starker Anreiz sein, es gut zu pflegen und so seine Lebensdauer zu erhöhen, wie ich bezeugen kann.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;footnotes&#34; role=&#34;doc-endnotes&#34;&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li id=&#34;fn:1&#34;&gt;
&lt;p&gt;Szto, Courtney, and Brian Wilson. &amp;ldquo;Reduce, re-use, re-ride: Bike waste and moving towards a circular economy for sporting goods.&amp;rdquo; International Review for the Sociology of Sport (2022): 10126902221138033. &lt;a href=&#34;https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/10126902221138033&#34;&gt;https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/10126902221138033&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:2&#34;&gt;
&lt;p&gt;Johnson, Rebecca, Alice Kodama, and Regina Willensky. &amp;ldquo;The complete impact of bicycle use: analyzing the environmental impact and initiative of the bicycle industry.&amp;rdquo; (2014). &lt;a href=&#34;https://dukespace.lib.duke.edu/dspace/bitstream/handle/10161/8483/Duke_MP_Published.pdf&#34;&gt;https://dukespace.lib.duke.edu/dspace/bitstream/handle/10161/8483/Duke_MP_Published.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:3&#34;&gt;
&lt;p&gt;Norcliffe, Glen, et al., eds. Routledge Companion to Cycling. Taylor &amp;amp; Francis, 2022. &lt;a href=&#34;https://www.routledge.com/Routledge-Companion-to-Cycling/Norcliffe-Brogan-Cox-Gao-Hadland-Hanlon-Jones-Oddy-Vivanco/p/book/9781003142041&#34;&gt;https://www.routledge.com/Routledge-Companion-to-Cycling/Norcliffe-Brogan-Cox-Gao-Hadland-Hanlon-Jones-Oddy-Vivanco/p/book/9781003142041&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:4&#34;&gt;
&lt;p&gt;Cole, Emma. “What’s the environmental impact of a steel bicycle frame?” Cyclist, November 7, 2022. &lt;a href=&#34;https://www.cyclist.co.uk/in-depth/11003/steel-bike-frame-environmental-impact&#34;&gt;https://www.cyclist.co.uk/in-depth/11003/steel-bike-frame-environmental-impact&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:4&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:5&#34;&gt;
&lt;p&gt;Mercer, Liam. “Starling Cycles publishes environmental footprint assessment and policy.” Off-road.cc, July 2022. &lt;a href=&#34;https://off.road.cc/content/news/starling-cycles-publishes-environmental-footprint-assessment-and-policy-10513&#34;&gt;https://off.road.cc/content/news/starling-cycles-publishes-environmental-footprint-assessment-and-policy-10513&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:5&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:6&#34;&gt;
&lt;p&gt;Chang, Ya-Ju, Erwin M. Schau, and Matthias Finkbeiner. &amp;ldquo;Application of life cycle sustainability assessment to the bamboo and aluminum bicycle in surveying social risks of developing countries.&amp;rdquo; 2nd World Sustainability Forum, Web Conference. 2012. &lt;a href=&#34;https://sciforum.net/manuscripts/953/original.pdf&#34;&gt;https://sciforum.net/manuscripts/953/original.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:7&#34;&gt;
&lt;p&gt;Chen, Jingrui, et al. &amp;ldquo;Life cycle carbon dioxide emissions of bike sharing in China: Production, operation, and recycling.&amp;rdquo; Resources, Conservation and Recycling 162 (2020): 105011. &lt;a href=&#34;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0921344920303281&#34;&gt;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0921344920303281&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:7&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:8&#34;&gt;
&lt;p&gt;De Bortoli, Anne. &amp;ldquo;Environmental performance of shared micromobility and personal alternatives using integrated modal LCA.&amp;rdquo; Transportation Research Part D: Transport and Environment 93 (2021): 102743. &lt;a href=&#34;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S136192092100047X&#34;&gt;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S136192092100047X&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref7:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:9&#34;&gt;
