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    <title>LOW←TECH MAGAZINE Deutsch</title>
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    <description>Diese Website ist solarbetrieben und geht daher manchmal offline.</description>
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      <title>Direkte Sonnenenergie: Netzunabhängig ohne Batterie</title>
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      <pubDate>Fri, 11 Apr 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
      
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      <description>&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/direct-solar-office_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: ein Laptop der mit direkter Sonnenenergie betrieben wird. Foto: Marie Verdeil.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: ein Laptop der mit direkter Sonnenenergie betrieben wird. Foto: Marie Verdeil. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Herkömmliche Solaranlagen stellen unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und den daraus resultierenden energiefressenden Lebensstil nicht in Frage. Sowohl Solarzellen auf Dächern als auch große Solarparks versorgen uns mit dem Strom, den wir brauchen, auch wenn die Sonne nicht scheint. Das liegt daran, dass diese Systeme das zentrale Stromnetz, das größtenteils mit fossilen Brennstoffen betrieben wird, als eine Art Batterie zur Überbrückung von Stromengpässen nutzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl netzgekoppelte Solarpaneele den Verbrauch fossiler Brennstoffe in Wärmekraftwerken verringern können, werden diese Einsparungen zumindest teilweise durch die zusätzlichen fossilen Brennstoffe untergraben, die für den Bau und die Instandhaltung einer &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2017/09/how-not-to-run-a-modern-society-on-solar-and-wind-power-alone/&#34;&gt;dualen Energieinfrastruktur&lt;/a&gt; erforderlich sind. Die Kombination von Solar- und Windenergie kann den Anteil der erneuerbaren Energien im Stromnetz weiter erhöhen, doch erfordert dies einen weiteren Ausbau der Infrastruktur. Dies erfordert nicht nur Energie, sondern auch eine Menge Geld und Zeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das gleiche Problem stellt sich, wenn fossil befeuerte Kraftwerke durch Energiespeicher ersetzt werden sollen, um an sonnigen Tagen erzeugten Überschussstrom für Zeiten ohne oder mit unzureichender Sonneneinstrahlung zu speichern. Energiespeicher, ob sie nun in ein Stromnetz integriert sind oder sich in einzelnen Haushalten befinden (netzunabhängige Systeme), sind sehr teuer und &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2015/05/how-sustainable-is-stored-sunlight/&#34;&gt;kohlenstoffintensiv in Bau und Wartung&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;autonome-solaranlage&#34;&gt;Autonome Solaranlage&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Herstellung von Solarmodulen kostet natürlich &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2015/04/how-sustainable-is-pv-solar-power/&#34;&gt;Geld und Energie&lt;/a&gt;. Die finanziellen und energetischen Kosten für die zugehörige Back-up-Infrastruktur sind jedoch um ein Vielfaches höher. Bei netzgekoppelten Solaranlagen sind diese Kosten sehr schwer genau zu berechnen, aber bei autonomen Solaranlagen (ohne Netzanschluss und mit eigener Energiespeicherung) ist es viel einfacher. Als Beispiel nehme ich daher die kleine autonome Solaranlage, die mein Wohnzimmer in Barcelona mit Strom versorgt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses System besteht aus zwei 50-W-Solarmodulen auf dem Balkon, einer 100-Ah-Blei-Säure-Batterie und einem 10-A-Laderegler. Die erzeugte Energie wird u. a. für die Beleuchtung, die Musikanlage und das Aufladen von Laptops und anderen elektronischen Geräten verwendet. Die anfängliche finanzielle Investition betrug 340 Euro: 120 Euro für die Solarmodule, 170 Euro für die Batterie und 50 Euro für den Laderegler.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber während die Solarmodule 30 Jahre und der Laderegler etwa 10 Jahre halten dürften, muss ich die Bleibatterie im Durchschnitt alle drei bis fünf Jahre ersetzen. &lt;sup id=&#34;fnref:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Bei einer Lebensdauer von 30 Jahren belaufen sich die Kosten auf 120 Euro für die Solarmodule, 150 Euro für die Laderegler und - im günstigsten Fall - 1020 Euro für die Batterien. Auf die Batterien (und die zugehörigen Laderegler) entfallen also etwa 90 % der gesamten Lebenszykluskosten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Energiespeicherung dominiert auch die graue Energie der Anlage (und die daraus resultierenden Kohlenstoffemissionen). Für die Herstellung meiner Blei-Säure-Batterie wurden 1200 Megajoule (MJ) an Energie benötigt. &lt;sup id=&#34;fnref:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Bei einer Lebensdauer von 30 Jahren (bestenfalls sechs Batterien) entspricht das 7200 MJ. Die drei Laderegler fügen über eine Lebensdauer von 30 Jahren weitere 360 MJ hinzu, so dass sich der Gesamtenergieverbrauch für das Batteriesystem auf 7560 MJ beläuft. &lt;sup id=&#34;fnref:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Im Gegensatz dazu kostet die Herstellung der Solarmodule nur 2275 MJ von insgesamt 9835 MJ. &lt;sup id=&#34;fnref:4&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:4&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Fazit: Mehr als 75 % des gesamten fossilen Energieverbrauchs entfallen auf die Energiespeicherung.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/balcony-system-from-outside_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Auf der rechten Seite des Balkons sind die zwei 50W-Solarpaneele angebracht, die mein Wohnzimmer mit Energie versorgen. Daneben ist das 30W-Solarpaneel, mit dem diese Webseite betrieben wird. Foto: Marie Verdeil.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Auf der rechten Seite des Balkons sind die zwei 50W-Solarpaneele angebracht, die mein Wohnzimmer mit Energie versorgen. Daneben ist das 30W-Solarpaneel, mit dem diese Webseite betrieben wird. Foto: Marie Verdeil. 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/structure-for-solar-panels-balcony_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Der Unterbau für die Solarpaneele, gebaut aus Holzabfällen. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Bild: Der Unterbau für die Solarpaneele, gebaut aus Holzabfällen. Foto: Kris De Decker. 
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/100ah-battery_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Die 100 Ah-Blei-Säure-Batterie, die nach Sonnenuntergang das Wohnzimmer versorgt. Foto: Kris De Decker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Bild: Die 100 Ah-Blei-Säure-Batterie, die nach Sonnenuntergang das Wohnzimmer versorgt. Foto: Kris De Decker. 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Andere Batterietypen würden an diesem Fazit nichts Wesentliches ändern. Bei einem vergleichbaren netzunabhängigen System mit Lithium-Ionen-Batterien würde die Energiespeicherung etwa 95 % der gesamten Lebenszykluskosten ausmachen (das ist fast doppelt so viel wie bei einem System mit Bleibatterien). Wenn man von einer optimistischen Lebensdauer (10 Jahre) ausgeht und die Laderegler einbezieht, macht die Lithium-Energiespeicherung etwa 70 % der in ein Solarnetzsystem investierten Energie aus. &lt;sup id=&#34;fnref:5&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:5&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Bei Nickel-Eisen-Batterien würde die Energiespeicherung 85 % der gesamten Lebenszykluskosten ausmachen (es gibt keine Daten zu den Energiekosten). &lt;sup id=&#34;fnref:7&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:7&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;7&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die Größe und der Standort der Solaranlage machen keinen Unterschied. Eine größere Anlage benötigt mehr Solarmodule, aber auch größere Batterien und teurere und leistungsfähigere Laderegler. Die Verhältnisse bleiben die gleichen. &lt;sup id=&#34;fnref:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Der einzige Faktor, der den Anteil der Solarmodule an den Gesamtkosten etwas erhöhen kann, sind die Strukturen, auf denen sie montiert sind. Ich berücksichtige das nicht, weil ich sie aus Holzabfällen selbst gebaut habe. Wenn die Solarmodule jedoch auf einem Dach montiert werden, ist eine Selbstbaulösung weniger naheliegend. Aber auch in diesem Fall sind die Kosten für die Energiespeicherung bei weitem der wichtigste Faktor.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;direkte-sonnenenergie-viel-billiger-und-nachhaltiger&#34;&gt;Direkte Sonnenenergie: viel billiger und nachhaltiger&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen sind Sonne und Wind nicht auf Abruf verfügbar. Das Problem mit unserem Ansatz für erneuerbare Energien ist, dass wir &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2018/12/keeping-some-of-the-lights-on-redefining-energy-security/&#34;&gt;darauf bestehen, dass Energie immer unbegrenzt verfügbar sein sollte&lt;/a&gt;, unabhängig von Wetter, Jahres- oder Tageszeit. Eine Anpassung der Energienachfrage an das Angebot - &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2017/09/how-to-run-the-economy-on-the-weather/&#34;&gt;wie in der Vergangenheit&lt;/a&gt; - würde zu einer dramatischen Senkung der Kosten und des Verbrauchs fossiler Brennstoffe führen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn ich zum Beispiel den Batteriespeicher meiner Solaranlage weglassen würde, wäre mein System etwa zehnmal billiger: 120 Euro statt 1.290 Euro über eine Lebensdauer von 30 Jahren. Alternativ könnte ich 1.290 Euro allein für Solarmodule ausgeben, was mir eine Solaranlage mit 1075 Watt bescheren würde. Das ist das Zehnfache der Kapazität der Anlage mit Batterien, mehr als auf den Balkon passt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ohne Batterie und Laderegler sinken auch die Energiekosten der Anlage von 9835 MJ auf 2275 MJ. Mit anderen Worten: ich könnte mit der gleichen Investition in fossile Brennstoffe mindestens viermal so viel Sonnenenergie erzeugen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;wie-lässt-sich-direkte-sonnenenergie-in-die-praxis-umsetzen&#34;&gt;Wie lässt sich direkte Sonnenenergie in die Praxis umsetzen?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Schön und gut, aber die Sonne scheint nicht nach Sonnenuntergang und die Menge der Sonnenenergie schwankt im Laufe des Tages und des Jahres. Wie also kann der Einsatz von Solarmodulen ohne Batterien (oder andere Back-up-Infrastrukturen im Falle von netzgekoppelten Anlagen) praktikabel sein?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um diese Frage zu beantworten, werfen wir einen Blick auf einen Pionier der „direkten Sonnenenergie“: die &lt;em&gt;Living Energy Farm&lt;/em&gt;. Dieses Wohnprojekt im US-Bundesstaat Virginia ist dank der Sonnenenergie völlig „netzunabhängig“, aber nur 10 % des erzeugten Solarstroms fließen durch eine (Nickel-Eisen-)Batterie. Die Sonnenkollektoren versorgen jedoch mehrere Häuser, eine Gemeinschaftsküche, eine Metallwerkstatt und eine Farm mit Strom. &lt;sup id=&#34;fnref:9&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:9&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;9&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/living-energy-farm-map_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Direkte Sonnenenergie im Einsatz bei der Living Energy Farm.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Direkte Sonnenenergie im Einsatz bei der Living Energy Farm. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Die Solaranlage ist seit 2011 in Betrieb und besteht aus einzelnen Systemen mit einer Gesamtspitzenleistung von 1400 Watt. &lt;sup id=&#34;fnref:11&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:11&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;11&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Zum Vergleich: Die durchschnittliche Spitzenleistung einer privaten Solaranlage in Großbritannien und den USA - für einen Haushalt - beträgt 4000 Watt bzw. 6500 Watt. Wie in meiner Wohnung wird auch in der Living Energy Farm sparsam mit Energie umgegangen, aber die Tatsache, dass kaum Batterien verwendet werden, hat andere Gründe.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;einige-geräte-werden-nur-tagsüber-benutzt&#34;&gt;Einige Geräte werden nur tagsüber benutzt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein erster Grund liegt auf der Hand: Einige elektrische Geräte und Maschinen werden nur tagsüber benutzt. Das gilt zum Beispiel für alle Maschinen in der Metallwerkstatt, wie Bandsäge, Kompressor, Schleifmaschine, Kreissäge, Drehbank, Fräse und Bohrmaschine. Das gilt auch für landwirtschaftliche Maschinen wie eine Getreidemühle und eine Tiefbrunnenpumpe. Diese Maschinen sind direkt an Sonnenkollektoren angeschlossen und bieten alle Möglichkeiten moderner netzbetriebener Technik, mit der Ausnahme, dass sie nur tagsüber genutzt werden können. &lt;sup id=&#34;fnref1:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In viel kleinerem Maßstab habe ich zu Hause direkten Solarstrom für einen Lötkolben, eine Klebepistole und eine Bewässerungspumpe (für den Balkon) verwendet. Weitere Beispiele für Geräte und Maschinen, die nur tagsüber genutzt werden könnten, sind Staubsauger, Nähmaschinen, Waschmaschinen, Spielkonsolen, Laserschneider und 3D-Drucker. Es ist gar nicht so schwer, sich eine moderne Gesellschaft vorzustellen, in der Tätigkeiten wie Staubsaugen und Heimwerkerarbeiten nur noch tagsüber stattfinden. Eine Rückkehr ins Mittelalter ist das sicher nicht.&lt;/p&gt;
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/shop-tools-living-energy-farm_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Verschiedene Werkstattwerkzeuge auf der Living Energy Farm, von denen die meisten mit direktem Solarstrom betrieben werden. Aufnahme: Alexis Zeigler.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Verschiedene Werkstattwerkzeuge auf der Living Energy Farm, von denen die meisten mit direktem Solarstrom betrieben werden. Aufnahme: Alexis Zeigler. 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/metal-lathe-living-energy-farm_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Mit direkter Sonnenenergie betriebene Metalldrehbank, Living Energy Farm. Aufnahme: Alexis Zeigler.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Bild: Mit direkter Sonnenenergie betriebene Metalldrehbank, Living Energy Farm. Aufnahme: Alexis Zeigler. 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/direct-soldering-2_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Löten mit direkter Sonnenenergie. Aufnahme: Marie Verdeil. Video.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Löten mit direkter Sonnenenergie. Aufnahme: Marie Verdeil. [Video](https://www.youtube.com/watch?v=qozZCJU4IOc). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Außerdem müssen nicht alle elektrischen Geräte ständig überwacht werden. Waschmaschinen oder Geschirrspüler, die sich automatisch einschalten, wenn die Sonne scheint, werden oft als Beispiele für ein „intelligentes“ Stromnetz angeführt. Dieser Ansatz setzt jedoch eine umfangreiche Infrastruktur aus Stromübertragungs- und Kommunikationsnetzen sowie elektronisch gesteuerten Geräten voraus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz dazu wird bei einem dezentralen, direkten Solaransatz die Intelligenz von der Sonne und der Drehung unseres Planeten bereitgestellt. Eine direkt solarbetriebene Wasch- oder Geschirrspülmaschine kann am Abend vollständig geladen und eingeschaltet werden. Die Maschine springt dann morgens „automatisch“ an. Sie können sogar Zeitschaltuhren (elektronisch oder mechanisch) verwenden, um verschiedene Geräte nacheinander zu betreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob und inwieweit Wolken eine zusätzliche Einschränkung für eine direkte Solaranlage darstellen, hängt von der Größe der Solarmodule ab. Eine Verdopplung der Fläche der Solarmodule garantiert bei mäßiger Bewölkung eine ausreichende Sonnenenergie, während die Anlage viel billiger und nachhaltiger bleibt als ein System mit Batterien oder einer anderen Backup-Infrastruktur.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine noch größere Fläche mit Sonnenkollektoren könnte selbst bei starker Bewölkung ausreichend Energie liefern, aber eine Verzehnfachung der Größe des Systems bringt die Kosten wieder auf das Niveau eines autonomen Systems mit Batterien. Eine Vervierfachung der Fläche macht das System wieder gleichermaßen abhängig von fossilen Brennstoffen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;viele-geräte-haben-bereits-batterien&#34;&gt;Viele Geräte haben bereits Batterien&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bei direkter Sonnenenergie lassen sich elektrische Geräte auch nach Sonnenuntergang nutzen. Wie bereits erwähnt, verfügt die Living Energy Farm über ein bescheidenes Batteriesystem, das nach Sonnenuntergang u. a. Strom für Beleuchtung, Ventilatoren und elektronische Geräte liefert. &lt;sup id=&#34;fnref2:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Darüber hinaus verfügen viele moderne Geräte bereits über eingebaute Energiespeicher. Dies gilt für alle Arten von Elektrofahrzeugen, für die meisten elektronischen Geräte und für ältere Elektrogeräte mit AA-Batterien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So können diese Geräte tagsüber mit direkter Sonnenenergie aufgeladen und nach Sonnenuntergang dank des eingebauten Akkus noch mehrere Stunden lang genutzt werden. In Kombination mit einer Lithium-Ionen-Powerbank kann ein direktes Solarpaneel USB-Geräte auch nach Sonnenuntergang laden. Das kann sogar für die Beleuchtung funktionieren, denn es gibt viele batteriebetriebene Lampen, die man als moderne Taschenlampen verwenden kann, aufgehängt an verschiedenen Stellen in Räumen und Gebäuden.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/solar-phone-2_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Ein mobiles Telefon, mit direkter Sonneneergie betrieben. Foto: Marie Verdeil.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Ein mobiles Telefon, mit direkter Sonneneergie betrieben. Foto: Marie Verdeil. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Natürlich ist die Auslagerung der chemischen Energiespeicherung in das Gerät nicht die nachhaltigste Option. Für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien werden fossile Brennstoffe benötigt, und sie werden (im Gegensatz zu Blei-Säure-Batterien) nicht recycelt. Die beste Lösung ist natürlich, den Gebrauch von Elektrogeräten zu reduzieren. Aber sie mit direkter Sonnenenergie aufzuladen ist viel nachhaltiger und effizienter als über zusätzliche Batterien oder ein mit fossilen Brennstoffen betriebenes Stromnetz. Wenn wir schon High-Tech-Geräte verwenden, dann möglichst auf die intelligenteste Art und Weise.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;nicht-elektrische-energiespeicherung&#34;&gt;Nicht-elektrische Energiespeicherung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein dritter Grund, warum direkte Sonnenenergie praktischer ist, als es auf den ersten Blick scheint, ist die Tatsache, dass einige elektrische Geräte dank thermischer Energiespeicherung auch nach Sonnenuntergang genutzt werden können. Dies ist viel billiger und nachhaltiger als die Speicherung elektrischer Energie. Die thermische Energiespeicherung ist für Raum- und Warmwasserheizungssysteme bereits recht gut etabliert, bei denen das solar erwärmte Wasser in einem isolierten Heizkessel oder (nur für die Raumheizung) in der Gebäudehülle gespeichert wird. Es ist keine Überraschung, dass die Living Energy Farm über solche Systeme verfügt, und die Solarthermie sorgt auch in meiner Wohnung für Warmwasser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der gleiche Ansatz funktioniert aber auch für zwei wichtige Haushaltsgeräte, die nach Sonnenuntergang funktionieren müssen und ebenfalls viel Strom verbrauchen: den Kühlschrank und den Herd. Anstatt den Strom aus einem Solarmodul in einer Batterie zu speichern, um dann nach Sonnenuntergang einen Kühlschrank oder einen Herd zu betreiben, verwenden diese Geräte auf der Living Energy Farm eine Wärmedämmung. Dadurch wird die Wärme im Inneren (im Falle des Herdes) oder außerhalb (im Falle des Kühlschranks) gehalten, wenn kein Strom vorhanden ist. Die Wärmedämmung sorgt auch für eine sehr hohe Energieeffizienz, so dass jedes dieser Geräte bereits mit einem Solarpaneel von nur 100-200 Watt betrieben werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;ein-kühlschrank-mit-direkter-sonnenenergie-betrieben&#34;&gt;Ein Kühlschrank, mit direkter Sonnenenergie betrieben&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es ist durchaus möglich, einen herkömmlichen Kühl- oder Gefrierschrank direkt an ein Solarmodul anzuschließen, aber ein solches Gerät würde sich in der Nacht sehr schnell aufheizen. Selbst Kühlschränke der energieeffizientesten Kategorie haben eine relativ geringe Isolierstärke (normalerweise 2,5 cm). Wird diese Dämmstärke jedoch auf etwa 12,5 cm erhöht, sinkt der Energieverbrauch eines Kühlschranks um das Vierfache. &lt;sup id=&#34;fnref:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref:13&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:13&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;13&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die passive Kühlleistung eines Kühlschranks kann durch Hinzufügen einer thermischen Masse in Form eines Wassertanks im Inneren des Geräts weiter erhöht werden. Tagsüber kühlt das Solarmodul das Wasser oder wandelt es in Eis um. In der Nacht verlangsamt dieses kalte Wasser oder Eis die Erwärmung des Kühlschranks. &lt;sup id=&#34;fnref:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Kühlschrank, der mit direkter Sonnenenergie betrieben wird, lässt sich auch oben und nicht nur vorne öffnen. Kalte Luft ist schwer, und so geht auf diese Weise viel weniger Energie verloren, wenn jemand die Tür öffnet. All diese Design-Entscheidungen führen zu einer spektakulären Energieeffizienz. Eine Studie über Kühlschränke mit direkter Sonneneinstrahlung in sehr sonnigen Regionen (Texas und New Mexico, USA) zeigte, dass sie ihre Kühlleistung 6 oder 7 Tage lang ohne Stromzufuhr aufrechterhalten konnten. Die Geräte wurden das ganze Jahr über mit Sonnenkollektoren von nur 80 bis 120 Watt betrieben. &lt;sup id=&#34;fnref:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Living Energy Farm betreibt ihren Solarkühlschrank mit einem 200-W-Panel. &lt;sup id=&#34;fnref3:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/sundanzer-direct-solar-fridge_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Der Sundanzer DDR165. Ein Kühlschrank, der eigens für direkte Sonnenenergie entwickelt wurde. Foto: Sundanzer.