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    <title>LOW←TECH MAGAZINE Deutsch</title>
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      <title>Gemeinsamer Luxus: Das Öffentliche Badehaus</title>
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      <pubDate>Thu, 03 Oct 2024 00:00:00 +0000</pubDate>
      
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      <description>&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Hot-spring-pool-bathhouse_in_Beitou-Taiwan-1900s-museum_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Badehaus, gebaut auf einem Thermalbecken, Taiwan. Foto aus dem frühen 19. Jahrhundert, Public Domain.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Badehaus, gebaut auf einem Thermalbecken, Taiwan. Foto aus dem frühen 19. Jahrhundert, Public Domain. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;kein-fließend-wasser-zu-hause&#34;&gt;Kein fließend Wasser zu Hause&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Kaum eine andere Tätigkeit erfordert in unserer Industriegesellschaft mehr Privatsphäre als das Waschen und Pflegen des Körpers. Wir tun dies in der Regel allein, in unseren privaten Badezimmern, mit verriegelten Türen. Im historischen Kontext betrachtet, ist das ungewöhnlich. Das Baden in Anwesenheit anderer war früher eher die Regel als die Ausnahme. Noch bis in die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts gab es in vielen Haushalten, selbst in den fortschrittlichsten Industriegesellschaften, kein fließendes Wasser, geschweige denn ein eigenes Bad. &lt;sup id=&#34;fnref:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Badezimmer benötigt eine Wasserversorgung, aber auch einen Abfluss und eine Energiequelle um das Wasser zu erhitzen. Man kann natürlich auch ohne diese Infrastrukturen ein heißes Bad zu Hause nehmen. Seit der Antike haben Reiche private Bäder in ihre Häuser integriert. In den meisten Fällen konnten sie das tun, weil weniger wohlhabende Menschen - entweder Diener oder Sklaven - ihre Badewannen mit Eimern voll Wasser füllten und leerten und Feuerholz sammelten, um sie zu heizen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch für die allermeisten Menschen war es praktischer, ihren Körper zum Wasser zu bringen als umgekehrt. Für einige bedeutete dies, in Flüssen, Seen oder Quellen zu baden. Für andere, vor allem im städtischem Raum, hieß es, ein öffentliches Badehaus zu besuchen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Badhuis-Aken-Jan_Luyken-1682_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Badehaus in Aachen, Jan Luyken, 1682.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Badehaus in Aachen, Jan Luyken, 1682. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;ist-baden-unnachhaltig&#34;&gt;Ist Baden unnachhaltig?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Moderne Badegewohnheiten sind ein gutes Beispiel für einen nicht nachhaltigen Lebensstil, der auf fossilen Brennstoffen basiert. Die Warmwasserbereitung ist in vielen Haushalten der zweitgrößte Energieverbraucher (nach Heizung und/oder Kühlung), und ein großer Teil davon wird zum Baden oder Duschen verwendet. &lt;sup id=&#34;fnref:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das moderne Badezimmer benötigt viel Wasser und verbraucht zusätzlich Energie für Heizung und Abwasseraufbereitung. Auch der Bau und die Renovierung von Bädern sind ressourcenintensiv.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Umweltschützer plädieren allgemein für zwei Möglichkeiten um diese Probleme anzugehen. Eine Strategie konzentriert sich auf technische Lösungen wie wassersparende Duschköpfe, solarbeheizte Boiler, Wärmerückgewinnungssysteme für Abwasser und Grauwasserrecycling. Die zweite Strategie setzt auf individuelle Verhaltensänderungen oder einen gesellschaflichen Wandel, indem moderne Sauberkeitsnormen in Frage gestellt werden: kürzeres und selteneres Baden oder Duschen, kaltes Duschen oder eine Katzenwäsche am Waschbecken. &lt;sup id=&#34;fnref1:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist unwahrscheinlich, dass diese Ansätze viel bewirken werden. Viele technische Lösungen lassen sich nur schwer oder gar nicht in bestehende Gebäude einbauen, insbesondere in Städten. So verfügt ein Mehrfamilienhaus mit zunehmender Geschosszahl schnell nicht mehr über genügend Dachfläche, um Solaranlagen für alle Bewohner zu installieren. Umgekehrt ist es unwahrscheinlich, dass Werbung für Verzicht im Sinne der Nachhaltigkeit zu einer breiteren Akzeptanz umweltschonender Praktiken führt. &lt;sup id=&#34;fnref1:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:4&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:4&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Öffentliche Bäder machen es leichter um Badepraktiken von der Nutzung fossiler Brennstoffe zu entkoppeln.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Gemeinschaftliches Baden könnte ein dritter Ansatz sein, wird aber nur selten erwähnt. Das ist bemerkenswert, denn im Hinblick auf die Ressourceneffizienz ist es fast unschlagbar. Der Bau und Betrieb eines Badehauses für 1.000 Menschen erfordert deutlich weniger Energie als der Bau und Betrieb von 1.000 Einzelbädern. Ein öffentliches Badehaus ist auch in Bezug auf Material, Geld und Platz effizienter. &lt;sup id=&#34;fnref:5&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:5&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genauso wichtig ist, dass öffentliche Bäder die Anwendung der oben genannten nachhaltigen Technologien erleichtern. Dadurch wird der Energieverbrauch weiter gesenkt, und es ist möglich, die Badepraktiken von der Nutzung fossiler Brennstoffe zu entkoppeln. Darüber hinaus kann ein öffentliches Badehaus die Nachhaltigkeit erheblich verbessern, ohne Kompromisse bezüglich des Komforts zu machen. Im Gegenteil, durch die Bündelung von Ressourcen, um etwas für die Gemeinschaft und nicht für jeden einzelnen Haushalt zu bauen, kann ein Höchstmaß an nachhaltiger Extravaganz erreicht werden. Das könnte überzeugender sein als die Aussicht auf kalte Duschen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/18388_3_en-1897-bains-dunkerquois_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Öffentliches Badehaus in Dünkirchen, Frankreich, eröffnet 1897.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Öffentliches Badehaus in Dünkirchen, Frankreich, eröffnet 1897.
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;baden-in-flüssen-seen-und-heißen-quellen&#34;&gt;Baden in Flüssen, Seen und heißen Quellen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Natur hat dem Menschen Badegelegenheiten in Form von Bächen, Flüssen, Teichen, Seen, Wasserfällen und Regenschauern geboten. Die Menschheit verbrachte viel Zeit im tropischen Afrika, wo zum Baden kein künstlich erhitztes Wasser erforderlich war. Als wir in kältere Klimazonen zogen, bot uns die Natur eine andere Lösung an: heiße Quellen. Auf der ganzen Welt gibt es Zehntausende von Thermalquellen - nur wenige der heutigen Länder haben gar keine. &lt;sup id=&#34;fnref:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:7&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:7&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;7&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Baden in heißen Quellen war in den Hochkulturen überall auf der Welt üblich. Diese Praxis reicht jedoch noch weiter in die Vergangenheit zurück. Archäologische Funde belegen, dass sich viele prähistorische Siedlungen in der Nähe heißer Quellen niederließen. &lt;sup id=&#34;fnref1:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Es ist unmöglich, felsenfest zu beweisen, dass die Menschen diese Gewässer zum Baden nutzten, aber warum sollten sie das nicht tun, besonders in kalten Regionen? &lt;sup id=&#34;fnref:9&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:9&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;9&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ein warmes Bad zu nehmen ist ein Brauch, der bis in die Vorgeschichte zurückreicht.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die heutige Badekultur ist auf fossile Brennstoffe angewiesen, aber wenn wir den historischen Kontext betrachten, ist ein heißes Bad nicht unnachhaltig. Im Falle der heißen Quellen ist die gesamte Infrastruktur und der Betrieb — Wasserversorgung, Abfluss und Wärmequelle — bereits vorhanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unsere Vorfahren haben auch das Dampf- oder Schwitzbad erfunden, um zu jeder Jahreszeit und in jedem Klima von kaltem Wasser Gebrauch zu machen. Statt Wasser zu erhitzen, werden die Menschen erwärmt, so dass sie bequem in kaltem Wasser baden können. Die frühesten Dampfhütten aus prähistorischer Zeit waren kaum mehr als kleine Blockhäuser oder zeltartige Konstruktionen, die mit Wolldecken oder Fellen bedeckt waren. &lt;sup id=&#34;fnref:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:11&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:11&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;11&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:13&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:13&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;13&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/bathing-place-paul-gauguin-1886-pont-aven-france-1024x860_dithered.png&#34; alt=&#39;Gemälde: Badeort, Öl auf Leinwand, Paul Gauguin, 1886.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Gemälde: Badeort, Öl auf Leinwand, Paul Gauguin, 1886. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;die-entstehung-des-badehauses&#34;&gt;Die Entstehung des Badehauses&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Künstliche Badeanlagen aus Ziegeln oder Stein entstanden vor etwa 4.000 Jahren. &lt;sup id=&#34;fnref:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Dabei konnte es sich um ein Freibad, ein Badehaus oder ein privates Bad handeln. Viele Badehäuser und Schwimmbäder wurden auf natürlichen heißen Quellen errichtet, wobei die natürliche Umgebung angepasst wurde, um sie bequemer, sicherer und attraktiver zu machen. &lt;sup id=&#34;fnref2:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Menschen begannen auch, Wasser durch Kanäle, Rohre und Aquädukte in städtische Badeeinrichtungen zu leiten. Sie begannen mit dem Bau von Bädern, die auch künstlich erwärmtes Wasser nutzten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die alten Römer sind am bekanntesten für das öffentliche Badehaus, obwohl sie sich viel von den alten Griechen inspirieren ließen. Die griechischen Badehäuser bestanden aus Räumen mit einzelnen Hüftbädern an den Wänden. Aufrecht sitzend übergossen sich die Badenden mit heißem Wasser oder ließen dies von einem Diener übernehmen. Die Römer hingegen teilten sich das Wasser in großen Wannen oder Becken. Beide benutzten auch Dampfbäder. &lt;sup id=&#34;fnref:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:16&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:16&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;16&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:18&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:18&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;18&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Hochphase des Imperiums gab es allein in der Stadt Rom rund 1.000 öffentliche Bäder für eine Bevölkerung von etwa 1 Million Menschen - ein Badehaus pro 1.000 Einwohner. &lt;sup id=&#34;fnref2:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die prominentesten Badehäuser waren die „thermae“, in denen bis zu mehreren tausend Menschen gleichzeitig baden konnten. Diese Einrichtungen, die es nur in den größten Städten gab, waren mit Mosaiken, Marmorböden und -becken, Granitsäulen und Statuen reich verziert. Die Mehrheit der antiken römischen Badehäuser waren jedoch kleinere Bäder in der Nachbarschaft, die „balnea“ genannt wurden. &lt;sup id=&#34;fnref1:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Baths_of_Diocletian_-_Paulin_1880_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Querschnitt durch die Diokletiansthermen des französischen Architekten Edmond Paulin, 1880. Dieser Badekomplex war mit einer Kapazität von über 3.000 Personen der größte des antiken Roms.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Querschnitt durch die Diokletiansthermen des französischen Architekten Edmond Paulin, 1880. Dieser Badekomplex war mit einer Kapazität von über 3.000 Personen der größte des antiken Roms. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;das-vorindustrielle-badehaus&#34;&gt;Das vorindustrielle Badehaus&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Geschichte des öffentlichen Badehauses setzt sich auch nach dem Untergang des Römischen Reiches fort. Im Osten entwickelte sich aus dem römischen Badehaus der Hammam, der anstatt eines Beckens das Schwitzen als Reinigungsmethode bevorzugte.&lt;sup id=&#34;fnref:20&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:20&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;20&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:21&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:21&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;21&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Nach einem Schwitzbad übergoss man sich mit Wasser. Ähnlich wie die kleinen römischen Bäder, die als balnea bekannt waren, verbreiteten sich Hammams in großer Zahl in allen Städten der islamischen Welt, da sie die körperliche Reinigung und die Durchführung von rituellen Waschungen vor dem Gebet ermöglichten. &lt;sup id=&#34;fnref:22&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:22&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;22&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Westeuropa gerieten viele römische Bäder in Verfall. Das öffentliche Badehaus kehrte jedoch im späten Mittelalter in vollem Schwung zurück, als eine neue Phase der Urbanisierung einsetzte. &lt;sup id=&#34;fnref:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:24&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:24&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;24&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Im 13., 14. und 15. Jahrhundert gab es in vielen europäischen Städten ein öffentliches Badehaus für etwa 2000 bis 5000 Bürger,&lt;sup id=&#34;fnref:26&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:26&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;26&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; viele davon waren Dampfbäder nach dem Vorbild des Hammam. Eine zweite Art von Badehäusern bestand aus hölzernen Wannen, in denen eine kleine Gruppe von Menschen Platz fand. Das mittelalterliche Badehaus war auch als „Eintopf“ bekannt, was sich auf den Ofen bezieht, der entweder das Wasser für die Wannen erhitzte oder den Raum mit Dampf füllte. &lt;sup id=&#34;fnref1:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Hann_M%C3%BCnden_Badstoven_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Ein ehemaliges mittelalterliches Badehaus, erbaut 1562, in Münden. Foto von Axel Hindemith (CC BY-SA 4.0).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Ein ehemaliges mittelalterliches Badehaus, erbaut 1562, in Münden. Foto von Axel Hindemith (CC BY-SA 4.0). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img  vertical&#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Durer__Albrecht_-_Women_s_Bath_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Das Badehaus der Frauen, von Albrecht Dürer, 1496.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Das Badehaus der Frauen, von Albrecht Dürer, 1496. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Ludwig_Rohbock_1850a_Rudas_Baths_IMG_0644_dithered.png&#34; alt=&#39;Gemälde: Rudas-Bäder, Ludwig Rohbock, 1850. Die Rudas-Bäder in Budapest wurden 1550 erbaut und sind immer noch in Betrieb.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Gemälde: Rudas-Bäder, Ludwig Rohbock, 1850. Die Rudas-Bäder in Budapest wurden 1550 erbaut und sind immer noch in Betrieb. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Nordeuropa und Russland - die nie von römischen oder islamischen Mächten erobert wurden - hielten an Schweiß- und Heißluftbädern fest. So gab es zum Beispiel im Mittelalter in Städten im Großfürstentums Moskaus öffentliche &amp;ldquo;Banjas&amp;rdquo;. &lt;sup id=&#34;fnref1:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Auch in Asien entwickelten sich eigenständige Badekulturen. Im spätmittelalterlichen Japan zum Beispiel teilten sich die Menschen aus wirtschaftlichen Gründen private Bäder unter Familien, Nachbarn und Freunden. Für diese „Gemeinschaftsbäder“ von meist vier bis zehn Personen brachte jeder Badegast eine Portion Brennholz mit, um das Wasser zu erhitzen. Aus dieser Praxis entwickelten sich größere öffentliche Bäder - „sento“ -, die ab dem fünfzehnten Jahrhundert ein rasches Wachstum erlebten. &lt;sup id=&#34;fnref:27&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:27&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;27&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:28&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:28&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;28&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Gustav_Retzius_0AFinland_Stockholm_1881_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Frauen, die ein Dampfbad nehmen. Holzstich von Olaf Sörling.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Frauen, die ein Dampfbad nehmen. Holzstich von Olaf Sörling. 
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/men-in-a-japanese-bathhouse_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Männer in einem japanischen Badehaus, frühes zwanzigstes Jahrhundert. Bild in der Public Domain.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Männer in einem japanischen Badehaus, frühes zwanzigstes Jahrhundert. Bild in der Public Domain. 