&lt;p&gt;Roy, Papon, Md Danesh Miah, and Md Tasneem Zafar. &amp;ldquo;Environmental impacts of bicycle production in Bangladesh: a cradle-to-grave life cycle assessment approach.&amp;rdquo; SN Applied Sciences 1 (2019): 1-16. &lt;a href=&#34;https://link.springer.com/article/10.1007/s42452-019-0721-z&#34;&gt;https://link.springer.com/article/10.1007/s42452-019-0721-z&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:9&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:10&#34;&gt;
&lt;p&gt;Mao, Guozhu, et al. &amp;ldquo;How can bicycle-sharing have a sustainable future? A research based on life cycle assessment.&amp;rdquo; Journal of Cleaner Production 282 (2021): 125081. &lt;a href=&#34;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0959652620351258&#34;&gt;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0959652620351258&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:11&#34;&gt;
&lt;p&gt;Leuenberger, Marianne, and Rolf Frischknecht. &amp;ldquo;Life cycle assessment of two wheel vehicles.&amp;rdquo; ESU-Services Ltd.: Uster, Switzerland (2010). &lt;a href=&#34;https://treeze.ch/fileadmin/user_upload/downloads/Publications/Case_Studies/Mobility/leuenberger-2010-TwoWheelVehicles.pdf&#34;&gt;https://treeze.ch/fileadmin/user_upload/downloads/Publications/Case_Studies/Mobility/leuenberger-2010-TwoWheelVehicles.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:11&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:11&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:12&#34;&gt;
&lt;p&gt;Erik Bronsvoort &amp;amp; Matthijs Gerrits. “From marginal gains to a circular revolution”. Paperback (full-colour): 160 pages, ISBN: 978-94-92004-93-2, Warden Press, Amsterdam. &lt;a href=&#34;https://circularcycling.nl/product/from-marginal-gains-to-a-circular-revolution/&#34;&gt;https://circularcycling.nl/product/from-marginal-gains-to-a-circular-revolution/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:13&#34;&gt;
&lt;p&gt;US petition that calls for end o built to fail bikes gaining support in BC. &lt;a href=&#34;https://vancouversun.com/news/local-news/u-s-petition-that-calls-for-end-of-built-to-fail-bikes-gaining-support-in-b-c&#34;&gt;https://vancouversun.com/news/local-news/u-s-petition-that-calls-for-end-of-built-to-fail-bikes-gaining-support-in-b-c&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:13&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:14&#34;&gt;
&lt;p&gt;Aaron Gordon. “Mechanics Ask Walmart, Major Bike Manufacturers to Stop Making and Selling ‘Built-to-Fail’ Bikes”, Vice, January 13, 2022. &lt;a href=&#34;https://www.vice.com/en/article/wxdgq9/mechanics-ask-walmart-major-bike-manufacturers-to-stop-making-and-selling-built-to-fail-bikes&#34;&gt;https://www.vice.com/en/article/wxdgq9/mechanics-ask-walmart-major-bike-manufacturers-to-stop-making-and-selling-built-to-fail-bikes&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:15&#34;&gt;
&lt;p&gt;Koop, Carina, et al. &amp;ldquo;Circular business models for remanufacturing in the electric bicycle industry.&amp;rdquo; Frontiers in Sustainability 2 (2021): 785036. &lt;a href=&#34;https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/frsus.2021.785036/full&#34;&gt;https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/frsus.2021.785036/full&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:16&#34;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://www.eea.europa.eu/data-and-maps/indicators/overview-of-the-electricity-production-3/assessment&#34;&gt;https://www.eea.europa.eu/data-and-maps/indicators/overview-of-the-electricity-production-3/assessment&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:16&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:17&#34;&gt;
&lt;p&gt;Temporelli, Andrea, et al. &amp;ldquo;Last mile logistics life cycle assessment: a comparative analysis from diesel van to e-cargo bike.&amp;rdquo; Energies 15.20 (2022): 7817.. &lt;a href=&#34;https://www.mdpi.com/1996-1073/15/20/7817&#34;&gt;https://www.mdpi.com/1996-1073/15/20/7817&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:18&#34;&gt;