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Der Sundanzer DDR165. Ein Kühlschrank, der eigens für direkte Sonnenenergie entwickelt wurde. Foto: Sundanzer. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zur solaren Heizung ist die solare Kühlung optimal auf die jahreszeitlichen Schwankungen der Sonneneinstrahlung abgestimmt. Im Sommer, wenn mehr Sonnenenergie vorhanden ist, wird mehr Energie für die Kühlung benötigt. Der oben erwähnte Kühlschrank in New Mexico verzeichnete einen Energieverbrauch von 406 Wattstunden pro Tag im Sommer und nur 230 Wattstunden im Winter. &lt;sup id=&#34;fnref:16&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:16&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;16&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Außerdem kann die Technologie in der gesamten Kühlkette eingesetzt werden, von der der Haushaltskühlschrank nur ein kleiner (aber wesentlicher) Teil ist. Eine weitere Anwendung ist die Luftkühlung, die allerdings weniger gut erforscht und schwieriger zu realisieren ist. &lt;sup id=&#34;fnref:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;ein-elektroherd-mit-direkter-sonnenenergie-betrieben&#34;&gt;Ein Elektroherd, mit direkter Sonnenenergie betrieben&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im Prinzip kann auch ein herkömmlicher Herd direkt an ein Solarmodul angeschlossen werden, aber wie bei einem herkömmlichen Kühlschrank ist das nicht sehr praktisch. Man kann nur tagsüber kochen, und man muss viele Solarpanels installieren. Eine einzige Kochplatte benötigt 1000 Watt elektrische Leistung. Ein elektrischer Solarkocher löst diese Probleme, indem er das Kochfeld mit einer Wärmedämmung ausstattet. Die Technologie ist im Grunde eine Kombination aus einem Elektrokochfeld und einer &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2014/07/if-we-insulate-our-houses-why-not-our-cooking-pots/&#34;&gt;Kochkiste&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/test-isec-thermal-energy-storage_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Test eines elektrischen Solarkochers. Foto: California Polytechnic State University (Cal Poly).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Bild: Test eines elektrischen Solarkochers. Foto: California Polytechnic State University (Cal Poly). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Dank der Wärmedämmung speichert ein elektrischer Solarkocher tagsüber langsam Wärme, die dann nach Sonnenuntergang zum Kochen genutzt werden kann. Auf diese Weise kann eine viel geringere Stromzufuhr ausreichen, um hohe Temperaturen zu erreichen. Stellen Sie sich vor, Sie „laden“ Ihren Herd nicht mit Strom, sondern mit Wärme auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Forscher der US-amerikanischen California Polytechnic State University (Cal Poly) haben 2015 den ersten elektrischen Solarkocher gebaut. Ihr 12-Volt-Gerät, das inzwischen weiterentwickelt wurde, benötigt nur ein 100-W-Solarpanel, um zu funktionieren. Es kocht einen Liter Wasser in einer Stunde. Bei einem ganzen Tag Sonnenlicht können damit fast 5 kg Bohnen, Reis, Eintopf oder Kartoffeln gekocht werden. &lt;sup id=&#34;fnref:18&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:18&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;18&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Kochen nach Sonnenuntergang ist möglich, wenn ein Kochtopf mit einem viel dickeren Boden (5-10 kg) verwendet wird. Dem Forschungsteam des Cal Poly gelang es, die Temperatur dieses festen Wärmespeichers mit einem 100-W-Sonnenkollektor in fünf Stunden auf 250 °C zu bringen. Anschließend konnten sie einen Liter Wasser nach Sonnenuntergang in drei Sekunden zum Kochen bringen. In einem anderen Test haben sie 1 kg Gemüse in zwei Minuten angebraten. Die ideale Konfiguration besteht aus zwei Kochtöpfen: einem mit und einem ohne Wärmespeicher. So kann ein elektrischer Solarkocher sowohl langsam als auch schnell kochen, je nach Tageszeit und Gericht. &lt;sup id=&#34;fnref:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/cal-poly-solar-electric-cooker-idea_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Das Prinzip eines elektrischen Solarkochers mit festem Wärmespeicher. Zeichnung: California Polytechnic State University (Cal Poly).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Das Prinzip eines elektrischen Solarkochers mit festem Wärmespeicher. Zeichnung: California Polytechnic State University (Cal Poly). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;thermisch-oder-elektrisch&#34;&gt;Thermisch oder elektrisch?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie die solare Warmwasserbereitung und Raumheizung können auch Kochen und Kühlen sowohl mit als auch ohne Strom funktionieren - mit PV-Paneelen einerseits und solarthermischen Kollektoren andererseits. Doch während die solare Raumheizung und Warmwasserbereitung ohne Strom kosten- und energieeffizienter sind, ist es bei der solaren Kühlung und dem solaren Kochen genau umgekehrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Raumheizung und die Warmwasserbereitung sind relativ geringe Temperaturunterschiede erforderlich, die durch kostengünstige thermische Solarkollektoren aus Glasplatten und Wasserrohren erzeugt werden können. Zum Kühlen und Kochen hingegen sind größere Temperaturunterschiede erforderlich, für die anspruchsvollere (Vakuumröhren- oder Parabolrinnen-) Sonnenkollektoren benötigt werden - und diese sind teurer als PV-Module. &lt;sup id=&#34;fnref:20&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:20&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;20&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref:21&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:21&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;21&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die einzige Ausnahme ist ein einfacher Solarkocher - ein isolierter Kasten mit einer Glasplatte. Allerdings kann er keine so hohen Temperaturen erreichen. Außerdem hat ein elektrischer Solarkocher einige zusätzliche Vorteile. Mit einem nicht-elektrischen Gerät muss man draußen kochen, was weniger praktisch, aber auch weniger effizient ist, vor allem im Winter: Ein thermischer Solarkocher verliert mehr Wärme an die Umgebung. Ein elektrischer Solarkocher ist außerdem energieeffizienter, da er von allen Seiten isoliert ist. Er funktioniert auch besser bei bewölktem Wetter und kann nach Sonnenuntergang verwendet werden. Auf der Living Energy Farm wird der Parabolspiegel-Solarkocher nur unter optimalen Bedingungen eingesetzt - bei voller Sonne und hohen Außentemperaturen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;worin-besteht-die-technische-herausforderung&#34;&gt;Worin besteht die technische Herausforderung?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Obwohl die Living Energy Farm all diese Anwendungen der direkten Sonnenenergie in die Praxis umsetzt, gibt es einige technische Herausforderungen für diejenigen, die diesem Beispiel folgen wollen. Fast alle unsere modernen Technologien sind darauf ausgelegt, mit einer stabilen und nicht unterbrochenen Stromversorgung zu arbeiten. Das muss nicht so sein, aber im Moment erfordert die direkte Sonnenenergie in der Regel etwas Bastelei. Ein direktes Solarsystem ist viel einfacher zu bauen als ein autonomes System mit Batterien, aber es erfordert oft Modifikationen auf der Geräteseite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige Geräte können direkt an ein Solarmodul angeschlossen werden: Es genügt, die positiven und negativen Kontakte des Solarmoduls und des Geräts zu verbinden. Maschinen mit Gleichstrommotor zum Beispiel vertragen große Schwankungen in der Stromversorgung. Die Metallwerkstatt und die landwirtschaftlichen Maschinen auf der Living Energy Farm funktionieren auf diese Weise. Wenn die Sonne durch Wolken verdeckt wird, kann die kombinierte elektrische Last größer werden als die von den Solarmodulen gelieferte Energie, aber das stoppt die Maschinen nicht. Alle Motoren werden langsamer, weil sie sich die verfügbare Energie teilen, aber sie verrichten alle weiterhin nützliche Arbeit. &lt;sup id=&#34;fnref4:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref:22&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:22&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;22&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Gleiche gilt für alle Geräte, die auf der Basis von Widerstandsheizelementen arbeiten, wie Wasserkocher, Kochplatten oder elektrische Heizsysteme. Sie arbeiten unabhängig von Leistung und Spannung, nur eben langsamer oder schneller. Ein direkt solarbetriebener Kühlschrank arbeitet vorzugsweise mit einem variablen Gleichstromkompressor, der seine Geschwindigkeit an die schwankende Solarstromproduktion anpassen kann. &lt;sup id=&#34;fnref5:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;sup id=&#34;fnref:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele andere Geräte benötigen eine bestimmte und stabile Eingangsspannung, die in der Regel nicht mit der vom Solarmodul erzeugten Spannung übereinstimmt. Dieses Problem lässt sich lösen, indem man einen DC-DC-Wandler (einen „Buck“- oder „Boost“-Wandler) zwischen das Solarpanel und das Gerät schaltet. Dabei handelt es sich um ein kleines elektronisches Modul, das die schwankende Gleichspannung eines Solarmoduls in eine konstante Ausgangsspannung für ein Gerät mit niedriger Spannung umwandelt (5 V, 12 V oder höher). &lt;sup id=&#34;fnref:24&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:24&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;24&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/solar-behind-the-scenes-3_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Experimente mit direkter Sonnenenergie. Foto: Marie Verdeil.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Experimente mit direkter Sonnenenergie. Foto: Marie Verdeil. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Wenn sie zusätzlich einen Wechselrichter verwenden, können sogar Wechselstrom-Geräte direkt an einem Solarpanel betrieben werden. &lt;sup id=&#34;fnref:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; DC-DC-Wandler sind für alle Geräte, die elektronische Komponenten enthalten, unerlässlich. Das ist heute bei vielen Geräten der Fall, auch bei solchen, die bis vor kurzem noch ohne Elektronik auskamen, wie z. B. Waschmaschinen oder Kaffeemaschinen. Daher gibt es oft zwei Möglichkeiten, solche Geräte mit direktem Solarstrom zu betreiben. Entweder man baut einen Gleichspannungswandler ein oder man modifiziert das Gerät, indem man die Elektronik umgeht.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;selbstbauanleitungen-und-kommerzielle-geräte&#34;&gt;Selbstbauanleitungen und kommerzielle Geräte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die meisten Anwendungen der direkten Solarenergie &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2016/04/slow-electricity-the-return-of-dc-power/&#34;&gt;arbeiten mit Kleinspannung&lt;/a&gt;, so dass man in den Selbstbau einsteigen kann. Das Low-tech Magazine wird demnächst eine Anleitung dazu veröffentlichen. Die Living Energy Farm verwendet jedoch für eine Reihe von Anwendungen Gleichstrom mit höheren Spannungen. Beispiele dafür sind die Werkzeugmaschinen in der Metallwerkstatt (90V) und eine Reihe von leistungsstarken elektrischen Solarkochern (48V, 180V). Es ist keine gute Idee, diese Systeme selbst zu bauen, wenn Sie nicht die Hilfe eines qualifizierten Elektrikers haben, da diese Spannungen zu tödlichen Unfällen führen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer seinen eigenen elektrischen Solarkocher (mit niedriger Spannung) bauen möchte, findet sowohl bei Living Energy Farm als auch bei Cal Poly umfassende Anleitungen. &lt;sup id=&#34;fnref:26&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:26&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;26&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Geräte können mit einfachen Materialien hergestellt werden. Das Isoliermaterial sollte feuerfest sein. Beispiele sind Steinwolle, Glasfaser, Naturwolle oder Ton.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Heizelemente können verschiedene Technologien verwendet werden, aber das Einbetten von Nickelchromdrähten in Zement ist die einfachste Möglichkeit. Diese Drähte können von einer Vielzahl von Geräten wie Toastern, Öfen und Kochplatten übernommen werden. Im Prinzip können die Heizdrähte direkt am Kochtopf angebracht werden, aber es ist praktischer, ein beheiztes „Nest“ zu bauen, in das ein Topf gestellt werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/roxy-solar-oven_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Von der Arbeit von Cal Poly inspiriert entwickelte Living Energy Farm auch eine gewisse Zahl von elektrischen Solarkochern. Einer wird auf ihrer Website zum Verkauf angeboten. Der &amp;amp;ldquo;Roxy Oven&amp;amp;rdquo; kann als Kochplatte oder als Ofen verwendet werden, zum Beispiel, um Brot zu backen. Die Tür bleibt auch dann geschlossen wenn das Gerät als Kochplatte genutzt wird. Dieser Solarkocher speichert keine Energie.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Von der Arbeit von Cal Poly inspiriert entwickelte Living Energy Farm auch eine gewisse Zahl von elektrischen Solarkochern. Einer wird [auf ihrer Website zum Verkauf angeboten](https://livingenergylights.com/product/roxy-solar-electric-oven/). Der &#34;Roxy Oven&#34; kann als Kochplatte oder als Ofen verwendet werden, zum Beispiel, um Brot zu backen. Die Tür bleibt auch dann geschlossen wenn das Gerät als Kochplatte genutzt wird. Dieser Solarkocher speichert keine Energie. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/roxy-deluxe-without-door_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Der &amp;amp;ldquo;Roxy Oven&amp;amp;rdquo; ohne Tür und mit Sicht auf die Isolierung mit Glaswolle. Das Gerät - das in der Metallwerkstätte mit direkter Sonnenenergie hergestellt wurde - benötigt 48V und ein Solarpanel mit 200 bis 500 Watt. Living Energy Farm bietet außerdem den Solarkühlschrank von Sunstar im online-Verkauf an.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Der &#34;Roxy Oven&#34; ohne Tür und mit Sicht auf die Isolierung mit Glaswolle. Das Gerät - das in der Metallwerkstätte mit direkter Sonnenenergie hergestellt wurde - benötigt 48V und ein Solarpanel mit 200 bis 500 Watt. Living Energy Farm bietet außerdem den Solarkühlschrank von Sunstar [im online-Verkauf an](https://livingenergylights.com/product/sunstar-direct-drive-8-cuft-chest-style-refrigerator-freezer/). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;wird-energie-verschwendet-bei-direkter-sonnenenergie&#34;&gt;Wird Energie verschwendet bei direkter Sonnenenergie?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Nachhaltigkeit einer Solaranlage hängt nicht nur von der Energie ab, die für die Herstellung und Wartung der Infrastruktur benötigt wird, sondern auch von der Energie, die von den Solarmodulen während ihrer Lebensdauer erzeugt wird. Einige mögen argumentieren, dass die direkte Nutzung von Solarenergie in dieser Hinsicht herkömmlichen netzgekoppelten oder batteriebetriebenen Solaranlagen unterlegen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schließlich werden Staubsauger, Waschmaschine und Bohrmaschine nicht jeden Tag benutzt, und wenn kein elektrisches Gerät angeschlossen ist, wird auch ein Solarmodul keinen Strom erzeugen. Folglich nimmt die vom Modul erzeugte Strommenge im Laufe seiner Lebensdauer ab, während der Energiebedarf für die Herstellung des Moduls gleich bleibt. Dies macht den Strom aus einem direkten Solarmodul kohlenstoffintensiver.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da jedoch die Energiespeicherung in Batterien (oder die netzgekoppelte Alternative) einen so großen Anteil an der investierten Gesamtenergie ausmacht, kann ein eigenständiges Solarmodul ziemlich viel Energie verschwenden, bevor es weniger nachhaltig ist als sein Gegenstück mit Batteriespeicher oder Netzanschluss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem entfallen bei der direkten Nutzung von Solarstrom die durch Batterien verursachten Lade- und Entladeverluste oder die Energieverluste in der Übertragungsinfrastruktur bei netzgekoppelten Systemen. Beides muss durch zusätzliche Solarmodule ausgeglichen werden. Außerdem vergeuden an Batterien oder das Netz angeschlossene Solarmodule auch Energie - eine Folge des großen Unterschieds in der Energieerzeugung zwischen Sommer und Winter.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;maximierung-der-direkten-sonnenenergie-mit-kollektiven-dienstleistungen&#34;&gt;Maximierung der direkten Sonnenenergie mit kollektiven Dienstleistungen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Dennoch ist es wichtig, die Energieproduktion eines direkten Solarmoduls zu maximieren. In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, kurz auf das ursprüngliche Beispielsystem auf meinem Balkon zurückzukommen. Direkte Sonnenenergie könnte eine schöne Ergänzung zu diesem System sein, insbesondere für den Kühlschrank und den Herd. Wegen dieser Geräte bin ich &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2016/05/how-to-get-your-apartment-off-the-grid/&#34;&gt;2016 zu dem Schluss gekommen, dass es unmöglich ist, meine Wohnung vollständig vom Stromnetz zu trennen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Living Energy Farm zeigt jedoch, dass das möglich ist: Auf dem Balkon ist Platz für weitere 200 Watt Solarmodule (4 x 50 W), genug, um sowohl einen wärmeisolierten Kühlschrank als auch ein Kochfeld zu betreiben. Eine zusätzliche Batteriekapazität wäre nicht erforderlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für andere Geräte ist direkter Solarstrom in meinem Fall jedoch kaum von Nutzen. Es wäre nicht sehr effizient, ein zusätzliches Solarpanel für die Waschmaschine oder die Bohrmaschine zu installieren, da sie nur gelegentlich benutzt werden. Das scheint einem „intelligenten“ Stromnetz in die Hände zu spielen, denn auf diese Weise können viele Haushalte denselben Solarstrom nutzen - es gibt immer jemanden, der Wäsche waschen oder ein Loch bohren muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein solches intelligentes Netz erfordert jedoch eine umfangreiche Infrastruktur, selbst wenn direkte Sonnenenergie in dieser Größenordnung genutzt werden würde. Es braucht vielleicht keine Batterien oder fossile Brennstoffe als Backup, aber es braucht eine Übertragungs- und Kommunikationsinfrastruktur.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2025/04/direct-solar-power-off-grid-without-batteries/images/dithers/direct-solar-record-player_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Ein Schallplattenspieler, mit direkter Sonnenenergie betrieben. Foto: Marie Verdeil. Video.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Ein Schallplattenspieler, mit direkter Sonnenenergie betrieben. Foto: Marie Verdeil. [Video](https://www.youtube.com/watch?v=_LjSigJv0-0). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Die Living Energy Farm zeigt eine alternative Lösung: die gemeinschaftliche Organisation von Haushaltsaufgaben und Arbeit. Anstelle eines kommunalen Stromnetzes, das Energie an viele einzelne Haushalte verteilt, können wir kollektive Dienste mit dezentraler Energieerzeugung einrichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Gemeinschaftswerkstatt der Living Energy Farm kann direkter Solarstrom viel effizienter genutzt werden als in einer einzelnen Werkstatt, die nur gelegentlich genutzt wird. Eine kollektive Wäscherei in jeder Straße würde ebenfalls die direkte Sonnenenergie viel effizienter nutzen. Außerdem sparen wir auf diese Weise eine Menge Energie bei der Herstellung von Geräten und gewinnen eine Menge Platz.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;direkte-windenergie&#34;&gt;Direkte Windenergie?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Diese Strategie wird noch wichtiger, wenn wir uns nicht für direkte Sonnenenergie, sondern für direkte Windenergie entscheiden - oder für eine Kombination aus beidem. Die Living Energy Farm befindet sich in einer sonnigen Region, aber der gleiche Ansatz könnte auch an windigen Orten funktionieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied zwischen Solarenergie und Windenergie. Der Wirkungsgrad eines Solarmoduls hängt nicht von seiner Größe ab, was die Solarenergie ideal für die dezentrale Energieerzeugung macht. Im Gegensatz dazu steigt der Wirkungsgrad einer Windturbine &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2009/04/small-windmills-put-to-the-test/&#34;&gt;mit zunehmendem Rotordurchmesser überproportional&lt;/a&gt;. Viel besser als eine Windturbine pro Haushalt ist daher eine &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/06/reinventing-the-small-wind-turbine/&#34;&gt;etwas größere Windturbine&lt;/a&gt; für eine Gemeinschaft von Haushalten, z. B. für den Betrieb einer gemeinsamen Wäscherei oder Werkstatt.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;footnotes&#34; role=&#34;doc-endnotes&#34;&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li id=&#34;fn:1&#34;&gt;