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&lt;h2 id=&#34;baden-als-vergnügen&#34;&gt;Baden als Vergnügen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heutzutage betrachten Umweltschützer, die für kürzeres oder selteneres Duschen plädieren, das Baden implizit als eine rein zweckmäßige Praxis. Im Laufe der Geschichte ging es beim Baden jedoch nie nur um Hygiene. Die Menschen wurden nicht nur sauber, sondern besuchten öffentliche Bäder auch, um sich zu entspannen, sich zu amüsieren und Kontakte zu knüpfen. Das Baden - in welcher Form auch immer - war keine schnelle Angelegenheit, sondern zog sich oft über Stunden hin. &lt;sup id=&#34;fnref2:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:28&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:28&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;28&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die alten Griechen saßen in einzelnen Badewannen zusammen und unterhielten sich, wofür die Akustik des Raums optimal ausgelegt war. &lt;sup id=&#34;fnref:29&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:29&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;29&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Im antiken Rom waren die öffentlichen Bäder Orte, an denen sich die Menschen fast täglich aufhielten, um gesehen zu werden, sich zu unterhalten, zu entspannen, zu tratschen, zu speisen, Sport zu treiben oder zu lernen. Die Badegäste nahmen Schönheitsbehandlungen wie Massagen, Rasieren, Frisieren und Enthaaren in Anspruch. Sie feierten Feste und Jubiläen und ehrten ausländische Gäste. &lt;sup id=&#34;fnref3:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:30&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:30&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;30&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das Baden - in welcher Form auch immer - war keine schnelle Angelegenheit, sondern zog sich oft über Stunden hin.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das mittelalterliche europäische Badehaus knüpfte an diese Traditionen an, wenn auch weniger prunkvoll, aber nicht unbedingt mit weniger Ausgelassenheit. Insbesondere die mittelalterlichen Badehäuser mit hölzernen Wannen waren oft ein Ort der Unterhaltung, an dem auch Essen, Trinken, Musik und verschiedene Arten der Körperpflege angeboten wurden. &lt;sup id=&#34;fnref2:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In Japan wurden im 16. Jahrhundert öffentliche Bäder zu Orten der Begegnung und des geselligen Beisammenseins, an denen große Gruppen von Menschen aßen, tranken und sangen. &lt;sup id=&#34;fnref1:27&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:27&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;27&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:28&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:28&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;28&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das Baden in Flüssen, das bis ins 20. Jahrhundert in den Städten und auf dem Land fortgesetzt wurde, war eine Art Spiel, bei dem das Schwimmen ein mögliches Element war. &lt;sup id=&#34;fnref:31&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:31&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;31&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleichzeitig wurde das Baden zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten als unentbehrlich angesehen, denn es folgte der hippokratischen Vorstellung, dass der Mensch das Gleichgewicht der Körperflüssigkeiten aufrechterhalten oder wiederherstellen konnte, indem er den Körper kalten, heißen, feuchten oder trockenen Bedingungen aussetzte. Die Gestaltung der vorindustriellen Bäder spiegelte diese Vorstellungen wider und wies Becken und Räume mit unterschiedlichen Temperaturen auf. &lt;sup id=&#34;fnref4:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:21&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:21&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;21&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img  vertical&#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Miniatur_aus_Johannes_de_Sacroboscos_De_Sphaera_um_0A1470._dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Miniaturzeichnung in „De Sphaera Mundi“, geschrieben von Johannes de Sacrobosco, um 1230.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Miniaturzeichnung in „De Sphaera Mundi“, geschrieben von Johannes de Sacrobosco, um 1230. 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/fortepan_205233_dithered.png&#34; alt=&#39;Schachspiel in den Széchenyi-Bädern in Budapest, Ungarn, 1970er Jahre. Foto von Kereki Sándor. Gefunden bei Fortepan.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Schachspiel in den Széchenyi-Bädern in Budapest, Ungarn, 1970er Jahre. Foto von Kereki Sándor. Gefunden bei [Fortepan](https://fortepan.hu/hu/). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;gemeinsamer-luxus&#34;&gt;Gemeinsamer Luxus&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Während diese Elemente des Vergnügens, der sozialen Interaktion und der Gesundheit auch heute noch in Mineralbädern zu finden sind, gibt es einen entscheidenden Unterschied zu früheren Badegewohnheiten. Das heutige Thermalbad ist viel zu teuer, um ein privates Bad zu ersetzen. Im Gegensatz dazu war das historische öffentliche Badehaus eine egalitäre Einrichtung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Römische öffentliche Bäder verlangten keinen oder nur einen geringen Eintritt und waren für jedermann zugänglich. Es gab keine Bereiche, die höher gestellten Gästen vorbehalten waren. In Verbindung mit der prächtigen Architektur und der üppigen Dekoration der Bäder war damit sichergestellt, dass auch der einfache Bedienstete in den Genuss von Luxus kam. &lt;sup id=&#34;fnref5:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Diese Bräuche setzten sich bis ins europäische Mittelalter fort und wurden von Badekulturen in der ganzen Welt übernommen. &lt;sup id=&#34;fnref3:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In Japan zum Beispiel trug das Badehaus dazu bei, „die bestehende soziale Hierarchie langsam zu dekonstruieren und einen neuen kulturellen Fluss zwischen der Elite und dem einfachen Volk zu schaffen.“ &lt;sup id=&#34;fnref3:28&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:28&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;28&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:32&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:32&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;32&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die einzige Trennung fand zwischen Männern und Frauen statt, und sie war bei weitem nicht überall in Raum und Zeit gültig. Sie gingen entweder in verschiedene Badehäuser, besetzten verschiedene Abteilungen oder teilten sich dieselben Räume zu verschiedenen Tageszeiten oder in der Woche. &lt;sup id=&#34;fnref2:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref6:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref3:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref3:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref4:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/hinode-yu-stuart-gibson_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Ein Sento in Japan. Foto von Stuart Gibson.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Ein Sento in Japan. Foto von [Stuart Gibson](https://stuartgibson.aminus3.com/portfolio/). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;der-heizbedarf-römischer-badehäuser&#34;&gt;Der Heizbedarf römischer Badehäuser&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie nachhaltig war dieser gemeinschaftliche Luxus? Die meisten Forschungsarbeiten über den Energieverbrauch von Badehäusern beziehen sich auf die antiken römischen Bäder. Historiker haben die großen Badehäuser des Imperiums bisweilen als verschwenderisch dargestellt und argumentiert, dass ihre weit verbreitete Nutzung zur Abholzung der Wälder führte. &lt;sup id=&#34;fnref:33&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:33&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;33&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:34&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:34&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;34&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:35&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:35&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;35&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In den letzten Jahren haben jedoch archäologische Forschungen, thermische Analysen und Wärmeübertragungsstudien immer deutlicher gemacht, dass die antiken römischen Badehäuser trotz ihrer Üppigkeit bemerkenswert energieeffiziente Gebäude waren. &lt;sup id=&#34;fnref:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:33&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:33&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;33&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Grund war das Hypokaustensystem. Es bestand aus einem oder mehreren unterirdischen Öfen, die heiße Luft unter dem Fußboden und in die hohlen Wände leiteten (einige Bäder hatten auch beheizte Decken). Aufgrund der großen Strahlungsflächen konnten die Räume im Gebäude mit einer niedrigeren Temperatur beheizt werden, was Energie sparte. Obwohl das Wasser für die Becken regelmäßig in einem isolierten Kessel in der Nähe des Ofens erwärmt wurde, trug die Wärme in den Böden und Wänden dazu bei, es über einen längeren Zeitraum warm zu halten. &lt;sup id=&#34;fnref1:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:33&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:33&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;33&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Untersuchung der Stabianer Thermen, einer der ältesten erhaltenen Thermen, zeigt einen Brennstoffverbrauch von 5 bis 8 kg Brennholz pro Stunde, je nach Jahreszeit. &lt;sup id=&#34;fnref2:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:37&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:37&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;37&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das entspricht einem Holzvorrat von etwas mehr als 60 Eschen pro Jahr, was kaum zu Entwaldung führen durfte. &lt;sup id=&#34;fnref3:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Der Brennholzverbrauch war wahrscheinlich sogar noch geringer, da die römischen Bäder das Holz routinemäßig durch andere lokal verfügbare Brennstoffe ergänzten, bei denen es sich häufig um Abfallprodukte handelte: Schilf, Erntereste (Olivenkerne, Obstbaumschnitt, Spreu) und tierische Abfälle (Dung und Knochen). &lt;sup id=&#34;fnref3:33&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:33&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;33&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Viele römische Bäder wurden an sonnigen Tagen fast ausschließlich durch Sonneneinstrahlung beheizt.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Mit der gleichen Methodik zeigt eine Untersuchung eines späteren Badekomplexes - der Forumsthermen in Ostia - dass die Römer die Energieeffizienz ihrer Badehäuser kontinuierlich verbesserten. &lt;sup id=&#34;fnref:38&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:38&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;38&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:39&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:39&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;39&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Forumsthermen waren dreimal so groß wie die Stabianer Thermen - 923 m2 gegenüber 310 m2 beheizter Fläche -, aber ihr berechneter jährlicher Holzverbrauch ist nicht einmal doppelt so hoch: etwa 100 Bäume pro Jahr. &lt;sup id=&#34;fnref1:38&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:38&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;38&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref4:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das neuere Badehaus hatte dickere Wände (zwei Meter statt einem Meter) und viel größere verglaste Fenster, die den Anteil der Sonneneinstrahlung erhöhten. &lt;sup id=&#34;fnref:40&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:40&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;40&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Frühere Untersuchungen hatten ergeben, dass die Bäder des Forums an sonnigen Tagen fast ausschließlich durch Sonnenenergie beheizt wurden. &lt;sup id=&#34;fnref:41&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:41&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;41&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den oben genannten Studien wird davon ausgegangen, dass die Römer ihre Bäder täglich 24 Stunden lang beheizten und sie nur zu Wartungszwecken abschalteten. Römische Badehäuser wurden wahrscheinlich auch in der Nacht beheizt, da dies praktischer und energieeffizienter war. Viele Bäder waren täglich geöffnet, und es konnte einen ganzen Tag dauern, sie aus dem kalten Zustand aufzuheizen. In späteren Jahrhunderten nutzten mittelalterliche Badehäuser und Hammams oft die Hitze oder die Asche des Ofens, um nachts Brot und andere Speisen zu backen. &lt;sup id=&#34;fnref:42&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:42&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;42&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Hammams und mittelalterliche Badstuben waren weniger energieeffizient als römische Bäder. Hammams hatten beheizte Fußböden, aber keine beheizten Wände und nur wenige Fenster, während mittelalterliche Badehäuser oft keines dieser Merkmale aufwiesen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/windows-forum-baths_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Die großen Fenster der Forumsthermen. Quelle: Jan Theo Bakker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Die großen Fenster der Forumsthermen. Quelle: [Jan Theo Bakker](https://www.ostia-antica.org/regio1/12/12-6.htm). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/hypocaust-dion_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Hypokaustum der Großen Thermen, Antikes Dion. Bild von Carole Raddato (CC BY-SA 2.0).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Hypokaustum der Großen Thermen, Antikes Dion. Bild von Carole Raddato (CC BY-SA 2.0). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Cyark_Weissenburg_Reconstruction_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Historische Rekonstruktion der Römischen Bäder in Weißenburg, anhand von Daten aus der Laserscan-Technologie. Bildnachweis: CyArk. CC BY-SA 3.0&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Historische Rekonstruktion der Römischen Bäder in Weißenburg, anhand von Daten aus der Laserscan-Technologie. Bildnachweis: [CyArk](https://en.m.wikipedia.org/wiki/File:Cyark_Weissenburg_Reconstruction.jpg#filelinks). CC BY-SA 3.0 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;römisches-badehaus-versus-private-dusche&#34;&gt;Römisches Badehaus versus private Dusche&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie schneidet das römische Badehaus im Vergleich zur modernen Dusche in puncto Energieverbrauch ab? Die akademische Forschung liefert darauf zwar keine Antwort, aber eine schnelle Berechnung zeigt, dass das römische Badeerlebnis, welches sich stundenlang hinzog, energieeffizienter war als die heutige Dusche, die im Durchschnitt nur 9 Minuten dauert. Der tägliche Energieverbrauch der Bäder des Forums entspricht in etwa dem von 557 Duschgängen. &lt;sup id=&#34;fnref:43&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:43&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;43&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wir wissen zwar nicht, wie viele Menschen die Forumsthermen täglich besuchten, aber wahrscheinlich waren es mehr: Die Thermen konnten bis zu 500 Badegäste gleichzeitig aufnehmen. &lt;sup id=&#34;fnref:44&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:44&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;44&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das römische Badeerlebnis, welches sich über Stunden hinzog, war energieeffizienter als die heutige private Dusche, die im Durchschnitt 9 Minuten dauert.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Darüber hinaus bezieht sich der Energieverbrauch für die Dusche in der obigen Berechnung nur auf die Wassererwärmung, während der Brennstoffverbrauch für die öffentlichen Bäder auch - und hauptsächlich - die Raumheizung umfasst. &lt;sup id=&#34;fnref5:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wenn man beispielsweise davon ausgeht, dass das Wasser in den Becken der Stabianer Thermen nur einmal am Tag gewechselt wurde, machte die Wassererwärmung weniger als 10 % des gesamten Energieverbrauchs aus, was dem Equivalent von nur 52 Duschen entspricht. Der niedrige Energieverbrauch für die Wassererwärmung erklärt sich zum Teil durch die hervorragende Wärmedämmung der beheizten Böden und Wände, so dass Raum- und Wassererwärmung nicht voneinander getrennt werden können. Es liegt aber auch daran, dass die Römer das Wasser in Becken gemeinsam nutzten, während für jede Dusche frisch erwärmtes Wasser benötigt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das römische Badehaus ist auch mit der typischen Hinterhofsauna vergleichbar, bei der der Brennstoffverbrauch zwischen 5 und 15 kg Brennholz pro Ofengang schwankt. &lt;sup id=&#34;fnref:45&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:45&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;45&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Nur sechzehn solcher Saunagänge erfordern so viel Brennstoff wie die Stabianischen Thermen an einem Tag verbrauchten. Die Sauna hat keinen beheizten Boden und keine beheizten Wände. Außerdem wurde sie in der Vergangenheit oft teilweise unterirdisch gebaut, um Brennstoff zu sparen, aber heutzutage ist sie in der Regel ein schlecht isoliertes Gebäude, das in einem kalten Klima steht.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/bathing-sandals-women_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Badesandalen für Frauen, Saudi-Arabien. Die beheizten Böden der Hammams waren zu heiß, um barfuß darauf zu gehen. Quelle: Wereldmuseum (CC BY-SA 4.0).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Badesandalen für Frauen, Saudi-Arabien. Die beheizten Böden der Hammams waren zu heiß, um barfuß darauf zu gehen. Quelle: [Wereldmuseum](https://collectie.wereldmuseum.nl/) (CC BY-SA 4.0). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;die-öffentlichen-bäder-der-industriellen-revolution&#34;&gt;Die öffentlichen Bäder der industriellen Revolution&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Badegewohnheiten haben sich seit der Zeit der Römer und des späten Mittelalters stark verändert, vor allem in den meisten Ländern der westlichen Welt. Nur wenige von uns haben die Zeit oder auch nur das Bedürfnis, täglich mehrere Stunden in einem Badehaus zu verweilen, und einige von uns fühlen sich beim Baden in der Öffentlichkeit vielleicht unwohl. &lt;sup id=&#34;fnref1:30&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:30&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;30&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Ein Badehaus kann jedoch auch eine Form annehmen, die den modernen Badegewohnheiten besser entspricht. Das öffentliche Badehaus der Industriellen Revolution ist ein Beispiel dafür.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert nahmen die Städte eine große Zahl von Einwanderern auf, die in Fabriken arbeiten wollten. Die meisten dieser Menschen wurden in überfüllten Mietskasernen ohne fließendes Wasser untergebracht, was zu unhygienischen Verhältnissen führte. &lt;sup id=&#34;fnref:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wiederkehrende Epidemien und neue medizinische Erkenntnisse führten zu einem „Evangelium der Sauberkeit“, das in der gesamten westlichen Welt zu einer neuen Welle öffentlicher Badehäuser führte. Viele dieser Bäder verschwanden erst zwischen den 1950er und 1980er Jahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die öffentliche Hygienebewegung begann in England und erreichte dort in den 1840er Jahren ihren Höhepunkt. Bis 1896 unterhielten mehr als 200 Gemeinden in Großbritannien öffentliche Bäder. Das englische Badehaus ahmte in seiner Architektur und Dekoration die Pracht der römischen Bäder nach: Es war „groß, schön und kostspielig“. &lt;sup id=&#34;fnref1:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Es kopierte jedoch nicht die antiken Badegewohnheiten. Die verschiedenen Abteilungen des Badehauses waren nun für unterschiedliche Gesellschaftsschichten reserviert. Während die Becken immer noch für soziale Interaktion sorgten, waren die Wannen nun in einzelnen Abteilungen untergebracht. Schließlich wurden im modernen Badehaus zeitliche Begrenzungen für die Benutzung des Beckens und der Wannen eingeführt. &lt;sup id=&#34;fnref2:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:47&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:47&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;47&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:48&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:48&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;48&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Nechells_Swimming_Baths_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Nechelles öffentliche Bäder in Birmingham, England, 1910. Bild von Oosoom (CC BY-SA 3.0).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Nechelles öffentliche Bäder in Birmingham, England, 1910. Bild von Oosoom (CC BY-SA 3.0). 
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Das_Amalienbad_in_Wien-Favoriten__vom_Sprungturm_aus_gesehen_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Das restaurierte Innere des Amalienbads in Wien, Österreich, aus dem Jahr 1926. Damals war es eines der größten Badehäuser Europas und bot bis zu 1 300 Badegästen gleichzeitig Platz. Das ursprüngliche Dach konnte bei schönem Wetter aufgeschoben werden. Bild von Schwimmschule Steiner (CC BY-SA 4.0).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Das restaurierte Innere des Amalienbads in Wien, Österreich, aus dem Jahr 1926. Damals war es eines der größten Badehäuser Europas und bot bis zu 1 300 Badegästen gleichzeitig Platz. Das ursprüngliche Dach konnte bei schönem Wetter aufgeschoben werden. Bild von Schwimmschule Steiner (CC BY-SA 4.0). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;das-dusch-badehaus&#34;&gt;Das Dusch-Badehaus&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Deutschland, das den Briten als erstes Land auf dem Kontinent folgte, baute ebenfalls monumentale Badehäuser. &lt;sup id=&#34;fnref:49&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:49&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;49&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In den 1880er Jahren argumentierte der Berliner Arzt Oscar Lasser jedoch, dass die großen Bäder zu kostspielig seien, um sie in der erforderlichen Anzahl zu bauen. Er schlug die Einführung kleinerer Badehäuser vor, die nur Duschen in einzelnen Abteilen enthielten. Bis dahin war die Dusche nur an eine Badewanne angeschlossen oder wurde in Kasernen und Gefängnissen verwendet, wo Soldaten und Häftlinge mit kaltem Wasser abgeduscht wurden. &lt;sup id=&#34;fnref1:48&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:48&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;48&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref3:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref3:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Dusch-Badehaus wurde in den meisten westeuropäischen Ländern und auch in Nordamerika, wo die Sanitärreformbewegung in den 1890er Jahren einsetzte, zum vorherrschenden öffentlichen Badetyp. &lt;sup id=&#34;fnref:50&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:50&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;50&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:51&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:51&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;51&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die letzten Überreste der antiken Badekultur wurden beseitigt, indem man die Becken abschaffte und zu einer praktischeren Architektur überging. Im Guten wie im Schlechten war das öffentliche Badehaus der Industriellen Revolution die „Antithese zum vorindustriellen Badehaus“. &lt;sup id=&#34;fnref1:47&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:47&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;47&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Obwohl die Badenden immer noch die gemeinschaftliche Infrastruktur nutzten, gab es keinen Raum mehr für Vergnügen, soziale Interaktion, öffentliche Nacktheit und soziale Durchmischung.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Im Guten wie im Schlechten: Das öffentliche Badehaus der industriellen Revolution war das Gegenteil des vorindustriellen Badehauses.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Da die höheren Gesellschaftsschichten allmählich Zugang zu eigener Wasserversorgung und eigenen Badezimmern erhielten, wurde das öffentliche Bad zunehmend mit Armut assoziiert. Obwohl die Duschbäder keine getrennten Abteilungen für verschiedene soziale Schichten hatten, wurden sie vor allem in einkommensschwachen Vierteln gebaut und richteten sich ausschließlich an die Armen. Die Badegäste wurden von einem Wärter zu ihrer Duschkabine geführt, der den Wasserhahn öffnete, die Wassertemperatur einstellte und eine Zeitschaltuhr startete. Die Menschen hatten höchstens 20 Minuten Zeit, um sich auszuziehen, zu duschen und wieder anzuziehen. &lt;sup id=&#34;fnref4:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:47&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:47&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;47&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; „Die Armen mussten sauber sein, durften es aber nicht allzu sehr genießen.“ &lt;sup id=&#34;fnref5:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/bath-attendant_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Der letzte Bademeister eines Badehauses in Haarlem, Niederlande, im Jahr 1984. Bild in der Public Domain.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Der letzte Bademeister eines Badehauses in Haarlem, Niederlande, im Jahr 1984. Bild in der Public Domain. 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/bath-showers-timer-montage_dithered.png&#34; alt=&#39;Mit Zeitschaltuhren ausgestattete Bade- und Duschräume in Amsterdamer Badehäusern, 1985. Quelle: Stadsarchief Amsterdam.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Mit Zeitschaltuhren ausgestattete Bade- und Duschräume in Amsterdamer Badehäusern, 1985. Quelle: [Stadsarchief Amsterdam](https://archief.amsterdam/beeldbank/detail/ca27031b-8e92-023a-eb42-461dc0cf6fd2/media/728f468c-3dca-91e3-0eb9-6dca39ea8130?mode=detail&amp;view=horizontal&amp;q=badhuis&amp;rows=1&amp;page=24). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/minimal-shower-cublicles-in-amsterdam-bathhouse_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Duschkabinen in einem städtischen Badehaus in Amsterdam, Niederlande. Stadsarchief Amsterdam.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Duschkabinen in einem städtischen Badehaus in Amsterdam, Niederlande. Stadsarchief Amsterdam. 