&lt;p&gt;Schünemann, Jaron, et al. &amp;ldquo;Life Cycle Assessment on Electric Cargo Bikes for the Use-Case of Urban Freight Transportation in Ghana.&amp;rdquo; Procedia CIRP 105 (2022): 721-726. &lt;a href=&#34;https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2212827122001214&#34;&gt;https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2212827122001214&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:18&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:18&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:18&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:19&#34;&gt;
&lt;p&gt;Luo, Hao, et al. &amp;ldquo;Comparative life cycle assessment of station-based and dock-less bike sharing systems.&amp;rdquo; Resources, Conservation and Recycling 146 (2019): 180-189. &lt;a href=&#34;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0921344919301090&#34;&gt;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0921344919301090&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:20&#34;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://www.theguardian.com/environment/green-living-blog/2010/sep/23/carbon-footprint-new-car&#34;&gt;https://www.theguardian.com/environment/green-living-blog/2010/sep/23/carbon-footprint-new-car&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:20&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:21&#34;&gt;
&lt;p&gt;Fahrräder werden ganz oder teilweise durch Nahrungskalorien angetrieben. Einige Leute argumentieren, dass der Lebenszyklus-Energiebedarf von Fahrrädern höher ist als der anderer Verkehrsmittel, wenn man die Auswirkungen der Lebensmittel berücksichtigt, die für die Bereitstellung zusätzlicher Kalorien erforderlich sind, die während der Fahrradnutzung verbrannt werden. Die Mehrheit der Menschen in autozentrierten Gesellschaften nimmt jedoch mehr Kalorien zu sich, als ihre sitzende Lebensweise erfordert. Mehr Radfahren würde zu geringeren Fettleibigkeitsraten führen, nicht zu einer höheren Kalorienaufnahme.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:21&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:22&#34;&gt;
&lt;p&gt;Dies ist eine rein theoretische Berechnung, denn Autos laden zu viel längeren Fahrten ein als Fahrräder.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:22&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:23&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ford, Dexter. “As Cars Are Kept Longer, 200,000 Is New 100,000.” New York Times, March 16, 2012. &lt;a href=&#34;https://www.nytimes.com/2012/03/18/automobiles/as-cars-are-kept-longer-200000-is-new-100000.html?_r=2&amp;amp;ref=business&amp;amp;pagewanted=all&amp;amp;&#34;&gt;https://www.nytimes.com/2012/03/18/automobiles/as-cars-are-kept-longer-200000-is-new-100000.html?_r=2&amp;amp;ref=business&amp;amp;pagewanted=all&amp;amp;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:24&#34;&gt;
&lt;p&gt;Zheng, Fanying, et al. &amp;ldquo;Is bicycle sharing an environmental practice? Evidence from a life cycle assessment based on behavioral surveys.&amp;rdquo; Sustainability 11.6 (2019): 1550. &lt;a href=&#34;https://www.mdpi.com/2071-1050/11/6/1550&#34;&gt;https://www.mdpi.com/2071-1050/11/6/1550&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:24&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:25&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ein Vergleich der Lebenszyklusemissionen eines Bambusfahrrads mit denen eines Aluminiumfahrrads ergab kaum Unterschiede (233 vs. 238 kg CO2), siehe [6].&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:26&#34;&gt;
&lt;p&gt;Larsen, Jonas, and Mathilde Dissing Christensen. &amp;ldquo;The unstable lives of bicycles: the ‘unbecoming’of design objects.&amp;rdquo; Environment and Planning A: Economy and Space 47.4 (2015): 922-938. &lt;a href=&#34;https://orca.cardiff.ac.uk/id/eprint/131212/1/M%20Christensen%202015%20the%20unstable%20lives%20of%20bicycles%20ver2%20postprint.pdf&#34;&gt;https://orca.cardiff.ac.uk/id/eprint/131212/1/M%20Christensen%202015%20the%20unstable%20lives%20of%20bicycles%20ver2%20postprint.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:26&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
    </item>
    
  </channel>
</rss>