&lt;p&gt;Die Lebensdauer von Blei-Säure-Batterien hängt von vielen Faktoren ab. Wenn sie zu tief entladen oder nicht regelmäßig vollständig aufgeladen werden, kann die Lebensdauer kürzer als drei Jahre sein. Andererseits kann eine Blei-Säure-Batterie, die kaum oder gar nicht entladen wird, viel länger als fünf Jahre halten. In der Fachliteratur wird jedoch eine Lebenserwartung von drei bis fünf Jahren angegeben, und dies ist auch meine Erfahrung mit den Batterien, die ich seit 2016 verwende. Siehe, zum Beispiel &amp;ldquo;Optimal Sizing and Life Cycle Assessment of Residential Photovoltaic Energy Systems With Battery Storage&amp;rdquo;, A. Celik, in &amp;ldquo;Progress in Photovoltaics: Research and Applications&amp;rdquo;, 2008. und &amp;ldquo;Energy pay-back time of photovoltaic energy systems: present status and prospects&amp;rdquo;, E.A. Alsema, in &amp;ldquo;Proceedings of the 2nd World Conference and Exhibition on photovoltaics solar energy conversion&amp;rdquo;, July 1998.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:2&#34;&gt;
&lt;p&gt;Um eine Blei-Säure-Batterie herzustellen (in weiten Teilen aus wiederverwendetem Material) braucht es etwa 1 MJ Energie je Wattstunde Speicherkapazität. Meine Batterie mit 100 Ampèrestunden entspricht einer Speicherkapazität von 1200 Wattstunden, und demnach beträgt die graue Energie 1200 MJ. In 30 Jahren brauche ich im besten Fall sechs dieser Batterien, das ergibt also 7200 MJ insgesamt. Quelle: &amp;ldquo;Energy Analysis of Batteries in Photovoltaic systems. Part one (Performance and energy requirements)&amp;rdquo; and &amp;ldquo;Part two (Energy Return Factors and Overall Battery Efficiencies)&amp;rdquo; (PDF). Energy Conversion and Management 46, 2005.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:3&#34;&gt;
&lt;p&gt;Über die graue Energie von Ladereglern gibt es nicht viel Forschung. Die klarste Aussage, die ich gefunden habe, geht von einem Wert von 1 MJ pro Watt Spitzenleistung aus: Kim, Bunthern, et al. &amp;ldquo;Life cycle assessment for a solar energy system based on reuse components for developing countries.&amp;rdquo; Journal of cleaner production 208 (2019): 1459-1468. Bei einer Leistung von 120W (mein Laderegler hat eine Maximalleistung von 10A x 12V = 120W), entspricht dies 120 MJ. Die geschätzte Lebensdauer wird mit Werten zwischen 7 und 12.5 Jahren angegeben: gleiche Literatur wie oben und außerdem: Kim, Bunthern, et al. &amp;ldquo;Second life of power supply unit as charge controller in PV system and environmental benefit assessment.&amp;rdquo; IECON 2016-42nd Annual Conference of the IEEE Industrial Electronics Society. IEEE, 2016. Deshalb habe ich eine geschätzte Lebensdauer von 10 Jahren berechnet.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:4&#34;&gt;
&lt;p&gt;Nawaz, I., and G. N. Tiwari. &amp;ldquo;Embodied energy analysis of photovoltaic (PV) system based on macro-and micro-level.&amp;rdquo; Energy Policy 34.17 (2006): 3144-3152. Folgt man dieser häufig zitierten Quelle braucht man 3500 MJ, um 1 qm Solarpanelfläche herzustellen. Meine zwei Solarpaneele haben zusammen eine Fläche von 0,65 qm, was Gesamtenergiekosten von 2275 MJ entspräche. Eine neuere Literaturübersicht schätzt die Energiekosten für die Herstellung verschiedenartiger Solarpaneele auf den Bereich zwischen 1034 and 5150 MJ/qm. Die dort enthaltenen jüngsten Untersuchungen zu Solarmodulen aus Silizium schätzen die Energiekosten auf etwa 1000 MJ/qm, viel geringer als die Zahl, die ich verwende. Siehe: Ludin, Norasikin Ahmad, et al. &amp;ldquo;Prospects of life cycle assessment of renewable energy from solar photovoltaic technologies: A review.&amp;rdquo; Renewable and Sustainable Energy Reviews 96 (2018): 11-28.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:4&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:5&#34;&gt;
&lt;p&gt;Lithium-Ionen-Batterien sind wesentlich teurer als Blei-Säure-Batterien, aber im Gegensatz zu Blei-Säure-Batterien können sie tiefer entladen werden (bis zu 15 % ihrer Gesamtkapazität) und haben eine längere Lebensdauer (7 bis 10 Jahre). Folglich werden weniger und kleinere Batterien benötigt. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren belaufen sich die Kosten für die Lebensdauer der Batterie auf 750 Euro im Vergleich zu 1020 Euro für Bleibatterien. Andererseits erfordern Lithium-Ionen-Batterien einen anspruchsvolleren und teureren Laderegler: Ein 10-A-Laderegler kostet je nach Qualität zwischen 200 und 600 Euro. Geht man von einem Preis von 400 Euro für den Laderegler und einer Lebensdauer von 10 Jahren sowohl für die Batterie als auch für den Laderegler aus, so macht die Batteriespeicherung 95 % der Gesamtkosten über die gesamte Lebensdauer aus (insgesamt 2070 Euro, viel mehr als die Gesamtkosten für das System mit Blei-Säure-Batterien). Quellen: &lt;a href=&#34;https://www.lithiumion-batteries.com/products/product/12v-50ah-lithium-ion-battery&#34;&gt;https://www.lithiumion-batteries.com/products/product/12v-50ah-lithium-ion-battery&lt;/a&gt; &amp;amp; &lt;a href=&#34;https://www.lithiumion-batteries.com/products/12v-lithium-ion-battery-chargers/&#34;&gt;https://www.lithiumion-batteries.com/products/12v-lithium-ion-battery-chargers/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:5&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:6&#34;&gt;
&lt;p&gt;Die Herstellung einer Lithium-Ionen-Batterie kostet zwar mehr Energie als die einer Blei-Säure-Batterie (1,4-1,9 MJ/Wh gegenüber 1 MJ/Wh), doch wird dies durch eine längere Lebensdauer und eine höhere Entladekapazität ausgeglichen. Die Energiekosten von Lithium-Ionen-Batterien über eine Lebensdauer von 30 Jahren liegen dann bei etwa 3000 MJ und damit deutlich unter denen eines vergleichbaren Blei-Säure-Batteriesystems. Im Gegensatz dazu enthält der Laderegler eine komplexere Elektronik. Leider gibt es keine Angaben zu den Energiekosten eines solchen Ladereglers. Es bleibt also nichts anderes übrig, als die Energiekosten auf der Grundlage der finanziellen Kosten zu schätzen, die vier- bis zwölfmal so hoch sind wie die eines Ladereglers für eine Blei-Säure-Batterie. Geht man von viermal höheren Kosten aus, steigt die eingebettete Energie des Ladereglers auf 480 MJ bzw. 1440 MJ über einen Zeitraum von 30 Jahren. Die Gesamtenergiekosten für das System betragen dann 6685 MJ, weniger als bei einem vergleichbaren System mit Blei-Säure-Batterien. Davon entfallen fast 70 % auf den Batteriespeicher.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:7&#34;&gt;
&lt;p&gt;Nickel-Eisen-Batterien sind noch größer und schwerer als Blei-Säure-Batterien und müssen regelmäßig gewartet werden. Aber sie können vollständig entladen werden und haben eine sehr lange Lebensdauer (20 Jahre). Außerdem können sie mit denselben Ladereglern wie Blei-Säure-Batterien verwendet werden. Die Lebensdauerkosten über 30 Jahre für die Batterie betragen 750 € und sind damit günstiger als die sechs Bleibatterien mit ähnlicher Kapazität. Die Gesamtkosten für die Lebensdauer eines Nickel-Eisen-Batteriesystems mit 100-W-Solarmodulen belaufen sich auf 1.020 €, wovon 85 % auf die Energiespeicherung entfallen. Leider sind Nickeleisenbatterien schwer zu finden, vor allem die kleineren Modelle. Quellen: &lt;a href=&#34;https://beyondoilsolar.com/product/nickel-iron-battery-industrial-series/&#34;&gt;https://beyondoilsolar.com/product/nickel-iron-battery-industrial-series/&lt;/a&gt; und &lt;a href=&#34;https://beyondoilsolar.com/product-category/batteries/nickel-iron/&#34;&gt;https://beyondoilsolar.com/product-category/batteries/nickel-iron/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:7&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:8&#34;&gt;
&lt;p&gt;Bei einer etwas größeren Solaranlage wäre der Preis der Solarmodule proportional sogar noch geringer. Das liegt daran, dass Solarmodule mit kleinen Abmessungen (z. B. 50 W) pro Watt Spitzenleistung proportional teurer sind als Solarmodule mit herkömmlichen Abmessungen (ab 250 W). Mehr oder weniger dasselbe gilt für die Energiekosten.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:9&#34;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://livingenergyfarm.org&#34;&gt;https://livingenergyfarm.org&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:9&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:10&#34;&gt;
&lt;p&gt;Alexis Zeigler, der Gründer der Living Energy Farm, hat ein Buch über das Projekt geschrieben, das online erhältlich ist: &lt;a href=&#34;https://conev.org/empoweringcommunities14.pdf&#34;&gt;Empowering Communities. A Practical Guide to Energy Self Sufficiency and Stopping Climate Change&lt;/a&gt;. Es kann auch als &lt;a href=&#34;https://conev.org/&#34;&gt;gedrucktes Buch bestellt werden&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:11&#34;&gt;
&lt;p&gt;Da bei direkter Sonnenenergie kein Laderegler für jedes einzelne System erforderlich ist, verursacht die Aufteilung einer Solaranlage keine zusätzlichen Kosten und keinen zusätzlichen Energieverbrauch.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:11&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:12&#34;&gt;
&lt;p&gt;Untersuchungen zeigen, dass eine Verdoppelung der Isolierstärke von 2,5 cm (Standardisolierung) auf 5 cm den jährlichen Stromverbrauch eines Kühlschranks (50 Liter Fassungsvermögen) von 250 auf 125 Kilowattstunden reduziert. &lt;sup id=&#34;fnref1:13&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:13&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;13&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Bei einer Dämmdicke von 10 bis 12,5 cm halbiert sich der Stromverbrauch nochmals auf etwa 60 Kilowattstunden pro Jahr. Eine noch dickere Isolierung führt zu einer geringeren Verringerung des Stromverbrauchs und ist nicht mehr attraktiv, da eine dickere Isolierung auch die Kosten und die Größe des Kühlschranks erhöht. Die Studie bezieht sich auf einen solarbetriebenen Wechselstrom-Kühlschrank, der mit einem Wechselrichter und einer Batterie betrieben wird, was weniger energieeffizient ist als ein direkt solarbetriebener Kühlschrank.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:13&#34;&gt;
&lt;p&gt;Gupta, B. L., Mayank Bhatnagar, and Jyotirmay Mathur. &amp;ldquo;Optimum sizing of PV panel, battery capacity and insulation thickness for a photovoltaic operated domestic refrigerator.&amp;rdquo; Sustainable Energy Technologies and Assessments 7 (2014): 55-67.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:13&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:13&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:14&#34;&gt;
&lt;p&gt;Diese thermische Masse kann im wahrsten Sinne des Wortes ein Behälter mit Wasser sein, der im Inneren des Kühlschranks platziert wird, oder einige Wasserflaschen zum Trinken. Das Wasser kann aber auch in Behältern an der Seite des Geräts aufbewahrt werden, hinter einer Innenverkleidung, die sie an Ort und Stelle hält und vor Blicken verbirgt. Wasser hat eine höhere Wärmespeicherdichte als Luft und hält die Temperatur länger stabil.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:15&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ewert, M., et al. &amp;ldquo;Photovoltaic direct drive, battery-free solar refrigerator field test results.&amp;rdquo; Proceedings of the solar conference. American solar energy society; American institute of architects, 2002.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:16&#34;&gt;
&lt;p&gt;Dieser Vorteil gilt nur, wenn der Kühlschrank in einem unbeheizten Raum aufgestellt wird. Die moderne Gewohnheit, einen Kühlschrank in einer beheizten Küche aufzustellen, wenn die Außentemperatur im Winter gleich oder niedriger ist als die Temperatur im Kühlschrank, ist natürlich eine absurde Verschwendung. Aber auch in tropischen Ländern, in denen das ganze Jahr über hohe Temperaturen herrschen, gilt dieser Vorteil nicht.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:16&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:17&#34;&gt;
&lt;p&gt;Die Nutzung direkter Sonnenenergie zur Raumkühlung wurde nicht so gründlich untersucht wie die Nutzung von Haushaltskühlschränken. Siehe: Luerssen, Christoph, et al. „Life cycle cost analysis (LCCA) of PV-powered cooling systems with thermal energy and battery storage for off-grid applications.“ Applied Energy 273 (2020): 115145. Darüber hinaus ist es unwahrscheinlich, dass damit gleichgroße Energieeinsparungen erzielt werden. Ein Kühlschrank ist immer isoliert, aber im Falle eines luftgekühlten Raums oder Gebäudes ist dies nicht unbedingt der Fall. Außerdem wird ein Kühlschrank in einem Raum aufgestellt, in dem eine stabile Temperatur herrscht. Ein Gebäude ist größeren Temperaturschwankungen unterworfen und kann auch durch direkte Sonneneinstrahlung aufgeheizt werden. Die direkte solare Luftkühlung ist also viel komplizierter. Siehe: Qi, Ronghui, Lin Lu, and Yu Huang. &amp;ldquo;Parameter analysis and optimisation of the energy and economic performance of solar-assisted liquid desiccant cooling system under different climate conditions.&amp;rdquo; Energy conversion and management 106 (2015): 1387-1395.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:18&#34;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;http://sharedcurriculum.peteschwartz.net/solar-electric-cooking/&#34;&gt;Solarelektrisches Kochen&lt;/a&gt;, Pete Schwartz, Cal Poly Physics. Siehe auch &lt;a href=&#34;http://sharedcurriculum.peteschwartz.net/wp-content/uploads/sites/3/2022/11/New-ISEC-Design-Ideas.pdf&#34;&gt;diese Präsentation&lt;/a&gt; vom gleichen Autor.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:18&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:19&#34;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://digitalcommons.calpoly.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1747&amp;amp;context=mesp&#34;&gt;Isolierter Solarelektrischer Kocher mit Wärmespeicherung&lt;/a&gt;, Andrew McCombs et al., 2022. Siehe auch &lt;a href=&#34;https://www.youtube.com/watch?v=FKIH7HDK6Dw&#34;&gt;dieses Video&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:20&#34;&gt;
&lt;p&gt;Siehe: Ferreira, Carlos Infante, and Dong-Seon Kim. &amp;ldquo;Techno-economic review of solar cooling technologies based on location-specific data.&amp;rdquo; International Journal of Refrigeration 39 (2014): 23-37. ///// Riffat, James, et al. &amp;ldquo;Development and testing of a PCM enhanced domestic refrigerator with use of miniature DC compressor for weak/off grid locations.&amp;rdquo; International Journal of Green Energy 19.10 (2022): 1118-1131. ///// Du, Wenping, et al. &amp;ldquo;Dynamic energy efficiency characteristics analysis of a distributed solar photovoltaic direct-drive solar cold storage.&amp;rdquo; Building and Environment 206 (2021): 108324. ///// Alsagri, Ali Sulaiman. &amp;ldquo;Photovoltaic and photovoltaic thermal technologies for refrigeration purposes: an overview.&amp;rdquo; Arabian journal for science and engineering 47.7 (2022): 7911-7944.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:20&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:21&#34;&gt;
&lt;p&gt;Mangels Forschungsergebnissen ist nicht klar, ob dies auch für die graue Energie gilt.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:21&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:22&#34;&gt;
&lt;p&gt;In beiden Fällen ist es jedoch notwendig, den Schalter des Geräts zu umgehen, da Gleichstrom mehr Wärme erzeugt als Wechselstrom. Stattdessen kann ein geeigneter externer Schalter helfen, aber damit umgeht man den Sicherheitsmechanismus des Geräts, was natürlich ein Risiko darstellt. &lt;sup id=&#34;fnref6:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Auch dies muss nicht der Fall sein: Es ist technisch möglich, Geräte zu bauen, die für direkten Solarstrom geeignet sind.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:22&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:23&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ein Kompressor mit fester Drehzahl kann nur 50 % des erzeugten Solarstroms sinnvoll nutzen, während ein Kompressor mit variabler Drehzahl etwa 75 % sinnvoll nutzt. &lt;sup id=&#34;fnref1:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Ein Kondensator wird benötigt, um dem Kompressor in der Startphase einen Energieschub zu geben.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:24&#34;&gt;
&lt;p&gt;Anstelle eines DC-DC-Wandlers können Sie auch eine kleine „Pufferbatterie“ und einen Laderegler einbauen. Wie ein Gleichstrom-Gleichstrom-Wandler sorgt der Laderegler für eine stabile Ausgangsspannung. Darüber hinaus kann die kleine Batterie einen begrenzten Energiespeicher bereitstellen, der nützlich sein kann, um kurze Stromspitzen zu verarbeiten. Einige Geräte weisen beispielsweise beim Aufladen eine Stromspitze auf. Der Nachteil einer Pufferbatterie ist, dass die Kosten und die eingebaute Energie steigen und zusätzliche Komponenten ausfallen können. Ein Kondensator wäre eine andere Technologie zum Abfangen von Stromspitzen.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:24&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:25&#34;&gt;
&lt;p&gt;Die Verwendung von Niederspannungs-Gleichstromgeräten ist jedoch wesentlich energieeffizienter, da Solarmodule ebenfalls Niederspannungs-Gleichstrom erzeugen: &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2016/04/slow-electricity-the-return-of-dc-power/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/2016/04/slow-electricity-the-return-of-dc-power/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:26&#34;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://conev.org/ISECmanual14.pdf&#34;&gt;Bauanleitung für isolierten Solarkocher&lt;/a&gt;, Living Energy Farm. &lt;a href=&#34;http://sharedcurriculum.peteschwartz.net/isecooker-construction/&#34;&gt;Bedienungsanleitung für isolierten Solarkocher&lt;/a&gt;, Pete Schwartz, Cal Poly Physics. &lt;a href=&#34;https://livingenergylights.com/wp-content/uploads/2022/08/roxy-installation-instructions.pdf&#34;&gt;Bedienungsanleitung Roxy Oven&lt;/a&gt;, Living Energy Farm. &lt;a href=&#34;https://www.youtube.com/watch?v=SIDG8fTvf-I&#34;&gt;Videopräsentation solarelektrische Kocher&lt;/a&gt;, Alexis Zeigler, Living Energy Farm. &lt;a href=&#34;https://www.youtube.com/watch?v=uzZPstX1CbQ&#34;&gt;Video-Handbuch für die Herstellung von Heizdrähten&lt;/a&gt;. Thermische Wärmespeicherung: &lt;a href=&#34;https://digitalcommons.calpoly.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1747&amp;amp;context=mesp&#34;&gt;Isolierter solarelektrischer Kocher mit Wärmespeicher&lt;/a&gt;, Andrew McCombs et al., 2022. Siehe auch &lt;a href=&#34;https://www.youtube.com/watch?v=FKIH7HDK6Dw&#34;&gt;dieses Video&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:26&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;
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      <title>Gemeinsamer Luxus: Das Öffentliche Badehaus</title>
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      <pubDate>Thu, 03 Oct 2024 00:00:00 +0000</pubDate>
      
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      <description>&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Hot-spring-pool-bathhouse_in_Beitou-Taiwan-1900s-museum_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Badehaus, gebaut auf einem Thermalbecken, Taiwan. Foto aus dem frühen 19. Jahrhundert, Public Domain.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Badehaus, gebaut auf einem Thermalbecken, Taiwan. Foto aus dem frühen 19. Jahrhundert, Public Domain. 