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/boiler-room-bathhouse_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Heizungsraum eines städtischen Badehauses in Amsterdam, Niederlande, 1985. Stadsarchief Amsterdam.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Heizungsraum eines städtischen Badehauses in Amsterdam, Niederlande, 1985. Stadsarchief Amsterdam. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;sollte-das-öffentliche-badehaus-zurückkehren&#34;&gt;Sollte das öffentliche Badehaus zurückkehren?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In Europa und Nordamerika verschwand das öffentliche Badehaus, als jede und jeder sein eigenes Bad bekam — wenngleich wir in Sportzentren immer noch gemeinsam baden und in Jugendherbergen oder auf Campingplätzen weiterhin Gemeinschaftsräume benutzen. Das öffentliche Badehaus hat zwar andernorts überlebt, ist aber fast überall ein Auslaufmodell. So gab es beispielsweise in Kairo im Jahr 2000 nur noch acht Hammams, während es zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch mehr als siebzig waren. &lt;sup id=&#34;fnref:52&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:52&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;52&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:53&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:53&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;53&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; 1968 gab es im Großraum Tokio 2,687 öffentliche Badehäuser. Im Jahr 2022 waren es nur noch 462. &lt;sup id=&#34;fnref:54&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:54&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;54&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:55&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:55&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;55&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Historisch gesehen wurde das Badehaus aus der Notwendigkeit von Effizienz geboren: Das Baden war zu ressourcenintensiv, um es individuell zu organisieren. Das ist heute dank der Entwicklung zentraler Infrastrukturen - fossile Brennstoffe, Strom, Wasserversorgung, Kanalisation - nicht mehr der Fall. Im Kontext der gegenwärtigen Umweltkrise ist die Ressourceneffizienz der öffentlichen Badehäuser jedoch wieder relevant geworden. Es ist eine Möglichkeit, den Energieverbrauch relativ schnell zu senken, ohne dass neue Technologien erforderlich sind oder auf Komfort verzichtet werden muss. Widerstandsfähigkeit ist ein weiteres Argument für das Badehaus. &lt;sup id=&#34;fnref:56&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:56&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;56&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/bathhouse-javaplein-2_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Städtisches Badehaus am Javaplein in Amsterdam, Niederlande. Image: Stadsarchief Amsterdam.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Städtisches Badehaus am Javaplein in Amsterdam, Niederlande. Image: Stadsarchief Amsterdam. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Volksbad_Flensburg2007_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Ein ehemaliges Badehaus in Flensburg. Bild: 	VollwertBIT (CC BY-SA 2.5).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Ein ehemaliges Badehaus in Flensburg. Bild: 	VollwertBIT (CC BY-SA 2.5). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;welche-art-von-öffentlichem-badehaus-wollen-wir&#34;&gt;Welche Art von öffentlichem Badehaus wollen wir?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Metamorphose des öffentlichen Bades im 19. und 20. Jahrhundert, die auch die öffentlichen Bäder außerhalb der westlichen Welt betraf, stellt eine Herausforderung für all diejenigen dar, die das öffentliche Bad im Sinne der Nachhaltigkeit wiederbeleben wollen. Welche Art von Badehaus wollen wir? Natürlich sind das römische Bad und das Duschbadehaus die beiden Extreme, und viele Zwischenformen sind denkbar. Dennoch wird jeder Architekt eines zukünftigen Badehauses Entscheidungen treffen müssen, die wahrscheinlich umstritten sein werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So könnte man zum Beispiel argumentieren, dass das Duschbadehaus nicht nur den modernen Badegewohnheiten entspricht, sondern auch die Ressourceneffizienz maximiert. Das gilt vor allem dann, wenn nicht der Badegast, sondern die Behörden die Duschdauer und die Wassertemperatur kontrollieren. Auf diese Weise könnte das öffentliche Badehaus zu einer Technologie werden, die der gesamten Bevölkerung Sparsamkeit aufzwingt. Ein solcher Ansatz dürfte jedoch, um es vorsichtig auszudrücken, kaum Begeisterung für die Wiederbelebung öffentlicher Badehäuser hervorrufen. Er trägt auch nicht gerade zur Verbesserung der sozialen Interaktion bei. &lt;sup id=&#34;fnref:57&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:57&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;57&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Jeder Architekt eines künftigen Badehauses wird Entscheidungen treffen müssen, die wahrscheinlich sehr umstritten sein werden.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die Rückkehr zum vorindustriellen öffentlichen Badehaus, bei dem soziale Interaktion und gemeinschaftlicher Luxus im Mittelpunkt stehen, könnte die Menschen vielleicht eher von ihren privaten Badezimmern weglocken, aber es stößt auch auf Hürden. Das öffentliche Badehaus trifft seit 2.000 Jahren auf Widerstand, vor allem wegen unterschiedlicher Ansichten über Gesundheit und Moral. &lt;sup id=&#34;fnref:58&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:58&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;58&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Zum Beispiel ziehen sich Bedenken über Ausschweifungen und Prostitution - real und imaginär - durch die Geschichte des Badehauses in allen Kulturen. &lt;sup id=&#34;fnref:59&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:59&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;59&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Trennung von Männern und Frauen wird diesen Bedenken nicht vollständig gerecht.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img  vertical&#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/scene-of-a-bathhouse-valerius-maximus_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Szene in einem Badehaus, um 1470, gemalt vom Meister des Antonius von Burgund (Berlin Staatsbibliothek, Ms. Dep. Breslau 2, vol. 2, fol. 244).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Szene in einem Badehaus, um 1470, gemalt vom Meister des Antonius von Burgund (Berlin Staatsbibliothek, Ms. Dep. Breslau 2, vol. 2, fol. 244). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Jedes Plädoyer für die Wiederbelebung öffentlicher Bäder wird sich auch mit der Furcht vor ansteckenden Krankheiten befassen müssen. Ein „Lockdown“ der Gesellschaft, wie ihn viele Regierungen während der Coronavirus-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 anwandten, ist beispielsweise mit öffentlichen Bädern unvereinbar. Eine solche Maßnahme funktioniert nur, wenn jeder ein eigenes Bad hat. &lt;sup id=&#34;fnref:60&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:60&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;60&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Der Zusammenhang zwischen gemeinschaftlichem Baden und Gesundheit ist äußerst komplex. Die Wissenschaft hat viele der gesundheitlichen Vorteile von Kalt-, Heiß- und Dampfbädern bestätigt und auch die Wichtigkeit sozialer Interaktion aufgezeigt. Das Zusammenkommen von Menschen birgt jedoch immer auch Gesundheitsrisiken.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;wie-baut-man-ein-low-tech-badehaus&#34;&gt;Wie baut man ein Low-Tech-Badehaus?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es gibt noch einen weiteren Unterschied zwischen Badehäusern, die vor und nach der industriellen Revolution gebaut wurden: Vorindustrielle Bäder nutzten erneuerbare Brennstoffe, während industrielle Bäder mit fossilen Brennstoffen betrieben wurden. Viele moderne Badehäuser hatten ein eigenes Kohlekraftwerk, das den Raum und das Wasser beheizte und Strom für die Beleuchtung lieferte. Fossil betriebene Badehäuser sind energieeffizienter als mit fossilen Brennstoffen betriebene Badezimmer - aber es geht natürlich noch besser als das.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein großes Badehaus, das mit einer Hypokaustenanlage und großen Fenstern beheizt wird, ist als kohlenstoffneutrale Technologie immer noch unschlagbar, zumindest bei nachhaltiger Holzproduktion. &lt;sup id=&#34;fnref:61&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:61&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;61&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:62&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:62&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;62&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Allerdings führt die Verbrennung von Biomasse zu Luftverschmutzung, während man ein Badehaus auch mit erneuerbaren Energiequellen betreiben könnte, die dieses Problem nicht haben. Die naheliegendste Lösung für die Raum- und Wasserheizung sind Flachkollektoren, in denen die Sonne das Wasser erwärmt. In weniger sonnigen Klimazonen sind wärmeerzeugende Windmühlen eine technisch einfache Alternative zu solarthermischen Kollektoren. &lt;sup id=&#34;fnref:63&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:63&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;63&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Andere potenzielle Wärmequellen sind geothermische Energie und die Abwärme von Fabriken.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Fossil betriebene Badehäuser sind energieeffizienter als mit fossilen Brennstoffen betriebene Badezimmer — aber es geht noch besser als das.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Der größte Nachteil eines solar- oder windbetriebenen Badehauses ist seine Abhängigkeit von günstigen Wetterbedingungen. Um dies auszugleichen, kann Solar- oder Windenergie mit thermischer Energiespeicherung kombiniert werden, beispielsweise mit isolierten Wassertanks. Die Speicherung von Wärme in einer thermischen Masse über längere Zeiträume ist viel billiger und nachhaltiger als die Speicherung von Strom in chemischen Batterien. Allerdings wird dafür Platz benötigt, den nur gemeinschaftliche Bäder bieten können. Dampfbäder und Saunen sind schwieriger von der Verbrennung von Biomasse abzukoppeln, aber es gibt einige innovative Beispiele. &lt;sup id=&#34;fnref:64&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:64&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;64&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bündelung von Badeeinrichtungen in einer gemeinsamen Infrastruktur schafft auch Platz für eine umfassende Wärmedämmung eines Badehauses (ein entscheidender Faktor für den Energieverbrauch) und für die Wasserversorgung (z. B. durch Auffangen und Speichern von Regenwasser) sowie für die Abwasserbehandlung (z. B. durch Phytosanierung mit Pflanzen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Architekten haben einige dieser Ideen in Ländern umgesetzt, in denen es noch öffentliche Bäder gibt. In einem Bergdorf in China zum Beispiel ist ein Gemeinschaftsbad für 5.000 Menschen weitgehend autark. Das Wasser wird aus einem Brunnen gepumpt, mit Solarkollektoren erhitzt und das Abwasser aus den Duschen und Toiletten in mit Bambuspflanzen gefüllten Becken gefiltert. &lt;sup id=&#34;fnref:65&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:65&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;65&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/BaO-split-bathhouse-6.1552287376.331_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Dieses Badehaus in China hat 24 Duschen und dient einer Gemeinde mit 5.000 Einwohnern. Das Abwasser wird mit Bambuspflanzen recycelt. Quelle: BAO Architekten.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Dieses Badehaus in China hat 24 Duschen und dient einer Gemeinde mit 5.000 Einwohnern. Das Abwasser wird mit Bambuspflanzen recycelt. Quelle: BAO Architekten. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Ein öffentliches Badehaus passt jedoch auch zu einer Hightech-Vision einer zentralisierten Energieinfrastruktur auf der Grundlage von PV-Solarzellen und Windturbinen, die Strom liefern. In einer solchen Konfiguration könnten öffentliche Badehäuser an sonnigen oder windigen Tagen überschüssigen Strom aufnehmen. Anstatt den Strom aus überschüssiger Sonnen- und Windenergie zu drosseln, könnten wir ihn für den Betrieb elektrischer Wärmepumpen nutzen und die Wärme in der thermischen Masse der öffentlichen Bäder speichern. &lt;sup id=&#34;fnref:66&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:66&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;66&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Dieser Ansatz ist zwar weniger ressourceneffizient als Bäder, die ohne Strom betrieben werden, aber immer noch besser als ein Szenario, in dem ein zentrales Netz für erneuerbare Energien eine Vielzahl von einzelnen Badezimmern mit Energie versorgt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kris De Decker&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielen Dank an Jonas Görgen und Elizabeth Shove für ihr Feedback zu einer früheren Version dieses Artikels.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Marie Verdeil und Roel Roscam Abbing haben zur Auswahl der Bilder beigetragen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;footnotes&#34; role=&#34;doc-endnotes&#34;&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li id=&#34;fn:1&#34;&gt;
&lt;p&gt;Der Ausbau von Wasserversorgungs- und Kanalisationsnetzen brauchte viel Zeit, vor allem in älteren europäischen Städten. Vor 1900 verfügten nur die teuersten Pariser Wohnungen über ein eigenes Bad. &lt;sup id=&#34;fnref1:26&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:26&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;26&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In den 1860er Jahren gab es in den wohlhabendsten britischen Haushalten eingebaute Privatbäder. Doch erst in den 1950er Jahren wurden die Wohnungen der Arbeiterklasse routinemäßig mit fließendem Warm- und Kaltwasser versorgt. &lt;sup id=&#34;fnref2:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In den neueren Städten der USA war es einfacher, eine Wasserversorgungs- und Kanalisationsinfrastruktur zu installieren. Ab den 1870er Jahren übertrafen die amerikanischen Sanitäranlagen die aller anderen Länder. Mehr als die Hälfte aller amerikanischen Häuser verfügte 1940 über ein komplettes Bad. Zum Vergleich: In ganz Frankreich verfügte 1954 nur eines von zehn Häusern oder Wohnungen über eine Dusche oder eine Badewanne. &lt;sup id=&#34;fnref1:20&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:20&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;20&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:2&#34;&gt;
&lt;p&gt;Die Nebeldusche — Nachhaltige Dekadenz?, Kris De Decker, Low-tech Magazine, 2019. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/10/mist-showers-sustainable-decadence/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/de/2019/10/mist-showers-sustainable-decadence/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:3&#34;&gt;
&lt;p&gt;Pickerill, Jenny. &amp;ldquo;Cold comfort? Reconceiving the practices of bathing in British self-build eco-homes.&amp;rdquo; Annals of the Association of American Geographers 105.5 (2015): 1061-1077. &lt;a href=&#34;https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/00045608.2015.1060880&#34;&gt;https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/00045608.2015.1060880&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:4&#34;&gt;
&lt;p&gt;Der Trend geht zu häufigeren und längeren Duschen &lt;sup id=&#34;fnref2:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; und zu mehreren, größeren und luxuriöseren Badezimmern. Zum Beispiel haben mehr als ein Drittel der neuen Einfamilienhäuser in den USA im Jahr 2021 drei oder mehr Badezimmer, verglichen mit „nur“ einem Viertel im Jahr 2005. Quelle: Number of Bathrooms in New Homes in 2021, Jesse Wade, National Association Of Home Builders, November 2022. &lt;a href=&#34;https://eyeonhousing.org/2022/11/number-of-bathrooms-in-new-homes-in-2021/&#34;&gt;https://eyeonhousing.org/2022/11/number-of-bathrooms-in-new-homes-in-2021/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:4&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:5&#34;&gt;
&lt;p&gt;Wie viel Wasser durch öffentliches Baden eingespart werden kann, hängt davon ab, wie genau die Menschen zusammen baden. Gemeinsame Pools und Badewannen führen zu Wassereinsparungen, individuelle Duschen und Badewannen hingegen nicht, selbst wenn sie in einem Gemeinschaftsraum aufgestellt sind.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:5&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:6&#34;&gt;
&lt;p&gt;Erfurt, Patricia. &amp;ldquo;Hot springs throughout history. The Geoheritage of hot springs.&amp;rdquo; Cham: Springer International Publishing, 2021. 119-182.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:7&#34;&gt;
&lt;p&gt;Tamburello, Giancarlo, et al. &amp;ldquo;Global thermal spring distribution and relationship to endogenous and exogenous factors.&amp;rdquo; Nature Communications 13.1 (2022): 6378.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:7&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:8&#34;&gt;
&lt;p&gt;Cataldi, Raffaele, Susan F. Hodgson, and John W. Lund. Stories from a heated earth: our geothermal heritage. No. 19. Nicholson, 1999.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:9&#34;&gt;
&lt;p&gt;Sogar einige Tiere - wie Schneeaffen und Wasserschweine - sind dafür bekannt, dass sie gerne in heißen Quellen baden. Siehe zum Beispiel: Matsuzawa, Tetsuro. &amp;ldquo;Hot-spring bathing of wild monkeys in Shiga-Heights: origin and propagation of a cultural behavior.&amp;rdquo; Primates 59.3 (2018): 209-213. &lt;a href=&#34;https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s10329-018-0661-z.pdf&#34;&gt;https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s10329-018-0661-z.pdf&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:9&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:10&#34;&gt;
&lt;p&gt;Sonntag, C. F. &amp;ldquo;The History of Baths and Bathing in Britain before the Norman Conquest.&amp;rdquo; Proceedings of the Royal Society of Medicine 13.sect_hist_med (1920): 25-46.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:11&#34;&gt;
&lt;p&gt;Aaland, Mikkel. &amp;ldquo;Sweat: The illustrated history and description of the Finnish sauna, Russian bania, Islamic hammam, Japanese mushi-buro, Mexican temescal and American Indian &amp;amp; Eskimo sweat lodge.&amp;rdquo; (1978).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:11&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:12&#34;&gt;
&lt;p&gt;Pollock, Ethan. Without the banya we would perish: a history of the Russian bathhouse. Oxford University Press, USA, 2019.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:13&#34;&gt;
&lt;p&gt;Die erste schriftliche Erwähnung des Dampfbads stammt aus dem fünften Jahrhundert vor Christus, als der griechische Historiker Herodot das skythische Schwitzbad nördlich des Schwarzen Meeres mit dem griechischen Dampfbad seiner Zeit verglich. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die Ursprünge des Dampfbads bis in prähistorische Zeiten zurückreichen. Es überrascht nicht, dass sich das Dampfbad und das Heißluftbad zunächst in Regionen mit kalten und langen Wintern verbreiteten: in Nordwesteuropa, Russland, Alaska und Kanada. Sie wurden auch von den amerikanischen Ureinwohnern genutzt und verbreiteten sich auch in Mittel- und Südamerika. &lt;sup id=&#34;fnref1:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:13&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:14&#34;&gt;
&lt;p&gt;Eine der frühesten archäologischen Aufzeichnungen über von Menschen geschaffene Badeeinrichtungen stammt aus der Zeit um 2300 v. Chr. im heutigen Pakistan. Die Bewohner von Mohenjo-daro, der wahrscheinlichen Hauptstadt der Indus-Zivilisation, bauten Brunnen und Entwässerungssysteme, die in den meisten Wohngebäuden private Badezimmer sowie ein großes, gemeinschaftliches Badebecken ermöglichten. Die privaten Bäder hatten eine 1 m2 große, flache Plattform, auf der sich die Menschen mit Eimern Wasser übergossen. Das „Große Bad“ war ein gemauertes Becken mit Stufen auf beiden Seiten und einem Fassungsvermögen von 160 m3 Wasser. Da sich die Stadt in einem heißen Wüstenklima befand, musste das Wasser nicht erhitzt werden. Quellen: Graeber, David, and David Wengrow. The dawn of everything: A new history of humanity. Penguin UK, 2021 + Jansen, Michael. &amp;ldquo;Mohenjo-Daro, Indus Valley civilization: water supply and water use in one of the largest Bronze Age cities of the third millennium BC.&amp;rdquo; Geo: A new world of knowledge (2011). &lt;a href=&#34;https://openarchive.icomos.org/id/eprint/1541/1/110601geo_06_2011_indian_edition_email.pdf&#34;&gt;https://openarchive.icomos.org/id/eprint/1541/1/110601geo_06_2011_indian_edition_email.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:15&#34;&gt;
&lt;p&gt;Maréchal, Sadi. Public baths and bathing habits in Late Antiquity: a study of the archaeological and historical evidence from Roman Italy, North Africa and Palestine between AD 285 and AD 700. Diss. Ghent University, 2016. &lt;a href=&#34;https://biblio.ugent.be/publication/7235534/file/7235545.pdf&#34;&gt;https://biblio.ugent.be/publication/7235534/file/7235545.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref7:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref8:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref9:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:16&#34;&gt;
&lt;p&gt;Fagan, Garrett G. &amp;ldquo;The genesis of the Roman public bath: recent approaches and future directions.&amp;rdquo; American Journal of Archaeology 105.3 (2001): 403-426.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:16&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:17&#34;&gt;
&lt;p&gt;Kosso, Cynthia, and Anne Scott, eds. The nature and function of water, baths, bathing, and hygiene from antiquity through the Renaissance. Vol. 11. Brill, 2009.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:18&#34;&gt;
&lt;p&gt;Sowohl die Griechen als auch die Römer benutzten auch kalte Bäder in Verbindung mit Sportanlagen. Dabei war der Akt des Waschens zweitrangig. &lt;sup id=&#34;fnref7:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref4:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:18&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:19&#34;&gt;
&lt;p&gt;Hoagland, Alison K. The bathroom: a social history of cleanliness and the body. Bloomsbury Publishing USA, 2018.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:20&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ashenburg, Katherine. The dirt on clean: An unsanitized history. Vintage Canada, 2010.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:20&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:20&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:20&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:21&#34;&gt;
&lt;p&gt;Fournier, Caroline. Les bains d&amp;rsquo;al-Andalus: VIIIe-XVe siècle. Presses universitaires de Rennes, 2018. &lt;a href=&#34;https://books.openedition.org/pur/44617#anchor-resume&#34;&gt;https://books.openedition.org/pur/44617#anchor-resume&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:21&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:21&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:21&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:22&#34;&gt;
&lt;p&gt;Sibley, Magda, Camilla Pezzica, and Chris Tweed. “Eco-hammam: the complexity of accelerating the ecological transition of a key social heritage sector in Morocco.” Sustainability 13.17 (2021): 9935&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:22&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:23&#34;&gt;
&lt;p&gt;Coomans, Janna. “Janna Coomans - The Medieval Bathhouse (MA Thesis - 2013).” The Medieval Bathhouse: Bathing Culture in the Late Medieval Low Countries (2013): n. pag. Print.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref7:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref8:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref9:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref10:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref11:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:24&#34;&gt;
&lt;p&gt;Wurtzel, Ellen. &amp;ldquo;Passionate Encounters, Public Healing: Medieval Urban Bathhouses in Northern France.&amp;rdquo; French Historical Studies 46.3 (2023): 331-360. &lt;a href=&#34;https://read.dukeupress.edu/french-historical-studies/article/46/3/331/381254/Passionate-Encounters-Public-HealingMedieval-Urban&#34;&gt;https://read.dukeupress.edu/french-historical-studies/article/46/3/331/381254/Passionate-Encounters-Public-HealingMedieval-Urban&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:24&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:24&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:25&#34;&gt;
&lt;p&gt;Büchner, Robert. Im städtischen Bad vor 500 Jahren: Badhaus, bader und Badegäste im alten Tirol. Böhlau, 2014.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:26&#34;&gt;
&lt;p&gt;Im dreizehnten Jahrhundert zählte Paris mit 200 000 Einwohnern rund 30 öffentliche Badehäuser &lt;sup id=&#34;fnref5:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:24&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:24&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;24&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, während London im 14. Jahrhundert mit 80 000 Einwohnern über mindestens 18 öffentliche Bäder verfügte. &lt;sup id=&#34;fnref2:20&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:20&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;20&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In den niederländischen Provinzen des späten 14. Jahrhunderts gab es in Brügge (30.000 Einwohner) und Gent (40.000 Einwohner) jeweils etwa zwanzig öffentliche Bäder, während kleinere Städte wie Maastricht und Leuven (15.000 Einwohner) über etwa fünf verfügten. Wien (Österreich) zählte im fünfzehnten Jahrhundert 29 Badehäuser. &lt;sup id=&#34;fnref6:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die mittelalterlichen Badehäuser waren ebenso wie die Hammams kleiner als die römischen Bäder. Die in Deutschland und in den Niederlanden gefundenen mittelalterlichen Badehäuser hatten eine Grundfläche von 100 bis 200 Quadratmetern. &lt;sup id=&#34;fnref7:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das typische römische Stadtbad hatte eine Fläche von etwa 500 m2. &lt;sup id=&#34;fnref8:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:26&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:26&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:27&#34;&gt;
&lt;p&gt;Butler, Lee. &amp;ldquo;Washing Off the Dust&amp;rdquo;: Baths and Bathing in Late Medieval Japan.&amp;quot; Monumenta Nipponica 60.1 (2005): 1-41.  &lt;a href=&#34;https://web.archive.org/web/20190818120651id_/http://muse.jhu.edu:80/article/182356/pdf&#34;&gt;https://web.archive.org/web/20190818120651id_/http://muse.jhu.edu:80/article/182356/pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:27&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:27&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:28&#34;&gt;
&lt;p&gt;Merry, Adam M., &amp;ldquo;More Than a Bath: An Examination of Japanese Bathing Culture&amp;rdquo; (2013). CMC Senior Theses. Paper 665.
&lt;a href=&#34;http://scholarship.claremont.edu/cmc_theses/665&#34;&gt;http://scholarship.claremont.edu/cmc_theses/665&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:28&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:28&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:28&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:28&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:28&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:29&#34;&gt;
&lt;p&gt;Gill, A. A. &amp;ldquo;“Chattering” in the Baths: The Urban Greek Bathing Establishment and Social Discourse in Classical Antiquity.&amp;rdquo; (2011).
&lt;a href=&#34;https://tobias-lib.ub.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/61481/CD27_Gill_CAA2008.pdf?sequence=2&amp;amp;isAllowed=y&#34;&gt;https://tobias-lib.ub.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/61481/CD27_Gill_CAA2008.pdf?sequence=2&amp;amp;isAllowed=y&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:29&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:30&#34;&gt;
&lt;p&gt;Górnicka, Barbara. Nakedness, shame, and embarrassment: A long-term sociological perspective. Vol. 12. Springer, 2016.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:30&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:30&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:31&#34;&gt;
&lt;p&gt;A Cultural History of Parson’s Pleasure, George Townsend, PhD, Birkbeck, University of London, 2022, unpublished. See also: Dive in! A history of river swimming in Oxford. Museum of Oxford, expo 2023. &lt;a href=&#34;https://moxdigiexhibits.omeka.net/exhibits/show/dive-in#:~:text=Dive%20In!-,A%20history%20of%20river%20swimming%20in%20Oxford,places%20for%20bathing%20and%20swimming&#34;&gt;https://moxdigiexhibits.omeka.net/exhibits/show/dive-in#:~:text=Dive%20In!-,A%20history%20of%20river%20swimming%20in%20Oxford,places%20for%20bathing%20and%20swimming&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:31&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:32&#34;&gt;
&lt;p&gt;Der egalitäre Charakter des öffentlichen Bades wurde durch die Tatsache verstärkt, dass die Menschen teilweise oder ganz nackt waren. „Man entledigte sich nicht nur seiner Kleidung, sondern auch seines sozialen Ranges und seines materiellen Reichtums, die weitgehend unsichtbar wurden“, schlussfolgert ein Historiker des japanischen öffentlichen Bades. &lt;sup id=&#34;fnref4:28&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:28&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;28&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; „Das wahre Kollektiv ist ein nacktes Kollektiv“, bemerkt ein anderer und bezieht sich dabei auf die russische Banja. Quelle: Gearsimova, A. „My Banya, Your Banya: From Reality to Myth.“ (2016).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:32&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:33&#34;&gt;
&lt;p&gt;Mietz, Michael. &amp;ldquo;The fuel economy of public bathhouses in the Roman Empire.&amp;rdquo; Master&amp;rsquo;s thesis, Ghent University, Faculty of Arts and Philosophy, Campus Boekentoren, Blandijnberg 2 (2016): 9000. &lt;a href=&#34;https://libstore.ugent.be/fulltxt/RUG01/002/303/996/RUG01-002303996_2016_0001_AC.pdf&#34;&gt;https://libstore.ugent.be/fulltxt/RUG01/002/303/996/RUG01-002303996_2016_0001_AC.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:33&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:33&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:33&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:33&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:34&#34;&gt;
&lt;p&gt;Wilson, A (2012) Raw materials and energy, in &amp;ldquo;The cambridge companion to the roman economy, scheidel 2012.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:34&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:35&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ancient deforestation revisited, Journal of the history of biology, 44 (1), 43-57.  &lt;a href=&#34;https://www.researchgate.net/profile/J-Donald-Hughes/publication/45407393_Ancient_Deforestation_Revisited/links/08ce17d911d2244431641d70/Ancient-Deforestation-Revisited.pdf&#34;&gt;https://www.researchgate.net/profile/J-Donald-Hughes/publication/45407393_Ancient_Deforestation_Revisited/links/08ce17d911d2244431641d70/Ancient-Deforestation-Revisited.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:35&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:36&#34;&gt;
&lt;p&gt;Miliaresis, Ismini. &amp;ldquo;Heating the Stabian Baths at Pompeii.&amp;rdquo; Curious (2021): 83.
&lt;a href=&#34;https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/58973/1/external_content.pdf#page=91&#34;&gt;https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/58973/1/external_content.pdf#page=91&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:37&#34;&gt;
&lt;p&gt;In der Studie wird davon ausgegangen, dass die Bäder 24 Stunden pro Tag beheizt wurden und nur zu Wartungszwecken abgeschaltet wurden. Der Brennstoff, der für das anfängliche Aufheizen des Bades verbraucht wurde (im Fall der Stabian-Bäder mit 35 kg berechnet), wird nur einmal zum jährlichen Gesamtenergieverbrauch hinzugerechnet. Die Ergebnisse beruhen auch auf der Annahme, dass das Wasser der Bäder einmal pro Tag gewechselt wurde (und somit einmal pro Tag aus dem kalten Zustand aufgeheizt werden musste).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:37&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:38&#34;&gt;
&lt;p&gt;Veal, Robyn, and Victoria Leitch. Fuel and Fire in the Ancient Roman World: Towards an integrated economic understanding. McDonald Institute for Archaeological Research, 2019. &lt;a href=&#34;https://www.repository.cam.ac.uk/bitstreams/c349fc20-11d0-4ad4-a2e9-55dccca9f2df/download&#34;&gt;https://www.repository.cam.ac.uk/bitstreams/c349fc20-11d0-4ad4-a2e9-55dccca9f2df/download&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:38&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:38&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:39&#34;&gt;
&lt;p&gt;Miliaresis, Ismini Alexandra. Heating and Fuel Consumption in the Terme del Foro at Ostia. Diss. University of Virginia, 2013. &lt;a href=&#34;https://libraetd.lib.virginia.edu/public_view/5d86p0445&#34;&gt;https://libraetd.lib.virginia.edu/public_view/5d86p0445&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:39&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:40&#34;&gt;
&lt;p&gt;Es ist nicht ganz klar, ob die (kleinen) Fenster in den Stabianer Thermen verglast oder mit Rollläden versehen waren. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Energieverbrauch sowohl bei verglasten als auch bei unverglasten Fenstern ziemlich ähnlich ist. Die Forumsbäder mit ihren meterhohen Fenstern hätten jedoch im Mai fast 1,5 Mal mehr Holz benötigt, um die Räume mit unverglasten Fenstern zu heizen, und im kältesten Monat mehr als doppelt so viel.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:40&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:41&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ring, James W. &amp;ldquo;Windows, baths, and solar energy in the Roman empire.&amp;rdquo; American Journal of Archaeology 100.4 (1996): 717-724.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:41&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:42&#34;&gt;
&lt;p&gt;Dies mag auch für römische Badehäuser gegolten haben, aber ich konnte keinen Hinweis darauf finden. Für Hammamns, siehe zum Beispiel: Sibley, Magda, and Martin Sibley. &amp;ldquo;Hybrid transitions: combining biomass and solar energy for water heating in public bathhouses.&amp;rdquo; Energy Procedia 83 (2015): 525-532.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:42&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:42&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:43&#34;&gt;
&lt;p&gt;Bei einem Brennstoffverbrauch von 7,5 bis 12 kg/Std. liegt der Durchschnitt bei 9,75 kg/Std., was 234 kg Brennholz pro Tag entspricht. Ein kg Holz enthält etwa 5 kWh Wärmeenergie, was den täglichen Brennstoffverbrauch der Forum-Bäder auf 1.170 kWh bringt. Eine Dusche von 8,9 Minuten (der Durchschnitt in den Niederlanden) verbraucht 2,1 kWh Wärmeenergie. &lt;sup id=&#34;fnref3:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Fazit: Der tägliche Energieverbrauch der Forum-Bäder entspricht dem von 557 Duschen. Der tägliche Brennstoffverbrauch der kleineren und weniger energieeffizienten Stabianer Thermen entspricht dem Energiebedarf von 378 Duschen.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:43&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:44&#34;&gt;
&lt;p&gt;Brünenberg–Jens-Arne, Monika Trümper–Clemens, et al. &amp;ldquo;Stabian Baths in Pompeii. New Research on the Development of Ancient Bathing Culture.&amp;rdquo; (2019). &lt;a href=&#34;https://www.academia.edu/download/67567783/Truemper_et_al._Stabian_Baths_RM_2019.pdf&#34;&gt;https://www.academia.edu/download/67567783/Truemper_et_al._Stabian_Baths_RM_2019.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:44&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:45&#34;&gt;
&lt;p&gt;Der Energieverbrauch einer Sauna ist variabler als der einer Dusche, und ich konnte keine zuverlässigen Studien dazu finden. Die von mir verwendeten Daten sind eine grobe Schätzung auf der Grundlage von Zahlen, die ich in Internetforen und auf Websites gefunden habe. Außerdem ist zu beachten, dass das Klima einen Teil des Unterschieds in der Energieeffizienz erklärt: Die Sauna befindet sich oft in einem kalten Klima, während die meisten römischen Bäder am Mittelmeer standen.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:45&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:46&#34;&gt;
&lt;p&gt;Williams, Marilyn T. Washing&amp;rdquo; the great unwashed&amp;quot;: public baths in urban America, 1840-1920. Ohio State University Press, 1991. &lt;a href=&#34;https://kb.osu.edu/bitstream/handle/1811/6282/1/Washing_the_Great_Unwashed.pdf&#34;&gt;https://kb.osu.edu/bitstream/handle/1811/6282/1/Washing_the_Great_Unwashed.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref7:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref8:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:47&#34;&gt;
&lt;p&gt;Dillon, Jennifer Reed. Modernity, sanitation and the public bath: Berlin, 1896–1933, as archetype. Duke University, 2007. &lt;a href=&#34;https://dukespace.lib.duke.edu/bitstreams/33e2fe84-16ec-4044-91d6-75d5c87d37e3/download&#34;&gt;https://dukespace.lib.duke.edu/bitstreams/33e2fe84-16ec-4044-91d6-75d5c87d37e3/download&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:47&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:47&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:47&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:48&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ladd, Brian K. &amp;ldquo;Public baths and civic improvement in nineteenth-century German cities.&amp;rdquo; Journal of urban history 14.3 (1988): 372-393.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:48&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:48&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:49&#34;&gt;
&lt;p&gt;Das Stuttgarter Badehaus verfügte beispielsweise über zwei große Becken, 300 Umkleidekabinen, 102 Wannenbäder, zwei russisch-römische Bäder, zwei Kaltwasserbäder, ein Sonnenbad und ein Bad für Hunde. Bis zum Ende des Jahrhunderts hatte fast jede deutsche Stadt mindestens ein monumentales Badehaus errichtet, zu dem oft auch ein Restaurant und ein Friseursalon gehörten. &lt;sup id=&#34;fnref4:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref6:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:49&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:50&#34;&gt;
&lt;p&gt;New York City baute 25 monumentale Badehäuser, und Boston verfügte über Schwimmbäder und Turnhallen. Andere amerikanische Städte bauten jedoch ausschließlich Duschbäder für die armen Bevölkerungsschichten. Chicago beispielsweise hatte bis 1920 mehr als zwanzig Duschbäder in den Armen- und Arbeitervierteln errichtet. &lt;sup id=&#34;fnref7:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:50&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:51&#34;&gt;
&lt;p&gt;Deutschland und Österreich errichteten Duschbäder in Armenvierteln, bauten aber auch weiterhin aufwendige und teure Einrichtungen für die höheren Gesellschaftsschichten, von denen viele zwar über eine Wasserversorgung, aber immer noch nicht über Toiletten verfügten. &lt;sup id=&#34;fnref8:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:51&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:52&#34;&gt;
&lt;p&gt;Talmisānī, Mayy, and Eve Gandossi. The last hammams of Cairo: a disappearing bathhouse culture. American Univ in Cairo Press, 2009.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:52&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:53&#34;&gt;
&lt;p&gt;In Damaskus ging die Zahl der Hammams von 40 in den 1940er Jahren auf 13 im Jahr 2004 zurück. Quelle: Sibley, Magda. &amp;ldquo;The Historic hammāms of Damascus and Fez: lessons of sustainability and future developments.&amp;rdquo; The 23rd conference on passive and low energy architecture (PLEA). 2006. &lt;a href=&#34;https://www.academia.edu/download/52232181/The_Historic_Hammms_of_Damascus_and_Fez_20170321-32624-5s2lbk.pdf&#34;&gt;https://www.academia.edu/download/52232181/The_Historic_Hammms_of_Damascus_and_Fez_20170321-32624-5s2lbk.pdf&lt;/a&gt; Marokko ist eine Ausnahme. In verschiedenen Quellen werden unterschiedliche Zahlen für den Betrieb von Hammams genannt, die zwischen 6.000 und 10.000 Hammams schwanken, die noch mit dem traditionellen Heizsystem betrieben werden. &lt;sup id=&#34;fnref1:42&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:42&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;42&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:53&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:54&#34;&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Tokyo starts effort to revive public bathhouses&amp;rdquo;, Julian Ryall Tokyo, October 1, 2022. &lt;a href=&#34;https://www.dw.com/en/japan-launches-campaign-to-revive-fading-public-bathhouses/a-63282747#:~:text=In%20an%20effort%20to%20protect,pop%20into%20their%20local%20bathhouse&#34;&gt;https://www.dw.com/en/japan-launches-campaign-to-revive-fading-public-bathhouses/a-63282747#:~:text=In%20an%20effort%20to%20protect,pop%20into%20their%20local%20bathhouse&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:54&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:55&#34;&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Public baths fade from Tokyo, with nearly half gone over 15 years&amp;rdquo;, Natsumi Nakai, October 10, 2023. &lt;a href=&#34;https://www.asahi.com/ajw/articles/15025294#:~:text=Public%20bathhouses%20are%20swiftly%20disappearing,to%20the%20Tokyo%20metropolitan%20government&#34;&gt;https://www.asahi.com/ajw/articles/15025294#:~:text=Public%20bathhouses%20are%20swiftly%20disappearing,to%20the%20Tokyo%20metropolitan%20government&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:55&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:56&#34;&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Fuel Crisis Forces Syrians to Use Public Baths&amp;rdquo;, Sputnik International, 2023. &lt;a href=&#34;https://sputnikglobe.com/20230131/fuel-crisis-forces-syrians-to-use-public-baths-1106687250.html&#34;&gt;https://sputnikglobe.com/20230131/fuel-crisis-forces-syrians-to-use-public-baths-1106687250.html&lt;/a&gt; See also: &amp;ldquo;Aleppo bathhouse boom as Syria crisis turns showers cold&amp;rdquo;, Africanews, 2021. &lt;a href=&#34;https://www.africanews.com/2021/12/30/aleppo-bathhouse-boom-as-syria-crisis-turns-showers-cold/&#34;&gt;https://www.africanews.com/2021/12/30/aleppo-bathhouse-boom-as-syria-crisis-turns-showers-cold/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:56&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:57&#34;&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Why we need to bring back the art of communal bathing&amp;rdquo;. Jamie Mackay, Aeon Magazine, 2016. &lt;a href=&#34;https://aeon.co/ideas/why-we-need-to-bring-back-the-art-of-communal-bathing&#34;&gt;https://aeon.co/ideas/why-we-need-to-bring-back-the-art-of-communal-bathing&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:57&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:58&#34;&gt;
&lt;p&gt;Dies gilt insbesondere für Westeuropa, wo der Widerstand so stark wurde, dass das Badehaus in einigen Regionen zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert schließlich verschwand. &lt;sup id=&#34;fnref8:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Gründe für das zeitweilige Aussterben des Badens in Westeuropa - ein einzigartiges Phänomen in der Weltgeschichte - sind unter Historikern umstritten. Einige verweisen auf den Druck der katholischen und protestantischen Kirche, die die mittelalterlichen Badeanstalten zunehmend als Orte der Unmoral und Sünde ansahen. &lt;sup id=&#34;fnref1:59&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:59&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;59&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Andere sehen die Ursache in Epidemien oder verweisen auf veränderte medizinische Ansichten - Ärzte hielten heißes Wasser und Dampf nicht mehr für gesund. &lt;sup id=&#34;fnref9:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Opposition gab es schon, bevor die organisierte Religion aufkam. Der antike römische Philosoph Seneca stand den großen römischen Bädern kritisch gegenüber und schrieb mehrere Tiraden gegen sie. Er beklagte sich über den Lärm in den Thermen und beschuldigte sie der Extravaganz und des Hedonismus. Siehe z.B.: Moralische Briefe an Lucilius von Seneca. Brief 86. Über die Villa des Scipio. &lt;a href=&#34;https://en.wikisource.org/wiki/Moral_letters_to_Lucilius/Letter_86&#34;&gt;https://en.wikisource.org/wiki/Moral_letters_to_Lucilius/Letter_86&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:58&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:59&#34;&gt;
&lt;p&gt;Im antiken Rom erlaubten einige Badehäuser gemischtes Baden, während andere die männlichen und weiblichen Badegäste trennten. Prostitution war legal, aber die Tatsache, dass die Frau eines Mannes mit anderen Männern gebadet hatte, war ein legitimer Grund für eine Scheidung. &lt;sup id=&#34;fnref9:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Im muslimischen Spanien wurden erhebliche Geldstrafen gegen Männer verhängt, die sich an Tagen, die den Frauen vorbehalten waren, ins Badehaus schlichen oder beim Spionieren durch die Fenster des Gebäudes erwischt wurden. Frauen riskierten ihre rechtlichen Ansprüche, wenn sie dasselbe taten. Auf den Missbrauch einer Frau in einem Badehaus, selbst wenn er verbal erfolgte, stand die Todesstrafe. Siehe: Powers, James F. &amp;ldquo;Frontier municipal baths and social interaction in thirteenth-century Spain.&amp;rdquo; The American Historical Review 84.3 (1979): 649.667. In den niederländischen Provinzen des Mittelalters unterschieden die Behörden zwischen „ehrlichen“ und „unehrlichen“ Badehäusern. Um die Qualität der „ehrlichen“ Badehäuser zu erhalten, schafften sie das gemischte Baden ab, legten Regeln für die Bademädchen fest und machten die Prostitution im Badehaus illegal. &lt;sup id=&#34;fnref10:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:59&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:59&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:60&#34;&gt;
&lt;p&gt;Es besteht kein Zweifel daran, dass öffentliche Badehäuser ein Übertragungsfaktor bei früheren Epidemien waren. Medizinische Traktate rieten sogar vom Besuch des Badehauses ab. Dennoch blieben fast alle Bäder geöffnet, sehr wahrscheinlich, weil sie als eine Dienstleistung angesehen wurden, die zu wichtig war, um sie aufzugeben. Zumindest war dies in den mittelalterlichen Niederlanden und im Römischen Reich der Fall, siehe: &lt;sup id=&#34;fnref11:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:21&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:21&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;21&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:60&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:61&#34;&gt;
&lt;p&gt;Wie man wieder nachhaltig Energie aus Biomasse bekommt Kris De Decker, Low-tech Magazine, September 2020. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2020/09/how-to-make-biomass-energy-sustainable-again/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/de/2020/09/how-to-make-biomass-energy-sustainable-again/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:61&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:62&#34;&gt;
&lt;p&gt;Darüber hinaus wurde das Hypokaustum im Mittelalter weiter verbessert, so dass es noch energieeffizienter als zur Zeit der Römer gemacht werden konnte. Siehe: Heat storage hypocausts: air heating in the middle ages, Kris De Decker, Low-tech Magazine, March 2017. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2017/03/heat-storage-hypocausts-air-heating-in-the-middle-ages/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/2017/03/heat-storage-hypocausts-air-heating-in-the-middle-ages/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:62&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:63&#34;&gt;
&lt;p&gt;Heizen sie ihr Haus mit einer mechanischen Windkraftanlage, Kris De Decker, Low-tech Magazine, February 2019. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/02/heat-your-house-with-a-mechanical-windmill/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/de/2019/02/heat-your-house-with-a-mechanical-windmill/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:63&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:64&#34;&gt;