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&lt;h2 id=&#34;kein-fließend-wasser-zu-hause&#34;&gt;Kein fließend Wasser zu Hause&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Kaum eine andere Tätigkeit erfordert in unserer Industriegesellschaft mehr Privatsphäre als das Waschen und Pflegen des Körpers. Wir tun dies in der Regel allein, in unseren privaten Badezimmern, mit verriegelten Türen. Im historischen Kontext betrachtet, ist das ungewöhnlich. Das Baden in Anwesenheit anderer war früher eher die Regel als die Ausnahme. Noch bis in die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts gab es in vielen Haushalten, selbst in den fortschrittlichsten Industriegesellschaften, kein fließendes Wasser, geschweige denn ein eigenes Bad. &lt;sup id=&#34;fnref:1&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:1&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Badezimmer benötigt eine Wasserversorgung, aber auch einen Abfluss und eine Energiequelle um das Wasser zu erhitzen. Man kann natürlich auch ohne diese Infrastrukturen ein heißes Bad zu Hause nehmen. Seit der Antike haben Reiche private Bäder in ihre Häuser integriert. In den meisten Fällen konnten sie das tun, weil weniger wohlhabende Menschen - entweder Diener oder Sklaven - ihre Badewannen mit Eimern voll Wasser füllten und leerten und Feuerholz sammelten, um sie zu heizen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch für die allermeisten Menschen war es praktischer, ihren Körper zum Wasser zu bringen als umgekehrt. Für einige bedeutete dies, in Flüssen, Seen oder Quellen zu baden. Für andere, vor allem im städtischem Raum, hieß es, ein öffentliches Badehaus zu besuchen.&lt;/p&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Badhuis-Aken-Jan_Luyken-1682_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Badehaus in Aachen, Jan Luyken, 1682.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Badehaus in Aachen, Jan Luyken, 1682. 
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&lt;h2 id=&#34;ist-baden-unnachhaltig&#34;&gt;Ist Baden unnachhaltig?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Moderne Badegewohnheiten sind ein gutes Beispiel für einen nicht nachhaltigen Lebensstil, der auf fossilen Brennstoffen basiert. Die Warmwasserbereitung ist in vielen Haushalten der zweitgrößte Energieverbraucher (nach Heizung und/oder Kühlung), und ein großer Teil davon wird zum Baden oder Duschen verwendet. &lt;sup id=&#34;fnref:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das moderne Badezimmer benötigt viel Wasser und verbraucht zusätzlich Energie für Heizung und Abwasseraufbereitung. Auch der Bau und die Renovierung von Bädern sind ressourcenintensiv.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Umweltschützer plädieren allgemein für zwei Möglichkeiten um diese Probleme anzugehen. Eine Strategie konzentriert sich auf technische Lösungen wie wassersparende Duschköpfe, solarbeheizte Boiler, Wärmerückgewinnungssysteme für Abwasser und Grauwasserrecycling. Die zweite Strategie setzt auf individuelle Verhaltensänderungen oder einen gesellschaflichen Wandel, indem moderne Sauberkeitsnormen in Frage gestellt werden: kürzeres und selteneres Baden oder Duschen, kaltes Duschen oder eine Katzenwäsche am Waschbecken. &lt;sup id=&#34;fnref1:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist unwahrscheinlich, dass diese Ansätze viel bewirken werden. Viele technische Lösungen lassen sich nur schwer oder gar nicht in bestehende Gebäude einbauen, insbesondere in Städten. So verfügt ein Mehrfamilienhaus mit zunehmender Geschosszahl schnell nicht mehr über genügend Dachfläche, um Solaranlagen für alle Bewohner zu installieren. Umgekehrt ist es unwahrscheinlich, dass Werbung für Verzicht im Sinne der Nachhaltigkeit zu einer breiteren Akzeptanz umweltschonender Praktiken führt. &lt;sup id=&#34;fnref1:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:4&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:4&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Öffentliche Bäder machen es leichter um Badepraktiken von der Nutzung fossiler Brennstoffe zu entkoppeln.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Gemeinschaftliches Baden könnte ein dritter Ansatz sein, wird aber nur selten erwähnt. Das ist bemerkenswert, denn im Hinblick auf die Ressourceneffizienz ist es fast unschlagbar. Der Bau und Betrieb eines Badehauses für 1.000 Menschen erfordert deutlich weniger Energie als der Bau und Betrieb von 1.000 Einzelbädern. Ein öffentliches Badehaus ist auch in Bezug auf Material, Geld und Platz effizienter. &lt;sup id=&#34;fnref:5&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:5&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genauso wichtig ist, dass öffentliche Bäder die Anwendung der oben genannten nachhaltigen Technologien erleichtern. Dadurch wird der Energieverbrauch weiter gesenkt, und es ist möglich, die Badepraktiken von der Nutzung fossiler Brennstoffe zu entkoppeln. Darüber hinaus kann ein öffentliches Badehaus die Nachhaltigkeit erheblich verbessern, ohne Kompromisse bezüglich des Komforts zu machen. Im Gegenteil, durch die Bündelung von Ressourcen, um etwas für die Gemeinschaft und nicht für jeden einzelnen Haushalt zu bauen, kann ein Höchstmaß an nachhaltiger Extravaganz erreicht werden. Das könnte überzeugender sein als die Aussicht auf kalte Duschen.&lt;/p&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/18388_3_en-1897-bains-dunkerquois_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Öffentliches Badehaus in Dünkirchen, Frankreich, eröffnet 1897.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Öffentliches Badehaus in Dünkirchen, Frankreich, eröffnet 1897.
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&lt;h2 id=&#34;baden-in-flüssen-seen-und-heißen-quellen&#34;&gt;Baden in Flüssen, Seen und heißen Quellen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Natur hat dem Menschen Badegelegenheiten in Form von Bächen, Flüssen, Teichen, Seen, Wasserfällen und Regenschauern geboten. Die Menschheit verbrachte viel Zeit im tropischen Afrika, wo zum Baden kein künstlich erhitztes Wasser erforderlich war. Als wir in kältere Klimazonen zogen, bot uns die Natur eine andere Lösung an: heiße Quellen. Auf der ganzen Welt gibt es Zehntausende von Thermalquellen - nur wenige der heutigen Länder haben gar keine. &lt;sup id=&#34;fnref:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:7&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:7&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;7&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Baden in heißen Quellen war in den Hochkulturen überall auf der Welt üblich. Diese Praxis reicht jedoch noch weiter in die Vergangenheit zurück. Archäologische Funde belegen, dass sich viele prähistorische Siedlungen in der Nähe heißer Quellen niederließen. &lt;sup id=&#34;fnref1:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Es ist unmöglich, felsenfest zu beweisen, dass die Menschen diese Gewässer zum Baden nutzten, aber warum sollten sie das nicht tun, besonders in kalten Regionen? &lt;sup id=&#34;fnref:9&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:9&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;9&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ein warmes Bad zu nehmen ist ein Brauch, der bis in die Vorgeschichte zurückreicht.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die heutige Badekultur ist auf fossile Brennstoffe angewiesen, aber wenn wir den historischen Kontext betrachten, ist ein heißes Bad nicht unnachhaltig. Im Falle der heißen Quellen ist die gesamte Infrastruktur und der Betrieb — Wasserversorgung, Abfluss und Wärmequelle — bereits vorhanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unsere Vorfahren haben auch das Dampf- oder Schwitzbad erfunden, um zu jeder Jahreszeit und in jedem Klima von kaltem Wasser Gebrauch zu machen. Statt Wasser zu erhitzen, werden die Menschen erwärmt, so dass sie bequem in kaltem Wasser baden können. Die frühesten Dampfhütten aus prähistorischer Zeit waren kaum mehr als kleine Blockhäuser oder zeltartige Konstruktionen, die mit Wolldecken oder Fellen bedeckt waren. &lt;sup id=&#34;fnref:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:11&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:11&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;11&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:13&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:13&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;13&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/bathing-place-paul-gauguin-1886-pont-aven-france-1024x860_dithered.png&#34; alt=&#39;Gemälde: Badeort, Öl auf Leinwand, Paul Gauguin, 1886.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Gemälde: Badeort, Öl auf Leinwand, Paul Gauguin, 1886. 
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&lt;h2 id=&#34;die-entstehung-des-badehauses&#34;&gt;Die Entstehung des Badehauses&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Künstliche Badeanlagen aus Ziegeln oder Stein entstanden vor etwa 4.000 Jahren. &lt;sup id=&#34;fnref:14&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:14&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;14&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Dabei konnte es sich um ein Freibad, ein Badehaus oder ein privates Bad handeln. Viele Badehäuser und Schwimmbäder wurden auf natürlichen heißen Quellen errichtet, wobei die natürliche Umgebung angepasst wurde, um sie bequemer, sicherer und attraktiver zu machen. &lt;sup id=&#34;fnref2:6&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:6&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Menschen begannen auch, Wasser durch Kanäle, Rohre und Aquädukte in städtische Badeeinrichtungen zu leiten. Sie begannen mit dem Bau von Bädern, die auch künstlich erwärmtes Wasser nutzten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die alten Römer sind am bekanntesten für das öffentliche Badehaus, obwohl sie sich viel von den alten Griechen inspirieren ließen. Die griechischen Badehäuser bestanden aus Räumen mit einzelnen Hüftbädern an den Wänden. Aufrecht sitzend übergossen sich die Badenden mit heißem Wasser oder ließen dies von einem Diener übernehmen. Die Römer hingegen teilten sich das Wasser in großen Wannen oder Becken. Beide benutzten auch Dampfbäder. &lt;sup id=&#34;fnref:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:16&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:16&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;16&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:18&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:18&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;18&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Hochphase des Imperiums gab es allein in der Stadt Rom rund 1.000 öffentliche Bäder für eine Bevölkerung von etwa 1 Million Menschen - ein Badehaus pro 1.000 Einwohner. &lt;sup id=&#34;fnref2:8&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:8&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;8&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die prominentesten Badehäuser waren die „thermae“, in denen bis zu mehreren tausend Menschen gleichzeitig baden konnten. Diese Einrichtungen, die es nur in den größten Städten gab, waren mit Mosaiken, Marmorböden und -becken, Granitsäulen und Statuen reich verziert. Die Mehrheit der antiken römischen Badehäuser waren jedoch kleinere Bäder in der Nachbarschaft, die „balnea“ genannt wurden. &lt;sup id=&#34;fnref1:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Baths_of_Diocletian_-_Paulin_1880_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Querschnitt durch die Diokletiansthermen des französischen Architekten Edmond Paulin, 1880. Dieser Badekomplex war mit einer Kapazität von über 3.000 Personen der größte des antiken Roms.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Querschnitt durch die Diokletiansthermen des französischen Architekten Edmond Paulin, 1880. Dieser Badekomplex war mit einer Kapazität von über 3.000 Personen der größte des antiken Roms. 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;h2 id=&#34;das-vorindustrielle-badehaus&#34;&gt;Das vorindustrielle Badehaus&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Geschichte des öffentlichen Badehauses setzt sich auch nach dem Untergang des Römischen Reiches fort. Im Osten entwickelte sich aus dem römischen Badehaus der Hammam, der anstatt eines Beckens das Schwitzen als Reinigungsmethode bevorzugte.&lt;sup id=&#34;fnref:20&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:20&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;20&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:21&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:21&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;21&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Nach einem Schwitzbad übergoss man sich mit Wasser. Ähnlich wie die kleinen römischen Bäder, die als balnea bekannt waren, verbreiteten sich Hammams in großer Zahl in allen Städten der islamischen Welt, da sie die körperliche Reinigung und die Durchführung von rituellen Waschungen vor dem Gebet ermöglichten. &lt;sup id=&#34;fnref:22&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:22&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;22&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Westeuropa gerieten viele römische Bäder in Verfall. Das öffentliche Badehaus kehrte jedoch im späten Mittelalter in vollem Schwung zurück, als eine neue Phase der Urbanisierung einsetzte. &lt;sup id=&#34;fnref:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:24&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:24&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;24&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Im 13., 14. und 15. Jahrhundert gab es in vielen europäischen Städten ein öffentliches Badehaus für etwa 2000 bis 5000 Bürger,&lt;sup id=&#34;fnref:26&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:26&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;26&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; viele davon waren Dampfbäder nach dem Vorbild des Hammam. Eine zweite Art von Badehäusern bestand aus hölzernen Wannen, in denen eine kleine Gruppe von Menschen Platz fand. Das mittelalterliche Badehaus war auch als „Eintopf“ bekannt, was sich auf den Ofen bezieht, der entweder das Wasser für die Wannen erhitzte oder den Raum mit Dampf füllte. &lt;sup id=&#34;fnref1:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Hann_M%C3%BCnden_Badstoven_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Ein ehemaliges mittelalterliches Badehaus, erbaut 1562, in Münden. Foto von Axel Hindemith (CC BY-SA 4.0).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Ein ehemaliges mittelalterliches Badehaus, erbaut 1562, in Münden. Foto von Axel Hindemith (CC BY-SA 4.0). 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Durer__Albrecht_-_Women_s_Bath_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Das Badehaus der Frauen, von Albrecht Dürer, 1496.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Das Badehaus der Frauen, von Albrecht Dürer, 1496. 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Ludwig_Rohbock_1850a_Rudas_Baths_IMG_0644_dithered.png&#34; alt=&#39;Gemälde: Rudas-Bäder, Ludwig Rohbock, 1850. Die Rudas-Bäder in Budapest wurden 1550 erbaut und sind immer noch in Betrieb.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Gemälde: Rudas-Bäder, Ludwig Rohbock, 1850. Die Rudas-Bäder in Budapest wurden 1550 erbaut und sind immer noch in Betrieb. 
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&lt;p&gt;Nordeuropa und Russland - die nie von römischen oder islamischen Mächten erobert wurden - hielten an Schweiß- und Heißluftbädern fest. So gab es zum Beispiel im Mittelalter in Städten im Großfürstentums Moskaus öffentliche &amp;ldquo;Banjas&amp;rdquo;. &lt;sup id=&#34;fnref1:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Auch in Asien entwickelten sich eigenständige Badekulturen. Im spätmittelalterlichen Japan zum Beispiel teilten sich die Menschen aus wirtschaftlichen Gründen private Bäder unter Familien, Nachbarn und Freunden. Für diese „Gemeinschaftsbäder“ von meist vier bis zehn Personen brachte jeder Badegast eine Portion Brennholz mit, um das Wasser zu erhitzen. Aus dieser Praxis entwickelten sich größere öffentliche Bäder - „sento“ -, die ab dem fünfzehnten Jahrhundert ein rasches Wachstum erlebten. &lt;sup id=&#34;fnref:27&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:27&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;27&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:28&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:28&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;28&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Gustav_Retzius_0AFinland_Stockholm_1881_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Frauen, die ein Dampfbad nehmen. Holzstich von Olaf Sörling.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Frauen, die ein Dampfbad nehmen. Holzstich von Olaf Sörling. 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/men-in-a-japanese-bathhouse_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Männer in einem japanischen Badehaus, frühes zwanzigstes Jahrhundert. Bild in der Public Domain.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Männer in einem japanischen Badehaus, frühes zwanzigstes Jahrhundert. Bild in der Public Domain. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;baden-als-vergnügen&#34;&gt;Baden als Vergnügen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heutzutage betrachten Umweltschützer, die für kürzeres oder selteneres Duschen plädieren, das Baden implizit als eine rein zweckmäßige Praxis. Im Laufe der Geschichte ging es beim Baden jedoch nie nur um Hygiene. Die Menschen wurden nicht nur sauber, sondern besuchten öffentliche Bäder auch, um sich zu entspannen, sich zu amüsieren und Kontakte zu knüpfen. Das Baden - in welcher Form auch immer - war keine schnelle Angelegenheit, sondern zog sich oft über Stunden hin. &lt;sup id=&#34;fnref2:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:28&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:28&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;28&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die alten Griechen saßen in einzelnen Badewannen zusammen und unterhielten sich, wofür die Akustik des Raums optimal ausgelegt war. &lt;sup id=&#34;fnref:29&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:29&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;29&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Im antiken Rom waren die öffentlichen Bäder Orte, an denen sich die Menschen fast täglich aufhielten, um gesehen zu werden, sich zu unterhalten, zu entspannen, zu tratschen, zu speisen, Sport zu treiben oder zu lernen. Die Badegäste nahmen Schönheitsbehandlungen wie Massagen, Rasieren, Frisieren und Enthaaren in Anspruch. Sie feierten Feste und Jubiläen und ehrten ausländische Gäste. &lt;sup id=&#34;fnref3:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:30&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:30&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;30&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das Baden - in welcher Form auch immer - war keine schnelle Angelegenheit, sondern zog sich oft über Stunden hin.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das mittelalterliche europäische Badehaus knüpfte an diese Traditionen an, wenn auch weniger prunkvoll, aber nicht unbedingt mit weniger Ausgelassenheit. Insbesondere die mittelalterlichen Badehäuser mit hölzernen Wannen waren oft ein Ort der Unterhaltung, an dem auch Essen, Trinken, Musik und verschiedene Arten der Körperpflege angeboten wurden. &lt;sup id=&#34;fnref2:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In Japan wurden im 16. Jahrhundert öffentliche Bäder zu Orten der Begegnung und des geselligen Beisammenseins, an denen große Gruppen von Menschen aßen, tranken und sangen. &lt;sup id=&#34;fnref1:27&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:27&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;27&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:28&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:28&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;28&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das Baden in Flüssen, das bis ins 20. Jahrhundert in den Städten und auf dem Land fortgesetzt wurde, war eine Art Spiel, bei dem das Schwimmen ein mögliches Element war. &lt;sup id=&#34;fnref:31&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:31&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;31&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleichzeitig wurde das Baden zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten als unentbehrlich angesehen, denn es folgte der hippokratischen Vorstellung, dass der Mensch das Gleichgewicht der Körperflüssigkeiten aufrechterhalten oder wiederherstellen konnte, indem er den Körper kalten, heißen, feuchten oder trockenen Bedingungen aussetzte. Die Gestaltung der vorindustriellen Bäder spiegelte diese Vorstellungen wider und wies Becken und Räume mit unterschiedlichen Temperaturen auf. &lt;sup id=&#34;fnref4:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:21&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:21&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;21&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Miniatur_aus_Johannes_de_Sacroboscos_De_Sphaera_um_0A1470._dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Miniaturzeichnung in „De Sphaera Mundi“, geschrieben von Johannes de Sacrobosco, um 1230.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Miniaturzeichnung in „De Sphaera Mundi“, geschrieben von Johannes de Sacrobosco, um 1230. 
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/fortepan_205233_dithered.png&#34; alt=&#39;Schachspiel in den Széchenyi-Bädern in Budapest, Ungarn, 1970er Jahre. Foto von Kereki Sándor. Gefunden bei Fortepan.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Schachspiel in den Széchenyi-Bädern in Budapest, Ungarn, 1970er Jahre. Foto von Kereki Sándor. Gefunden bei [Fortepan](https://fortepan.hu/hu/). 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;gemeinsamer-luxus&#34;&gt;Gemeinsamer Luxus&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Während diese Elemente des Vergnügens, der sozialen Interaktion und der Gesundheit auch heute noch in Mineralbädern zu finden sind, gibt es einen entscheidenden Unterschied zu früheren Badegewohnheiten. Das heutige Thermalbad ist viel zu teuer, um ein privates Bad zu ersetzen. Im Gegensatz dazu war das historische öffentliche Badehaus eine egalitäre Einrichtung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Römische öffentliche Bäder verlangten keinen oder nur einen geringen Eintritt und waren für jedermann zugänglich. Es gab keine Bereiche, die höher gestellten Gästen vorbehalten waren. In Verbindung mit der prächtigen Architektur und der üppigen Dekoration der Bäder war damit sichergestellt, dass auch der einfache Bedienstete in den Genuss von Luxus kam. &lt;sup id=&#34;fnref5:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Diese Bräuche setzten sich bis ins europäische Mittelalter fort und wurden von Badekulturen in der ganzen Welt übernommen. &lt;sup id=&#34;fnref3:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In Japan zum Beispiel trug das Badehaus dazu bei, „die bestehende soziale Hierarchie langsam zu dekonstruieren und einen neuen kulturellen Fluss zwischen der Elite und dem einfachen Volk zu schaffen.“ &lt;sup id=&#34;fnref3:28&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:28&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;28&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:32&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:32&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;32&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die einzige Trennung fand zwischen Männern und Frauen statt, und sie war bei weitem nicht überall in Raum und Zeit gültig. Sie gingen entweder in verschiedene Badehäuser, besetzten verschiedene Abteilungen oder teilten sich dieselben Räume zu verschiedenen Tageszeiten oder in der Woche. &lt;sup id=&#34;fnref2:12&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:12&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;12&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref6:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref3:17&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:17&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;17&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref3:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref4:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/hinode-yu-stuart-gibson_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Ein Sento in Japan. Foto von Stuart Gibson.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Ein Sento in Japan. Foto von [Stuart Gibson](https://stuartgibson.aminus3.com/portfolio/). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;der-heizbedarf-römischer-badehäuser&#34;&gt;Der Heizbedarf römischer Badehäuser&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie nachhaltig war dieser gemeinschaftliche Luxus? Die meisten Forschungsarbeiten über den Energieverbrauch von Badehäusern beziehen sich auf die antiken römischen Bäder. Historiker haben die großen Badehäuser des Imperiums bisweilen als verschwenderisch dargestellt und argumentiert, dass ihre weit verbreitete Nutzung zur Abholzung der Wälder führte. &lt;sup id=&#34;fnref:33&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:33&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;33&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:34&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:34&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;34&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:35&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:35&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;35&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In den letzten Jahren haben jedoch archäologische Forschungen, thermische Analysen und Wärmeübertragungsstudien immer deutlicher gemacht, dass die antiken römischen Badehäuser trotz ihrer Üppigkeit bemerkenswert energieeffiziente Gebäude waren. &lt;sup id=&#34;fnref:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:33&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:33&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;33&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Grund war das Hypokaustensystem. Es bestand aus einem oder mehreren unterirdischen Öfen, die heiße Luft unter dem Fußboden und in die hohlen Wände leiteten (einige Bäder hatten auch beheizte Decken). Aufgrund der großen Strahlungsflächen konnten die Räume im Gebäude mit einer niedrigeren Temperatur beheizt werden, was Energie sparte. Obwohl das Wasser für die Becken regelmäßig in einem isolierten Kessel in der Nähe des Ofens erwärmt wurde, trug die Wärme in den Böden und Wänden dazu bei, es über einen längeren Zeitraum warm zu halten. &lt;sup id=&#34;fnref1:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:33&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:33&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;33&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Untersuchung der Stabianer Thermen, einer der ältesten erhaltenen Thermen, zeigt einen Brennstoffverbrauch von 5 bis 8 kg Brennholz pro Stunde, je nach Jahreszeit. &lt;sup id=&#34;fnref2:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:37&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:37&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;37&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das entspricht einem Holzvorrat von etwas mehr als 60 Eschen pro Jahr, was kaum zu Entwaldung führen durfte. &lt;sup id=&#34;fnref3:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Der Brennholzverbrauch war wahrscheinlich sogar noch geringer, da die römischen Bäder das Holz routinemäßig durch andere lokal verfügbare Brennstoffe ergänzten, bei denen es sich häufig um Abfallprodukte handelte: Schilf, Erntereste (Olivenkerne, Obstbaumschnitt, Spreu) und tierische Abfälle (Dung und Knochen). &lt;sup id=&#34;fnref3:33&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:33&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;33&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Viele römische Bäder wurden an sonnigen Tagen fast ausschließlich durch Sonneneinstrahlung beheizt.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Mit der gleichen Methodik zeigt eine Untersuchung eines späteren Badekomplexes - der Forumsthermen in Ostia - dass die Römer die Energieeffizienz ihrer Badehäuser kontinuierlich verbesserten. &lt;sup id=&#34;fnref:38&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:38&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;38&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:39&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:39&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;39&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Forumsthermen waren dreimal so groß wie die Stabianer Thermen - 923 m2 gegenüber 310 m2 beheizter Fläche -, aber ihr berechneter jährlicher Holzverbrauch ist nicht einmal doppelt so hoch: etwa 100 Bäume pro Jahr. &lt;sup id=&#34;fnref1:38&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:38&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;38&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref4:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das neuere Badehaus hatte dickere Wände (zwei Meter statt einem Meter) und viel größere verglaste Fenster, die den Anteil der Sonneneinstrahlung erhöhten. &lt;sup id=&#34;fnref:40&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:40&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;40&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Frühere Untersuchungen hatten ergeben, dass die Bäder des Forums an sonnigen Tagen fast ausschließlich durch Sonnenenergie beheizt wurden. &lt;sup id=&#34;fnref:41&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:41&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;41&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den oben genannten Studien wird davon ausgegangen, dass die Römer ihre Bäder täglich 24 Stunden lang beheizten und sie nur zu Wartungszwecken abschalteten. Römische Badehäuser wurden wahrscheinlich auch in der Nacht beheizt, da dies praktischer und energieeffizienter war. Viele Bäder waren täglich geöffnet, und es konnte einen ganzen Tag dauern, sie aus dem kalten Zustand aufzuheizen. In späteren Jahrhunderten nutzten mittelalterliche Badehäuser und Hammams oft die Hitze oder die Asche des Ofens, um nachts Brot und andere Speisen zu backen. &lt;sup id=&#34;fnref:42&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:42&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;42&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Hammams und mittelalterliche Badstuben waren weniger energieeffizient als römische Bäder. Hammams hatten beheizte Fußböden, aber keine beheizten Wände und nur wenige Fenster, während mittelalterliche Badehäuser oft keines dieser Merkmale aufwiesen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/windows-forum-baths_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Die großen Fenster der Forumsthermen. Quelle: Jan Theo Bakker.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Die großen Fenster der Forumsthermen. Quelle: [Jan Theo Bakker](https://www.ostia-antica.org/regio1/12/12-6.htm). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/hypocaust-dion_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Hypokaustum der Großen Thermen, Antikes Dion. Bild von Carole Raddato (CC BY-SA 2.0).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Hypokaustum der Großen Thermen, Antikes Dion. Bild von Carole Raddato (CC BY-SA 2.0). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Cyark_Weissenburg_Reconstruction_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Historische Rekonstruktion der Römischen Bäder in Weißenburg, anhand von Daten aus der Laserscan-Technologie. Bildnachweis: CyArk. CC BY-SA 3.0&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Historische Rekonstruktion der Römischen Bäder in Weißenburg, anhand von Daten aus der Laserscan-Technologie. Bildnachweis: [CyArk](https://en.m.wikipedia.org/wiki/File:Cyark_Weissenburg_Reconstruction.jpg#filelinks). CC BY-SA 3.0 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;römisches-badehaus-versus-private-dusche&#34;&gt;Römisches Badehaus versus private Dusche&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie schneidet das römische Badehaus im Vergleich zur modernen Dusche in puncto Energieverbrauch ab? Die akademische Forschung liefert darauf zwar keine Antwort, aber eine schnelle Berechnung zeigt, dass das römische Badeerlebnis, welches sich stundenlang hinzog, energieeffizienter war als die heutige Dusche, die im Durchschnitt nur 9 Minuten dauert. Der tägliche Energieverbrauch der Bäder des Forums entspricht in etwa dem von 557 Duschgängen. &lt;sup id=&#34;fnref:43&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:43&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;43&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wir wissen zwar nicht, wie viele Menschen die Forumsthermen täglich besuchten, aber wahrscheinlich waren es mehr: Die Thermen konnten bis zu 500 Badegäste gleichzeitig aufnehmen. &lt;sup id=&#34;fnref:44&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:44&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;44&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das römische Badeerlebnis, welches sich über Stunden hinzog, war energieeffizienter als die heutige private Dusche, die im Durchschnitt 9 Minuten dauert.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Darüber hinaus bezieht sich der Energieverbrauch für die Dusche in der obigen Berechnung nur auf die Wassererwärmung, während der Brennstoffverbrauch für die öffentlichen Bäder auch - und hauptsächlich - die Raumheizung umfasst. &lt;sup id=&#34;fnref5:36&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:36&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;36&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wenn man beispielsweise davon ausgeht, dass das Wasser in den Becken der Stabianer Thermen nur einmal am Tag gewechselt wurde, machte die Wassererwärmung weniger als 10 % des gesamten Energieverbrauchs aus, was dem Equivalent von nur 52 Duschen entspricht. Der niedrige Energieverbrauch für die Wassererwärmung erklärt sich zum Teil durch die hervorragende Wärmedämmung der beheizten Böden und Wände, so dass Raum- und Wassererwärmung nicht voneinander getrennt werden können. Es liegt aber auch daran, dass die Römer das Wasser in Becken gemeinsam nutzten, während für jede Dusche frisch erwärmtes Wasser benötigt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das römische Badehaus ist auch mit der typischen Hinterhofsauna vergleichbar, bei der der Brennstoffverbrauch zwischen 5 und 15 kg Brennholz pro Ofengang schwankt. &lt;sup id=&#34;fnref:45&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:45&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;45&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Nur sechzehn solcher Saunagänge erfordern so viel Brennstoff wie die Stabianischen Thermen an einem Tag verbrauchten. Die Sauna hat keinen beheizten Boden und keine beheizten Wände. Außerdem wurde sie in der Vergangenheit oft teilweise unterirdisch gebaut, um Brennstoff zu sparen, aber heutzutage ist sie in der Regel ein schlecht isoliertes Gebäude, das in einem kalten Klima steht.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/bathing-sandals-women_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Badesandalen für Frauen, Saudi-Arabien. Die beheizten Böden der Hammams waren zu heiß, um barfuß darauf zu gehen. Quelle: Wereldmuseum (CC BY-SA 4.0).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Badesandalen für Frauen, Saudi-Arabien. Die beheizten Böden der Hammams waren zu heiß, um barfuß darauf zu gehen. Quelle: [Wereldmuseum](https://collectie.wereldmuseum.nl/) (CC BY-SA 4.0). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;die-öffentlichen-bäder-der-industriellen-revolution&#34;&gt;Die öffentlichen Bäder der industriellen Revolution&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Badegewohnheiten haben sich seit der Zeit der Römer und des späten Mittelalters stark verändert, vor allem in den meisten Ländern der westlichen Welt. Nur wenige von uns haben die Zeit oder auch nur das Bedürfnis, täglich mehrere Stunden in einem Badehaus zu verweilen, und einige von uns fühlen sich beim Baden in der Öffentlichkeit vielleicht unwohl. &lt;sup id=&#34;fnref1:30&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:30&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;30&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Ein Badehaus kann jedoch auch eine Form annehmen, die den modernen Badegewohnheiten besser entspricht. Das öffentliche Badehaus der Industriellen Revolution ist ein Beispiel dafür.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert nahmen die Städte eine große Zahl von Einwanderern auf, die in Fabriken arbeiten wollten. Die meisten dieser Menschen wurden in überfüllten Mietskasernen ohne fließendes Wasser untergebracht, was zu unhygienischen Verhältnissen führte. &lt;sup id=&#34;fnref:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Wiederkehrende Epidemien und neue medizinische Erkenntnisse führten zu einem „Evangelium der Sauberkeit“, das in der gesamten westlichen Welt zu einer neuen Welle öffentlicher Badehäuser führte. Viele dieser Bäder verschwanden erst zwischen den 1950er und 1980er Jahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die öffentliche Hygienebewegung begann in England und erreichte dort in den 1840er Jahren ihren Höhepunkt. Bis 1896 unterhielten mehr als 200 Gemeinden in Großbritannien öffentliche Bäder. Das englische Badehaus ahmte in seiner Architektur und Dekoration die Pracht der römischen Bäder nach: Es war „groß, schön und kostspielig“. &lt;sup id=&#34;fnref1:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Es kopierte jedoch nicht die antiken Badegewohnheiten. Die verschiedenen Abteilungen des Badehauses waren nun für unterschiedliche Gesellschaftsschichten reserviert. Während die Becken immer noch für soziale Interaktion sorgten, waren die Wannen nun in einzelnen Abteilungen untergebracht. Schließlich wurden im modernen Badehaus zeitliche Begrenzungen für die Benutzung des Beckens und der Wannen eingeführt. &lt;sup id=&#34;fnref2:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:47&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:47&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;47&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:48&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:48&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;48&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Nechells_Swimming_Baths_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Nechelles öffentliche Bäder in Birmingham, England, 1910. Bild von Oosoom (CC BY-SA 3.0).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Nechelles öffentliche Bäder in Birmingham, England, 1910. Bild von Oosoom (CC BY-SA 3.0). 
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Das_Amalienbad_in_Wien-Favoriten__vom_Sprungturm_aus_gesehen_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Das restaurierte Innere des Amalienbads in Wien, Österreich, aus dem Jahr 1926. Damals war es eines der größten Badehäuser Europas und bot bis zu 1 300 Badegästen gleichzeitig Platz. Das ursprüngliche Dach konnte bei schönem Wetter aufgeschoben werden. Bild von Schwimmschule Steiner (CC BY-SA 4.0).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Das restaurierte Innere des Amalienbads in Wien, Österreich, aus dem Jahr 1926. Damals war es eines der größten Badehäuser Europas und bot bis zu 1 300 Badegästen gleichzeitig Platz. Das ursprüngliche Dach konnte bei schönem Wetter aufgeschoben werden. Bild von Schwimmschule Steiner (CC BY-SA 4.0). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;das-dusch-badehaus&#34;&gt;Das Dusch-Badehaus&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Deutschland, das den Briten als erstes Land auf dem Kontinent folgte, baute ebenfalls monumentale Badehäuser. &lt;sup id=&#34;fnref:49&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:49&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;49&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In den 1880er Jahren argumentierte der Berliner Arzt Oscar Lasser jedoch, dass die großen Bäder zu kostspielig seien, um sie in der erforderlichen Anzahl zu bauen. Er schlug die Einführung kleinerer Badehäuser vor, die nur Duschen in einzelnen Abteilen enthielten. Bis dahin war die Dusche nur an eine Badewanne angeschlossen oder wurde in Kasernen und Gefängnissen verwendet, wo Soldaten und Häftlinge mit kaltem Wasser abgeduscht wurden. &lt;sup id=&#34;fnref1:48&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:48&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;48&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref3:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref3:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Dusch-Badehaus wurde in den meisten westeuropäischen Ländern und auch in Nordamerika, wo die Sanitärreformbewegung in den 1890er Jahren einsetzte, zum vorherrschenden öffentlichen Badetyp. &lt;sup id=&#34;fnref:50&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:50&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;50&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:51&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:51&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;51&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die letzten Überreste der antiken Badekultur wurden beseitigt, indem man die Becken abschaffte und zu einer praktischeren Architektur überging. Im Guten wie im Schlechten war das öffentliche Badehaus der Industriellen Revolution die „Antithese zum vorindustriellen Badehaus“. &lt;sup id=&#34;fnref1:47&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:47&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;47&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Obwohl die Badenden immer noch die gemeinschaftliche Infrastruktur nutzten, gab es keinen Raum mehr für Vergnügen, soziale Interaktion, öffentliche Nacktheit und soziale Durchmischung.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Im Guten wie im Schlechten: Das öffentliche Badehaus der industriellen Revolution war das Gegenteil des vorindustriellen Badehauses.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Da die höheren Gesellschaftsschichten allmählich Zugang zu eigener Wasserversorgung und eigenen Badezimmern erhielten, wurde das öffentliche Bad zunehmend mit Armut assoziiert. Obwohl die Duschbäder keine getrennten Abteilungen für verschiedene soziale Schichten hatten, wurden sie vor allem in einkommensschwachen Vierteln gebaut und richteten sich ausschließlich an die Armen. Die Badegäste wurden von einem Wärter zu ihrer Duschkabine geführt, der den Wasserhahn öffnete, die Wassertemperatur einstellte und eine Zeitschaltuhr startete. Die Menschen hatten höchstens 20 Minuten Zeit, um sich auszuziehen, zu duschen und wieder anzuziehen. &lt;sup id=&#34;fnref4:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:47&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:47&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;47&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; „Die Armen mussten sauber sein, durften es aber nicht allzu sehr genießen.“ &lt;sup id=&#34;fnref5:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/bath-attendant_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Der letzte Bademeister eines Badehauses in Haarlem, Niederlande, im Jahr 1984. Bild in der Public Domain.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Der letzte Bademeister eines Badehauses in Haarlem, Niederlande, im Jahr 1984. Bild in der Public Domain. 
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/bath-showers-timer-montage_dithered.png&#34; alt=&#39;Mit Zeitschaltuhren ausgestattete Bade- und Duschräume in Amsterdamer Badehäusern, 1985. Quelle: Stadsarchief Amsterdam.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Mit Zeitschaltuhren ausgestattete Bade- und Duschräume in Amsterdamer Badehäusern, 1985. Quelle: [Stadsarchief Amsterdam](https://archief.amsterdam/beeldbank/detail/ca27031b-8e92-023a-eb42-461dc0cf6fd2/media/728f468c-3dca-91e3-0eb9-6dca39ea8130?mode=detail&amp;view=horizontal&amp;q=badhuis&amp;rows=1&amp;page=24). 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/minimal-shower-cublicles-in-amsterdam-bathhouse_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Duschkabinen in einem städtischen Badehaus in Amsterdam, Niederlande. Stadsarchief Amsterdam.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Duschkabinen in einem städtischen Badehaus in Amsterdam, Niederlande. Stadsarchief Amsterdam. 
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/boiler-room-bathhouse_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Heizungsraum eines städtischen Badehauses in Amsterdam, Niederlande, 1985. Stadsarchief Amsterdam.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Heizungsraum eines städtischen Badehauses in Amsterdam, Niederlande, 1985. Stadsarchief Amsterdam. 
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&lt;h2 id=&#34;sollte-das-öffentliche-badehaus-zurückkehren&#34;&gt;Sollte das öffentliche Badehaus zurückkehren?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In Europa und Nordamerika verschwand das öffentliche Badehaus, als jede und jeder sein eigenes Bad bekam — wenngleich wir in Sportzentren immer noch gemeinsam baden und in Jugendherbergen oder auf Campingplätzen weiterhin Gemeinschaftsräume benutzen. Das öffentliche Badehaus hat zwar andernorts überlebt, ist aber fast überall ein Auslaufmodell. So gab es beispielsweise in Kairo im Jahr 2000 nur noch acht Hammams, während es zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch mehr als siebzig waren. &lt;sup id=&#34;fnref:52&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:52&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;52&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:53&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:53&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;53&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; 1968 gab es im Großraum Tokio 2,687 öffentliche Badehäuser. Im Jahr 2022 waren es nur noch 462. &lt;sup id=&#34;fnref:54&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:54&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;54&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:55&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:55&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;55&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Historisch gesehen wurde das Badehaus aus der Notwendigkeit von Effizienz geboren: Das Baden war zu ressourcenintensiv, um es individuell zu organisieren. Das ist heute dank der Entwicklung zentraler Infrastrukturen - fossile Brennstoffe, Strom, Wasserversorgung, Kanalisation - nicht mehr der Fall. Im Kontext der gegenwärtigen Umweltkrise ist die Ressourceneffizienz der öffentlichen Badehäuser jedoch wieder relevant geworden. Es ist eine Möglichkeit, den Energieverbrauch relativ schnell zu senken, ohne dass neue Technologien erforderlich sind oder auf Komfort verzichtet werden muss. Widerstandsfähigkeit ist ein weiteres Argument für das Badehaus. &lt;sup id=&#34;fnref:56&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:56&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;56&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/bathhouse-javaplein-2_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Städtisches Badehaus am Javaplein in Amsterdam, Niederlande. Image: Stadsarchief Amsterdam.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Städtisches Badehaus am Javaplein in Amsterdam, Niederlande. Image: Stadsarchief Amsterdam. 