&lt;p&gt;Forscher der Universität Stuttgart haben beispielsweise ein hybrides Speichersystem entwickelt, das aus einem Druckwasser- und einem Dampfbehälter besteht und als Speicher für Sonnenenergie dient. Der Dampf kann jederzeit in einer Sauna abgelassen werden, während das Wasser zum Heizen des Raumes dient. Siehe: Schaefer, M., et al. &amp;ldquo;Development of a zero-energy-sauna: Simulation study of thermal energy storage.&amp;rdquo; Energy and Buildings 256 (2022): 111659.  &lt;a href=&#34;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0378778821009439&#34;&gt;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0378778821009439&lt;/a&gt;. Ein ganz &amp;rsquo;low-tech&amp;rsquo; Beispiel ist die „Solauna“, die allein mit Sonnenwärme arbeitet, indem man im Wesentlichen einen sehr großen und gut isolierten Solarkastenherd baut. Siehe: &lt;a href=&#34;https://www.biopiscinas.pt/en/solar-sauna/&#34;&gt;https://www.biopiscinas.pt/en/solar-sauna/&lt;/a&gt;. „Lytefire“ erzeugt Hitze und Dampf durch Sonnenlicht, das von Spiegeln auf eine Metallplatte oder einen Beutel mit Steinen konzentriert wird. Siehe: &lt;a href=&#34;https://lytefiresauna.com/en&#34;&gt;https://lytefiresauna.com/en&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:64&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:65&#34;&gt;
&lt;p&gt;Siehe: &lt;a href=&#34;https://www.designboom.com/architecture/bao-split-bathhouse/&#34;&gt;https://www.designboom.com/architecture/bao-split-bathhouse/&lt;/a&gt;. Ein weiteres Beispiel ist ein 2004 gebautes Badehaus im Ostiran, das mit zwei Solarkollektorfeldern (insgesamt 195 m2) und zwei wärmeisolierten Speichern (je 3 m3) betrieben wird. Die Anlage liefert Warmwasser für zwölf Duschen und vier Bäder und deckt damit den Warmwasserbedarf von 150 Personen pro Tag. Quelle: Azad, E. &amp;ldquo;Design, installation and operation of a solar thermal public bath in eastern iran.&amp;rdquo; Energy for Sustainable Development 16.1 (2012): 68-73. Researchers are also investigating the combined use of biomass furnaces and solar thermal collectors for hammams in Morocco. See: Krarouch, M., et al. &amp;ldquo;Simulation of floor heating in a combined solar-biomass system integrated in a public bathhouse located in Marrakech.&amp;rdquo; IOP Conference Series: Materials Science and Engineering. Vol. 353. No. 1. IOP Publishing, 2018. Siehe auch:  Mohamed, Krarouch, and Haller Michel. &amp;ldquo;Design optimisation of a combined pellets and solar heating systems for water heating in a public bathhouse.&amp;rdquo; Energy Reports 6 (2020): 1628-1635. Siehe auch: Sibley, Magda, Camilla Pezzica, and Chris Tweed. &amp;ldquo;Eco-hammam: the complexity of accelerating the ecological transition of a key social heritage sector in Morocco.&amp;rdquo; Sustainability 13.17 (2021): 9935. Siehe auch: Zbaidi, Mourad, et al. &amp;ldquo;Improving the Energy Efficiency of a Traditional Hammam by Using Two Types of Heat Exchanger.&amp;rdquo; International Journal on Engineering Applications 11.6 (2023).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:65&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:66&#34;&gt;
&lt;p&gt;How (Not) to Run a Modern Society on Solar and Wind Power Alone, Kris De Decker, Low-tech Magazine, September 2017. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2017/09/how-not-to-run-a-modern-society-on-solar-and-wind-power-alone/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/2017/09/how-not-to-run-a-modern-society-on-solar-and-wind-power-alone/&lt;/a&gt; Siehe auch: Battery Killers: Grid-Interactive Water Heaters, Kris De Decker, No Tech Magazine, May 2015. &lt;a href=&#34;https://www.notechmagazine.com/2015/05/battery-killers-grid-interactive-water-heaters.html&#34;&gt;https://www.notechmagazine.com/2015/05/battery-killers-grid-interactive-water-heaters.html&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:66&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;
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    </item>
    
    <item>
      <title>Wie Windenergie wieder nachhaltig werden kann</title>
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      <pubDate>Sun, 02 Jun 2019 00:00:00 +0000</pubDate>
      
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      <description>&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/how-to-make-wind-power-sustainable-again/images/dithers/forest-of-wind-turbines_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Eva Miquel für Low-tech Magazine.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Eva Miquel für Low-tech Magazine. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Mehr als zweitausend Jahre lang wurden Windmühlen aus recycelbaren und wiederverwertbaren Materialien gefertigt: Holz, Stein, Backstein, Segeltuch, und Metall. Die Materialien veränderten sich auch nicht, als in den 1880er Jahren die neuartigen Windmühlen auftauchten, die Strom erzeugen konnten. Erst mit dem Aufmarsch von Rotorblättern aus Kunststoff in den 1980er Jahren wurde Windenergie zur Quelle von toxischem Abfall, der auf Deponien landet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neue Technologien der Holzproduktion und neue Entwürfe ermöglichen es mittlerweile größere Windkraftanlagen beinahe wieder vollständig aus Holz zu bauen – nicht nur die Rotorblätter, sondern auch das restliche Konstrukt. So könnte man das Abfallproblem lösen und die Herstellung von Windanlagen von fossilen Brennstoffen und Materialien aus Minen größtenteils unabhängig machen. Ein Wald inmitten der Windkraftanlagen könnte das Holz für die kommenden Generationen von Anlagen liefern.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;wie-nachhaltig-ist-ein-rotorblatt&#34;&gt;Wie nachhaltig ist ein Rotorblatt?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Windkraftanlagen werden zu den sauberen und nachhaltigen Energiequellen gezählt. Obwohl sie in der Tat weniger CO2 ausstoßen als Anlagen, die fossile Brennstoffe nutzen, erzeugen auch sie jede Menge Abfall. Das übersieht man leicht, da ungefähr 90% der gesamten Masse einer Windkraftanlage aus Stahl ist und sich hauptsächlich im Turm konzentriert. Stahl ist wiederverwertbar. Das erklärt, wieso Windkraftanlagen so schnell die Energie zurückgewinnen, die nötig ist, um sie zu bauen – der wiederverwertete Stahl kann bei der Herstellung von neuen Bestandteilen genutzt werden. Das spart viel Energie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Rotorblätter anderseits werden aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt, der voluminös ist und nicht recycelt werden kann. Obwohl die Masse im Vergleich zur gesamten Masse einer Windkraftanlage klein ist, sollte sie nicht unterschätzt werden. Ein 60m langes Rotorblatt wiegt 17 Tonnen, was bedeutet, dass die drei Rotorblätter von einer 5-MW-Windkraftanlage alleine mehr als 50 Tonnen nicht recyclebaren Abfall produzieren.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/how-to-make-wind-power-sustainable-again/images/dithers/wind-turbine-blade_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Ein Rotorblatt aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Quelle: Gurit.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Ein Rotorblatt aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Quelle: [Gurit](https://www.gurit.com/Our-Business/Industries--Markets/Wind). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Ein Rotorblatt besteht normalerweise aus einer Kombination von Epoxidharz – ein Petroleum-Produkt – verstärkt durch Glasfasern. Die Blätter sind zudem gefüllt mit Materialien auf Kunststoffbasis, zum Beispiel teilvernetztem PVC-Schaum, und umhüllt von einer Schutzschicht auf Polyurethan-Basis.&lt;sup id=&#34;fnref:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:4&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:4&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zum Stahl des Turmes kann das Plastik der Rotorblätter nicht recycelt werden, um neue Blätter herzustellen. Das Material kann man nur “downcyceln”, indem man es beispielsweise schreddert. Dabei gehen die Fasern jedoch kaputt und eignen sich dann nur noch als Füllmaterial für die Produktion von Zement oder Asphalt. Andere Methoden werden noch erforscht, aber sie stoßen bis jetzt immer wieder auf dasselbe Problem: Niemand will das “recycelte” Material haben. Einige Architekten haben die Rotorblätter wiederverwendet, indem sie damit &lt;a href=&#34;https://www.notechmagazine.com/2015/02/a-world-made-of-rotor-blades.html&#34;&gt;Bänke oder Spielplätze gebaut haben&lt;/a&gt;. Aber wir können nicht alles aus Rotorblättern anfertigen!&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Schon allein die Rotorblätter einer 5-MW-Windkraftanlage produzieren mehr als 50 Tonnen nicht recycelbaren Abfalls.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wegen der begrenzten Möglichkeiten zum Recyceln und Wiederverwerten werden Rotorblätter normalerweise auf Deponien entsorgt (in den USA), oder verbrannt (in der EU). Letzteres ist auch nicht nachhaltiger, da das Verbrennen der Rotorblätter nur einen Teil des Materials reduziert (60% bleiben als Asche übrig) und der Rest verschmutzt die Luft. Es kann außerdem kaum Energie zurückgewonnen werden, da Glasfaser ohnehin nicht brennbar ist. &lt;sup id=&#34;fnref1:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:4&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:4&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;müllentsorgung-mit-25-jahren-verspätung&#34;&gt;Müllentsorgung mit 25 Jahren Verspätung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die meisten der ca. 250.000 Windkraftanlagen, die momentan weltweit in Betrieb sind, wurden vor weniger als 25 Jahren installiert, was ihrer voraussichtlichen Lebensdauer entspricht. Das schnelle Wachstum von Windenergie in den letzten zwei Jahrzehnten wird bald einen zwar verspäteten, aber stetig wachsenden Strom von Abfallprodukten zur Folge haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Europa zum Beispiel steigt der Anteil an Windkraftanlagen, die älter als 15 Jahre sind, von 12 % in 2016 auf 28 % in 2020 an. In Deutschland, Spanien und Dänemark beläuft sich ihr Anteil sogar schon auf 41 - 57 %. Im Jahr 2020 alleine werden diese Länder zwischen 6.000 und 12.000 Rotorblätter entsorgen müssen. &lt;sup id=&#34;fnref:5&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:5&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img  vertical&#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/how-to-make-wind-power-sustainable-again/images/dithers/old-fashioned-windmill-sail_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Die Flügel von altmodischen Windmühlen wurden gänzlich aus recycelbaren Materialien hergestellt. Bild: Rasbak (CC BY-SA 3.0)&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Die Flügel von altmodischen Windmühlen wurden gänzlich aus recycelbaren Materialien hergestellt. Bild: Rasbak (CC BY-SA 3.0) 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Entsorgte Rotorblätter werden nicht nur immer zahlreicher sondern auch größer, da Rotorblätter mit stets größerem Umfang im Trend liegen. Windkraftanlagen vor 25 Jahren hatten ca. 15 - 25m lange Rotorblätter, wohingegen die heutigen Rotorblätter zwischen 75 - 80m oder länger sind.&lt;sup id=&#34;fnref2:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Schätzungen auf Basis von aktuellen Wachstumsprognosen für Windenergie suggerieren, dass der Abfall aus Rotorblättern sich bis 2028 auf 330.000 Tonnen jährlich belaufen wird und bis 2040 sogar auf 418.000 Tonnen pro Jahr.&lt;sup id=&#34;fnref2:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das schnelle Wachstum von Windenergie in den letzten zwei Jahrzehnten wird bald einen zwar verspäteten, aber stetig wachsenden Strom von Abfallprodukten zur Folge haben.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Diese Schätzungen sind konservativ, da es zum einen immer wieder defekte Rotorblätter gibt und zum anderen neue Innovationen dazu führen, dass viele der Blätter weit vor ihrem Verfallsdatum ausgetauscht werden – gegen effizientere Rotorblätter mit verbessertem Energieertrag.&lt;sup id=&#34;fnref3:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Außerdem stammt diese Abfallmenge von Windkraftanlagen, die zwischen 2005 und 2015 installiert wurden, als Windenergie gerade mal 4% der globalen Energiequellen ausmachte. Würde Windenergie die gewünschten 40% des (heutigen) globalen Energievierbauchs decken, wären es drei bis vier Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;die-geschichte-der-windmühlenflügel&#34;&gt;Die Geschichte der Windmühlenflügel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Geschichte der Windenergie macht deutlich, dass Plastik als Bestandteil eigentlich nicht zwingend notwendig ist. Die Nutzung von Wind zur mechanischen Erzeugung von Energie geht auf die Antike zurück und die ersten stromerzeugenden Windmühlen – die heute Windkraftanlagen heißen – wurden um 1880 gebaut. Glasfaser-Rotorblätter wurden allerdings erst in den 1980er Jahren populär. 2000 Jahre lang waren Windmühlen, ganz gleich aus welchem Material, also komplett recycelbar.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/how-to-make-wind-power-sustainable-again/images/dithers/la-cour-wind-turbine_dithered.png&#34; alt=&#39;Die Windmühlen in Europa, die von Paul La Cour in Dänemark gebaut wurden, hatten traditionelle Holzflügel. Bild: Image: Paul La Cour Museum.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Die Windmühlen in Europa, die von Paul La Cour in Dänemark gebaut wurden, hatten traditionelle Holzflügel. Bild: Image: Paul La Cour Museum. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Traditionelle Windmühlen hatten Türme, die aus Holz, Stein oder aus Backstein gebaut wurden. Ihre Flügel wurden normalerweise aus einem Holzgerüst gefertigt, an dem die Segel oder Holzklappen befestigt wurden. Später wurden Teile der Windmühlen zunehmend aus Eisen hergestellt – ebenfalls ein recycelbares Material.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotz sich wandelnder Designs ab dem 18. Jahrhundert haben sich &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2009/10/wind-powered-factories-history-and-future-of-industrial-windmills/&#34;&gt;die Materialien der Flügel nicht groß verändert&lt;/a&gt;, abgesehen von der Anwendung von Aluminium ab dem 20. Jahrhundert, das jedoch auch recycelbar ist.&lt;sup id=&#34;fnref:7&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:7&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;7&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;] Im Gegensatz zu modernen Windkraftanlagen, die regelmäßig komplett erneuert werden müssen, konnten traditionelle Windmühlen durch stetige Wartung und Reparatur über Jahrzehnte hinweg genutzt werden, manchmal sogar jahrhundertelang.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die Geschichte der Windenergie macht deutlich, dass Plastik kein notwendiges Material ist.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die erste Windkraftanlage in den USA von Charles F. Brush hatte einen Rotordurchmesser von 17m, mit 144 dünnen Blättern aus Zedernholz. Die erste Windkraftanlage in Europa von Paul La Cour in Dänemark hatte vier traditionelle Holzflügel mit einem Rotordurchmesser von 22,8m.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La Cours Design wurde von lokalen dänischen Unternehmen kopiert, was dazu führte, dass zwischen 1900 und 1920 tausende Windkraftanlagen auf dänischen Farmen gebaut wurden. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden auch dutzende experimentelle Windkraftanlagen gebaut, manche mit Stahlflügeln, wie das US-amerikanische Smith-Putnam-Modell von 1939.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img  vertical&#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/how-to-make-wind-power-sustainable-again/images/dithers/gedser-wind-turbine_dithered.png&#34; alt=&#39;Eine Struktur aus Stahldraht stabilisierte die drei Rotorblätter der Gedser Windkraftanlage.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Eine Struktur aus Stahldraht stabilisierte die drei Rotorblätter der Gedser Windkraftanlage. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;1957 baute Johannes Juul, ein Schüler von Paul La Cour, die Gedser Windkraftanlage mit drei Rotorblättern. Die Anlage hatte einen Rotordurchmesser von 24m und wurde zusammengehalten von einem Stahlgerüst, das für extra Stabilität der Rotorblätter sorgte. Die Rotorblätter wurden aus Stahl konstruiert, mit Aluminium umhüllt und gestützt durch Holzrippen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis Mitte der 1980er galt die Gedser Windkraftanlage als die erfolgreichste. Sie war ohne Wartung 11 Jahre in Betrieb und generierte bis zu 360.000 kWh pro Jahr, aber sie wurde nicht repariert, als ein Lager ausfiel. Als die Turbine in den späten 1970ern getestet und überholt wurde, stellte sich heraus, dass sie besser funktionierte als die ersten Windkraftanlagen mit Rotorblättern aus Kunststoff.&lt;sup id=&#34;fnref:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:9&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:9&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;9&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;die-größe-spielt-eine-rolle&#34;&gt;Die Größe spielt eine Rolle&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die erste Windkraftanlage mit Rotorblättern aus Kunststoff wurde 1978 in Dänemark installiert, wo sie eine Schule mit Strom versorgte. Mit einem Rotordurchmesser von 54m war die Tvind Windkraftanlage damals die größte existierende Windkraftanlage. Nach 1980 wurden Rotorblätter aus Kunststoff zum Standard in Dänemark und das ‘Dänische Design’ wurde überall auf der Welt kopiert. Rotorblätter aus Kunststoff, so könnte man sagen, definieren die moderne Windkraftanlage. Das stellt uns vor ein Dilemma!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wechsel zu Rotorblättern aus Kunststoff hatte hauptsächlich mit dem Wunsch nach größeren Windkraftanlagen zu tun. Es gibt zwei Gründe, warum größere Anlagen die Kosten pro Kilowattstunde generierter Elektrizität verringern: die Windgeschwindigkeit nimmt in der Höhe zu und das Verdoppeln des Rotorradius vervierfacht den Energieertrag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wunsch nach immer größeren Windkraftanlagen treibt die Industrie seitdem voran. Der Rotordurchmesser ist von ca. 50m in den 1990ern auf bis zu 120m im Jahr 2000 angestiegen. Heute haben die größten Offshore-Windkraftanlagen einen Rotordurchmesser von mehr als 160m. In den Niederlanden wird gerade eine 12-MW-Windkraftanlage mit einem Rotordurchmesser von 220m gebaut. &lt;sup id=&#34;fnref3:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/how-to-make-wind-power-sustainable-again/images/dithers/improved-windmill-sail_dithered.png&#34; alt=&#39;Ein verbesserter Windmühlenflügel aus den 1940ern, gebaut und entworfen von P.L. Fauel. Bild: Rasbak (CC BY-SA 3.0)&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Ein verbesserter Windmühlenflügel aus den 1940ern, gebaut und entworfen von P.L. Fauel. Bild: Rasbak (CC BY-SA 3.0) 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Je größer die Rotorblätter, desto größer auch die Masse der Blätter, wodurch immer leichtere Materialien benötigt werden. Gleichzeitig biegen sich größere Blätter auch leichter, wodurch ihre strukturelle Steifigkeit immer wichtiger wird, um eine optimale Aerodynamik zu erreichen und zu vermeiden, dass die Blätter den Turm streifen. Kurz gesagt, größere Windkraftanlagen mit längeren Rotorblättern stellen neue Anforderungen, was die Materialien betrifft, und diese übersteigen die Möglichkeiten von recycelbaren Materialien.&lt;sup id=&#34;fnref:11&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:11&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;11&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Windkraftanlagen sind effizienter geworden, aber weniger nachhaltig.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Größere Windkraftanlagen stellen neue Anforderungen, was die Materialien betrifft.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Dieser Trend schlägt sich nieder in der vermehrten Nutzung von kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, der noch stabiler, steifer und leichter ist als glasfaserverstärkter Kunststoff.&lt;sup id=&#34;fnref1:11&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:11&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;11&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das Nutzen von Kohlenstofffasern, was das Recyceln noch weiter erschwert, ist bei großen Rotorblättern zum Standard geworden – vor allem in Bereichen, die großer Belastung ausgesetzt sind, wie zum Beispiel die Wurzel des Blattes. Wir haben demnach ein neue Phase erreicht, in der Rotorblätter so groß sind, dass sie nicht einmal mehr aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt werden können.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;das-rotorblatt-neu-erfinden&#34;&gt;Das Rotorblatt neu erfinden&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine Industrie, die sich selbst nachhaltig und erneuerbar nennen will, sollte nicht jährlich Millionen Tonnen Plastikabfall produzieren. Wäre es denn möglich Rotorblätter aus recyclebaren Materialien zu bauen? Wie groß könnten diese Anlagen sein? Inwieweit lassen sich Effizienz und Nachhaltigkeit miteinander vereinen?&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/how-to-make-wind-power-sustainable-again/images/dithers/bilau-sails_dithered.png&#34; alt=&#39;Ein verbesserter Windmühlenflügel aus den 1930ern, entworfen von Kurt Bilau. Der Turm ist aus Stein, die Segel aus Holz und Aluminium. Bild: Frank Vincentz (CC BY-SA 3.0).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Ein verbesserter Windmühlenflügel aus den 1930ern, entworfen von Kurt Bilau. Der Turm ist aus Stein, die Segel aus Holz und Aluminium. Bild: Frank Vincentz (CC BY-SA 3.0). 