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/Volksbad_Flensburg2007_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Ein ehemaliges Badehaus in Flensburg. Bild: 	VollwertBIT (CC BY-SA 2.5).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Ein ehemaliges Badehaus in Flensburg. Bild: 	VollwertBIT (CC BY-SA 2.5). 
&lt;/figcaption&gt;
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&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;welche-art-von-öffentlichem-badehaus-wollen-wir&#34;&gt;Welche Art von öffentlichem Badehaus wollen wir?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Metamorphose des öffentlichen Bades im 19. und 20. Jahrhundert, die auch die öffentlichen Bäder außerhalb der westlichen Welt betraf, stellt eine Herausforderung für all diejenigen dar, die das öffentliche Bad im Sinne der Nachhaltigkeit wiederbeleben wollen. Welche Art von Badehaus wollen wir? Natürlich sind das römische Bad und das Duschbadehaus die beiden Extreme, und viele Zwischenformen sind denkbar. Dennoch wird jeder Architekt eines zukünftigen Badehauses Entscheidungen treffen müssen, die wahrscheinlich umstritten sein werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So könnte man zum Beispiel argumentieren, dass das Duschbadehaus nicht nur den modernen Badegewohnheiten entspricht, sondern auch die Ressourceneffizienz maximiert. Das gilt vor allem dann, wenn nicht der Badegast, sondern die Behörden die Duschdauer und die Wassertemperatur kontrollieren. Auf diese Weise könnte das öffentliche Badehaus zu einer Technologie werden, die der gesamten Bevölkerung Sparsamkeit aufzwingt. Ein solcher Ansatz dürfte jedoch, um es vorsichtig auszudrücken, kaum Begeisterung für die Wiederbelebung öffentlicher Badehäuser hervorrufen. Er trägt auch nicht gerade zur Verbesserung der sozialen Interaktion bei. &lt;sup id=&#34;fnref:57&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:57&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;57&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Jeder Architekt eines künftigen Badehauses wird Entscheidungen treffen müssen, die wahrscheinlich sehr umstritten sein werden.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die Rückkehr zum vorindustriellen öffentlichen Badehaus, bei dem soziale Interaktion und gemeinschaftlicher Luxus im Mittelpunkt stehen, könnte die Menschen vielleicht eher von ihren privaten Badezimmern weglocken, aber es stößt auch auf Hürden. Das öffentliche Badehaus trifft seit 2.000 Jahren auf Widerstand, vor allem wegen unterschiedlicher Ansichten über Gesundheit und Moral. &lt;sup id=&#34;fnref:58&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:58&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;58&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Zum Beispiel ziehen sich Bedenken über Ausschweifungen und Prostitution - real und imaginär - durch die Geschichte des Badehauses in allen Kulturen. &lt;sup id=&#34;fnref:59&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:59&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;59&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Trennung von Männern und Frauen wird diesen Bedenken nicht vollständig gerecht.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img  vertical&#34;&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/scene-of-a-bathhouse-valerius-maximus_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Szene in einem Badehaus, um 1470, gemalt vom Meister des Antonius von Burgund (Berlin Staatsbibliothek, Ms. Dep. Breslau 2, vol. 2, fol. 244).&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Abbildung: Szene in einem Badehaus, um 1470, gemalt vom Meister des Antonius von Burgund (Berlin Staatsbibliothek, Ms. Dep. Breslau 2, vol. 2, fol. 244). 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Jedes Plädoyer für die Wiederbelebung öffentlicher Bäder wird sich auch mit der Furcht vor ansteckenden Krankheiten befassen müssen. Ein „Lockdown“ der Gesellschaft, wie ihn viele Regierungen während der Coronavirus-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 anwandten, ist beispielsweise mit öffentlichen Bädern unvereinbar. Eine solche Maßnahme funktioniert nur, wenn jeder ein eigenes Bad hat. &lt;sup id=&#34;fnref:60&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:60&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;60&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Der Zusammenhang zwischen gemeinschaftlichem Baden und Gesundheit ist äußerst komplex. Die Wissenschaft hat viele der gesundheitlichen Vorteile von Kalt-, Heiß- und Dampfbädern bestätigt und auch die Wichtigkeit sozialer Interaktion aufgezeigt. Das Zusammenkommen von Menschen birgt jedoch immer auch Gesundheitsrisiken.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;wie-baut-man-ein-low-tech-badehaus&#34;&gt;Wie baut man ein Low-Tech-Badehaus?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es gibt noch einen weiteren Unterschied zwischen Badehäusern, die vor und nach der industriellen Revolution gebaut wurden: Vorindustrielle Bäder nutzten erneuerbare Brennstoffe, während industrielle Bäder mit fossilen Brennstoffen betrieben wurden. Viele moderne Badehäuser hatten ein eigenes Kohlekraftwerk, das den Raum und das Wasser beheizte und Strom für die Beleuchtung lieferte. Fossil betriebene Badehäuser sind energieeffizienter als mit fossilen Brennstoffen betriebene Badezimmer - aber es geht natürlich noch besser als das.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein großes Badehaus, das mit einer Hypokaustenanlage und großen Fenstern beheizt wird, ist als kohlenstoffneutrale Technologie immer noch unschlagbar, zumindest bei nachhaltiger Holzproduktion. &lt;sup id=&#34;fnref:61&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:61&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;61&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref:62&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:62&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;62&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Allerdings führt die Verbrennung von Biomasse zu Luftverschmutzung, während man ein Badehaus auch mit erneuerbaren Energiequellen betreiben könnte, die dieses Problem nicht haben. Die naheliegendste Lösung für die Raum- und Wasserheizung sind Flachkollektoren, in denen die Sonne das Wasser erwärmt. In weniger sonnigen Klimazonen sind wärmeerzeugende Windmühlen eine technisch einfache Alternative zu solarthermischen Kollektoren. &lt;sup id=&#34;fnref:63&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:63&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;63&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Andere potenzielle Wärmequellen sind geothermische Energie und die Abwärme von Fabriken.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Fossil betriebene Badehäuser sind energieeffizienter als mit fossilen Brennstoffen betriebene Badezimmer — aber es geht noch besser als das.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Der größte Nachteil eines solar- oder windbetriebenen Badehauses ist seine Abhängigkeit von günstigen Wetterbedingungen. Um dies auszugleichen, kann Solar- oder Windenergie mit thermischer Energiespeicherung kombiniert werden, beispielsweise mit isolierten Wassertanks. Die Speicherung von Wärme in einer thermischen Masse über längere Zeiträume ist viel billiger und nachhaltiger als die Speicherung von Strom in chemischen Batterien. Allerdings wird dafür Platz benötigt, den nur gemeinschaftliche Bäder bieten können. Dampfbäder und Saunen sind schwieriger von der Verbrennung von Biomasse abzukoppeln, aber es gibt einige innovative Beispiele. &lt;sup id=&#34;fnref:64&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:64&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;64&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bündelung von Badeeinrichtungen in einer gemeinsamen Infrastruktur schafft auch Platz für eine umfassende Wärmedämmung eines Badehauses (ein entscheidender Faktor für den Energieverbrauch) und für die Wasserversorgung (z. B. durch Auffangen und Speichern von Regenwasser) sowie für die Abwasserbehandlung (z. B. durch Phytosanierung mit Pflanzen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Architekten haben einige dieser Ideen in Ländern umgesetzt, in denen es noch öffentliche Bäder gibt. In einem Bergdorf in China zum Beispiel ist ein Gemeinschaftsbad für 5.000 Menschen weitgehend autark. Das Wasser wird aus einem Brunnen gepumpt, mit Solarkollektoren erhitzt und das Abwasser aus den Duschen und Toiletten in mit Bambuspflanzen gefüllten Becken gefiltert. &lt;sup id=&#34;fnref:65&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:65&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;65&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2024/10/communal-luxury-the-public-bathhouse/images/dithers/BaO-split-bathhouse-6.1552287376.331_dithered.png&#34; alt=&#39;Abbildung: Dieses Badehaus in China hat 24 Duschen und dient einer Gemeinde mit 5.000 Einwohnern. Das Abwasser wird mit Bambuspflanzen recycelt. Quelle: BAO Architekten.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Abbildung: Dieses Badehaus in China hat 24 Duschen und dient einer Gemeinde mit 5.000 Einwohnern. Das Abwasser wird mit Bambuspflanzen recycelt. Quelle: BAO Architekten. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Ein öffentliches Badehaus passt jedoch auch zu einer Hightech-Vision einer zentralisierten Energieinfrastruktur auf der Grundlage von PV-Solarzellen und Windturbinen, die Strom liefern. In einer solchen Konfiguration könnten öffentliche Badehäuser an sonnigen oder windigen Tagen überschüssigen Strom aufnehmen. Anstatt den Strom aus überschüssiger Sonnen- und Windenergie zu drosseln, könnten wir ihn für den Betrieb elektrischer Wärmepumpen nutzen und die Wärme in der thermischen Masse der öffentlichen Bäder speichern. &lt;sup id=&#34;fnref:66&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:66&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;66&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Dieser Ansatz ist zwar weniger ressourceneffizient als Bäder, die ohne Strom betrieben werden, aber immer noch besser als ein Szenario, in dem ein zentrales Netz für erneuerbare Energien eine Vielzahl von einzelnen Badezimmern mit Energie versorgt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kris De Decker&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielen Dank an Jonas Görgen und Elizabeth Shove für ihr Feedback zu einer früheren Version dieses Artikels.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Marie Verdeil und Roel Roscam Abbing haben zur Auswahl der Bilder beigetragen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;footnotes&#34; role=&#34;doc-endnotes&#34;&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li id=&#34;fn:1&#34;&gt;
&lt;p&gt;Der Ausbau von Wasserversorgungs- und Kanalisationsnetzen brauchte viel Zeit, vor allem in älteren europäischen Städten. Vor 1900 verfügten nur die teuersten Pariser Wohnungen über ein eigenes Bad. &lt;sup id=&#34;fnref1:26&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:26&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;26&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In den 1860er Jahren gab es in den wohlhabendsten britischen Haushalten eingebaute Privatbäder. Doch erst in den 1950er Jahren wurden die Wohnungen der Arbeiterklasse routinemäßig mit fließendem Warm- und Kaltwasser versorgt. &lt;sup id=&#34;fnref2:3&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:3&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In den neueren Städten der USA war es einfacher, eine Wasserversorgungs- und Kanalisationsinfrastruktur zu installieren. Ab den 1870er Jahren übertrafen die amerikanischen Sanitäranlagen die aller anderen Länder. Mehr als die Hälfte aller amerikanischen Häuser verfügte 1940 über ein komplettes Bad. Zum Vergleich: In ganz Frankreich verfügte 1954 nur eines von zehn Häusern oder Wohnungen über eine Dusche oder eine Badewanne. &lt;sup id=&#34;fnref1:20&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:20&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;20&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:1&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:2&#34;&gt;
&lt;p&gt;Die Nebeldusche — Nachhaltige Dekadenz?, Kris De Decker, Low-tech Magazine, 2019. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/10/mist-showers-sustainable-decadence/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/de/2019/10/mist-showers-sustainable-decadence/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:2&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:3&#34;&gt;
&lt;p&gt;Pickerill, Jenny. &amp;ldquo;Cold comfort? Reconceiving the practices of bathing in British self-build eco-homes.&amp;rdquo; Annals of the Association of American Geographers 105.5 (2015): 1061-1077. &lt;a href=&#34;https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/00045608.2015.1060880&#34;&gt;https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/00045608.2015.1060880&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:3&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:4&#34;&gt;
&lt;p&gt;Der Trend geht zu häufigeren und längeren Duschen &lt;sup id=&#34;fnref2:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; und zu mehreren, größeren und luxuriöseren Badezimmern. Zum Beispiel haben mehr als ein Drittel der neuen Einfamilienhäuser in den USA im Jahr 2021 drei oder mehr Badezimmer, verglichen mit „nur“ einem Viertel im Jahr 2005. Quelle: Number of Bathrooms in New Homes in 2021, Jesse Wade, National Association Of Home Builders, November 2022. &lt;a href=&#34;https://eyeonhousing.org/2022/11/number-of-bathrooms-in-new-homes-in-2021/&#34;&gt;https://eyeonhousing.org/2022/11/number-of-bathrooms-in-new-homes-in-2021/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:4&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:5&#34;&gt;
&lt;p&gt;Wie viel Wasser durch öffentliches Baden eingespart werden kann, hängt davon ab, wie genau die Menschen zusammen baden. Gemeinsame Pools und Badewannen führen zu Wassereinsparungen, individuelle Duschen und Badewannen hingegen nicht, selbst wenn sie in einem Gemeinschaftsraum aufgestellt sind.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:5&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:6&#34;&gt;
&lt;p&gt;Erfurt, Patricia. &amp;ldquo;Hot springs throughout history. The Geoheritage of hot springs.&amp;rdquo; Cham: Springer International Publishing, 2021. 119-182.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:6&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:7&#34;&gt;
&lt;p&gt;Tamburello, Giancarlo, et al. &amp;ldquo;Global thermal spring distribution and relationship to endogenous and exogenous factors.&amp;rdquo; Nature Communications 13.1 (2022): 6378.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:7&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:8&#34;&gt;
&lt;p&gt;Cataldi, Raffaele, Susan F. Hodgson, and John W. Lund. Stories from a heated earth: our geothermal heritage. No. 19. Nicholson, 1999.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:8&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:9&#34;&gt;
&lt;p&gt;Sogar einige Tiere - wie Schneeaffen und Wasserschweine - sind dafür bekannt, dass sie gerne in heißen Quellen baden. Siehe zum Beispiel: Matsuzawa, Tetsuro. &amp;ldquo;Hot-spring bathing of wild monkeys in Shiga-Heights: origin and propagation of a cultural behavior.&amp;rdquo; Primates 59.3 (2018): 209-213. &lt;a href=&#34;https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s10329-018-0661-z.pdf&#34;&gt;https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s10329-018-0661-z.pdf&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:9&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:10&#34;&gt;
&lt;p&gt;Sonntag, C. F. &amp;ldquo;The History of Baths and Bathing in Britain before the Norman Conquest.&amp;rdquo; Proceedings of the Royal Society of Medicine 13.sect_hist_med (1920): 25-46.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:10&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:11&#34;&gt;
&lt;p&gt;Aaland, Mikkel. &amp;ldquo;Sweat: The illustrated history and description of the Finnish sauna, Russian bania, Islamic hammam, Japanese mushi-buro, Mexican temescal and American Indian &amp;amp; Eskimo sweat lodge.&amp;rdquo; (1978).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:11&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:12&#34;&gt;
&lt;p&gt;Pollock, Ethan. Without the banya we would perish: a history of the Russian bathhouse. Oxford University Press, USA, 2019.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:12&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:13&#34;&gt;
&lt;p&gt;Die erste schriftliche Erwähnung des Dampfbads stammt aus dem fünften Jahrhundert vor Christus, als der griechische Historiker Herodot das skythische Schwitzbad nördlich des Schwarzen Meeres mit dem griechischen Dampfbad seiner Zeit verglich. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die Ursprünge des Dampfbads bis in prähistorische Zeiten zurückreichen. Es überrascht nicht, dass sich das Dampfbad und das Heißluftbad zunächst in Regionen mit kalten und langen Wintern verbreiteten: in Nordwesteuropa, Russland, Alaska und Kanada. Sie wurden auch von den amerikanischen Ureinwohnern genutzt und verbreiteten sich auch in Mittel- und Südamerika. &lt;sup id=&#34;fnref1:10&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:10&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;10&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:13&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:14&#34;&gt;
&lt;p&gt;Eine der frühesten archäologischen Aufzeichnungen über von Menschen geschaffene Badeeinrichtungen stammt aus der Zeit um 2300 v. Chr. im heutigen Pakistan. Die Bewohner von Mohenjo-daro, der wahrscheinlichen Hauptstadt der Indus-Zivilisation, bauten Brunnen und Entwässerungssysteme, die in den meisten Wohngebäuden private Badezimmer sowie ein großes, gemeinschaftliches Badebecken ermöglichten. Die privaten Bäder hatten eine 1 m2 große, flache Plattform, auf der sich die Menschen mit Eimern Wasser übergossen. Das „Große Bad“ war ein gemauertes Becken mit Stufen auf beiden Seiten und einem Fassungsvermögen von 160 m3 Wasser. Da sich die Stadt in einem heißen Wüstenklima befand, musste das Wasser nicht erhitzt werden. Quellen: Graeber, David, and David Wengrow. The dawn of everything: A new history of humanity. Penguin UK, 2021 + Jansen, Michael. &amp;ldquo;Mohenjo-Daro, Indus Valley civilization: water supply and water use in one of the largest Bronze Age cities of the third millennium BC.&amp;rdquo; Geo: A new world of knowledge (2011). &lt;a href=&#34;https://openarchive.icomos.org/id/eprint/1541/1/110601geo_06_2011_indian_edition_email.pdf&#34;&gt;https://openarchive.icomos.org/id/eprint/1541/1/110601geo_06_2011_indian_edition_email.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:14&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:15&#34;&gt;
&lt;p&gt;Maréchal, Sadi. Public baths and bathing habits in Late Antiquity: a study of the archaeological and historical evidence from Roman Italy, North Africa and Palestine between AD 285 and AD 700. Diss. Ghent University, 2016. &lt;a href=&#34;https://biblio.ugent.be/publication/7235534/file/7235545.pdf&#34;&gt;https://biblio.ugent.be/publication/7235534/file/7235545.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref7:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref8:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref9:15&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:16&#34;&gt;
&lt;p&gt;Fagan, Garrett G. &amp;ldquo;The genesis of the Roman public bath: recent approaches and future directions.&amp;rdquo; American Journal of Archaeology 105.3 (2001): 403-426.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:16&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:17&#34;&gt;
&lt;p&gt;Kosso, Cynthia, and Anne Scott, eds. The nature and function of water, baths, bathing, and hygiene from antiquity through the Renaissance. Vol. 11. Brill, 2009.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:17&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:18&#34;&gt;
&lt;p&gt;Sowohl die Griechen als auch die Römer benutzten auch kalte Bäder in Verbindung mit Sportanlagen. Dabei war der Akt des Waschens zweitrangig. &lt;sup id=&#34;fnref7:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref4:19&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:19&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;19&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:18&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:19&#34;&gt;
&lt;p&gt;Hoagland, Alison K. The bathroom: a social history of cleanliness and the body. Bloomsbury Publishing USA, 2018.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:19&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:20&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ashenburg, Katherine. The dirt on clean: An unsanitized history. Vintage Canada, 2010.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:20&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:20&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:20&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:21&#34;&gt;
&lt;p&gt;Fournier, Caroline. Les bains d&amp;rsquo;al-Andalus: VIIIe-XVe siècle. Presses universitaires de Rennes, 2018. &lt;a href=&#34;https://books.openedition.org/pur/44617#anchor-resume&#34;&gt;https://books.openedition.org/pur/44617#anchor-resume&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:21&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:21&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:21&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:22&#34;&gt;
&lt;p&gt;Sibley, Magda, Camilla Pezzica, and Chris Tweed. “Eco-hammam: the complexity of accelerating the ecological transition of a key social heritage sector in Morocco.” Sustainability 13.17 (2021): 9935&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:22&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:23&#34;&gt;
&lt;p&gt;Coomans, Janna. “Janna Coomans - The Medieval Bathhouse (MA Thesis - 2013).” The Medieval Bathhouse: Bathing Culture in the Late Medieval Low Countries (2013): n. pag. Print.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref7:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref8:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref9:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref10:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref11:23&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:24&#34;&gt;
&lt;p&gt;Wurtzel, Ellen. &amp;ldquo;Passionate Encounters, Public Healing: Medieval Urban Bathhouses in Northern France.&amp;rdquo; French Historical Studies 46.3 (2023): 331-360. &lt;a href=&#34;https://read.dukeupress.edu/french-historical-studies/article/46/3/331/381254/Passionate-Encounters-Public-HealingMedieval-Urban&#34;&gt;https://read.dukeupress.edu/french-historical-studies/article/46/3/331/381254/Passionate-Encounters-Public-HealingMedieval-Urban&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:24&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:24&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:25&#34;&gt;
&lt;p&gt;Büchner, Robert. Im städtischen Bad vor 500 Jahren: Badhaus, bader und Badegäste im alten Tirol. Böhlau, 2014.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:25&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:26&#34;&gt;
&lt;p&gt;Im dreizehnten Jahrhundert zählte Paris mit 200 000 Einwohnern rund 30 öffentliche Badehäuser &lt;sup id=&#34;fnref5:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref1:24&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:24&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;24&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, während London im 14. Jahrhundert mit 80 000 Einwohnern über mindestens 18 öffentliche Bäder verfügte. &lt;sup id=&#34;fnref2:20&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:20&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;20&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In den niederländischen Provinzen des späten 14. Jahrhunderts gab es in Brügge (30.000 Einwohner) und Gent (40.000 Einwohner) jeweils etwa zwanzig öffentliche Bäder, während kleinere Städte wie Maastricht und Leuven (15.000 Einwohner) über etwa fünf verfügten. Wien (Österreich) zählte im fünfzehnten Jahrhundert 29 Badehäuser. &lt;sup id=&#34;fnref6:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die mittelalterlichen Badehäuser waren ebenso wie die Hammams kleiner als die römischen Bäder. Die in Deutschland und in den Niederlanden gefundenen mittelalterlichen Badehäuser hatten eine Grundfläche von 100 bis 200 Quadratmetern. &lt;sup id=&#34;fnref7:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Das typische römische Stadtbad hatte eine Fläche von etwa 500 m2. &lt;sup id=&#34;fnref8:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:26&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:26&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:27&#34;&gt;
&lt;p&gt;Butler, Lee. &amp;ldquo;Washing Off the Dust&amp;rdquo;: Baths and Bathing in Late Medieval Japan.&amp;quot; Monumenta Nipponica 60.1 (2005): 1-41.  &lt;a href=&#34;https://web.archive.org/web/20190818120651id_/http://muse.jhu.edu:80/article/182356/pdf&#34;&gt;https://web.archive.org/web/20190818120651id_/http://muse.jhu.edu:80/article/182356/pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:27&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:27&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:28&#34;&gt;
&lt;p&gt;Merry, Adam M., &amp;ldquo;More Than a Bath: An Examination of Japanese Bathing Culture&amp;rdquo; (2013). CMC Senior Theses. Paper 665.
&lt;a href=&#34;http://scholarship.claremont.edu/cmc_theses/665&#34;&gt;http://scholarship.claremont.edu/cmc_theses/665&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:28&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:28&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:28&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:28&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:28&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:29&#34;&gt;
&lt;p&gt;Gill, A. A. &amp;ldquo;“Chattering” in the Baths: The Urban Greek Bathing Establishment and Social Discourse in Classical Antiquity.&amp;rdquo; (2011).
&lt;a href=&#34;https://tobias-lib.ub.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/61481/CD27_Gill_CAA2008.pdf?sequence=2&amp;amp;isAllowed=y&#34;&gt;https://tobias-lib.ub.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/61481/CD27_Gill_CAA2008.pdf?sequence=2&amp;amp;isAllowed=y&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:29&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:30&#34;&gt;
&lt;p&gt;Górnicka, Barbara. Nakedness, shame, and embarrassment: A long-term sociological perspective. Vol. 12. Springer, 2016.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:30&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:30&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:31&#34;&gt;
&lt;p&gt;A Cultural History of Parson’s Pleasure, George Townsend, PhD, Birkbeck, University of London, 2022, unpublished. See also: Dive in! A history of river swimming in Oxford. Museum of Oxford, expo 2023. &lt;a href=&#34;https://moxdigiexhibits.omeka.net/exhibits/show/dive-in#:~:text=Dive%20In!-,A%20history%20of%20river%20swimming%20in%20Oxford,places%20for%20bathing%20and%20swimming&#34;&gt;https://moxdigiexhibits.omeka.net/exhibits/show/dive-in#:~:text=Dive%20In!-,A%20history%20of%20river%20swimming%20in%20Oxford,places%20for%20bathing%20and%20swimming&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:31&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:32&#34;&gt;
&lt;p&gt;Der egalitäre Charakter des öffentlichen Bades wurde durch die Tatsache verstärkt, dass die Menschen teilweise oder ganz nackt waren. „Man entledigte sich nicht nur seiner Kleidung, sondern auch seines sozialen Ranges und seines materiellen Reichtums, die weitgehend unsichtbar wurden“, schlussfolgert ein Historiker des japanischen öffentlichen Bades. &lt;sup id=&#34;fnref4:28&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:28&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;28&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; „Das wahre Kollektiv ist ein nacktes Kollektiv“, bemerkt ein anderer und bezieht sich dabei auf die russische Banja. Quelle: Gearsimova, A. „My Banya, Your Banya: From Reality to Myth.“ (2016).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:32&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:33&#34;&gt;
&lt;p&gt;Mietz, Michael. &amp;ldquo;The fuel economy of public bathhouses in the Roman Empire.&amp;rdquo; Master&amp;rsquo;s thesis, Ghent University, Faculty of Arts and Philosophy, Campus Boekentoren, Blandijnberg 2 (2016): 9000. &lt;a href=&#34;https://libstore.ugent.be/fulltxt/RUG01/002/303/996/RUG01-002303996_2016_0001_AC.pdf&#34;&gt;https://libstore.ugent.be/fulltxt/RUG01/002/303/996/RUG01-002303996_2016_0001_AC.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:33&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:33&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:33&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:33&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:34&#34;&gt;
&lt;p&gt;Wilson, A (2012) Raw materials and energy, in &amp;ldquo;The cambridge companion to the roman economy, scheidel 2012.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:34&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:35&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ancient deforestation revisited, Journal of the history of biology, 44 (1), 43-57.  &lt;a href=&#34;https://www.researchgate.net/profile/J-Donald-Hughes/publication/45407393_Ancient_Deforestation_Revisited/links/08ce17d911d2244431641d70/Ancient-Deforestation-Revisited.pdf&#34;&gt;https://www.researchgate.net/profile/J-Donald-Hughes/publication/45407393_Ancient_Deforestation_Revisited/links/08ce17d911d2244431641d70/Ancient-Deforestation-Revisited.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:35&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:36&#34;&gt;
&lt;p&gt;Miliaresis, Ismini. &amp;ldquo;Heating the Stabian Baths at Pompeii.&amp;rdquo; Curious (2021): 83.
&lt;a href=&#34;https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/58973/1/external_content.pdf#page=91&#34;&gt;https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/58973/1/external_content.pdf#page=91&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:36&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:37&#34;&gt;
&lt;p&gt;In der Studie wird davon ausgegangen, dass die Bäder 24 Stunden pro Tag beheizt wurden und nur zu Wartungszwecken abgeschaltet wurden. Der Brennstoff, der für das anfängliche Aufheizen des Bades verbraucht wurde (im Fall der Stabian-Bäder mit 35 kg berechnet), wird nur einmal zum jährlichen Gesamtenergieverbrauch hinzugerechnet. Die Ergebnisse beruhen auch auf der Annahme, dass das Wasser der Bäder einmal pro Tag gewechselt wurde (und somit einmal pro Tag aus dem kalten Zustand aufgeheizt werden musste).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:37&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:38&#34;&gt;
&lt;p&gt;Veal, Robyn, and Victoria Leitch. Fuel and Fire in the Ancient Roman World: Towards an integrated economic understanding. McDonald Institute for Archaeological Research, 2019. &lt;a href=&#34;https://www.repository.cam.ac.uk/bitstreams/c349fc20-11d0-4ad4-a2e9-55dccca9f2df/download&#34;&gt;https://www.repository.cam.ac.uk/bitstreams/c349fc20-11d0-4ad4-a2e9-55dccca9f2df/download&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:38&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:38&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:39&#34;&gt;
&lt;p&gt;Miliaresis, Ismini Alexandra. Heating and Fuel Consumption in the Terme del Foro at Ostia. Diss. University of Virginia, 2013. &lt;a href=&#34;https://libraetd.lib.virginia.edu/public_view/5d86p0445&#34;&gt;https://libraetd.lib.virginia.edu/public_view/5d86p0445&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:39&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:40&#34;&gt;
&lt;p&gt;Es ist nicht ganz klar, ob die (kleinen) Fenster in den Stabianer Thermen verglast oder mit Rollläden versehen waren. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Energieverbrauch sowohl bei verglasten als auch bei unverglasten Fenstern ziemlich ähnlich ist. Die Forumsbäder mit ihren meterhohen Fenstern hätten jedoch im Mai fast 1,5 Mal mehr Holz benötigt, um die Räume mit unverglasten Fenstern zu heizen, und im kältesten Monat mehr als doppelt so viel.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:40&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:41&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ring, James W. &amp;ldquo;Windows, baths, and solar energy in the Roman empire.&amp;rdquo; American Journal of Archaeology 100.4 (1996): 717-724.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:41&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:42&#34;&gt;
&lt;p&gt;Dies mag auch für römische Badehäuser gegolten haben, aber ich konnte keinen Hinweis darauf finden. Für Hammamns, siehe zum Beispiel: Sibley, Magda, and Martin Sibley. &amp;ldquo;Hybrid transitions: combining biomass and solar energy for water heating in public bathhouses.&amp;rdquo; Energy Procedia 83 (2015): 525-532.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:42&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:42&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:43&#34;&gt;
&lt;p&gt;Bei einem Brennstoffverbrauch von 7,5 bis 12 kg/Std. liegt der Durchschnitt bei 9,75 kg/Std., was 234 kg Brennholz pro Tag entspricht. Ein kg Holz enthält etwa 5 kWh Wärmeenergie, was den täglichen Brennstoffverbrauch der Forum-Bäder auf 1.170 kWh bringt. Eine Dusche von 8,9 Minuten (der Durchschnitt in den Niederlanden) verbraucht 2,1 kWh Wärmeenergie. &lt;sup id=&#34;fnref3:2&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:2&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Fazit: Der tägliche Energieverbrauch der Forum-Bäder entspricht dem von 557 Duschen. Der tägliche Brennstoffverbrauch der kleineren und weniger energieeffizienten Stabianer Thermen entspricht dem Energiebedarf von 378 Duschen.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:43&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:44&#34;&gt;
&lt;p&gt;Brünenberg–Jens-Arne, Monika Trümper–Clemens, et al. &amp;ldquo;Stabian Baths in Pompeii. New Research on the Development of Ancient Bathing Culture.&amp;rdquo; (2019). &lt;a href=&#34;https://www.academia.edu/download/67567783/Truemper_et_al._Stabian_Baths_RM_2019.pdf&#34;&gt;https://www.academia.edu/download/67567783/Truemper_et_al._Stabian_Baths_RM_2019.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:44&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:45&#34;&gt;
&lt;p&gt;Der Energieverbrauch einer Sauna ist variabler als der einer Dusche, und ich konnte keine zuverlässigen Studien dazu finden. Die von mir verwendeten Daten sind eine grobe Schätzung auf der Grundlage von Zahlen, die ich in Internetforen und auf Websites gefunden habe. Außerdem ist zu beachten, dass das Klima einen Teil des Unterschieds in der Energieeffizienz erklärt: Die Sauna befindet sich oft in einem kalten Klima, während die meisten römischen Bäder am Mittelmeer standen.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:45&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:46&#34;&gt;
&lt;p&gt;Williams, Marilyn T. Washing&amp;rdquo; the great unwashed&amp;quot;: public baths in urban America, 1840-1920. Ohio State University Press, 1991. &lt;a href=&#34;https://kb.osu.edu/bitstream/handle/1811/6282/1/Washing_the_Great_Unwashed.pdf&#34;&gt;https://kb.osu.edu/bitstream/handle/1811/6282/1/Washing_the_Great_Unwashed.pdf&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref3:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref4:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref5:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref6:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref7:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref8:46&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:47&#34;&gt;
&lt;p&gt;Dillon, Jennifer Reed. Modernity, sanitation and the public bath: Berlin, 1896–1933, as archetype. Duke University, 2007. &lt;a href=&#34;https://dukespace.lib.duke.edu/bitstreams/33e2fe84-16ec-4044-91d6-75d5c87d37e3/download&#34;&gt;https://dukespace.lib.duke.edu/bitstreams/33e2fe84-16ec-4044-91d6-75d5c87d37e3/download&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:47&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:47&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref2:47&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:48&#34;&gt;
&lt;p&gt;Ladd, Brian K. &amp;ldquo;Public baths and civic improvement in nineteenth-century German cities.&amp;rdquo; Journal of urban history 14.3 (1988): 372-393.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:48&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:48&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:49&#34;&gt;
&lt;p&gt;Das Stuttgarter Badehaus verfügte beispielsweise über zwei große Becken, 300 Umkleidekabinen, 102 Wannenbäder, zwei russisch-römische Bäder, zwei Kaltwasserbäder, ein Sonnenbad und ein Bad für Hunde. Bis zum Ende des Jahrhunderts hatte fast jede deutsche Stadt mindestens ein monumentales Badehaus errichtet, zu dem oft auch ein Restaurant und ein Friseursalon gehörten. &lt;sup id=&#34;fnref4:25&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:25&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;25&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref6:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:49&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:50&#34;&gt;
&lt;p&gt;New York City baute 25 monumentale Badehäuser, und Boston verfügte über Schwimmbäder und Turnhallen. Andere amerikanische Städte bauten jedoch ausschließlich Duschbäder für die armen Bevölkerungsschichten. Chicago beispielsweise hatte bis 1920 mehr als zwanzig Duschbäder in den Armen- und Arbeitervierteln errichtet. &lt;sup id=&#34;fnref7:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:50&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:51&#34;&gt;
&lt;p&gt;Deutschland und Österreich errichteten Duschbäder in Armenvierteln, bauten aber auch weiterhin aufwendige und teure Einrichtungen für die höheren Gesellschaftsschichten, von denen viele zwar über eine Wasserversorgung, aber immer noch nicht über Toiletten verfügten. &lt;sup id=&#34;fnref8:46&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:46&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;46&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:51&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:52&#34;&gt;
&lt;p&gt;Talmisānī, Mayy, and Eve Gandossi. The last hammams of Cairo: a disappearing bathhouse culture. American Univ in Cairo Press, 2009.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:52&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:53&#34;&gt;
&lt;p&gt;In Damaskus ging die Zahl der Hammams von 40 in den 1940er Jahren auf 13 im Jahr 2004 zurück. Quelle: Sibley, Magda. &amp;ldquo;The Historic hammāms of Damascus and Fez: lessons of sustainability and future developments.&amp;rdquo; The 23rd conference on passive and low energy architecture (PLEA). 2006. &lt;a href=&#34;https://www.academia.edu/download/52232181/The_Historic_Hammms_of_Damascus_and_Fez_20170321-32624-5s2lbk.pdf&#34;&gt;https://www.academia.edu/download/52232181/The_Historic_Hammms_of_Damascus_and_Fez_20170321-32624-5s2lbk.pdf&lt;/a&gt; Marokko ist eine Ausnahme. In verschiedenen Quellen werden unterschiedliche Zahlen für den Betrieb von Hammams genannt, die zwischen 6.000 und 10.000 Hammams schwanken, die noch mit dem traditionellen Heizsystem betrieben werden. &lt;sup id=&#34;fnref1:42&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:42&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;42&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:53&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:54&#34;&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Tokyo starts effort to revive public bathhouses&amp;rdquo;, Julian Ryall Tokyo, October 1, 2022. &lt;a href=&#34;https://www.dw.com/en/japan-launches-campaign-to-revive-fading-public-bathhouses/a-63282747#:~:text=In%20an%20effort%20to%20protect,pop%20into%20their%20local%20bathhouse&#34;&gt;https://www.dw.com/en/japan-launches-campaign-to-revive-fading-public-bathhouses/a-63282747#:~:text=In%20an%20effort%20to%20protect,pop%20into%20their%20local%20bathhouse&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:54&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:55&#34;&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Public baths fade from Tokyo, with nearly half gone over 15 years&amp;rdquo;, Natsumi Nakai, October 10, 2023. &lt;a href=&#34;https://www.asahi.com/ajw/articles/15025294#:~:text=Public%20bathhouses%20are%20swiftly%20disappearing,to%20the%20Tokyo%20metropolitan%20government&#34;&gt;https://www.asahi.com/ajw/articles/15025294#:~:text=Public%20bathhouses%20are%20swiftly%20disappearing,to%20the%20Tokyo%20metropolitan%20government&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:55&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:56&#34;&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Fuel Crisis Forces Syrians to Use Public Baths&amp;rdquo;, Sputnik International, 2023. &lt;a href=&#34;https://sputnikglobe.com/20230131/fuel-crisis-forces-syrians-to-use-public-baths-1106687250.html&#34;&gt;https://sputnikglobe.com/20230131/fuel-crisis-forces-syrians-to-use-public-baths-1106687250.html&lt;/a&gt; See also: &amp;ldquo;Aleppo bathhouse boom as Syria crisis turns showers cold&amp;rdquo;, Africanews, 2021. &lt;a href=&#34;https://www.africanews.com/2021/12/30/aleppo-bathhouse-boom-as-syria-crisis-turns-showers-cold/&#34;&gt;https://www.africanews.com/2021/12/30/aleppo-bathhouse-boom-as-syria-crisis-turns-showers-cold/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:56&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:57&#34;&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Why we need to bring back the art of communal bathing&amp;rdquo;. Jamie Mackay, Aeon Magazine, 2016. &lt;a href=&#34;https://aeon.co/ideas/why-we-need-to-bring-back-the-art-of-communal-bathing&#34;&gt;https://aeon.co/ideas/why-we-need-to-bring-back-the-art-of-communal-bathing&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:57&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:58&#34;&gt;
&lt;p&gt;Dies gilt insbesondere für Westeuropa, wo der Widerstand so stark wurde, dass das Badehaus in einigen Regionen zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert schließlich verschwand. &lt;sup id=&#34;fnref8:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Die Gründe für das zeitweilige Aussterben des Badens in Westeuropa - ein einzigartiges Phänomen in der Weltgeschichte - sind unter Historikern umstritten. Einige verweisen auf den Druck der katholischen und protestantischen Kirche, die die mittelalterlichen Badeanstalten zunehmend als Orte der Unmoral und Sünde ansahen. &lt;sup id=&#34;fnref1:59&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:59&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;59&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Andere sehen die Ursache in Epidemien oder verweisen auf veränderte medizinische Ansichten - Ärzte hielten heißes Wasser und Dampf nicht mehr für gesund. &lt;sup id=&#34;fnref9:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Opposition gab es schon, bevor die organisierte Religion aufkam. Der antike römische Philosoph Seneca stand den großen römischen Bädern kritisch gegenüber und schrieb mehrere Tiraden gegen sie. Er beklagte sich über den Lärm in den Thermen und beschuldigte sie der Extravaganz und des Hedonismus. Siehe z.B.: Moralische Briefe an Lucilius von Seneca. Brief 86. Über die Villa des Scipio. &lt;a href=&#34;https://en.wikisource.org/wiki/Moral_letters_to_Lucilius/Letter_86&#34;&gt;https://en.wikisource.org/wiki/Moral_letters_to_Lucilius/Letter_86&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:58&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:59&#34;&gt;
&lt;p&gt;Im antiken Rom erlaubten einige Badehäuser gemischtes Baden, während andere die männlichen und weiblichen Badegäste trennten. Prostitution war legal, aber die Tatsache, dass die Frau eines Mannes mit anderen Männern gebadet hatte, war ein legitimer Grund für eine Scheidung. &lt;sup id=&#34;fnref9:15&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:15&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;15&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Im muslimischen Spanien wurden erhebliche Geldstrafen gegen Männer verhängt, die sich an Tagen, die den Frauen vorbehalten waren, ins Badehaus schlichen oder beim Spionieren durch die Fenster des Gebäudes erwischt wurden. Frauen riskierten ihre rechtlichen Ansprüche, wenn sie dasselbe taten. Auf den Missbrauch einer Frau in einem Badehaus, selbst wenn er verbal erfolgte, stand die Todesstrafe. Siehe: Powers, James F. &amp;ldquo;Frontier municipal baths and social interaction in thirteenth-century Spain.&amp;rdquo; The American Historical Review 84.3 (1979): 649.667. In den niederländischen Provinzen des Mittelalters unterschieden die Behörden zwischen „ehrlichen“ und „unehrlichen“ Badehäusern. Um die Qualität der „ehrlichen“ Badehäuser zu erhalten, schafften sie das gemischte Baden ab, legten Regeln für die Bademädchen fest und machten die Prostitution im Badehaus illegal. &lt;sup id=&#34;fnref10:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:59&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref1:59&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:60&#34;&gt;