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&lt;p&gt;Die meiste Forschung zu nachhaltigeren Rotorblättern bleibt bei Kunststoff als Hauptmaterial. &amp;ldquo;Thermoplaste&amp;rdquo;, wie zum Beispiel PVC, können geschmolzen und wiederverwendet werden, was es ermöglicht, die Rotorblätter zu recyceln, um neue herzustellen, selbst vor Ort. Da das Material aber nicht so belastbar ist, waren die gebauten Rotorblätter bis jetzt noch nicht größer als 9m.&lt;sup id=&#34;fnref4:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:13&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:13&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;13&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein weiterer Bereich ist der Erforschung von Holz- oder Flachsfasern als Alternative zu Glasfasern gewidmet. Diese Rotorblätter können zwar größer werden, aber sie sind nur minimal nachhaltiger als die Glasfaser-Epoxidharz-Rotorblätter.&lt;sup id=&#34;fnref:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Denn das aus Petroleum gewonnene Epoxidharz ist besonders schädlich und Produkte, die auf natürlichen Fasern basieren, absorbieren mehr davon als Glasfaserprodukte.&lt;sup id=&#34;fnref:16&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:16&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;16&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die Länge von Holz-Rotorblättern ist nicht mehr abhängig von der Verfügbarkeit großer Bäume von einheitlicher Qualität.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Manche Ingenieure und Wissenschaftler wählen andere Wege und konzentrieren sich auf traditionellere Holzkonstruktionen. Für kleine Windkraftanlagen &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/reinventing-the-small-wind-turbine/&#34;&gt;können die Rotorblätter aus solidem Holz geschnitzt werden&lt;/a&gt;. Für größere Windkraftanlagen können die Rotorblätter aus einer leeren aerodynamischen Hülle mit einem inneren Gerüst aus Rippen und einem Holm als Stütze konstruiert werden – allesamt aus laminiertem Furnierholz.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;laminiertes-furnierholz&#34;&gt;Laminiertes Furnierholz&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Laminiertes Furnierholz, bei dem das Holz zuerst vom Baum geschält und dann in dünnen Schichten wieder aneinander geleimt wird, ist ein Holzprodukt, das in den 1980ern auftauchte und das einen wichtigen Vorteil gegenüber Massivholzprodukten bietet. Die Beschaffenheit des Holzes kann innerhalb eines Baumes variieren. Deswegen war die Länge der Holme aus Holz, die in vorindustriellen Windmühlen eingesetzt wurden, abhängig von der Verfügbarkeit von ausreichend großen Bäume einheitlicher Qualität. Die größte traditionelle Windmühle, die je gebaut wurde – die ‘Murphy Mill’ in San Francisco (1900) – hatte einen Rotordurchmesser von 35m.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/how-to-make-wind-power-sustainable-again/images/dithers/patent-sails_dithered.png&#34; alt=&#39;Verbesserte Windmühlenflügel aus den 1940ern. Bild: Reboelje.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Verbesserte Windmühlenflügel aus den 1940ern. Bild: Reboelje. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz dazu verteilt der Prozess des Furnierens Defekte im Holz, wie zum Beispiel Knoten, gleichmäßig und gewährleistet somit eine bessere Steifigkeit. Dadurch wird es möglich, größere Rotorblätter aus Holz zu bauen.&lt;sup id=&#34;fnref2:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Laminiertes Holz ist viel günstiger und leichter als Glasfaser. Da Rotorblätter vor allem ihr eigenes Gewicht aushalten müssen und Holz leichter als Glasfaser ist, müssen Holzrotorblätter nicht so stark und steif wie Glasfaserblätter sein.&lt;sup id=&#34;fnref3:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Nichtsdestotrotz ist es aufgrund der geringen Steifigkeit von Holz schwer, das Durchbiegen bei sehr großen Rotorblättern zu verhindern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Studie aus 2017 zu einer 5-MW-Windkraftanlagen mit 61,5m langen Rotorblättern, die an der  UmassAmherst in den USA durchgeführt wurde, hat errechnet: Für eine ausreichende Steifigkeit muss ein Rotorblatt aus laminiertem Furnierholz eine Laminatschicht von über 50cm aufweisen und 2,8 Mal schwerer sein als sein Kunststoff-Gegenpart (48 statt 17 Tonnen Gewicht).&lt;sup id=&#34;fnref4:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Obwohl es also technisch möglich ist, Rotorblätter aus Holz zu bauen, die über 60m groß sind, ist dies nicht besonders praktikabel. Mit schwereren Rotorblättern müssen die Windkraftanlagen viel robuster gebaut werden, wodurch sowohl die Kosten als auch der Verbrauch anderer Rohstoffe steigen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;das-beste-aus-zwei-welten&#34;&gt;Das Beste aus zwei Welten?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es gibt zwei mögliche Lösungen für dieses Problem: Die erste wäre ein Rotorblatt zu entwerfen, das hauptsächlich aus laminiertem Furnierholz besteht, aber gestützt wird durch Holme aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, mit einer zusätzlichen Außenschicht von glasfaserverstärktem Kunststoff. In der oben genannten Studie wurde errechnet, dass ein Holz-Kohlenstoff-Kombinationsrotorblatt steif genug ist, um bei einer 5-MW-Windkraftanlage eine Länge von 61,5m zu erreichen, und 3 Tonnen leichter wäre als ein Glasfaserrotorblatt.&lt;sup id=&#34;fnref5:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Eine andere Studie zu einem Holz-Kohlenstoff-Rotorblatt kommt zu einer ähnlichen Schlussfolgerung, aber in diesem Fall ist das Holz-Kohlenstoff-Rotorblatt etwas schwerer als das Kunststoff-Blatt.&lt;sup id=&#34;fnref1:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ein Rotorblatt aus Furnierholz und kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff kann mit einer Länge von über 60m gebaut werden.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Holz-Kohlenstoff-Rotorblätter enthalten weniger Kunststoff und der Kunststoff ist nicht mit dem Holz im Inneren des Rotorblatts verwebt, sondern deutlich davon getrennt, wodurch das Wiederverwerten, Recyceln oder Verbrennen des Rotorblatts einfacher wird. Laut den genannten Studien enthält ein solches Rotorblatt allerdings immer noch 2,5 &lt;sup id=&#34;fnref2:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; - 6,2 &lt;sup id=&#34;fnref6:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Tonnen Kunststoff, was bedeutet, dass die drei Rotorblätter einer 5-MW-Windkraftanlage 7,5 -18,4 Tonnen nicht recycelbaren Abfall produzieren würden – verglichen mit den 50 Tonnen eines gewöhnlichen Rotorblatts.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;dann-doch-lieber-kleine-windkraftanlagen&#34;&gt;Dann doch lieber kleine Windkraftanlagen?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Den Umweltschaden, den Kohlenstoff-Epoxidharz-Holme verursachen, könnte man vielleicht akzeptieren, wenn man ihn mit dem größeren Schaden vergleicht, den konventionelle Windkraftanlagen anrichten. Aber das Problem des Abfalls wäre immer noch nicht gelöst und das stetige Wachstum der Windenergie-Branche würde nach wie vor mit immer mehr Abfall einhergehen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/how-to-make-wind-power-sustainable-again/images/dithers/carbon-spar-caps_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Ein Rotorblatt aus laminiertem Holz mit Holmkappen aus Kohlenstoff.[^14]&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Ein Rotorblatt aus laminiertem Holz mit Holmkappen aus Kohlenstoff.[^14] 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Alternativ könnten wir das Thema Nachhaltigkeit auch ambitionierter angehen und Rotorblätter wieder komplett aus Holz bauen – auch wenn das bedeutet, dass sie kleiner sind. Es gibt nämlich ein weiteres Argument dafür, den Fokus auf Effizienz in Frage zu stellen: Die geringe Nachhaltigkeit liegt nicht nur an den Rotorblättern. Andere Teile der Windkraftanlagen werden in zunehmenden Maße auch aus Kunststoff hergestellt, wie zum Beispiel die Gondel, die den Generator schützt, oder die Nabe.&lt;sup id=&#34;fnref5:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref4:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:4&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:4&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weitere Trends sind die zunehmende Nutzung von Elektronik, die &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2009/06/the-monster-footprint-of-digital-technology/&#34;&gt;nicht recycelt werden kann&lt;/a&gt;, und von Dauermagnet-Generatoren aus seltenen Rohstoffen, was verglichen mit einer mechanischen Lösung zwar Kosten spart, aber dafür destruktiven Bergbau voraussetzt. Größere Windkraftanlagen töten zudem mehr Vögel und Fledermäuse.&lt;sup id=&#34;fnref:18&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:18&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;18&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Mit wenigen Einschnitten bei der Effizienz würden wir viel zur Nachhaltigkeit beitragen.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Mit wenigen Einschnitten bei der Effizienz würden wir viel zur Nachhaltigkeit beitragen. Die Befürworter von Windenergie sind da wahrscheinlich anderer Meinung. Denn dies bedeutet auch, dass die Windenergie nicht mehr mit fossilen Brennstoffen konkurrieren kann. Der sich verteuernden Windenergie könnte aber mit höheren Preisen für fossile Brennstoffe begegnet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das eigentliche Problem ist, dass wir billige fossile Brennstoffe als Maßstab nehmen, um die Wirtschaftlichkeit von Windenergie zu bemessen. Durch den Vergleich mit fossilen Brennstoffen – und ausgehend von einem Lebensstil, der erst durch fossile Brennstoffe möglich wurde – wird Windenergie in zunehmenden Maße schädlich für die Umwelt. Wenn wir den allgemeinen Energiebedarf senken würden, wären kleinere und weniger effiziente Windkraftanlagen kein Problem.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/how-to-make-wind-power-sustainable-again/images/dithers/first-american-wind-turbine_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Die erste Windkraftanlage in den USA von Charles F. Brush hatte einen Rotordurchmesser von 17m, mit 144 dünnen Blättern aus Zedernholz.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Die erste Windkraftanlage in den USA von Charles F. Brush hatte einen Rotordurchmesser von 17m, mit 144 dünnen Blättern aus Zedernholz. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Wie groß könnten Rotorblätter aus Furnierholz werden? Niemand scheint es wirklich zu wissen. Ich habe Rachel Koh befragt, die Wissenschaftlerin, die die Berechnungen zu dem 61,5m Holzrotorblatt gemacht hat, aber auch sie konnte nicht weiterhelfen: „Ich habe das Modell nur für eine 5-MW-Windkraftanlage entwickelt“, schreibt Koh. „Es wäre hypothetisch möglich, eine neue Studie zu konzipieren, um die Frage zu beantworten, aber das ist kein kleines Unterfangen.“ Sie wies zudem darauf hin, dass es möglich sei, mit innovativen Herstellungsmethoden die Steifigkeit von Holzlaminaten weiter zu verbessern.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;ein-wald-von-windkraftanlagen&#34;&gt;Ein Wald von Windkraftanlagen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ob wir uns für große Holz-Kohlenstoff-Rotorblätter oder für kleinere nur aus Holz bestehende Rotorblätter entscheiden, in beiden Fällen könnte man den Turm und auch die Gondel aus laminierten Holzprodukten anfertigen. 2012 hat die deutsche Firma TimberTower für eine 1,5-MW-Windkraftanlage einen 100m hohen Turm aus laminiertem Holz gebaut. Ein Turm aus Holz scheint auf den ersten Blick natürlich etwas unsinnig, da er einen Teil des Konstruktes ersetzt, der sowieso schon recycelt werden kann. Eine Windkraftanlage, die fast ganz aus Holz gebaut ist, bietet aber noch andere Vorteile.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/how-to-make-wind-power-sustainable-again/images/dithers/forest-detail_dithered.png&#34; alt=&#39;Illustration: Eva Miquel für Low-tech Magazine.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Illustration: Eva Miquel für Low-tech Magazine. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Die Verwendung von Holz könnte die Herstellung von Windkraftanlagen von fossilen Brennstoffen und Minen unabhängig machen, ausgenommen der Zahnräder und der nötigen Elektronik (und es geht sogar noch nachhaltiger, wenn Windenergie für die &lt;a href=&#34;&#34;&gt;direkte mechanische&lt;/a&gt; Energiegewinnung genutzt wird.)&lt;sup id=&#34;fnref:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Holzwindkraftanlagen könnten außerdem CO2 aus der Atmosphäre speichern, das die Bäume, die ihre Bestandteile liefern, gebunden haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem könnte das Gelände zwischen den Windkraftanlagen, das sich nicht als Wohngebiet eignet, genutzt werden, um Wälder anzupflanzen, die wiederum das Holz für die nächste Generation an Windkraftanlagen liefern. Das Holz könnte vor Ort gesägt und verarbeitet werden, was den Energieverbrauch verringert, der normalerweise mit dem Transport von Bestandteilen einhergeht. Die benötigte Energie, um die Laminate herzustellen und um die neuen Anlagen zu bauen, könnten von den Anlagen im Park selbst sowie aus der Biomasse des Waldes kommen. Wenn die Rotorblätter wirklich nur aus Holz gefertigt würden, könnten Windkraftanlagen tatsächlich zu einem Paradebeispiel für die &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2018/11/how-circular-is-the-circular-economy/&#34;&gt;Kreislaufwirtschaft&lt;/a&gt; werden.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;und-was-ist-mit-solarzellen&#34;&gt;Und was ist mit Solarzellen?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der nächste Artikel wird sich der Nachhaltigkeit der Solarzellen widmen. Ist toxischer und nicht recycelbarer Abfall ein inhärenter Bestandteil der Solarenergie? Könnte man Solarzellen aus nachhaltigen Materialien anfertigen? Welche Folgen hätte das für die Bezahlbarkeit und Effizienz von Solarenergie?&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;footnotes&#34; role=&#34;doc-endnotes&#34;&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li id=&#34;fn:1&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ramirez-Tejeda, Katerin, David A. Turcotte, and Sarah Pike. &amp;ldquo;Unsustainable Wind Turbine Blade Disposal Practices in the United States: A Case for Policy Intervention and Technological Innovation.&amp;rdquo; NEW SOLUTIONS: A Journal of Environmental and Occupational Health Policy 26.4 (2017): 581-598. &lt;a href=&#34;http://docs.wind-watch.org/ramireztejeda2016-bladedisposal.pdf&#34;&gt;http://docs.wind-watch.org/ramireztejeda2016-bladedisposal.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:2&#34;&gt;
&lt;p&gt;Wilburn, David R. Wind energy in the United States and materials required for the land-based wind turbine industry from 2010 through 2030. US Department of the Interior, US Geological Survey, 2011. &lt;a href=&#34;https://pubs.usgs.gov/sir/2011/5036/sir2011-5036.pdf&#34;&gt;https://pubs.usgs.gov/sir/2011/5036/sir2011-5036.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:3&#34;&gt;
&lt;p&gt;Jensen, Jonas Pagh. &amp;ldquo;Evaluating the environmental impacts of recycling wind turbines.&amp;rdquo; Wind Energy 22.2 (2019): 316-326. &lt;a href=&#34;https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/we.2287&#34;&gt;https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/we.2287&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:4&#34;&gt;
&lt;p&gt;Martínez, Eduardo, et al. &amp;ldquo;Life cycle assessment of a multi-megawatt wind turbine.&amp;rdquo; Renewable energy 34.3 (2009): 667-673. &lt;a href=&#34;http://communityrenewables.org.au/wp-content/uploads/2013/02/Life-cycle-analysis-turbines_Renewable-Energy_2009.pdf&#34;&gt;http://communityrenewables.org.au/wp-content/uploads/2013/02/Life-cycle-analysis-turbines_Renewable-Energy_2009.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:4&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:4&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:4&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:5&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ziegler, Lisa, et al. &amp;ldquo;Lifetime extension of onshore wind turbines: A review covering Germany, Spain, Denmark, and the UK.&amp;rdquo;  Renewable and Sustainable Energy Reviews 82 (2018): 1261-1271. &lt;a href=&#34;https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1364032117313503&#34;&gt;https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1364032117313503&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:5&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:6&#34;&gt;
&lt;p&gt;Lefeuvre, Anaële, et al. &amp;ldquo;Anticipating in-use stocks of carbon fiber reinforced polymers and related waste flows generated by the commercial aeronautical sector until 2050.&amp;rdquo; Resources, Conservation and Recycling 125 (2017): 264-272. &lt;a href=&#34;https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921344917301775&#34;&gt;https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921344917301775&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:7&#34;&gt;
&lt;p&gt;De Decker, Kris. &amp;ldquo;Wind powered factories: history (and future) of industrial windmills.&amp;rdquo; Low-tech Magazine. Barcelona (2009). &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2009/10/wind-powered-factories-history-and-future-of-industrial-windmills/&#34;&gt;HERE&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:7&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:8&#34;&gt;
&lt;p&gt;The Rise of Modern Wind Energy: Wind Power for the World. Pan Stanford Publishing, 2013. &lt;a href=&#34;https://www.crcpress.com/Wind-Power-for-the-World-The-Rise-of-Modern-Wind-Energy/Maegaard-Krenz-Palz/p/book/9789814364935&#34;&gt;https://www.crcpress.com/Wind-Power-for-the-World-The-Rise-of-Modern-Wind-Energy/Maegaard-Krenz-Palz/p/book/9789814364935&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:9&#34;&gt;
&lt;p&gt;Lundsager, P., Sten Tronæs Frandsen, and Carl Jørgen Christensen. &amp;ldquo;Analysis of data from the Gedser wind turbine 1977-1979.&amp;rdquo; (1980). &lt;a href=&#34;http://orbit.dtu.dk/files/33441311/ris_m_2242.pdf&#34;&gt;http://orbit.dtu.dk/files/33441311/ris_m_2242.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:9&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:10&#34;&gt;
&lt;p&gt;Gupta, Ashwani K. &amp;ldquo;Efficient wind energy conversion: evolution to modern design.&amp;rdquo; Journal of Energy Resources Technology 137.5 (2015): 051201. &lt;a href=&#34;http://energyresources.asmedigitalcollection.asme.org/article.aspx?articleid=2211540&#34;&gt;http://energyresources.asmedigitalcollection.asme.org/article.aspx?articleid=2211540&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:11&#34;&gt;
&lt;p&gt;Brøndsted, Povl, Hans Lilholt, and Aage Lystrup. &amp;ldquo;Composite materials for wind power turbine blades.&amp;rdquo; Annu. Rev. Mater. Res. 35 (2005): 505-538. &lt;a href=&#34;http://www-eng.lbl.gov/~shuman/NEXT/MATERIALS&amp;amp;COMPONENTS/Pressure_vessels/FRP_Hutter_flange.pdf&#34;&gt;http://www-eng.lbl.gov/~shuman/NEXT/MATERIALS&amp;amp;COMPONENTS/Pressure_vessels/FRP_Hutter_flange.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:11&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:11&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:12&#34;&gt;
&lt;p&gt;Koh, Rachel. &amp;ldquo;Bio-based Wind Turbine Blades: Renewable Energy Meets Sustainable Materials for Clean, Green Power.&amp;rdquo; (2017). &lt;a href=&#34;https://scholarworks.umass.edu/dissertations_2/1102/&#34;&gt;https://scholarworks.umass.edu/dissertations_2/1102/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:13&#34;&gt;
&lt;p&gt;Murray, Robynne, et al. Manufacturing a 9-meter thermoplastic composite wind turbine blade. No. NREL/CP-5000-68615. National Renewable Energy Lab.(NREL), Golden, CO (United States), 2017. &lt;a href=&#34;https://www.nrel.gov/docs/fy18osti/68615.pdf&#34;&gt;https://www.nrel.gov/docs/fy18osti/68615.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:13&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:14&#34;&gt;
&lt;p&gt;Borrmann, Rasmus. “Structural design of a wood-CFRP wind turbine blade model.” (2016) &lt;a href=&#34;https://www.eksh.org/fileadmin/bilder/themen/Energieforschung/02_-_Final_Report_-_Strcutural_Design_of_a_Wood-CFRP_Wind_Turbine_Blade_Model.pdf&#34;&gt;https://www.eksh.org/fileadmin/bilder/themen/Energieforschung/02_-&lt;em&gt;Final_Report&lt;/em&gt;-_Strcutural_Design_of_a_Wood-CFRP_Wind_Turbine_Blade_Model.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:15&#34;&gt;
&lt;p&gt;Spera, David. “Wind Turbine Technology: Fundamental Concepts in Wind Turbine Engineering, Second Edition.” (2009) &lt;a href=&#34;https://ebooks.asmedigitalcollection.asme.org/book.aspx?bookid=271&#34;&gt;https://ebooks.asmedigitalcollection.asme.org/book.aspx?bookid=271&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:16&#34;&gt;
&lt;p&gt;Corona, Andrea, et al. &amp;ldquo;Comparative environmental sustainability assessment of bio-based fibre reinforcement materials for wind turbine blades.&amp;rdquo; Wind Engineering 39.1 (2015): 53-63.
&lt;a href=&#34;http://orbit.dtu.dk/files/129909032/0309_524x_2E39_2E1_2E53.pdf&#34;&gt;http://orbit.dtu.dk/files/129909032/0309_524x_2E39_2E1_2E53.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:16&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:17&#34;&gt;
&lt;p&gt;The use of wood for wind turbine construction. Meade Gougeon, NASA. &lt;a href=&#34;https://ntrs.nasa.gov/archive/nasa/casi.ntrs.nasa.gov/19800008214.pdf&#34;&gt;https://ntrs.nasa.gov/archive/nasa/casi.ntrs.nasa.gov/19800008214.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:18&#34;&gt;
&lt;p&gt;Loss, Scott R., Tom Will, and Peter P. Marra. &amp;ldquo;Estimates of bird collision mortality at wind facilities in the contiguous United States.&amp;rdquo; Biological Conservation 168 (2013): 201-209. &lt;a href=&#34;https://repository.si.edu/bitstream/handle/10088/35192/NZP_Marra_2013-Estimates_of_bird_collision_mortality_at_wind_facilities_in_the_contiguous_United_States.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y&#34;&gt;https://repository.si.edu/bitstream/handle/10088/35192/NZP_Marra_2013-Estimates_of_bird_collision_mortality_at_wind_facilities_in_the_contiguous_United_States.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:18&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:19&#34;&gt;
&lt;p&gt;De Decker, Kris. &amp;ldquo;Heat your house with a mechanical windmill.&amp;rdquo; Low-Tech Magazine. Barcelona (2019). &lt;a href=&#34;&#34;&gt;here&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Wie viel Energie brauchen wir?</title>
      <link>https://qelnixcor.cloud/de/2018/01/how-much-energy-do-we-need/</link>
      
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      <pubDate>Wed, 24 Jan 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
      
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      <description>&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2018/01/how-much-energy-do-we-need/images/dithers/azuri-technologies_dithered.png&#34; alt=&#39;Foto: Azuri Technologies&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Foto: [Azuri Technologies](http://www.azuri-technologies.com/) 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Originalübersetzung: &lt;a href=&#34;https://www.buzzn.net/2019/12/09/wie-viel-energie-brauchen-wir/&#34;&gt;BUZZN People Power&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da Energie sowohl die menschliche Entwicklung fördert als auch Umweltschäden verursacht, kommen sich gesetzliche Vorschriften zur Senkung des Energiebedarfs und Gesetzesentwürfe zur Armutsbekämpfung in die Quere. Die Erreichung beider Ziele kann nur funktionieren, wenn der Energieverbrauch in höherem Maße gleichberechtigt auf die Länder verteilt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist weitläufig bekannt, dass ein Teil der Weltbevölkerung in ‚Energiearmut‘ lebt, aber das Gegenteil davon, nämlich ‚Energieexzess‘ oder ‚Energiedekadenz‘, findet weitaus weniger Aufmerksamkeit. Wissenschaftler haben die Mindestwerte an Energie errechnet, die für ein menschenwürdiges Leben benötigt werden, aber wie sieht es mit den Höchstwerten aus?&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;energieverbrauch-pro-kopf&#34;&gt;Energieverbrauch pro Kopf&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Menschheit muss ihren Energieverbrauch drastisch senken, wenn wir einen gefährlichen Klimawandel abwenden und die Erschöpfung aller nicht erneuerbaren Ressourcen und die Zerstörung der Natur vermeiden wollen, die wir zum Überleben brauchen. &lt;sup id=&#34;fnref:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Ziele zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes und des Energieverbrauchs werden in der Regel als prozentuale Senkung der landesweiten und internationalen Werte ausgedrückt, aber der Pro-Kopf-Verbrauch der Weltbevölkerung ist, ganz gleich, wie er errechnet wird, je Land und sogar innerhalb eines Landes sehr unterschiedlich. &lt;sup id=&#34;fnref:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir die gesamte Primärenergienutzung pro Land durch die Einwohnerzahl teilen, lässt sich erkennen, dass der durchschnittliche Nordamerikaner mehr als doppelt so viel Energie verbraucht wie der Durchschnittseuropäer (6.881 kgoe gegenüber 3.207 kgoe, was für &lt;em&gt;kg der Erdöläquivalenz&lt;/em&gt; steht). In Europa verbraucht der durchschnittliche Norweger mit 5.818 kgoe fast drei Mal so viel Energie wie der durchschnittliche Grieche (2.182 kgoe). Der wiederum verbraucht drei bis fünf Mal mehr Energie als der durchschnittliche Angolaner (545 kgoe), Kambodschaner (417 kgoe) oder Nicaraguaner (609 kgoe), der doppelt bis drei Mal so viel Energie verbraucht wie der durchschnittliche Einwohner von Bangladesch (222 kgoe). &lt;sup id=&#34;fnref:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesen Zahlen sind nicht nur die direkt in Privathaushalten verbrauchte Energie, sondern auch die im Verkehrswesen, in der Fertigung, Energieproduktion und in anderen Sektoren verbrauchte Energie berücksichtigt. Diese umfassendere Berechnung verschafft einen besseren Überblick als nur der Energieverbrauch aus Privathaushalten, da Personen viel mehr Energie außerhalb ihrer Wohnungen verbrauchen, z. B. beim Einkauf. &lt;sup id=&#34;fnref:4&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:4&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2018/01/how-much-energy-do-we-need/images/dithers/average-energy-use-per-capita-per-year-2014-worldwide_dithered.png&#34; alt=&#39;Durchschnittlicher Pro-Kopf-Energieverbrauch pro Jahr in kgoe (kg der Ölequivalenz)&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Durchschnittlicher Pro-Kopf-Energieverbrauch pro Jahr in kgoe (kg der Ölequivalenz) 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Derartige ‚produktionsorientierte‘ Berechnungen sind nicht optimal, da Länder mit hohem Pro-Kopf-Energieverbrauch häufig viele Fertigprodukte aus Ländern mit niedrigem Pro-Kopf-Energieverbrauch importieren. Die für die Fertigung dieser Artikel aufgewendete Energie wird den Exportländern zugeschrieben – d. h. der Pro-Kopf-Energieverbrauch in den Ländern mit dem ‚höchsten Entwicklungsstand‘ wird unterschätzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Ermittlung der Verteilung des Energieverbrauchs innerhalb eines Landes werden Daten mit höherer räumlicher Auflösung benötigt. So zeigte eine Analyse der Abweichungen im privaten Energieverbrauch (Strom + Gas) und dem Energieverbrauch für den privaten Verkehr in Großbritannien beispielsweise, dass der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch je nach Wohngebiet um ein Fünffaches abweichen kann. &lt;sup id=&#34;fnref1:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wenn wir dann die Unterschiede zwischen einzelnen Ländern sowie landesinterne Abweichungen und auch das Outsourcing der Fertigung bedenken (eine ‚konsumorientierte’ Berechnung), tragen die größten Energieverbraucher weltweit mitunter 1.000 mal mehr zum CO2-Ausstoß bei als jene mit dem geringsten Energieverbrauch. &lt;sup id=&#34;fnref:5&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:5&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ungleichheit lässt sich nicht nur an der Energiemenge, sondern auch an der Qualität erkennen. Einwohner der Industrienationen haben Zugang zu verlässlicher, sauberer und (scheinbar) unbegrenzter Strom- und Gasversorgung. Andererseits braucht fast ein Drittel aller Menschen weltweit (3 Milliarden Personen) Holz, Holzkohle oder Tierabfälle, um eine Mahlzeit zu kochen und 1,5 Milliarden von ihnen haben keine elektrische Beleuchtung. &lt;sup id=&#34;fnref:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Diese Treibstoffe verursachen Luftverschmutzung in Innenräumen und sind in ihrer Beschaffung und Nutzung mitunter arbeitsaufwändig. Sofern moderne Treibstoffe in diesen Ländern vorhanden sind, sind sie häufig teuer und/oder nicht zuverlässig erhältlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;#&amp;quot; Jenseits der Energiearmut: Energiedekadenz&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist weitläufig bekannt, dass diese 3 Milliarden Menschen in den Ländern des Globalen Südens in ‚Energiearmut‘ leben. &lt;sup id=&#34;fnref:7&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:7&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;7&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Bereits 2011 riefen die Vereinten Nationen und die Weltbank die Initiative &lt;em&gt;Sustainable Energy for All&lt;/em&gt; (SE4ALL oder Nachhaltige Energie für Alle) ins Leben, mit der bis 2030 „universeller Zugang zu modernen Energiedienstleistungen gewährleistet werden soll“. Die Energiearmut ist auch in den Industrieländern in den Fokus gerückt, wobei es hier hauptsächlich um unzulängliche Beheizung geht. Eine Studie von 2015 ergab, dass bis zu 54 Millionen Europäer ihre Wohnungen im Winter nicht adäquat beheizen können. &lt;sup id=&#34;fnref:9&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:9&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;9&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die EU-Kommission startete 2017 das Energy Poverty Observatory (EPOV), eine Beobachtungsstelle der Energiearmut mit dem Ziel der Forschung und Richtlinienvergabe an einzelne Mitgliedsstaaten, damit diese Maßnahmen zur Bekämpfung der Energiearmut ergreifen. &lt;sup id=&#34;fnref1:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Den Rest der Welt auf den Lebensstandard und Energieverbrauch der Industrieländer bringen zu wollen, ist unvereinbar mit den zu bewältigenden Umweltproblemen.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Trotzdem uns bekannt ist, dass ein Teil der Weltbevölkerung nicht genug Energie verbraucht, wird in viel geringerem Maße über die Weltbevölkerung gesprochen, die zu viel Energie verbraucht. &lt;sup id=&#34;fnref2:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref:11&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:11&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;11&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Allerdings kann das Spannungsfeld zwischen der Bedarfsreduzierung auf der einen und der Energiearmut auf der anderen Seite nur aufgehoben werden, wenn die, die ‚zu viel‘ verbrauchen, ihre Nutzung drosseln. Den Rest der Welt auf den Lebensstandard und Energieverbrauch der Industrieländer bringen zu wollen – das unausgesprochene Ziel der ‚menschlichen Entwicklung‘ – würde das Problem der Ungleichheit lösen, ist jedoch mit den zu bewältigenden Umweltproblemen unvereinbar.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2018/01/how-much-energy-do-we-need/images/dithers/the-panos-network_dithered.png&#34; alt=&#39;Foto: The Panos Network&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Foto: [The Panos Network](http://panosnetwork.org/) 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Wenn jeder Erdbewohner auf Grundlage dieser Zahlen so viel Energie verbrauchen würde wie durchschnittliche Westeuropäer oder Nordamerikaner, wäre der Energieverbrauch und der CO2-Ausstoß der gesamten Welt mindestens doppelt, wenn nicht gar vier Mal so hoch wie heute. Das wäre obendrein eine Unterschätzung, denn die Länder des Globalen Südens müssten zunächst ihre Infrastruktur – Straßen, Stromnetze, usw. – bauen, um denselben Lebensstandard zu erzielen und auch das würde sehr viel Energie brauchen. &lt;sup id=&#34;fnref:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Demzufolge sollte neben den großen Bemühungen zum Umgang mit der Treibstoffarmut eine Paralleldebatte über ‚Energiedekadenz‘ oder ‚Energieexzess‘ geführt werden. &lt;sup id=&#34;fnref3:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das Streben nach ‚Energiesuffizienz‘ – einer fairen wie nachhaltigen Energienutzung – sollte demnach nicht nur Untergrenzen (ausreichend für bestimmte Zwecke) sondern auch Obergrenzen (zu viel für Sicherheit und Wohlstand, und zwar kurz- als auch langfristig) enthalten. &lt;sup id=&#34;fnref:13&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:13&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;13&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Andernfalls belasten wir das Leben zukünftiger Generationen mit Schulden, um aktuelle Entwicklungsziele umzusetzen. &lt;sup id=&#34;fnref:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;unter--und-obergrenzen-berechnen&#34;&gt;Unter- und Obergrenzen berechnen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie lässt sich Energiedekadenz definieren? Wie viel Energienutzung ist ‚zu viel‘? Wir können uns größtenteils auf jahrzehntelange Forschungsprojekte zu Energiearmut berufen, die einzelne Werte eines akzeptablen minimalen Lebensstandards gemessen haben. &lt;sup id=&#34;fnref1:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; So hat das Millennium-Projekt des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) beispielsweise einen Mindestwert von 500 kgoe pro Person pro Jahr errechnet – ein Energiewert, der um fast ein Vierfaches unter dem weltweiten Durchschnitt liegt. &lt;sup id=&#34;fnref:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bestimmte Forscher haben Energiedekadenz auf ähnliche Weise untersucht, indem sie einen akzeptablen maximalen Lebensstandard errechnet haben. Die &lt;em&gt;Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich&lt;/em&gt; unterbreitete z. B. den Vorschlag einer &lt;em&gt;2.000-Watt-Gesellschaft&lt;/em&gt;, die einen weltweiten Pro-Kopf-Energieverbrauch von 1.500 kgoe pro Jahr vorsieht, während die Vorlage &lt;em&gt;Contraction and Convergence&lt;/em&gt; des &lt;em&gt;Global Commons Institute&lt;/em&gt; den Energieverbrauch auf 1.255 kgoe pro Person pro Jahr ansetzt. &lt;sup id=&#34;fnref1:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:13&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:13&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;13&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:16&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:16&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;16&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Ein derartiger Pro-Kopf-Energieverbrauch entspricht einer Reduzierung der Energienutzung von 20 bis 35 % im Vergleich zum aktuellen Durchschnitt weltweit.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2018/01/how-much-energy-do-we-need/images/dithers/average-energy-use-per-capita-per-year-including-sufficiency-scenarios_dithered.png&#34; alt=&#39;Durchschnittlicher Pro-Kopf-Energieverbrauch pro Jahr in kgoe (kg der Ölequivalenz)&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Durchschnittlicher Pro-Kopf-Energieverbrauch pro Jahr in kgoe (kg der Ölequivalenz) 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Da die Energiearmutsstudien nur die Untergrenzen, aber nicht die Obergrenzen des Energieverbrauchs untersuchen, werden die Energiemindestwerte von unten hochgerechnet. Die Forscher recherchieren, wie viel Energie für ein menschenwürdiges Leben notwendig ist, wobei sie sich auf einen als essentiell angesehenen Satz aus Gütern und Dienstleistungen stützen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Maximale Energieverbrauchswerte – d. h. alles, was darüber hinaus an Energie verbraucht wird, wird als exzessiv und nicht nachhaltig angesehen – werden hingegen von oben nach unten errechnet. Hier bestimmen die Forscher einen global als ‚sicher‘ eingestuften Energieverbrauch, der auf einem Indikator der Tragfähigkeit des Planeten beruht – wie etwa die Höhe des CO2-Ausstoßes, mit der sich die globale Erwärmung erwartungsgemäß auf bestimmte Werte begrenzen ließe – und dann durch die Weltbevölkerungszahl geteilt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwischen der Obergrenze, die von der Tragfähigkeit des Planeten gesetzt wird, und der Untergrenze, die für alle ein menschenwürdiges Dasein gewährleistet, liegt ein Bereich nachhaltigen Energieverbrauchs, der irgendwo zwischen Energiearmut und Energiedekadenz einzuordnen wäre. &lt;sup id=&#34;fnref2:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Bei diesen Grenzen wird zum einen davon ausgegangen, dass die reichen Länder ihren Energieverbrauch senken, und die armen Länder zum anderen ihren Energieverbrauch nicht zu stark erhöhen. Allerdings lässt sich nicht garantieren, dass die Höchstwerte in der Tat über den Mindestwerten liegen.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Zwischen der Obergrenze, die von der Tragfähigkeit des Planeten gesetzt wird, und der Untergrenze, die für alle ein menschenwürdiges Dasein gewährleistet, liegt ein Bereich nachhaltigen Energieverbrauchs.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wenn der minimale Energieverbrauch von unten hochgerechnet wird, bleibt abzuwarten, ob sich diese Verbrauchsstufe ohne Umweltschäden aufrechterhalten ließe. Bei Errechnung des maximalen Pro-Kopf-Energieverbrauchs von oben nach unten bleibt andererseits abzuwarten, ob diese ‚sichere‘ Stufe des Energieverbrauchs für ein menschenwürdiges Leben ausreicht. Wenn die Untergrenze über der Obergrenze liegt, führt das zu dem Schluss, dass ein nachhaltiges Wohlbefinden aller Menschen einfach nicht erreichbar ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erschwert wird das Ganze weiter durch die problematische Definierung von Mindest- und Höchstwerten. Auf der einen Seite besteht bei der Errechnung von oben nach unten keine Einigung über die Tragfähigkeit des Planeten, ganz gleich, ob es sich dabei um sichere Kohlendioxidkonzentrate in der Atmosphäre, die verbleibenden fossilen Brennstoffreserven, die Bemessung von Umweltschäden, die Auswirkungen erneuerbarer Energien oder die Fortschritte in der Energieeffizienz und dem Bevölkerungswachstum dreht. Auf der anderen Seite ist es bei der Errechnung von unten nach oben gleichermaßen problematisch, ein ‚menschenwürdiges‘ Leben zu definieren.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;bedürfnisse-und-wünsche&#34;&gt;Bedürfnisse und Wünsche&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die oben erwähnten Mindest- und Höchstwerte des Energieverbrauchs sind universell gedacht: alle ErdbewohnerInnen haben ein Recht auf die gleiche Menge an Energie. Obwohl die gleichwertige Verteilung des Energieverbrauchs auf die gesamte Weltbevölkerung wie eine faire Lösung klingen mag, ist das Gegenteil der Fall. Die Menge an Energie, die jemand ‚braucht‘, bestimmt er oder sie nicht allein. Sie ist auch stark von der Klimazone abhängig (Menschen in kälteren Regionen brauchen mehr Energie zum Heizen als jene in wärmeren). Ebenso ist sie abhängig von der Kultur (der Gebrauch von Klimaanlagen in den USA im Vergleich zur Siesta in Südeuropa) und der Infrastruktur (Städte ohne einen öffentlichen Nahverkehr und Radwege zwingen Anwohner, das Auto zu nutzen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unterschiede in der Energieeffizienz wirken sich mitunter auch stark auf die „Bedürfnisse“  nach Energie aus. So ist z. B. eine &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2014/06/well-tended-fires-outperform-modern-cooking-stoves/&#34;&gt;traditionelle Drei-Steine-Kochstelle&lt;/a&gt; in geringerem Maße energieeffizient als ein moderner Gasherd, denn letzterer benötigt weniger Energie, um ein vergleichbares Mahl zu kochen. Nicht nur die Haushaltsgeräte bestimmen, wie viel Energie gebraucht wird, sondern auch die Infrastruktur: Wenn die Stromproduktion und -versorgung relativ ineffizient sind, brauchen Menschen mehr Primärenergie, selbst wenn sie im eigenen Heim die gleiche Menge Strom verbrauchen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2018/01/how-much-energy-do-we-need/images/dithers/off-grid-electric_dithered.png&#34; alt=&#39;Foto: Off-Grid Electric&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Foto: [Off-Grid Electric](http://offgrid-electric.com/#home) 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Zur Berücksichtigung dieser Unterschiede sind die meisten Wissenschaftler in ihrer Diagnose von Energiearmut dazu übergegangen, sich statt mit einer bestimmten Stufe des Energieverbrauchs mit den ‚Energiedienstleistungen‘ zu befassen. &lt;sup id=&#34;fnref:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Menschen verlangen nicht explizit nach Energie oder Treibstoffen – vielmehr brauchen sie die Dienstleistungen, die Energie ihnen liefert. Nehmen wir z. B. die Beleuchtung: Menschen brauchen nicht eine bestimmte Menge an Energie, sondern eine angemessene Lichtquelle für ihre jeweiligen Aktivitäten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Beispiel dieses serviceorientierten Ansatzes ist der 2010 herausgegebene Total Energy Access (TEA)-Indikator der NGO Practical Action. &lt;sup id=&#34;fnref1:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:18&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:18&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;18&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Der TEA erfasst Haushalte in Ländern des Globalen Südens gemessen an vorgeschriebenen Mindestservicestandards der Beleuchtung, Kochmöglichkeiten und Wasserboiler, Beheizung, Kühlung der Räume wie der Lebensmittel und Informations- und Kommunikationsservices. Das Mindestmaß der Beleuchtung in Privathaushalten beträgt z. B. 300 Lumen, und Practical Action legt vergleichbare Standards für andere Energiedienstleistungen fest, wobei neben Privathaushalten auch Arbeitsplätze und Gemeinschaftseinrichtungen erfasst werden.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Bedürfnisse sind universell, objektiv, nicht austauschbar, generationsübergreifend und erfüllbar. Wünsche sind subjektiv, sich ständig verändernd, individuell, austauschbar und unersättlich.