&lt;p&gt;Es besteht kein Zweifel daran, dass öffentliche Badehäuser ein Übertragungsfaktor bei früheren Epidemien waren. Medizinische Traktate rieten sogar vom Besuch des Badehauses ab. Dennoch blieben fast alle Bäder geöffnet, sehr wahrscheinlich, weil sie als eine Dienstleistung angesehen wurden, die zu wichtig war, um sie aufzugeben. Zumindest war dies in den mittelalterlichen Niederlanden und im Römischen Reich der Fall, siehe: &lt;sup id=&#34;fnref11:23&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:23&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;23&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;sup id=&#34;fnref2:21&#34;&gt;&lt;a href=&#34;#fn:21&#34; class=&#34;footnote-ref&#34; role=&#34;doc-noteref&#34;&gt;21&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:60&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:61&#34;&gt;
&lt;p&gt;Wie man wieder nachhaltig Energie aus Biomasse bekommt Kris De Decker, Low-tech Magazine, September 2020. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2020/09/how-to-make-biomass-energy-sustainable-again/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/de/2020/09/how-to-make-biomass-energy-sustainable-again/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:61&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:62&#34;&gt;
&lt;p&gt;Darüber hinaus wurde das Hypokaustum im Mittelalter weiter verbessert, so dass es noch energieeffizienter als zur Zeit der Römer gemacht werden konnte. Siehe: Heat storage hypocausts: air heating in the middle ages, Kris De Decker, Low-tech Magazine, March 2017. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2017/03/heat-storage-hypocausts-air-heating-in-the-middle-ages/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/2017/03/heat-storage-hypocausts-air-heating-in-the-middle-ages/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:62&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:63&#34;&gt;
&lt;p&gt;Heizen sie ihr Haus mit einer mechanischen Windkraftanlage, Kris De Decker, Low-tech Magazine, February 2019. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2019/02/heat-your-house-with-a-mechanical-windmill/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/de/2019/02/heat-your-house-with-a-mechanical-windmill/&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:63&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:64&#34;&gt;
&lt;p&gt;Forscher der Universität Stuttgart haben beispielsweise ein hybrides Speichersystem entwickelt, das aus einem Druckwasser- und einem Dampfbehälter besteht und als Speicher für Sonnenenergie dient. Der Dampf kann jederzeit in einer Sauna abgelassen werden, während das Wasser zum Heizen des Raumes dient. Siehe: Schaefer, M., et al. &amp;ldquo;Development of a zero-energy-sauna: Simulation study of thermal energy storage.&amp;rdquo; Energy and Buildings 256 (2022): 111659.  &lt;a href=&#34;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0378778821009439&#34;&gt;https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0378778821009439&lt;/a&gt;. Ein ganz &amp;rsquo;low-tech&amp;rsquo; Beispiel ist die „Solauna“, die allein mit Sonnenwärme arbeitet, indem man im Wesentlichen einen sehr großen und gut isolierten Solarkastenherd baut. Siehe: &lt;a href=&#34;https://www.biopiscinas.pt/en/solar-sauna/&#34;&gt;https://www.biopiscinas.pt/en/solar-sauna/&lt;/a&gt;. „Lytefire“ erzeugt Hitze und Dampf durch Sonnenlicht, das von Spiegeln auf eine Metallplatte oder einen Beutel mit Steinen konzentriert wird. Siehe: &lt;a href=&#34;https://lytefiresauna.com/en&#34;&gt;https://lytefiresauna.com/en&lt;/a&gt;.&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:64&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:65&#34;&gt;
&lt;p&gt;Siehe: &lt;a href=&#34;https://www.designboom.com/architecture/bao-split-bathhouse/&#34;&gt;https://www.designboom.com/architecture/bao-split-bathhouse/&lt;/a&gt;. Ein weiteres Beispiel ist ein 2004 gebautes Badehaus im Ostiran, das mit zwei Solarkollektorfeldern (insgesamt 195 m2) und zwei wärmeisolierten Speichern (je 3 m3) betrieben wird. Die Anlage liefert Warmwasser für zwölf Duschen und vier Bäder und deckt damit den Warmwasserbedarf von 150 Personen pro Tag. Quelle: Azad, E. &amp;ldquo;Design, installation and operation of a solar thermal public bath in eastern iran.&amp;rdquo; Energy for Sustainable Development 16.1 (2012): 68-73. Researchers are also investigating the combined use of biomass furnaces and solar thermal collectors for hammams in Morocco. See: Krarouch, M., et al. &amp;ldquo;Simulation of floor heating in a combined solar-biomass system integrated in a public bathhouse located in Marrakech.&amp;rdquo; IOP Conference Series: Materials Science and Engineering. Vol. 353. No. 1. IOP Publishing, 2018. Siehe auch:  Mohamed, Krarouch, and Haller Michel. &amp;ldquo;Design optimisation of a combined pellets and solar heating systems for water heating in a public bathhouse.&amp;rdquo; Energy Reports 6 (2020): 1628-1635. Siehe auch: Sibley, Magda, Camilla Pezzica, and Chris Tweed. &amp;ldquo;Eco-hammam: the complexity of accelerating the ecological transition of a key social heritage sector in Morocco.&amp;rdquo; Sustainability 13.17 (2021): 9935. Siehe auch: Zbaidi, Mourad, et al. &amp;ldquo;Improving the Energy Efficiency of a Traditional Hammam by Using Two Types of Heat Exchanger.&amp;rdquo; International Journal on Engineering Applications 11.6 (2023).&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:65&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li id=&#34;fn:66&#34;&gt;
&lt;p&gt;How (Not) to Run a Modern Society on Solar and Wind Power Alone, Kris De Decker, Low-tech Magazine, September 2017. &lt;a href=&#34;https://qelnixcor.cloud/2017/09/how-not-to-run-a-modern-society-on-solar-and-wind-power-alone/&#34;&gt;https://qelnixcor.cloud/2017/09/how-not-to-run-a-modern-society-on-solar-and-wind-power-alone/&lt;/a&gt; Siehe auch: Battery Killers: Grid-Interactive Water Heaters, Kris De Decker, No Tech Magazine, May 2015. &lt;a href=&#34;https://www.notechmagazine.com/2015/05/battery-killers-grid-interactive-water-heaters.html&#34;&gt;https://www.notechmagazine.com/2015/05/battery-killers-grid-interactive-water-heaters.html&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;a href=&#34;#fnref:66&#34; class=&#34;footnote-backref&#34; role=&#34;doc-backlink&#34;&gt;&amp;#x21a9;&amp;#xfe0e;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;/div&gt;
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    </item>
    
    <item>
      <title>Mit Muskelkraft betriebenes Luftkompressor— und Energiespeichersystem</title>
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      <pubDate>Sun, 09 Jul 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
      
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      <description>&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2023/07/human-powered-air-compressor-and-energy-storage-system/images/dithers/human-powered-air-compressor-1_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Mit Muskelkraft betriebenes Luftkompressor- und Energiespeichersystem. Foto von Andy Lagzdins.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;figcaption class=&#34;caption&#34;&gt;
 Bild: Mit Muskelkraft betriebenes Luftkompressor- und Energiespeichersystem. Foto von Andy Lagzdins. 
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&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Wenn ich mich in meiner Motorradwerkstatt umschaue, sehe ich überall Druckluftwerkzeuge. Von Handgeräten wie Schlagschraubern, Schleifmaschinen, Schneidwerkzeugen, Sägen und Winkelschleifern bis hin zu großen Geräten wie einer Sandstrahlkabine und einer Bereifungsmaschine – Druckluft ist ein wesentlicher Faktor bei der Verrichtung einer Vielzahl von Arbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Druckluftkompressor, den ich seit den 1990er Jahren einsetze, verwendet einen 220-Volt-Elektromotor mit 7 PS, der eine zweistufige Druckluftpumpe mit 800 Umdrehungen pro Minute antreibt, die den 80-Gallonen-Tank in etwa fünf Minuten auf 150 psi füllt. Die Maschine ist so zuverlässig, dass ich kaum noch auf sie achte. Erst bei einem Stromausfall wird mir bewusst, wie sehr ich mich auf den ständig verfügbaren Vorrat an Druckluft verlasse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weil in unserer sich schnell verändernden Welt preiswerte und verlässliche Energie immer weniger selbstverständlich ist, hatte ich mir vorgenommen, ein System zu bauen, mit dem ich meine Drucklufttanks ohne Strom oder Treibstoff füllen kann. Meine Konstruktion sollte frei von jeglicher Elektronik sein, und die Komponenten sollten bei minimaler Wartung ein Leben lang halten. Ich wollte so viele gebrauchte Teile wie möglich verwenden, um die Kosten niedrig zu halten und zu Recycling und Wiederverwertung anzuregen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;komponenten&#34;&gt;Komponenten&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Als Erstes musste ich einen Drucklufttank finden. Ich fand einen 80 Gallonen (300 Liter) Ingersoll Rand Druckluftkompressor, der 1952 hergestellt wurde. Ich entfernte die Druckluftpumpe und den Elektromotor. Die ursprüngliche Pumpe wurde durch eine neue von Speedaire ersetzt, die für 115 psi ausgelegt ist und normalerweise einen 0,5-PS-Motor zum Betrieb benötigt. Die Pumpe ist an der Oberseite des Druckufttanks mit einer Stahlplatte befestigt, die mit der ursprünglichen Motorplatte verschraubt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An der Stelle des Elektromotors habe ich eine massive Stahlwelle mit selbstzentrierenden Stehlagern installiert. Diese Welle trägt drei 20 kg schwere Kompressorscheiben, die als Schwungräder dienen, um den Betrieb zu stabilisieren. Diese Riemenscheiben haben eine 1 ⅜&amp;quot;-Bohrung und einen Durchmesser von 16&amp;quot;. Ein einzelner Keilriemen der Größe 4L verbindet die Schwungradwelle mit der Druckluftpumpe.&lt;/p&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2023/07/human-powered-air-compressor-and-energy-storage-system/images/dithers/human-powered-air-compressor-6_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Kompressor und Kompressor-Riemenscheiben als Schwungräder. Foto von Andy Lagzdins.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Bild: Kompressor und Kompressor-Riemenscheiben als Schwungräder. Foto von Andy Lagzdins. 
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2023/07/human-powered-air-compressor-and-energy-storage-system/images/dithers/human-powered-air-compressor-7_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Massive Stahlwelle mit drei Kompressor-Riemenscheiben, die als Schwungräder dienen. Foto von Andy Lagzdins.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Bild: Massive Stahlwelle mit drei Kompressor-Riemenscheiben, die als Schwungräder dienen. Foto von Andy Lagzdins.
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&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Als Nächstes stand die Suche nach einem auf Muskelkraft basierenden Antrieb zum Drehen der Schwungräder auf dem Programm. Ich fand einen Schwinn-Heimtrainer aus den 1970er Jahren, der sehr gut konstruiert war und fast nur aus Stahlteilen bestand. Ich zerlegte ihn bis auf das Nötigste und baute eine Sturmey Archer Nabenschaltung mit acht Gängen anstelle des ursprünglichen Speichenrads ein. Diese Nabe hat einen Übersetzungsbereich von 1:1 bis 3,25:1, und die Gänge werden mit einem Hebel am Lenker geschaltet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um das Treten zu erleichtern, wurden die Tretkurbeln durch Kurbelarme aus Cr-Mo-Stahl, abgedichtete Lager und Plattformpedale von einem BMX-Rennrad ersetzt. Lenker und Vorbau wurden ebenfalls durch Cr-Mo-Komponenten ersetzt, um das Durchbiegen bei starker Beanspruchung zu minimieren, und für hohe Belastbarkeit wurden ⅛&amp;quot;-Fahrradketten verwendet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anschließend wurden der ehemalige Heimtrainer und der Druckluftbehälter ausgerichtet und in der richtigen Position auf einen Rahmen aus Kanthölzern (15x15cm) montiert. Das Ausgangsritzel des Fahrrads wurde durch eine weitere Kette mit einem ähnlichen Ritzel am Ende der Schwungradwelle verbunden. Damit war das Antriebssystem komplett.&lt;/p&gt;
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2023/07/human-powered-air-compressor-and-energy-storage-system/images/dithers/human-powered-air-compressor-4_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Ein Schwinn-Heimtrainer aus den 1970er Jahren. Die Tretkurbel wurde durch Kurbelarme aus Cr-Mo-Stahl, abgedichtete Lager und Plattformpedale von einem BMX-Rennrad ersetzt. Foto von Andy Lagzdins.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Bild: Ein Schwinn-Heimtrainer aus den 1970er Jahren. Die Tretkurbel wurde durch Kurbelarme aus Cr-Mo-Stahl, abgedichtete Lager und Plattformpedale von einem BMX-Rennrad ersetzt. Foto von Andy Lagzdins. 
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&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2023/07/human-powered-air-compressor-and-energy-storage-system/images/dithers/human-powered-air-compressor-5_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Sturmey Archer Nabenschaltung mit acht Gängen. Foto von Andy Lagzdins.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Bild: Sturmey Archer Nabenschaltung mit acht Gängen. Foto von Andy Lagzdins. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Um den Luftstrom zu steuern, habe ich ein zweistufiges System gebaut. Ein 10-Gallonen-Tank (38 Liter) und der 80-Gallonen-Tank (300 Liter) sind mit separaten Ventilen versehen, so dass ich jeden Tank unabhängig voneinander oder beide zusammen befüllen oder Druckluft von einem Tank in den anderen umfüllen kann. Manometer an jedem Tank dienen zur Überwachung des Drucks. Wenn der große Tank zum ersten Mal befüllt wird, bringe ich ihn auf 50 psi, indem ich ihn direkt mit der Druckluftpumpe befülle. Dann beginne ich, den kleinen Tank auf 100 psi aufzufüllen um anschließend die Druckluft von dort aus in den großen Tank zu leiten.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;acht-gang-schaltung&#34;&gt;Acht-Gang-Schaltung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Acht-Gang-Schaltung ist eine große Hilfe beim Füllen des Drucklufttanks. Wenn der Fülldruck niedrig ist, kann das Fahrrad in den höheren Gängen gefahren werden. Wenn der Druck im Bereich von 70-100 psi liegt, werden die niedrigeren Gänge verwendet, um den wachsenden Widerstand der Druckluftpumpe zu bewältigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um die leeren Tanks auf 100 psi aufzufüllen, muss man sich etwa eine Woche lang täglich 5-10 Mal aufs Fahrrad schwingen. Wenn ich in der Werkstatt viel zu tun habe, ist es eine gute Möglichkeit, einen klaren Kopf zu bekommen, und bei kaltem Wetter wärmt es mich auf und bringt meinen Kreislauf in Schwung. Ich kann einen niedrigen Gang einlegen, wenn ich beim Treten telefonieren oder Musik hören will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass ich in die Pedale treten muss, um die Druckluft zu erzeugen, sorgt dafür dass ich beim Einsatz der Werkzeuge keine Druckluft mehr verschwende, und ich achte auch mehr darauf, dass alle Anschlüsse richtig abgedichtet sind, damit keine Lecks entstehen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2023/07/human-powered-air-compressor-and-energy-storage-system/images/dithers/human-powered-air-compressor-3_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Druckluftbetriebene Werkzeuge. Bild von Andy Lagzdins.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Bild: Druckluftbetriebene Werkzeuge. Bild von Andy Lagzdins. 
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&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Die am stärksten strapazierten Teile dieser Maschine sind die Dichtungen der Druckluftpumpe, der Antriebsriemen und die Ketten, die Zahnräder und der zentrale Druckluftschlauch. Ich halte Ersatzteile für diese Teile vorrätig, um einen störungsfreien Betrieb für die nächsten Jahre zu gewährleisten. Alle Teile können mit einfachstem Werkszeug gewartet und repariert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Druckluft zum Antrieb sind die niedrigen Kosten für Druckluftwerkzeuge. Der aktuelle Trend geht zu Akku-Geräten, so dass die Leute ihre &amp;ldquo;veralteten&amp;rdquo; Druckluftwerkzeuge verkaufen. Es gibt viele gebrauchte Druckluftkompressoren mit defekten Motoren oder Pumpen zu kaufen, die daher recht preiswert sind. Es gibt ein gutes Angebot an gebrauchten Heimtrainern, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass die Leute sie angeschafft hatten, um ein Fitnessprogramm zu beginnen, aber den Plan nie durchgezogen haben. Meine nächste Änderung wird darin bestehen, einen weiteren 80-Gallonen-Tank hinzuzufügen, um die Speicherkapazität zu erhöhen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hauptvorteile des fahrradbetriebenen Druckluftkompressors darin bestehen, dass kein Strom benötigt wird, dass er jederzeit auch in abgelegenen Gegenden betrieben werden kann, dass er aus größtenteils recycelten Komponenten besteht, die leicht repariert werden können, und dass er keine Betriebskosten verursacht. Es gibt weitere zusätzliche Nebeneffekte, und während ich dieses Gerät benutze, zeigen sich immer mehr positive Wirkungen – insbesondere ein gesunder Körper durch das Treten der Pedale und ein gesunder Geist durch das Denken außerhalb von festgefahrenen Bahnen.&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;article-img &#34;&gt;
&lt;figure data-imgstate=&#34;dither&#34;&gt;
&lt;img src=&#34;https://qelnixcor.cloud/de/2023/07/human-powered-air-compressor-and-energy-storage-system/images/dithers/human-powered-air-compressor-2_dithered.png&#34; alt=&#39;Bild: Mit Muskelkraft betriebenes Luftkompressor- und Energiespeichersystem. Illustration von Andy Lagzdins.&#39; loading=&#34;lazy&#34;/&gt;&lt;/figure&gt;
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 Bild: Mit Muskelkraft betriebenes Luftkompressor- und Energiespeichersystem. Illustration von Andy Lagzdins. 
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;h2 id=&#34;technische-daten&#34;&gt;Technische Daten:&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Hauptlufttank: 80 Gallonen (300 Liter), horizontal, Ingersoll Rand&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fülltank: 10 Gallonen (38 Liter), 125 psi, SnapOn&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Druckluftpumpe: Einstufig, 1 PS Max, 115 psi, Speedaire 40KH94&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Heimtrainer: Schwinn Exerciser&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Getriebe: 8-Gang-Nabenschaltung, Sturmey Archer S80 XRK8&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Schwungräder: Gusseisen, 16&amp;quot; Durchmesser, 1 ⅜&amp;quot; Bohrung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Stehlager: P207 abgedichtet, selbstzentrierend, langer Fuß&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Riemen: 4L Keilriemen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ketten: 1/2 x 1/8 KMC Z1EHX Wide&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ventile: ½&amp;quot; NPT Kugelhähne, Messing&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Luftfilter: K&amp;amp;N Pod, Textil- und Stahlgewebe&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
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