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Andere Indikatoren von Energiearmut gehen sogar noch weiter. Sie befassen sich nicht spezifisch mit Energiedienstleistungen, sondern mit grundlegenden menschlichen Bedürfnissen oder Kompetenzen (je nach Theorie). In diesen Ansätzen werden grundlegende Bedürfnisse oder Kompetenzen als universell erachtet, aber die Mittel und Wege ihrer Erlangung unter geografischen und kulturspezifischen Aspekten gesehen. &lt;sup id=&#34;fnref2:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref2:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Bei diesen bedürfnisorientierten Indikatoren geht es primär um die Erfassung der Bedingungen menschlichen Wohlbefindens, und nicht so sehr um die Bestimmung, was zur Erzielung dieser Ergebnisse erforderlich ist. &lt;sup id=&#34;fnref:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Zu den menschlichen Grundbedürfnissen zählen z. B. sauberes Wasser und Ernährung, Unterkunft, Wärme, Geborgenheit, zwischenmenschliche Beziehungen, Bildung und Gesundheitsversorgung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grundbedürfnisse werden als universell, objektiv, nicht austauschbar (so kann eine unzureichende Ernährung nicht durch Vergrößerung der Wohnfläche und umgekehrt  behoben werden), generationsübergreifend (die Grundbedürfnisse zukünftiger Generationen sind dieselben wie die aktueller Generationen) und erfüllbar (sie lassen sich durch Wasser, Kalorien und Wohnfläche erfüllen). Daraus folgt, dass Schwellenwerte denkbar sind, ab denen ernsthafte Schäden vermieden werden. ‚Bedürfnisse‘ sind nicht gleich ‚Wünschen‘, die subjektiv sind, sich mit der Zeit verändern, individuell, austauschbar und unersättlich sind. Wenn wir die Grundbedürfnisse so untersuchen, können wir zwischen ‚Notwendigkeiten‘ und ‚Luxus‘ unterscheiden und das Argument vorbringen, dass die menschlichen Bedürfnisse der Gegenwart und Zukunft die ‚Wünsche‘ der Gegenwart und Zukunft übertrumpfen. &lt;sup id=&#34;fnref3:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref3:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;veränderungen-im-laufe-der-zeit-steigende-energieabhängigkeit&#34;&gt;Veränderungen im Laufe der Zeit: Steigende Energieabhängigkeit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Fokus auf Energiedienstleistungen oder Grundbedürfnisse ist hilfreich, um den maximalen Energieverbrauch festzusetzen. Statt minimale Energiedienstleistungsniveaus (wie 300 Lumen Beleuchtung pro Haushalt) zu bestimmen, könnten wir maximale Energiedienstleistungsniveaus definieren (z. B. 2.000 Lumen pro Haushalt). Diese Energiedienstleistungsniveaus könnten zur Berechnung von maximalen Energieverbrauchswerten pro Kopf oder pro Haushalt zusammengefasst werden. Jedoch würden sie nur in bestimmten regionalen oder kulturellen Zusammenhängen wie Ländern, Städten oder Stadtbezirken gelten – und nicht universell für alle. Ebenso könnten wir die Grundbedürfnisse definieren und die Energie errechnen, die zu deren Erfüllung in einem bestimmten Zusammenhang erforderlich ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Fokus auf Energiedienstleistungen oder Grundbedürfnisse weist jedoch auch ein Grundsatzproblem auf. Wenn die Waren und Dienstleistungen, die für ein menschenwürdiges Leben jenseits von Armut nicht universell geltend angesehen werden, sondern vielmehr von den herrschenden Standards und Gebräuchen der jeweiligen Gesellschaft abhängig sind, wird klar, dass sich derartige Standards mit der Zeit ändern, da Technologie und Lebensgewohnheiten sich ändern. [11] Veränderungen, die im Laufe der Zeit eintreten, insbesondere seit dem 20. Jahrhundert, zeigen ein rapides Wachstum in den Gängigkeiten und Standards, die zu einem steigenden Energieverbrauch führen. Die ‚Bedarfsdecker‘ fordern immer mehr Energie, weshalb die Erfüllung der Grundbedürfnisse ähnlich problematisch geworden ist wie die Erfüllung der ‚Wünsche‘.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2018/01/how-much-energy-do-we-need/images/dithers/average-energy-use-per-capita-historical_dithered.png&#34; alt=&#39;Durchschnittlicher Pro-Kopf-Energieverbrauch pro Jahr in kgoe (kg der Ölequivalenz)&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Durchschnittlicher Pro-Kopf-Energieverbrauch pro Jahr in kgoe (kg der Ölequivalenz) 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Studien zur Energiearmut in Industrieländern haben gezeigt, dass die erforderlichen Mindestenergiewerte zur Erfüllung der Grundbedürfnisse beharrlich steigen. &lt;sup id=&#34;fnref1:11&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:11&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;11&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:20&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:20&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;20&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:21&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:21&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;21&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Was heute ausreicht, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit morgen nicht mehr ausreichen. Verschiedene Konsumgüter, die es beispielsweise in den 1980er Jahren noch nicht gab, wie Mobiltelefone, PCs und Internetzugang, wurden 2012 von 40 bis 41 % der Bevölkerung Großbritanniens als absolute Notwendigkeiten bezeichnet. &lt;sup id=&#34;fnref1:20&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:20&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;20&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;In der industriellen Welt von heute leben selbst die energiearmen Menschen über den Tragfähigkeitswerten des Planeten.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Andere Techniken, die heutzutage als Mindestanforderungen eingestuft werden, haben sich ähnlich entwickelt. Die Zentralheizung und die tägliche heiße Dusche z. B. sind nur einige Jahrzehnte weit verbreitet, aber werden heute von der Mehrzahl der Bewohner industrialisierter Länder als unverzichtbares Bedürfnis angesehen. &lt;sup id=&#34;fnref:22&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:22&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;22&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der industriellen Welt von heute leben sogar die energiearmen Menschen über den Tragfähigkeitswerten des Planeten. Wenn z. B. die gesamte Bevölkerung Großbritanniens mit einem minimalen Energiebudget leben würde, das gemeinsam mit Bevölkerungsvertretern in Workshops erarbeitet wurde, ergäbe dies eine Senkung der (verbrauchsbedingten) Emissionen pro Kopf von 11,8 auf lediglich 7,3 Tonnen pro Person. Demgegenüber setzt das UN-Entwicklungsprogramm zwecks Begrenzung des Anstiegs der weltweiten Durchschnittstemperaturen diesen Wert auf zwei Tonnen CO2-Ausstoß pro Person pro Jahr. &lt;sup id=&#34;fnref4:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Kurz gesagt, ist die Untergrenze dreimal so hoch wie die Obergrenze.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;die-hinterfragung-der-bedürfnisse-und-wünsche&#34;&gt;Die Hinterfragung der Bedürfnisse und Wünsche&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;„Indem wir ‚Bedürfnisse‘ mit dem gleichsetzen, was wir als ‚normal‘ ansehen“, schreiben britische Wissenschaftler zu Energiearmut, „unterstützen wir aktiv die Eskalation der Bedürfniserwartungen, die im Widerspruch zu verschiedenen Zielen wie die Reduzierung des Energiebedarfs stehen … Zur Bedarfssenkung müssen wir eingefleischte Normen hinterfragen, statt sie zu akzeptieren.“ &lt;sup id=&#34;fnref2:11&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:11&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;11&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Mit anderen Worten können wir Energiearmut und Energiedekadenz nur beseitigen, wenn wir einen Weg finden, die menschlische Bedürfnisbefriedigung von den energieintensiven ‚Bedarfsdeckern‘ zu entkoppeln. &lt;sup id=&#34;fnref1:21&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:21&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;21&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Ansatz wäre die Steigerung der Energieeffizienz. In einer 1985 veröffentlichten Arbeit &lt;em&gt;Basic needs and much more with one kilowatt per capita&lt;/em&gt; (Grundbedürfnisse und vieles mehr mit 1 Kilowatt pro Kopf) argumentieren die Verfasser, dass die erforderliche Energie zur Vermeidung von Energiearmut dank immer höherer Energieeffizienz fallen wird  – von 750 kgoe pro Kopf pro Jahr 1985 auf nur 570 kgoe 2030. &lt;sup id=&#34;fnref:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist jedoch nicht der Fall, da Effizienzgewinne dauerhaft von Lebensweisen &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2018/01/bedazzled-by-energy-efficiency/&#34;&gt;mit höherem Energiebedarf ersetzt werden&lt;/a&gt;. Sollte sich dieser Trend jedoch aufhalten oder gar umkehren lassen, würden wir dank der Fortschritte in der Energieeffizienz unser Leben mit immer geringerem Energieanspruch bestreiten können. Für 300 Lumen beispielweise, das von &lt;em&gt;Practical Action&lt;/em&gt; empfohlene Mindestmaß an Beleuchtung, braucht eine LED-Lampe sechsmal weniger Strom als eine Glühbirne.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2018/01/how-much-energy-do-we-need/images/dithers/chinese-family_dithered.png&#34; alt=&#39;Foto: Huang Qinjun&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Foto: [Huang Qinjun](http://huangqingjun.com/) 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Noch wichtiger ist jedoch, dass Grundbedürfnisse auf unterschiedliche Weisen erfüllt werden können, und die Notwendigkeit einiger Energiedienstleistungen relativiert hinterfragt werden könnte und sollte. Dieser Ansatz lässt sich als ‚Suffizienz‘ bezeichnen. Energiedienstleistungen könnten reduziert (kleinere Fernseher oder leichtere und langsamere Autos, oder weniger Fernsehen und weniger Autofahrten) oder ersetzt werden durch solche mit einem geringen Energieanspruch (Fahrrad statt Auto, frische statt tiefgefrorene Lebensmittel, Brettspiele statt Fernsehen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Substitution kann auch kommunale Dienstleistungen beinhalten. Prinzipiell bringen öffentliche Angebote Größenvorteile mit sich und können somit die Energiemenge reduzieren, die benötigt wird, um vielen Haushalten die gleichen Dienstleistungen zu liefern: öffentlicher Nahverkehr, öffentliche Bäder, Gemeinschaftsküchen, Waschzentren, Büchereien, Internetcafés, öffentliche Telefonzellen und Lieferdienste sind nur einige Beispiele. &lt;sup id=&#34;fnref:24&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:24&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;24&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch die Kombination von Suffizienz- und Effizienzmaßnahmen ließe sich der durchschnittliche Stromverbrauch eines 2-Personen-Haushalts, laut Berechnung deutscher Wissenschaftler, ohne drastische Veränderungen der Lebensweise, wie die Wäsche nur per Hand zu erledigen oder &lt;a href=&#34;http://www.humanpowerplant.be/human_power_plant/human-powered-student-building-plans.html&#34;&gt;Stromerzeugung über Trainingsgeräte&lt;/a&gt;, um 75 % senken.&lt;sup id=&#34;fnref1:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Obwohl dies nur einen Teil des gesamten Energiebedarfs erfasst, führt eine reduzierte Stromnutzung in Privathaushalten zu reduziertem Energieverbrauch in der Fertigung und im Verkehrswesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir davon ausgehen, dass ähnliche Reduzierungen in anderen Bereichen möglich sind, kämen die hier behandelten deutschen Haushalte mit circa 800 kgoe pro Kopf pro Jahr aus, ein Viertel des durchschnittlichen Pro-Kopf-Energieverbrauchs in Europa. Das führt zu dem Schluss, dass ein modernes Leben durchaus mit niedrigerem Energieverbrauch vereinbar ist. Allerdings setzt das voraus, dass eine 75-prozentige Reduzierung des Energieverbrauchs ausreicht, um die Tragfähigkeit des Planeten nicht zu belasten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielen Dank auch an Angela Schult und das Team von global syntax für die Übersetzung. Zum ersten Mal auf Deutsch erschienen auf &lt;a href=&#34;https://www.buzzn.net/2019/12/09/wie-viel-energie-brauchen-wir/&#34;&gt;Buzz. People power&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;footnotes&#34; role=&#34;doc-endnotes&#34;&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li id=&#34;fn:1&#34;&gt;
&lt;p&gt;Die Förderung von erneuerbaren Energiequellen kann aus zweierlei Gründen die Kohlendioxidemissionen nicht im Alleingang reduzieren. Zunächst steigt der Energiebedarf schneller als der Anteil erneuerbarer Energie, d. h. Solar- und Windkraftanlagen ersetzen nicht fossile Brennstoffe, sondern bedienen einen Teil der wachsenden Nachfrage nach Energie. Zweitens sind erneuerbare Energiesysteme in ihrer Herstellung stark von fossilen Brennstoffen abhängig, insbesondere wenn wir dabei auf eine Infrastruktur vertrauen, die mit ihrem Angebot jederzeit die Nachfrage füllen möchte. Energieeffizienz führt ebenso wenig zum Ziel, da Fortschritte in der Effizienz häufig neue und noch energieanspruchsvollere Produkte und Services nach sich ziehen, und da nicht nachhaltige Praktiken sich durch Energieeffizienz verhärten.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:2&#34;&gt;
&lt;p&gt;Chatterton, Tim, et al. &lt;a href=&#34;http://eprints.uwe.ac.uk/28337/1/Chatterton%20Barnes%20Yeboah%20Anable%202015%20Energy%20Justice%20-%20ECEEE%20Conference%20Paper.pdf&#34;&gt;„Energy justice? A spatial analysis of variations in household direct energy consumption in the UK.“&lt;/a&gt; (Gleichberechtigte Energie? Eine räumliche Analyse von Abweichungen im direkten Energieverbrauch von Privathaushalten in Großbritannien) ECEEE, 2015.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:3&#34;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.PCAP.KG.OE?locations=BD-GR-NL&amp;amp;year_low_desc=true&#34;&gt;Energieverbrauch&lt;/a&gt; (Kilogramm der Erdöläquivalenz pro Kopf), 1960-2014. Weltbank.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:4&#34;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/Consumption_of_energy&#34;&gt;Energieverbrauch&lt;/a&gt;, Eurostat, 2017.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:4&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:5&#34;&gt;
&lt;p&gt;Piketty, Thomas. &lt;a href=&#34;http://www.ledevoir.com/documents/pdf/chancelpiketty2015.pdf&#34;&gt;„Carbon and inequality: from Kyoto to Paris.“&lt;/a&gt; Trends in the Global Inequality of Carbon Emissions (1998-2013) and Prospects for An Equitable Adaptation Fund. (Kohlenstoff und Ungleichheit: von Kyoto bis Paris. Trends in globalen Unterschieden der CO2-Emissionen (1998 – 2013) und Aussichten auf einen gleichberechtigten Anpassungsfonds.) Paris: Paris School of Economics (2015).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:5&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:6&#34;&gt;
&lt;p&gt;Poor people’s energy outlook 2010, Practical Action. (&lt;a href=&#34;https://policy.practicalaction.org/policy-themes/energy/poor-peoples-energy-outlook/poor-peoples-energy-outlook-2010&#34;&gt;Energieprognose 2010 für die Armen, Practical Action&lt;/a&gt;). Neuere Versionen finden Sie unter: &lt;a href=&#34;%5Bhttps://policy.practicalaction.org/policy-themes/energy/poor-peoples-energy-outlook&#34;&gt;https://policy.practicalaction.org/policy-themes/energy/poor-peoples-energy-outlook&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:7&#34;&gt;
&lt;p&gt;Sustainable Energy for All, Vereinte Nationen &amp;amp; Weltbank. &lt;a href=&#34;http://www.se4all.org/&#34;&gt;http://www.se4all.org/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:7&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:8&#34;&gt;
&lt;p&gt;Thomson, Harriet, Stefan Bouzarovski, und Carolyn Snell. &lt;a href=&#34;http://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/1420326X17699260&#34;&gt;„Rethinking the measurement of energy poverty in Europe: A critical analysis of indicators and data.“&lt;/a&gt; (Neukonzeptionierung der Erfassung von Energiearmut in Europa: Eine kritische Analyse der Anzeichen und Daten.) Innenräume und bebaute Umwelt (2017): 1420326X17699260.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:9&#34;&gt;
&lt;p&gt;Verfasserteam und Claire Baffert. &lt;a href=&#34;https://ec.europa.eu/energy/en/news/energy-poverty-may-affect-nearly-11-eu-population&#34;&gt;„Energy poverty and vulnerable consumers in the energy sector across the EU: analysis of policies and measures.“&lt;/a&gt; (Energiearmut und von Armut bedrohte Verbraucher im EU-weiten Energiesektor: Analyse der Richtlinien und Maßnahmen.) Richtlinie 2 (2015).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:9&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:10&#34;&gt;
&lt;p&gt;Steinberger, Julia K. und J. Timmons Roberts. &lt;a href=&#34;http://julias.promessage.com/Projects/Articles/EE_SteinbergerRoberts_2010_DecouplingEnergyCarbonHumanNeeds_v2.pdf&#34;&gt;„From constraint to sufficiency: The decoupling of energy and carbon from human needs, 1975–2005.“&lt;/a&gt; (Von Restriktionen bis Suffizienz: Die Entkopplung von Energie und CO2 von menschlichen Bedürfnissen, 1975 – 2005.) Ecological Economics 70.2 (2010): 425-433.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:11&#34;&gt;
&lt;p&gt;Walker, Gordon, Neil Simcock und Rosie Day. &lt;a href=&#34;http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2214629616300184&#34;&gt;„Necessary energy uses and a minimum standard of living in the United Kingdom: energy justice or escalating expectations?.“&lt;/a&gt; (Erforderliche Energienutzung und der Mindestlebensstandard in Großbritannien: Gleichberechtigte Energie oder eskalierende Erwartungen?) Energy Research &amp;amp; Social Science 18 (2016): 129-138.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:11&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:11&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:11&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:12&#34;&gt;
&lt;p&gt;Lamb, William F. und Narasimha D. Rao. &lt;a href=&#34;http://decentlivingenergy.org/publications/Lamb-Rao-HDinClimConstrainedWorld.pdf&#34;&gt;„Human development in a climate-constrained world: what the past says about the future.“&lt;/a&gt; (Die Entwicklung der Menschheit in einer klimabelasteten Welt: Was uns die Vergangenheit über die Zukunft lehrt.) Global Environmental Change 33 (2015): 14-22.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:13&#34;&gt;
&lt;p&gt;Darby, Sarah. &lt;a href=&#34;https://pdfs.semanticscholar.org/8e68/c68ace130104ef6fc0f736339ff34b253509.pdf&#34;&gt;„Enough is as good as a feast–sufficiency as policy.“&lt;/a&gt; (Genug ist so gut wie ein Schmaus – Suffizienz als Richtlinie.) Verhandlungen, European Council for an Energy-Efficient Economy (ECEEE). La Colle sur Loup, 2007.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:13&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:13&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:14&#34;&gt;
&lt;p&gt;Gough, Ian. &lt;a href=&#34;http://www.e-elgar.com/shop/heat-greed-and-human-need&#34;&gt;„Heat, Greed and Human Need.“&lt;/a&gt; (Hitze, Habgier und menschliche Bedürfnisse.) Books (2017).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:15&#34;&gt;
&lt;p&gt;Energy for a sustainable future, &lt;a href=&#34;http://www.un.org/millenniumgoals/pdf/AGECCsummaryreport%5B1%5D.pdf&#34;&gt;Report and Recommendations&lt;/a&gt; (Bericht und Empfehlungen zu Energie für eine nachhaltige Zukunft), Generalsekretär der Advisory Group on Energy and Climate Change (AGECC), 28. April 2010, New York.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:16&#34;&gt;
&lt;p&gt;Bretschger, Lucas, Roger Ramer und Florentine Schwark. &lt;a href=&#34;https://www.mtec.ethz.ch/content/dam/ethz/special-interest/mtec/cer-eth/resource-econ-dam/documents/people/lbretschger/Brochure_2kW.pdf&#34;&gt;&amp;ldquo;2000-Watt-Gesellschaft?&amp;rdquo;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:16&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:17&#34;&gt;
&lt;p&gt;Day, Rosie, Gordon Walker und Neil Simcock. &lt;a href=&#34;http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301421516301227&#34;&gt;„Conceptualising energy use and energy poverty using a capabilities framework.“&lt;/a&gt; (Konzeptionierung der Energienutzung und Energiearmut unter Einsatz der Kompetenzenstruktur.) Energy Policy 93 (2016): 255-264.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:18&#34;&gt;
&lt;p&gt;Total Energy Access, &lt;a href=&#34;https://policy.practicalaction.org/policy-themes/energy/total-energy-access&#34;&gt;Practical Action&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:18&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:19&#34;&gt;
&lt;p&gt;Rao, Narasimha D. und Jihoon Min. &lt;a href=&#34;https://link.springer.com/article/10.1007/s11205-017-1650-0&#34;&gt;„Decent living standards: material prerequisites for human wellbeing.“&lt;/a&gt; (Menschenwürdiger Lebensstandard: Materielle Voraussetzungen für das menschliche Wohlbefinden.) Social Indicators Research (2017): 1-20.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:20&#34;&gt;
&lt;p&gt;Mack, Joanna, et al. &lt;a href=&#34;http://poverty.ac.uk/sites/default/files/attachments/PSE%20wp%20analysis%20No.%204%20-%20Attitudes%20to%20necessities%20in%20the%202012%20survey%20(Mack,%20Lansley,%20Nandy,%20Patazis)%20Oct_2013.pdf&#34;&gt;„Attitudes to necessities in the PSE 2012 survey: are minimum standards becoming less generous?.“&lt;/a&gt; (Einstellungen zu Notwendigkeiten in der PSE 20112 Umfrage: Wird der Mindeststandard spartanischer?) PSE-UK Working Paper Analysis Series 4 (2013).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:20&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:20&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:21&#34;&gt;
&lt;p&gt;Mattioli, Giulio. &lt;a href=&#34;http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2214629616300536&#34;&gt;„Transport needs in a climate-constrained world. A novel framework to reconcile social and environmental sustainability in transport.“&lt;/a&gt; (Transportansprüche in einer klimabelasteten Welt. Eine ganz neue Methode zur Angleichung sozialer und umweltfreundlicher Nachhaltigkeit im Verkehrswesen.) Energy Research &amp;amp; Social Science 18 (2016): 118-128.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:21&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:21&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:22&#34;&gt;
&lt;p&gt;Hand, Martin, Elizabeth Shove und Dale Southerton. &lt;a href=&#34;http://www.socresonline.org.uk/10/2/hand.html&#34;&gt;„Explaining showering: A discussion of the material, conventional, and temporal dimensions of practice.“&lt;/a&gt; (Duschen näher erklärt: Eine Diskussion der materiellen, konventionellen und zeitlichen Dimensionen einer Gepflogenheit.) Sociological Research Online 10.2 (2005).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:22&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:23&#34;&gt;
&lt;p&gt;Goldemberg, Jose, et al. &lt;a href=&#34;https://www.jstor.org/stable/4313148?seq=1#page_scan_tab_contents&#34;&gt;„Basic needs and much more with one kilowatt per capita.“&lt;/a&gt; Ambio (1985): 190-200.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:24&#34;&gt;
&lt;p&gt;Thomas, Stefan, et al. &lt;a href=&#34;https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/5922/file/5922_Thomas.pdf&#34;&gt;Energy sufficiency policy: an evolution of energy efficiency policy or radically new approaches?&lt;/a&gt; (Energiesuffizienzvorschriften: Evolution der Energieeffizienzgesetze oder radikal neuer Ansatz?). Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, 2015.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:24&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:25&#34;&gt;
&lt;p&gt;Brischke, Lars-Arvid, et al. &lt;a href=&#34;https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/5932/file/5932_Brischke.pdf&#34;&gt;Energy sufficiency in private households enabled by adequate appliances&lt;/a&gt;. (Energiesuffizienz in Privathaushalten durch adäquate Haushaltsgeräte.) Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, 2015.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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